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Heilbronn: Telefonbetrügerin festgenommen

Eine 32-Jährige wurde am Freitagmittag, den 14. Oktober, nach einem sogenannten „Schockanruf“ in Heilbronn durch die Kriminalpolizei festgenommen. Der Tatverdächtigen wird vorgeworfen, Mitglied einer Bande zu sein, die insbesondere ältere Menschen mittels Telefonanrufen systematisch betrügen. Da sie die Betrugsabsicht erkannte, war eine 58-Jährige nicht auf die Masche hereingefallen. Als die Frau auf ihrem Festnetz einen Anruf ihrer vermeintlichen Tochter erhielt, die einen tödlichen Unfall verursacht haben sollte, verständigte die Frau mit einem Mobiltelefon die Polizei. Während die Betrüger in typischer Manier fortfuhren, indem eine angebliche Polizistin das Gespräch übernahm und der 58-Jährigen erklärte, dass für die Tochter eine Kaution von

100.000 Euro benötigt würde, um sie auf freien Fuß zu entlassen, war die Kriminalpolizei bereits unterwegs. Nachdem die 58-Jährige den Anweisungen der vermeintlichen Polizeibeamtin gefolgt war, erschien die Tatverdächtige gegen 13.58 Uhr am vereinbarten Übergabeort im Heilbronner Zentrum. Im Moment der Übergabe wurde sie von Beamten der Kriminalpolizei festgenommen.

Die 32-Jährige wurde am Samstag, den 15. Oktober, einer Haftrichterin des Amtsgerichts Heilbronn vorgeführt. Diese erließ den von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Die Frau wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an.

Wichtige Tipps der Polizei:

Um sich vor der Betrugsmasche „Falsche Polizeibeamte“ zu schützen, raten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn:

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, so werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach
    • schnellen Entscheidungen,
    • Kontaktaufnahme mit Fremden sowie
    • der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Kontaktieren sie ihre Familie oder Personen unter den Ihnen bekannten Rufnummern
  • Nennen Sie gegenüber den Anrufern niemals die korrekten Namen Ihrer Familienangehörigen

Pressemeldung Polizei und Staatsanwaltschaft Heilbronn




Wieder führt ein Schockanruf zum Erfolg

Erst Anfang Oktober 2022 verkündeten die deutsche und die türkische Polizei einen Erfolg im Kampf gegen Telefonbetrüger: Ein Call-Center in der türkischen Provinz Mersin konnte ausgehoben werden, 30 Personen wurden festgenommen.
Dass dieser Erfolg noch nicht das Ende dieser Art der Trickbetrügerei bedeutet, zeigt ein neuer Fall eines – im Sinne der Betrüger – erfolgreichen Schockanrufs im Hohenlohekreis, von dem Polizei und Staatsanwaltschaft berichten:

Hohenlohekreis: Schockanruf von falscher Anwaltskanzlei – Frau um hohen Geldbetrag betrogen

Unbekannte täuschten einer 82-Jährigen am Montag, den 10. Oktober, eine Notlage ihrer Tochter vor und brachten die Frau so dazu, Bargeld und Münzen im sechsstelligen Eurobereich zu übergeben. Gegen 13.30 Uhr klingelte das Mobiltelefon der Frau an deren Anschrift im Hohenlohekreis. Es meldete sich eine männliche Person, die sich als Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei ausgab und behauptete, dass ihre Tochter einen Unfall verursacht habe. Bei diesem Unfall sei ein Kind getötet worden und eine Gefängnisstrafe könnte nur durch die Zahlung einer Kaution abgewendet werden.
Die Angerufene fuhr daraufhin auf Anweisung des falschen Anwalts nach Heidelberg und übergab dort gegen 17 Uhr in der Goethestraße in der Nähe des Amtsgerichts Heidelberg aus einem Pkw heraus Bargeld und Münzen in einem blau-weißen Plastikbeutel an einen jungen Mann im Alter von circa 20 bis 25 Jahren, mit schmaler Statur und mit einer Größe von ca. 1,60 bis 1,65 Metern.
Die Kriminalpolizei Künzelsau hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die die Übergabe in der Goethestraße in Heidelberg (in der Nähe des Amtsgerichts Heidelberg) beobachten konnten oder den Abholer mit einem blau-weißen Plastikbeutel im Bereich Heidelberg gesehen haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.

Um sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen, raten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn:

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Legen Sie den Hörer auf, so werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach
    • schnellen Entscheidungen,
    • Kontaktaufnahme mit Fremden sowie o
    • der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Kontaktieren sie ihre Familie oder Personen unter den Ihnen bekannten Rufnummern.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de

 




Corona: Telefonbetrüger rufen im Namen des Diak Schwäbisch Hall an

Erneut riefen Trickbetrüger im Namen des Diakoneo Diak Klinikum in Schwäbisch Hall bei Menschen aus der Region an. Nach Informationen der Polizei geben sich die Personen wieder als Mitarbeitende des Diak Klinikums aus und behaupten, dass Angehörige mi dem Coronavirus infiziert seien und dringend ein Medikament benötigen.

Sie täuschen im Namen des Diak Klinikums vor, finanzielle Unterstützung für die Behandlung zu benötigen und bitten ihre Opfer um hohe Geldsummen. Bitte beachten Sie: das Diak Klinikum ruft keine Angehörigen oder sonstige Personen an und bittet um Bargeld oder Wertgegenstände zur Finanzierung eines Corona-Medikaments.

Bitte wenden Sie sich, sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, an die Polizeidienststelle in Schwäbisch Hall. Telefon: 0791/4000 oder Mail: schwaebisch-hall.prev@polizei.bw.de