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Der Papst stirbt und keinen interessiert’s

Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Kardinal Kevin Farrell teilte am Ostermontag mit: „Heute Morgen um 7.35 Uhr ist der Bischof von Rom, Franziskus, in das Haus des Vaters zurückgekehrt. Sein ganzes Leben war dem Dienst des Herrn und seiner Kirche gewidmet.“

Treue, Mut und Liebe

Farrell weiter: „Er hat uns gelehrt, die Werte des Evangeliums mit Treue, Mut und universeller Liebe zu leben, insbesondere für die Ärmsten und Ausgegrenzten. In großer Dankbarkeit für sein Beispiel als wahrer Jünger des Herrn Jesus empfehlen wir die Seele von Papst Franziskus der unendlichen, barmherzigen Liebe Gottes, des Einen und des Dreifaltigen.“

Noch am Sonntag hatte Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom den traditionellen Ostersegen „Urbi et Orbi“ gespendet. Zehntausende hatten sich versammelt, um ihrem Oberhaupt ganz nah zu sein.

Schwere Lungenentzündung

Der gesundheitlich schwer angeschlagene Papst wurde im Rollstuhl auf den Balkon am Petersplatz gefahren. Er litt seit Wochen an einer schweren Lungenentzündung und hatte auf einen Großteil der Osterfeierlichkeiten verzichtet.

Der Argentinier stand seit 2013 an der Spitze der katholischen Kirche mit weltweit 1,4 Milliarden Gläubigen. Er war der 266. Amtsträger. Er war bekannt für seine Hinwendung zu den Armen, Schwachen und Ausgegrenzten. Kurz vor seinem Tod besuchte er noch Häftlinge.

Fußwaschung für Häftlinge

Trotz seiner Schwäche, trotz seiner angeschlagenen Gesundheit lässt es sich der 88-Jährige nicht nehmen, zu denjenigen zu gehen, die am Rand der Gesellschaft stehen, die Außenseiter sind. In den Jahren zuvor hatte Franziskus Häftlingen stets die Füße gewaschen, der Ritus erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Die Fußwaschung war ihm in diesem Jahr nicht mehr möglich, aber dennoch war er dort, im Gefängnis.

Der Papst stirbt an Ostern – welch ein Sinnbild – und doch, scheint es die große Masse, zumindest wenn man auf social media schaut, nicht wirklich zu interessieren. Hier regieren auch nach dem Tod des katholischen Kirchenoberhauptes die Themen Osterausflüge, Trump und Urlaub.
Er wandte sich denen zu, die am Rande der Gesellschaft stehen
Das liegt mitnichten an Franziskus, der wie kaum ein anderer, sich wieder den am Rand stehenden zugewendet hat – in der heutigen Zeit würde man sich das auch von der Politik verstärkt wünschen. Und doch gingen viele seiner Taten unter, weil sich immer mehr Menschen von der katholischen Kirche abwenden. Ausschlaggebend für viele: Die zahlreichen Missbrauchsskandale und die nur notdürftige Aufarbeitung dergleichen. Auch eine Reform des Kirchenrechts für Gleichberechtigung stünde an, so dass auch Frauen Priesterinnen und – ja, sogar Päpstin werden könnten. Auch das Zölibat ist so veraltet wie die gesamte katholische Kirche.
So wird der Mitgliederschwund weitergehen und damit die Bedeutungslosigkeit der katholischen Kirche.



31-Jähriger in Klinik verstorben

Anwohner wurden in der Nacht auf Mittwoch, den 01. Juli 2020, auf einen 31-Jährigen aufmerksam, da er auf einem Garagendach in Leingarten-Großgartach stand und herumbrüllte. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor. Die daraufhin gegen 1.45 Uhr über Notruf alarmierte Polizei traf den Mann auf dem Dach einer Garage in der Güldigstraße an. Der 31-Jährige befand sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand und schien unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol zu stehen. Da er sich nicht ausweisen konnte und seine Identität vor Ort nicht festzustellen war, sollte der Mann zum Polizeirevier Lauffen a.N. gebracht werden. Hierbei leistete der Mann Widerstand und griff im Dienstfahrzeug die eingesetzten Polizeibeamten an. Deshalb musste er mit Hand- und Fußfesseln fixiert werden.

