Am Dienstagmorgen, den 30. Juni 2020, gegen 06.30 Uhr, sind bei Schwäbisch Hall auf der Westumgehung ein Auto und ein Linienbus zusammengestoßen. Das geht aus einer Meldung der Polizei hervor. Das ist schon der zweite Unfall in kürzester Zeit, bei dem ein Linienbus verwickelt war. Vergangene Woche gab es bereits einen großen Unfall bei Niedernhall (wir berichteten). In Niedernhall stand der Busfahrer unter Schock, die Pkw-Fahrerin wurde ins Krankenhaus gebracht. Bei diesem Unfall nun war der Busfahrer eingeklemmt.
Bei beiden Unfällen waren die Busse extrem an der Frontseite eingedrückt worden. Bei beiden Unfällen waren relativ junge Autofahrer beteiligt. Bei dem sich nun bei Schwäbisch Hall ereigneten Unfall kam ein 31-jähriger Fahrer kam mit seinem Wagen immer wieder laut Zeugen auf die Gegenspur. Auf Höhe der Heimbach-Siedlung kam der Wagen dann soweit nach links, dass er mit einem Lininbus kollidierte. Der Golf-Fahrer wurde schwer verletzt von Rettungskräften in ein Krankenhaus verbracht. Die 57-jährige Busfahrerin wurde von der Feuerwehr aus dem Bus befreit und kam schwer verletzt, ins Krankenhaus. Der Sachschaden geht nach ersten Schätzungen in einen oberen fünfstelligen Euro-Bereich.
Die Straße ist ein Zubringer zur A6, auf der A6 gab es an diesem Tag weitere große Unfälle. Am Nachmittag sind kurz nach der Ausfahrt Schwäbisch Hall und noch vor der Ausfahrt Kupferzell 24 Tonnen Pflanzenöl auf die Fahrbahn gelaufen. Auslöser war ein Stau, bei dem 2 Lkw miteinander kollidiert sind.
Bei Bretzfeld sind indes an demselben Tag vier Lkw, darunter ein Gefahrguttransport ineinandergefahren. Ein Lkw ist ausgebrannt, dessen Fahrer ist verstorben. Vier weitere Personen wurden laut der Polizei verletzt. Durch die hohe Rauchentwicklung, wurde die Bevölkerung zwischenzeitlich aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der LKW-Unfall, der am Dienstag auf der A6 bei Bretzfeld einen Mann das Leben kostete, wird Autofahrer auch noch die kommenden Tage beschäftigen. Die Autobahn blieb in Fahrtrichtung Mannheim elfeinhalb Stunden, bis Dienstagabend, 20.15 Uhr, gesperrt. An den Sattelzügen entstanden Schäden, die die Polizei auf etwa 330.000 Euro schätzt. Auch die Fahrbahn wurde durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen. An dieser Stelle bleibt die Geschwindigkeit bis zum Ende der Reparaturmaßnahmen auf 80 km/h begrenzt. Während der Bergungsmaßnahmen wurden zahlreiche Gaffer, die von der Gegenfahrbahn filmten oder Bilder fertigten, beobachtet. Es wurden 85 Anzeigen wegen Handyverstößen von Fahrzeuglenkern gefertigt.
Problemkind A6. Immer wieder und immer häufiger knallt es auf der A6. Die Unfälle sind nicht selten schwer. Bereits im Februar 2020 haben wir Carsten Diemer, Pressesprecher der Polizeidirektion Heilbronn, zu dem Brennpunkt A6 befragt und was die Polizei tut, um die Unfallgefahren zu minimieren (siehe Video oben).

Busunfall bei Schwäbisch Hall am 30. Juni 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Busunfall bei Schwäbisch Hall am 30. Juni 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Brennende Lkw auf der A6 am 30.06.2020.