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„Man hat doch gewusst, dass da was kommt“

Viele Last-Minute-Einkäufer von Weihnachtsgeschenken hat der harte Lockdown auf dem falschen Fuß erwischt. Die meisten Läden sind dicht, nur noch Geschäfte, die Dinge für den täglichen Bedarf anbieten, dürfen geöffnet haben. Auch in der Künzelsauer Innenstadt ist an diesem frühen Donnerstagmorgen, den 17. Dezember 2020, eher wenig los. Nur vereinzelt laufen Passanten durch die Gassen. Etwas umtriebiger geht es im Kaufland zu. Hier tragen die Einkäufer Masken und versuchen, die Abstände einzuhalten, so gut es eben geht.

Vor der Metzgerei hat sich eine längere Schlange gebildet

Etwas später, kurz vor Mittag, ist das Bild schon etwas anders. Jetzt schlendern mehr Menschen durch die Hauptstraße, in den Seitenstraßen ist teilweise niemand zu sehen. Vor der Metzgerei Harald Schäfer hat sich eine längere Schlange gebildet, weil die Kunden nur vereinzelt in den Verkaufsraum dürfen und auch auf ihre Abstände achten. Besonders viele Einkäufer sind in der Drogerie Müller zu finden. Hier darf weiterhin das ganze Sortiment, auch Spielzeug und Musik-CDs, verkauft werden. Auch Zugangsbeschränkungen scheint es hier keine zu geben. Die Menschen stehen teils dicht an dicht in den engen Gängen, ohne dass die Verkäuferinnen darauf reagieren würden.

Viel los im Drogeriemarkt Müller

GSCHWÄTZ hat sich in Künzelsau umgesehen und die Passanten gefragt, was sie in die Stadt führt und wie sie es finden, dass die meisten Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Es zeigt sich: Die meisten laufen nur durch die Straßen und Gassen. Sie hatten Termine und viele sind jetzt auf dem Heimweg.

„Weihnachtsgeschenke braucht man doch nicht unbedingt“

Eine Frau, die direkt in der Stadt wohnt, erzählt: „Ich laufe hier nur durch, weil ich einen Termin hatte und jetzt auf dem Heimweg bin.“ Nur kurz habe sie bei der Drogerie Müller vorbeigeschaut, um Vogelfutter zu kaufen. Sie findet den Lockdown richtig: „Weihnachtsgeschenke braucht man doch nicht unbedingt. Es geht auch ohne.“ Zwei kleine Mädchen kommen mit Einkaufstaschen in den Händen die Straße entlang. Die beiden Künzelsauerinnen haben Lebensmittel eingekauft. Sie finden es schade, dass jetzt alles zu ist, denn jetzt ist kein Abstecher zum Spielzeugladen oder in die Buchhandlung drin. „Aber keine Schule zu haben, ist toll“, meinen sie lachend.

„Leider können wir nicht viel machen“

Ein Mann schiebt entspannt seinen dreijährigen Sohn auf dem Dreirad durch die Hauptstraße. „Leider können wir nicht viel machen“, meint der 56-Jährige bedauernd. Sie gehen häufig in die Wertwiesen oder einfach nur spazieren. So wie jetzt. Den Lockdown findet der Vater gut, allerdings „kommt der zu spät, denn sonst hätten wir Weihnachten zusammen feiern können“. Jetzt müssten die Menschen leiden – dabei denke er vor allem an jene, die alleine leben. „Die Isolation ist für die Psyche das Schlimmste“, sagt der Mann.

Zustimmung und Skepsis

Entspannt bummelt eine dreiköpfige Familie durch die Straße, wirft einen Blick in so manches Schaufenster der geschlossenen Geschäfte. Der Vater hatte einen Arzttermin, die Mutter musste in die Apotheke. Die Forchtenberger sind nicht ganz einer Meinung, was Sinn oder Unsinn des Lockdowns betrifft. „Ich finde den Lockdown in der jetzigen Lage richtig“, sagt die Frau. Ihr Mann dagegen: „Ich bin skeptisch, aber was soll man schon machen.“

„Bestellen wollte ich nicht“

Im Müller drängen sich die Leute. Im Obergeschoss steht eine Frau am CD-Regal. „Ich suche eine CD als Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn“, erzählt die Kupferzellerin. „Bestellen wollte ich nicht, sondern ein Geschäft vor Ort unterstützen.“ Eine Arbeitskollegin, habe ihr erzählt, dass die Drogerie noch offen habe. Aber sie findet: „Man sollte alle Geschäfte, außer die Lebensmittelläden zu machen.“ Das Gedränge im Müller habe sie erstaunt und deshalb wolle sie auch ganz schnell wieder raus aus dem Laden.