Dennoch hatte der Mann weiterhin Wutausbrüche, beleidigte die Beamten und versuchte, sie anzugreifen. Kurz vor dem Polizeirevier verstummte der Mann plötzlich und kollabierte. Die Beamten begannen sofort mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen und reanimierten den Mann. Die angeforderten Rettungskräfte und der Notarzt stabilisierten ihn. Anschließend wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht. Einige Stunden später verstarb der 31-Jährige am Morgen in der Klinik.

Zur Klärung der genauen Todesursache hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Kriminalpolizei Heilbronn ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Einschätzung des behandelnden Arztes besteht der Verdacht einer Drogenintoxikation als Todesursache. Eine genaue Todesursache soll die von der Staatsanwaltschaft Heilbronn angeordnete Obduktion hervorbringen.

 




Güglingen: Tod eines 15-Jährigen mit Stichverletzungen – Tatverdächtiger innerhalb der Familie

Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Jungen in der Nacht auf Samstag, den 25. Januar 2020, in einem Anwesen bei Güglingen gibt es weitere Erkenntnisse zum Tatablauf. Die Polizei war kurz nach ein Uhr über eine Auseinandersetzung auf dem Aussiedlerhof informiert worden. Fest steht mittlerweile, dass der Notruf von einer der drei von der Polizei angetroffenen Personen abgesetzt wurde. Alle drei Personen weisen Stichverletzungen auf. Ein 15-jähriger Junge verstarb noch am Tatort. Sein 17-jähriger Bruder und sein Vater wurden in Krankenhäuser eingeliefert und befinden sich dort nun in stationärer Behandlung. Nach vorläufiger Bewertung der bislang gewonnenen Erkenntnisse ist der Tatverdächtige unter den drei von der Polizei angetroffenen Personen zu suchen. Anhaltspunkte auf eine weitere, flüchtige Person gibt es derzeit nicht.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn




Tödlicher Arbeitsunfall bei Forchtenberg-Büschelhof

Ein 84-Jähriger wurde am Samstagmittag, den 21. September 2019, bei Arbeiten in einem Weinberg tödlich verletzt. Der Senior war bei der Weinlese dafür zuständig die Seilwinde am Traktor zu bedienen. Um die Seilwinde zu betätigen, musste der Motor des Traktors gestartet werden. Vermutlich weil der Gang eingelegt war, bewegte sich das Fahrzeug beim Starten nach vorn, sodass der 84-Jährige eingeklemmt wurde. Er wurde hierbei so schwer verletzt, dass er wenig später verstarb.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Trauer braucht Zeit“

Es ist kein wirklich gutes Thema für einen Small-Talk, für eine leichte Unterhaltung unter Freunden und der Familie. Über den Tod wird häufig erst gesprochen, wenn er eintritt. Und doch gehört er zum Leben dazu. Genauso wie die Trauer, wenn wir von geliebten Menschen Abschied nehmen müssen. Wir wollten daher von Martina Feuchter, Geschäftsführerin vom Bestattungsinstitut Dorn, einem der bekanntesten Bestatter in Künzelsau und Öhringen wissen: Trauern Menschen heute anders als früher? Und: Welche Bestattungsmöglichkeiten gibt es heutzutage?

 

GSCHWÄTZ: Hat sich im Vergleich zu früher etwas verändert im Bestattungswesen?

