1

Engelesblasen in Künzelsau

Besinnlicher Abschluss des Heiligen Abends: Das traditionelle Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche. Trotz Kälte haben sich doch etliche Interessierte in der Hauptstraße und drumherum eingefunden, um „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Ehre sei Gott in der Höhe“ zu hören. Zur Blasmusik werden Laternen an langen Schnüren vom Turm herabgelassen und geschwenkt, die an Engel erinnern sollen. Wer schon im Bett lag oder zuhause auf dem Ofen döste, für den hat Videoreporter Felix Kribus die Engelslichter samt weihnachtlicher Künzelsauer Atmosphäre mit seiner Kamera eingefangen und hat die Besucher gefragt, wie sie die stille, heilige Nacht verbracht haben.

 




„Mein Mann hat die Küche als sein Ressort“ – Was sagen die Bürger zum Frühjahrsputz?

Veronika, der Lenz ist da. Seit gut einer Woche herrscht Frühling, auch wenn das die Temperaturen noch nicht so hergeben. Winter ade –  und nach alter Tradition kann er jetzt kommen – der Frühjahrsputz. Den alten Mief auskehren und alles neu macht nicht erst der Mai. Putzen kann man auch schon im April. Wie halten es die Hohenloher mit der guten alten Tradition des Frühjahrsputzes? Das war die Frage, die GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus diesmal gestellt und überraschenderweise erfahren hat, dass putzen – zumindest im Frühjahr – nicht mehr nur Frauensache ist.

 

„Ich finde alte Traditionen immer gut. Das ist eine prima Sache. Einmal im Jahr richtig durchfahren, das ist schon nicht schlecht. In der Regel macht meine Frau das Haus.  Wir haben einen Wintergarten, wo obendrauf Glasfläche ist,  da ich gehe ich dann mit der Leiter hoch, einmal im Frühjahr. Bei uns wird das schon noch gelebt“

// Martin Loos, Eberstal

„Davon halte ich eigentlich nix. Entweder man hat keine Zeit oder man kann eigentlich das ganze Jahr putzen. Man muss es nicht zu einer bestimmten Jahreszeit festlegen und sagen, jetzt muss Frühjahrsputz gemacht werden.  Wenn, dann putzt man natürlich die Fenster, wenn es dann heller wird und die Sonne scheint und die Vorhänge waschen, aber das muss jetzt nicht im Frühjahr sein.“

// Tanja Braun-Dierolf, Gaisbach

„Frühjahrsputz finde ich auf jeden Fall super wegen der Wetterverhältnisse. Irgendwann sind die Fenster und die Rolläden dreckig, und dann muss halt ein Frühjahrsputz sein oder was das Auto betrifft, genauso. Wir haben uns das aufgeteilt: Meine  Frau putzt mehr das Innere der Wohnung und ich putze mehr das Äußere. Meine Frau ist sehr zufrieden, wie ich putze, und deswegen spannt sie mich auch immer dementsprechend ein.“

// Isidoro Naera, Künzelsau

„Alles wird gesaugt und rausgewischt und Fenster werden geputzt. Und richtig gelüftet. Meine Frau und ich machen das zusammen. Ich fürchte mich vor nichts. Ich putze Fenster, ich schrubbe den Boden. Mir macht das nix aus.“

// Wilfried Stier, Kupferzell

„Ich halte viel von der alten Tradition. Wie man es früher gemacht hat, ist es immer am besten gewesen. Dass man nicht so scharfe Putzmittel gehabt hat mit natürlichen Sachen, Neutralreiniger und so. Meine fünfzehn Fenster will ich demnächst in Angriff nehmen.“

// Susanne Ilzhöfer, Mangoldsall

„Ich halte eher weniger von der Frühjahrsputztradition, weil ich das ganze Jahr stetig am Ball bleibe.  Ich schau, dass ich da wöchentlich rumkomme mit meinem Haushalt: Fenster, Böden, was eben so anliegt. Einmal im Monat ist ein größerer Putz angesagt. Mein Mann hat die Küche als sein Ressort.“

// Sabine Münch, Morsbach

„Ich halte sehr viel vom Frühjahrsputz. Das macht Spaß, wenn die Sonne scheint. Alles strahlt und dann tut man gründlich durchputzen. Und dann duftet das wieder nach Frühling, das ist sehr schön. Dafür brauche ich eine Woche.“

// Kiriaki Grigoriadu, Künzelsau

//Foto und Video: Dr. Felix Kribus