„Man hat doch gewusst, dass da was kommt“

Eine ältere Frau bummelt mit ihrem Rollator die Straße entlang. Sie hatte einen Termin bei der Fußpflege und ist jetzt auf dem Heimweg. „Ich finde den Lockdown gut, aber doch nicht gerade jetzt. Das hätten die sich früher überlegen sollen“, empört sie sich. „Außerdem wieso erst ab Mittwoch und nicht gleich ab Montag?“ Die Seniorin findet das inkonsequent. Sie habe aber den Vorteil, dass sie alleinstehen sei und deshalb nicht viel brauche. In Richtung der Last-Minute-Einkäufer meint sie: „Man hat doch gewusst, dass da was kommt.“

Text: Sonja Bossert

Gegen Mittag ist schon etwas mehr los. Foto: GSCHWÄTZ

Ruhe auch vor dem Kaufland. Foto: GSCHWÄTZ

Der Ausblick vom GSCHWÄTZ-Büro: Kein Mensch ist hier kurz vor Mittag unterwegs. Normalerweise ist hier mehr los. Foto: GSCHWÄTZ




„Mal wieder einen Neuen probieren“

Nach 16 Jahren im Amt wurde Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel abgewählt. Am kommenden Sonntag sind die Bürger zum zweiten Urnengang gerufen. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich unter den Bürgern umgehört, was sie von der Arbeit des Noch-Amtsinhabers halten und was sie von seinem Nachfolger erwarten. Die Meinungen sind durchaus gespalten. Nicht alle finden, dass Markus Knobel in den Jahren seiner Amtszeit eine schlechte Arbeit geleistet hat. Dennoch blickt die Bevölkerung nach vorne und freut sich auf den neuen Rathauschef, der  – so hoffen sie – frischen Wind in den Ort bringt.

„Mehrere Sachen sind vorgekommen, die sich summiert haben“

„Der Wahlausgang war in der Richtung zu erwarten, aber dass er so einfährt, hat der Knobel nicht verdient“, findet Reiner aus Waldenburg und auch der Waldenburger Hartmut sagt: „Wenn man die ganzen 16 Jahre zurückblickt, hat er eigentlich für Waldenburg schon was getan“. Dennoch denke er, dass der Wechsel gut sei: „In letzter Zeit – aber was heißt in letzter Zeit – die letzten zwei, drei Jahre sind mehrere Sachen vorgekommen, die sich einfach summiert haben“. Auch Jens Peter aus Waldenburg findet: „Es war ja nicht schlecht, was er gemacht hat. Es war auch viel Gutes dabei, aber vielleicht muss man mal wieder einen Neuen probieren“. Dorothea aus Waldenburg dagegen ist froh über die Wahl und ihren Ausgang: „Für Waldenburg selber hat er nichts gemacht. In meinen Augen“. Knobel sei „auch immer sehr arrogant rübergekommen“ und viele hätten „vor ihm auch gekuscht“.

„A bissle betriebswirtschaftliches Denken soll im Rathaus einziehen“

Nahverkehr und der Zustand der Straßen sehen die Befragten als die drängendsten Aufgaben, die auf den Neuen im Chefsessel warten.“Unsere Straßen sind nicht mehr so der Hit“, bemängelt Jens Peter. „Grad die Hohenlohestraße ist nicht gut. Da sollten sie sich vielleicht ein bisschen mehr drauf versteifen.“ Hartmut hofft nun, dass mit dem Nachfolger von Markus Knobel „a bissle betriebswirtschaftliches Denken im Rathaus“ einzieht.  Auch Reiner ist der Meinung, dass Nahverkehr und die Versorgung der Bevölkerung zu den drängendsten Themen gehören: „Wir haben nur einen Laden und sonst nichts mehr“. So denkt auch Dorothea: „Wenn man keinen Führerschein hat, hängt man hier fest“. Außerdem gebe es im Ort nur noch den Kirchersbäck, aber der sei sonntags immer gerammelt voll. Und sonst könne man nirgendwo hingehen.