M. Feuchter: Ja. Früher waren es häufiger die traditionellen Erdbestattungen. In der heutigen Zeit hat die Nachfrage nach Feuerbestattungen deutlich zugenommen. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Und die Bestattungen in den Waldfriedhöfen sind dazu gekommen und werden in unserer Region ganz stark angenommen. Oftmals hatten die Personen eine starke Bindung zur Natur, haben zu Lebzeiten viel Zeit in den Wäldern verbracht und entscheiden sich deshalb gerne für ein Begräbnis auf einem Waldfriedhof.
Dort besteht die Möglichkeit, einen Familienbaum auszuwählen, um den die gesamte Familie die letzte Ruhestätte findet. Es können auch nur einzelne Plätze an einem Gemeinschaftsbaum gekauft werden. Das Bestattungsunternehmen Dorn verwaltet drei Waldfriedhöfe in Hohenlohe und zwar in Friedrichsruhe, Schöntal (Aschhausen) und Schloss Stetten. Sehr viele Menschen machen sich schon zu Lebzeiten Gedanken, wie sie bestattet werden möchten, manche regeln auch alles vorab in einem Bestattungsvorsorgevertrag. Diese Entscheidung, wie man bestattet werden möchte, ist eine sehr individuelle. Dennoch halten wir es für wichtig, es in der Familie zu thematisieren und zu besprechen, damit jeder seine Bedürfnisse zum Ausdruck bringen darf.

 

GSCHWÄTZ: Hat sich in der Gestaltung der Trauerfeier etwas geändert?

M. Feuchter: Trauerfeiern wurden früher eher traditionell gehalten: Meist war es die Erdbestattung und das Familiengrab, das über Generationen in der Familie war. Die Trauerkleidung war schwarz und wurde oft ein ganzes Jahr getragen. Das war ein deutliches Signal nach außen. Heute ist die Bandbreite sehr viel größer: von großen Trauerfeiern bis zu ganz kleinen, manchmal stillen Beisetzungen im engsten Kreis. Wie oben erwähnt sind es sehr viel mehr Feuerbestattungen, manchmal soll auf Wunsch des Verstorbenen auf Trauerkleidung verzichtet werden. Es kann lockere, farbige Kleidung getragen werden. Wenn jemand aus der Kirche ausgetreten ist, gestalten freie Redner/innen, Freunde, Familie oder Bestatter die Abschiedsfeier. Ganz oft sollen Lieblingsmusikstücke des Verstorbenen gespielt werden. Fotos und persönliche Gegenstände werden aufgestellt.

Abschied, der das Leben wiederspiegelt, tröstet. Foto: privat

GSCHWÄTZ: Was ist Ihre Aufgabe als Bestatter?

M. Feuchter: Natürlich sind wir da für alles, was jetzt notwendig ist, vor allem für die Beratung. Wenn sich jemand noch nie mit dem Thema Tod oder Bestattung beschäftigt hat, bedarf es oft erstmal der Erklärung und Erörterung der vielen Möglichkeiten. In der Hauptsache sehen wir uns aber tatsächlich als Begleiter in dieser Zeit. Wie eine Hebamme eine Geburt begleitet, da ist, geduldig, liebevoll, unterstützend, Mut machend, stärkend, so sehe ich uns als Bestatter, eben am Ende eines Lebens für die Angehörigen. Zeit und Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Respekt. Das ist, glaube ich, das Wichtigste. Nicht immer gibt es ein Netzwerk an Familie, Freunden, Nachbarn, manchmal haben sich Menschen vom Glauben entfernt. Wenn das, was es sonst gab, wegfällt, werden wir immer wieder zum Ansprechpartner. Zu vermitteln, dass Trauer keine Krankheit ist, die sofort therapiert werden muss, sondern ein Gefühl, das gelebt werden will, das es viel Zeit braucht, gute Begleiter, Zuhörer, Unterstützer, auch darin sehen wir unsere Aufgabe.

 

GSCHWÄTZ: Wie verabschiedet man sich am besten von einem geliebten Menschen?