Umfrage: Dr. Felix Kribus

 

Die Waldenburgerin Dorothea ist froh über den Wahlausgang in ihrem Ort. Foto: GSCHWÄTZ




Corona in Künzelsau: „Der Herr Spahn hinkt ä bissle hinterher“

Das Wort „Corona“ ist lateinisch und bedeutet „Krone“. Allerdings hat dieser Virus so gar nichts Krönendes, sondern verbreitet Angst und Schrecken. Neben einer grippeähnlichen Erkrankung, an der bei ungünstigem Verlauf Menschen sterben können und dies auch schon nachweislich sind. Nachdem in Heilbronn bisher acht Fälle und aktuell einer in Schwäbisch Hall von Coronainfektionen bestätigt wurden, ist es im Zeitalter der unbegrenzten Mobilität nur noch eine Frage der Zeit, bis das Virus auch Hohenlohe mit Verzögerung erreicht.

Mediale Panikmache oder politische Verharmlosung? Irgendwo dazwischen wird wohl die Wahrheit liegen. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat Passanten am Mittwoch, den 04. März 2020, in Künzelsau dazu befragt. Ohne Mundschutz.

Marvin aus Künzelsau lebt seinen Alltag ganz normal weiter und wäscht sich nach dem Händeschütteln die Hand. Foto: GSCHWÄTZ

„Die Angst ist schon da, es wird auch viel hochgepuscht von den Medien, aber man sollte trotzdem aufpassen“, sagt Dana aus Kocherstetten. Foto: GSCHWÄTZ

„Jetzt haben die Medien wieder was, was sie schreiben können, und wo man was abkassieren kann“, findet Maria aus Weißbach. Foto: GSCHWÄTZ




Video-Umfrage von GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus

„Trekkingrunde durch Nepal“ – Umfrage: Wo geht‘s in den Urlaub hin?

Mallorca, Kreta und Bali – das sind die Topreiseziele in diesem Jahr. Ägypten und Tunesien anstatt der Türkei, da derzeit politisch zu unsicher. Oder eine Woche Kroatien für 376 Euro? Rhodos alles inklusive – für schlappe 924 Euro! Die Deutschen waren mal Reiseweltmeister. Jetzt haben die Chinesen uns den Rang abgelaufen. Die Reisen sind längst gebucht. Kurzentschlossene nehmen, was noch bleibt. Und das entpuppt sich sogar zeitweise als Schnäppchen. Immerhin machen 26 Prozent der Deutschen Urlaub im eigenen Land. Und wohin fahren die Hohenloher ? Was ist ihr aktuelles Reiseziel für die kostbarsten Tage im Jahr? Videoreporter Felix Kribus lag wieder auf der Lauer und hat vorwiegend Frauen zugehört, wohin die Reise geht. Die meisten Männer bleiben angesichts der nahenden Fussball-WM wohl zu Hause.

 

 

Die komplette Umfrage können Sie nachlesen in unserer gedruckten Juni-Ausgabe 2018 – ab sofort in unseren Verkaufsstellen erhältlich – oder als Abo direkt in Ihren Briefkasten. Einfach über unseren Online-Shop oder telefonisch bestellen: +49 (0)7940 93 55 57 44.

// Wir lieben unser Ländle //

// Fotos & Video: Dr. Felix Kribus




„Mein Mann hat die Küche als sein Ressort“ – Was sagen die Bürger zum Frühjahrsputz?

Veronika, der Lenz ist da. Seit gut einer Woche herrscht Frühling, auch wenn das die Temperaturen noch nicht so hergeben. Winter ade –  und nach alter Tradition kann er jetzt kommen – der Frühjahrsputz. Den alten Mief auskehren und alles neu macht nicht erst der Mai. Putzen kann man auch schon im April. Wie halten es die Hohenloher mit der guten alten Tradition des Frühjahrsputzes? Das war die Frage, die GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus diesmal gestellt und überraschenderweise erfahren hat, dass putzen – zumindest im Frühjahr – nicht mehr nur Frauensache ist.