M. Feuchter: Eine allgemeingültige Aussage kann man dazu sicher nicht treffen, denn jeder Mensch ist anders. Und somit ist auch jeder Abschied anders. Und es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Sei es, dass der Verstorbene noch eine Zeitlang zu Hause bleiben darf, damit sich die Angehörigen dort in Ruhe und im familiären Rahmen verabschieden können, sei es, dass man den Verstorbenen selber waschen und ankleiden möchte, dass man die Texte für Anzeigen und Karten selber gestalten möchte oder dass man Bilder, Briefe in den Sarg legt oder dass die Angehörigen sogar aktiv die Trauerfeier mitgestalten durch Lied- oder Wortbeiträge, sofern sie sich dazu in der Lage fühlen und vieles mehr. Es ist unsere Aufgabe, mit der Familie herauszufinden, was sie brauchen, was ihnen gut tut. Und ihnen die Zeit zu geben, die sie benötigen.

 

GSCHWÄTZ: Wie kann man Berührungsängsten zum Thema Tod und Trauer entgegenwirken?

M. Feuchter: Wichtig ist auf jeden Fall, das Thema nicht von sich zu schieben, bis ein Trauerfall eintritt. Sich schon zu Lebzeiten Gedanken machen: Wie möchte ich meine Beerdigung gestalten oder sich zu fragen: Wie stellen wir uns die Bestattung unserer Angehörigen vor? Sich frühzeitig über seine Rechte und Möglichkeiten im Trauerfall zu informieren. Wir versuchen, unseren Beitrag dazu zu leisten, indem wir Führungen und Vorträge in unseren Häusern anbieten. Genutzt werden diese zum Beispiel von Auszubildenden der Kranken- und/oder Altenpflege, den Kirchen für die Konfirmanden und Senioren sowie den Schulen, die mit ihren Schülern im Rahmen des Religions- oder Ethikunterrichts das Thema Sterben, Tod und Trauer thematisieren.
Sie dürfen Särge, Urnen und Bestattungsutensilien anschauen, auch mal Probeliegen in einem Sarg. Und sie werden mit der Frage vertraut gemacht: Wie würdet ihr eure Beerdigung gestalten? Erfahrungen zeigen, dass auch hier großes Interesse und Nachdenken angestoßen wird. Ziel ist es aber, Berührungsängste abzubauen und das Thema in die Familien zu bringen.

Anja Dorn im Trauergespräch. Foto: privat

Kontakt:
Dorn Bestattungen GmbH
Pfedelbacher Strasse 32 -34
74613 Öhringen
Telefon: 07941/91 91 0
Standort Künzelsau:
Gaisbacher Straße 6
74653 Künzelsau
Telefon: 07940/55 4 33
E-Mail: info@dorn-bestattungen.de

 

Text: Elke Brand

Fotos: privat

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Werbeanzeige von Bestattungsunternehmen Dorn.




Dem Tod von der Schippe gesprungen

„Dem Tod näher als dem Leben“, so bezeichnet Jutta Riemer ihren körperlichen Zustand im Jahr 1997. Aufgrund einer chronischen Lebererkrankung stand die damals 44-Jährige kurz vor dem Leber- und Nierenversagen.

„Ich wusste, dass ich ohne Spenderleber bald sterben würde“, blickt sie zurück. Doch sie hatte Glück: Am 9. Juni in jenem Jahr bekam sie in einer neunstündigen Operation eine andere Leber – ein Tag, den sie bis heute als ihren „Lebergeburtstag“ bezeichnet. Nach mehreren Wochen konnte sie das Krankenhaus verlassen und sich auf den Weg zurück ins Leben machen. Doch obwohl es ihr relativ schnell viel besser ging, konnte sie nicht mehr zurück in ihren alten Beruf.

Riemer fand eine neue Lebensaufgabe in einem Verein

Heute geht man anders damit um, aber damals hatten die Ärzte der ehemaligen Biologie- und Sportlehrerin wegen der erhöhten Infektionsgefahr davon abgeraten. Ihre neue Lebensaufgabe fand die Bretzfelderin – wie sie selbst sagt, „heftig unterstützt“ von ihrem Mann – bei der Patientenselbsthilfeorganisation Lebertransplantierte Deutschland e.V. (LD e.V.). Der bundesweit tätige Verein mit rund 1400 Mitgliedern unterstützt seit über 25 Jahren Transplantierte, Wartepatienten und ihre Angehörigen durch persönliche Beratung, Seminare, Broschüren, einer Website und ihre Interessenvertretung. Um unter anderem den Erfahrungsaustausch zwischen Patienten und Ärzten, Schwestern und Experten zu fördern, veranstaltet LD e.V. in Tübingen und in Heidelberg Patientenseminare sowie Gruppentreffen in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus. Auch im Raum Hohenlohe/ Schwäbisch Hall gibt es regelmäßige Treffen.

Wie wichtig ist ein Organspendeausweis?

Auslöser für Jutta Riemers Engagement war ein Erlebnis im Krankenhaus: Ein junger, kranker Vater bekam kein Organ. Sie wollte etwas beitragen zur Aufklärung über das Thema Organspende. Selbst hatte sie sich lange vor ihrer Erkrankung mit diesem Thema auseinandergesetzt und besaß bereits einen Organspendeausweis. Im Rahmen ihrer Arbeit für LD e.V. geht die 65-Jährige in Schulen und spricht mit Schülern ab Klasse neun: „Die Jugendlichen sind sehr offen und haben meist wenig Verständnis für Leute, die sich mit dem Thema gar nicht auseinandersetzen wollen“. Sie schätzt, dass ein Drittel bis ein Viertel der jungen Leute einen Spenderausweis hat – ab 16 Jahren kann sich jeder für oder gegen eine Organspende entscheiden.

Ärzte denken zu wenig an seine Organspende

Vor allem muss sich in Zeiten des Organmangels etwas in den Krankenhäusern ändern, findet Jutta Riemer. „Ich bin besonders dem Pflegepersonal im Krankenhaus dankbar, das damals den Verstorbenen als möglichen Organspender entdeckt hat“, sagt sie. Das Grundproblem sei, dass ein Spender trotz Ausweis oft nicht entdeckt werde.

Die Ärzte haben zuerst den Patienten vor ihnen im Blick und wie sie ihm helfen können. „Das ist auch richtig so, aber wenn sie nichts mehr für den Patienten tun können und der Hirntod eingetreten ist, denken immer noch zu wenige Ärzte und Pfleger an eine Organspende.“ Deshalb müsse ein neuer Geist in den Kliniken einziehen: Chefärzte und Verwaltungen müssten hinter den Organspenden stehen und diese zu einem selbstverständlichen ärztlichen Handeln machen. „Doch das geht nicht nebenher und braucht Zeit im Klinikalltag“, erklärt die langjährige Vereinsvorsitzende. Immerhin sei ein Zuwachs von 20 Prozent an Organspenden verzeichnet worden, seit es im Januar 2018 einen Aufschrei gab angesichts des Tiefstands bei Organspenden.

„Man ist nicht Schuld am Tod des Spenders.“

Die Transplantationsmedizin wird nicht infrage gestellt – „leben will schließlich jeder“. Die Patienten seien zunächst in ih- rer Krankheit gefangen, doch irgendwann muss jeder akzeptieren, dass da auch die Organspende dazu gehört und Betroffene nur weiterleben können, wenn jemand anderes nach dem Tod seine Organe weitergibt. „Ganz wichtig aber ist, sich bewusst zu machen, dass man nicht schuld an dem Tod des Spenders ist“, findet sie. „Ich habe nicht auf den Tod dieses Menschen gewartet und er ist auch nicht wegen mir gestorben, aber ich hatte Glück und durfte ein Organgeschenk erhalten.“ Bis heute gedenkt Jutta Riemer in ganz besonderem Maße ihrem Organspender und seiner Familie. Ihr ist bewusst, dass ihr Überleben nur, dank dieser Spende möglich ist. Deshalb ist es ihr auch ein besonders Anliegen, etwas über die Gedanken und Gefühle von Spenderangehörigen zu erfahren. Für diese gibt es nun im Verein Ansprechpartner und es wurde ein Netzwerk gegründet, um auch sie zu unter- stützen und politisch zu vertreten.