 

„Ich finde alte Traditionen immer gut. Das ist eine prima Sache. Einmal im Jahr richtig durchfahren, das ist schon nicht schlecht. In der Regel macht meine Frau das Haus.  Wir haben einen Wintergarten, wo obendrauf Glasfläche ist,  da ich gehe ich dann mit der Leiter hoch, einmal im Frühjahr. Bei uns wird das schon noch gelebt“

// Martin Loos, Eberstal

„Davon halte ich eigentlich nix. Entweder man hat keine Zeit oder man kann eigentlich das ganze Jahr putzen. Man muss es nicht zu einer bestimmten Jahreszeit festlegen und sagen, jetzt muss Frühjahrsputz gemacht werden.  Wenn, dann putzt man natürlich die Fenster, wenn es dann heller wird und die Sonne scheint und die Vorhänge waschen, aber das muss jetzt nicht im Frühjahr sein.“

// Tanja Braun-Dierolf, Gaisbach

„Frühjahrsputz finde ich auf jeden Fall super wegen der Wetterverhältnisse. Irgendwann sind die Fenster und die Rolläden dreckig, und dann muss halt ein Frühjahrsputz sein oder was das Auto betrifft, genauso. Wir haben uns das aufgeteilt: Meine  Frau putzt mehr das Innere der Wohnung und ich putze mehr das Äußere. Meine Frau ist sehr zufrieden, wie ich putze, und deswegen spannt sie mich auch immer dementsprechend ein.“

// Isidoro Naera, Künzelsau

„Alles wird gesaugt und rausgewischt und Fenster werden geputzt. Und richtig gelüftet. Meine Frau und ich machen das zusammen. Ich fürchte mich vor nichts. Ich putze Fenster, ich schrubbe den Boden. Mir macht das nix aus.“

// Wilfried Stier, Kupferzell

„Ich halte viel von der alten Tradition. Wie man es früher gemacht hat, ist es immer am besten gewesen. Dass man nicht so scharfe Putzmittel gehabt hat mit natürlichen Sachen, Neutralreiniger und so. Meine fünfzehn Fenster will ich demnächst in Angriff nehmen.“

// Susanne Ilzhöfer, Mangoldsall

„Ich halte eher weniger von der Frühjahrsputztradition, weil ich das ganze Jahr stetig am Ball bleibe.  Ich schau, dass ich da wöchentlich rumkomme mit meinem Haushalt: Fenster, Böden, was eben so anliegt. Einmal im Monat ist ein größerer Putz angesagt. Mein Mann hat die Küche als sein Ressort.“

// Sabine Münch, Morsbach

„Ich halte sehr viel vom Frühjahrsputz. Das macht Spaß, wenn die Sonne scheint. Alles strahlt und dann tut man gründlich durchputzen. Und dann duftet das wieder nach Frühling, das ist sehr schön. Dafür brauche ich eine Woche.“

// Kiriaki Grigoriadu, Künzelsau

//Foto und Video: Dr. Felix Kribus




Es ist vollbracht – Die GroKo kommt – Was sagen die Bürger zur langen Regierungsbildung?

Man mag es kaum glauben, was aus Berlin die vergangenen Tage gemeldet wird: Die SPD, CDU und CSU haben sich zu einer großen Koalition durchringen können. Vorausgegangen sind monatelange Gespräche und Verhandlungen. GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus wollte von den Hohenloher Bürgern wissen, wie sie die  sechsmonatigen Verhandlungen um eine neue Regierungsbildung fanden und musste lange ausharren, bis ihm einige wenige Passanten geantwortet haben. Die meisten haben dankend abgewunken, als sie das Thema GroKo – Merkel – SPD hörten. Soviel zum Thema Politikverdrossenheit. Vor sechs Monaten wurde gewählt.

Die SPD, die erst entschied, sich demütig in der Opposition zurechtzufinden, kam zu neuen Ehren, als sich Jamaika als Totgeburt erwies. Dadurch ist die angezählte SPD, die sich aktuell mit Grabenkämpfen um Personalfragen zerlegt, wieder phönixgleich aus der Asche gestiegen. Nicht ganz unbeteiligt daran – die ewige Kanzlerin. Wie teuer hat sie sich ihren aktuellen Machterhalt bei der SPD erkauft, darüber machen sich nicht nur Kritiker aus den eigenen Parteireihen Gedanken. Hier unsere nicht repräsentative Umfrage.