Für ihre Vereinsarbeit wurde Jutta Riemer 2014 der Verdienstorden von Baden-Württemberg verliehen. Im Oktober 2018 bekam sie das Bundesverdienstkreuz. „Schön war dabei vor allem, dass das Ehrenamt mal wieder im Vordergrund stand“, freut sich die Geehrte. Denn schließlich ginge es nicht ohne ihre zahl- reichen Mitstreiter. Die sehr vielfältige und spannende Arbeit macht ihr Spaß. „Ganz besondere Kraft gibt mir aber auch, wenn jemand sagt: Du hast mir weitergeholfen.“




Nicht jeder stirbt für sich alleine

„Die Atmung setzt aus und dann weiß man – jetzt passiert es. Und auf einmal sehen die Menschen ganz friedlich aus“, schildert Ingeborg Zeller.  Sie und Bärbel Weltin arbeiten ehrenamtlich für den Hospizdienst Kocher-Jagst. Sie begleiten Menschen bis zum Tod. Menschen, die krank und ohne Aussicht auf Heilung sind. 

Wenn das Telefon klingelt und Bettina Jörger am anderen Ende ist, bedeutet das für Ehrenamtliche wie Zeller und Weltin, dass es wieder so weit ist – ihre Hilfe wird benötigt. „Man muss selbst frei sein, denn wenn wir zu viel im Kopf haben oder gestresst sind, können wir das nicht machen“, so Weltin über ihr Ehrenamt. Die 62-Jährige macht die Sterbebegleitung nun seit sechs Jahren. 

„Jetzt habe ich es geschafft.“

„Wenn jemand verstorben ist, der lang gelitten hat, krank war und Schmerzen hatte, habe ich immer den Eindruck gehabt, dass die Menschen erleichtert sind. An den Gesichtszügen stellt man einen gewissen Ausdruck fest, der sagt: Jetzt habe ich es geschafft“, beschreibt Zeller den Übergang vom Sterben zum Tod.

Für Zeller ist dieses Ehrenamt auch eine private Angelegenheit. Denn die 65-Jährige musste bereits mit 23 Jahren ihre Großmutter beim Sterben begleiten. Als dann ihr Schwiegervater daheim verstarb, meldete sie sich kurzerhand beim Hospizdienst Kocher-Jagst. „Die Art und Weise, wie man mit dem Tod umgegangen ist, fand ich schlimm“, erzählt die Künzelsauerin. 

„Die Betroffenen wollen nicht immer reden.“

Aber wie genau sieht dieses Begleiten aus? Die Ehrenamtlichen vom Hospizdienst kommen einmal die Woche für ein bis zwei Stunden zu der Person, die sterben wird – sei es nun zu Hause, ins Krankenhaus oder auch ins Pflegeheim. Zeller berichtet, dass die Zeiten, in denen sie da ist, individuell mit den Angehörigen und Betroffenen abgestimmt wird. Sie erinnert sich an einen ganz besonderen Fall: „Damit eine Ehefrau beruhigt schlafen konnte, war ich die ganze Nacht am Bett ihres Mannes gesessen und sobald sie morgens aufgestanden ist, bin ich nach Hause.“ 

Weltin erklärt: „Die Betroffenen wollen nicht immer reden. Darum geht es auch nicht. Auch ein Händedruck oder einfach nur das Dasein hilft.“ Zeller beschreibt, dass man nicht wisse, was für Gedanken noch in den Köpfen der Sterbenden sind. Es sei viel Ungeklärtes im Kopf und wenn jemand viel Ballast im Kopf hat, sterbe er wahrscheinlich schwerer. Denn er müsse noch viel für sich abarbeiten. 