„Frau Merkel hat sich den Machterhalt sehr teuer erkauft, schon allein mit dem Finanzministerium, was abgegeben wurde und immer in CDU-Hand war, jetzt in SPD Hand. Das ist ein großer Verlust. Wenn die Groko scheitert, wird es Neuwahlen geben. Dann wird Frau Merkel in den wohlverdienten Ruhestand gehen müssen.“
// Kirsten Seber, Dörrenzimmern

„Das sind ja klar persönliche Motive von Angela Merkel. Ohne die SPD hätte die CDU ja komplett ihre Macht verloren. Das ist für Angela Merkel wichtig, dass sie jetzt die Koalition zustande bekommt. Da wird sie sich jetzt dementsprechend dafür einsetzen. Wenn die SPD nein sagt, dann würde ich vermuten, dass es zu einer Minderheitsregierung kommt. Das würde ich auch hoffen, das ist ja auch der richtige demokratische Weg.“
// Caspar Holberg, Künzelsau

„Grundlegend finde ich diesen Machterhalt völlig schwachsinnig, weil es die demokratische Grundidee völlig verfehlt. Der demokratische Volkswille war nicht so angedacht, dass es erneut eine große Koalition gibt. Dementsprechend denke ich, dass sie sich den Machterhalt ziemlich teuer erkauft hat. Das hat zu ihrem
Gesamtimage nicht positiv beigetragen. Sollte die SPD dem Koalitionsvertrag nicht zustimmen, dann wird es auf eine Minderheitsregierung hinauslaufen müssen, was meiner Meinung nach auch das einzig Richtige ist. Das wird politisch zwar einen größeren Aufwand darstellen, man würde aber den deutschen demokratischen Willen durchsetzen und wäre nicht darauf aus, sich künstlich an der Macht zu halten..“
// Daniel Ruth, Künzelsau

„Ob sich Angela Merkel was erkaufen muss, weiß ich nicht. Angela Merkel ist eine Frau, die schon ewig regiert. Das Land stand noch nie am Abgrund. Mit der CDU hat bis jetzt immer alles funktioniert. Wenn die SPD zur GroKo nein sagt, haben sie Pech gehabt, wenn sie nicht wollen. Wenn die immer so zwiespältig sind, mal ,ja´, mal ,nein´. Das ist nicht normal. Mein Mann und ich finden die SPD nicht mehr so glaubwürdig. “
// Karin Rach, Künzelsau

„Angela Merkel setzt alles daran, die Koalition fortzusetzen. Vielleicht auch, um Helmut Kohl zu übertreffen. Sie weiß, wenn es Neuwahlen gibt, wird es anders ausgehen. Wenn man bedenkt, dass die SPD zwanzig Prozent der Wählerstimmen bekommen hat, regiert aber so, als hätte sie sechzig, siebzig Prozent der Stimmen bekommen. Ich denke, bei einer Neuwahl wird Frau Merkel erneut antreten und sie wird auch wieder gewählt werden.
// Uwe Scheerer, Gaisbach

// Die neuen Minister //

Hier sehen Sie die – zumindest aktuell aufgestellten Minister für die neue Regierung – im Überblick.

Kanzlerin: Angela Merkel (CDU)

Aussenminister: Heiko Maas (SPD)

Justizminister: Olaf Scholz (SPD)

Arbeitsminister: Hubertus Heil (SPD)

Justizministerin: Katarina Barley (SPD)

Familienministerin: Franziska Giffey (SPD)

Umweltministerin: Svenja Schulze (SPD)

Wirtschaftsminister: Peter Altmaier (CDU)

Gesundheitsminister: Jens Spahn (CDU)

Landwirtschaftsministerin: Julia Klöckner (CDU)

Verteidigungsministerin: Ursula von der Leyen (CDU)

Bildungsministerin: Anja Karliczek (CDU)

Kanzeramtsminister: Helge Braun (CDU)

Innenminister: Horst Seehofer (CSU)

Verkehrsminister: Andreas Scheuer (CSU)

Entwicklungsminister: Gerd Müller (CSU)




„Unsere Gegend ist hierfür nicht geeignet“

Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür: Fasching, Fastnet oder Karneval – wie man es auch immer nennen möchte. Eigentlich begonnen schon am 11. November 2017 um 11.11 Uhr, aber zwischendrin haben der November als Trauermonat, Weihnachten, Silvester und die Heiligen drei Könige die Narrenzeit in den Hintergrund verbannt. Aber jetzt ist es wieder soweit: Helau, narri narro und Alaaf. Verkleiden, Masken und Umzüge sind angesagt. Und obwohl das Kocher- und Jagsttal nicht als die Hochburg des Faschings gilt, hat Gschwätz-Reporter Felix Kribus doch einige Hohenloher Faschingsliebhaber getroffen. Allerdings nicht nur, wie man in unserem Umfragevideo zum Thema Fasching sieht.

Foto // Archiv/Lemia




Neues Jahr – neues Glück?

Unser Autor Dr. Felix Kribus hat sich auf den Weg gemacht und Hohenloher befragt zum Thema: Neues Jahr – neues Glück? Welche Vorsätze haben Sie sich für das nächste Jahr gefasst? Was sich die Bürger von 2018 versprechen und was sie sich fest vorgenommen haben, hören und sehen Sie in unserem Video.




Burka auf dem Land – Geht oder geht nicht?

Unser Autor Dr. Felix Kribus hat sich wieder ins Getümmel gestürzt und war dieses Mal in Ingelfingen und Künzelsau unterwegs, um die Bürger zu unserem Brennpunktthema des Monats Dezember zu befragen: Flüchtlinge auf dem Land. Konkret ging es um das von Österreich eingeführte Burka-Verbot seit dem 01. Oktober 2017. Wir wollten wissen: Ist dieses Verbot sinnvoll oder nicht? Im Video sehen Sie die Antworten. Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen.




Bürger in Künzelsau 1 Monat nach der Bundestwahl: „Angela Merkel hat mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht“

Von den knapp 170.000 Wählern im Wahlkreis 268 (Schwäbisch Hall – Hohenlohe) haben ihre Erststimme 40,5 Prozent der CDU gegeben. 18,5 Prozent der Stimmen bekam die SPD. Drittstärkste Partei ist die AfD mit 13,5 Prozent noch vor der FDP und den Grünen geworden. Wie die Hohenloher mit dem Wahlergebnis zufrieden sind und warum wohl jeder achte Wähler blau gewählt hat, das haben sie Dr. Felix Kribus vor dem Künzelsauer Rathaus erzählt – eine nicht repräsentative Umfrage.

Manuel Schäfer, Künzelsau, Azubi:

„Es ist echt beschissen ausgegangen, weil es traurig ist, dass ein Land, das die Geschichte so geprägt hat, so viele AfD-Wähler hat und auch Sonstiges ziemlich altmodisch bleibt und nichts Neues von den Leuten gewählt wird. Man sollte sich um die Leute kümmern, die Hilfe brauchen und nicht über Abschiebung oder Mindestgrenzen nachdenken.“

Uwe Haag, Künzelsau:

„Ich bin erstaunt, habe es fast befürchtet mit dem Wahlergebnis. Das Abschneiden der AfD macht mir Sorgen und ich bin gespannt, wie es weitergeht, wie sich die Dinge entwickeln und gestalten werden und wann die Menschen merken, dass man zwar ein Recht hat auf Veränderungen, aber dass das so nicht der richtige Weg ist.“

Klaus Hillenmaier, Ingelfingen:

„Es ist erschreckend, dass die AfD so viele Stimmen von uns Bürgern erhalten hat. Das war sehr viel Protestwahl. Aber es geht auch sehr viel tendenziell mehr in Richtung rechts. Dass die Verhältnisse jetzt so sind, dass es schwieriger wird, eine Regierung zu bilden, vor allem auch dieser Schwester- oder Bruderkrieg von der CDU/CSU finde ich nicht richtig.“

Ingo Rudolph, Künzelsau:

„Ich finde, das Wahlergebnis spiegelt die derzeitige Lage in Deutschland wieder. Ein Teil hat aus Überzeugung gewählt. Aber die meisten haben aus Protest gewählt, weil sie die großen Parteien nicht wählen wollten. Die Linke ist ja bei Protestwählern schon rausgefallen und deshalb auch keine Protestpartei mehr.“

A. C. (möchte anonym bleiben):

„Das war meine Erstwahl. Ich habe mir Videos angeschaut, habe mich mit meinen Freunden ausgetauscht. Jede Partei hat Versprechungen gemacht und man kann sich sicher sein, dass nicht alles so realisierbar ist, aber es hört sich sehr gut an. Ich war sehr enttäuscht, dass in meinem Freundeskreis wirklich junge Leute, um die 20 Jahre, AfD, gewählt haben.