„Aber nicht, dass sie meinen Sohn anrufen und ihm sagen, dass ich sterbe.“

Zeller erzählt, dass sie eine Dame begleitet hat, bei der es hieß, sie hätte keine Angehörigen mehr. Nach ein paar Wochen habe ihr die Dame erzählt, dass sie einen Sohn hätte, aber sagte mit Nachdruck: „Aber nicht, dass sie jetzt auf die Idee kommen, meinen Sohn anzurufen und ihm sagen, dass ich sterbe.“ „Als ihr nicht mehr allzu viel Zeit blieb, wollte sie ihn aber nochmal sehen. „Ich ließ die beiden dann alleine, damit sie sich in Ruhe unterhalten konnten. Dieses Gespräch tat beiden gut – vor allem dem Sohn“, beschreibt Zeller. 

„Die Sterbenden wollen es ihren Angehörigen nicht antun, dass sie sehen, wie sie sterben.“

Sie verdeutlicht: „Jedes Sterben ist anders. Jeder stirbt anders. Und jeder hat ein anderes Anliegen, wann er sterben kann. Es ist oft so, dass die Angehörigen auch viel bei dem Sterbenden sind und kaum sind die Angehörigen aus dem Raum, wenn Sie kurz an die frische Luft gehen oder sich einen Kaffee holen, in diesem einen Moment, in der kurzen Zeit, versterben die Menschen dann. Die Sterbenden wollen es ihren Angehörigen nicht antun, dass sie sehen, wie sie sterben.“ Auch Weltin ist der Meinung: „Jede Geburt ist anders und jedes

Sterben ist anders. Jeder stirbt individuell. Einige sterben tagelang. Aber jeder hat es geschafft, in die Welt zu kommen und muss es auch schaffen, wieder aus der Welt zu gehen. Man kann Hilfestellung leisten. Aber gehen muss jeder selbst. Ich denke, da ist noch irgendwas ungeklärt, aber sie schaffen es nicht mehr, sich zu äußern. Das ist für uns auch sehr schwer.“ 

Weltin ist Christin und weiß auch, dass nicht jeder daran glaubt, dass der Tod nicht endgültig ist. Auch sie glaubt daran, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Zeller hilft es, nachdem jemand gestorben ist, in die Kirche zu gehen und es zu verarbeiten. Bettina Jörger, die Leiterin des Hospizdienstes Kocher-Jagst, erreichen die Anfragen an den Hospizdienst meist telefonisch oder per E-Mail. Sie vereinbaren dann einen Termin für einen Erstbesuch nach den Wünschen der Betroffenen.

Sie und ihre Stellvertreterin, Lisa Möhler, sind ausgebildete Palliativschwestern. Daher erstreckt sich die Beratung auch auf alle Teile der Palliativpflege – je nachdem, welche Fragen die Betroffenen haben. Jörger gibt einige Beispiele von Fragen, die die Angehörigen haben:

„Wie lässt sich die Pflege in der letzten Lebensphase daheim organisieren? Gibt es Alternativen? Welche belastenden körperlichen Symptome gibt es? Wie werden diese durch den Hausarzt behandelt? Was kann man darüber hinaus noch tun?“ Auch der Hospizdienst hat Fragen an die Angehörigen, wie etwa: „Möchte der sterbende Mensch jemanden an seiner Seite haben? Gibt es religiöse Bedürfnisse, braucht es spirituelle Begleitung? Welche Hoffnungen tragen durch diese Zeit? Welche Bilder haben die Menschen vom Sterben?“ Jörger stellt fest, dass die Menschen ganz genaue Fragen zum Prozess des Sterbens haben. 

 

Hospizdienst Kocher-Jagst

Hospizdienst Kocher-Jagst

Oberamteistraße 18

74653 Künzelsau

Leitung: Bettina Jörger, joerger@hospizdienst-kocher-jagst.de

Stellvertretende Leitung: Lisa Möhler, moehler@hospizdienst-kocher-jagst.de. Telefon: 07940 9395012 (mit Anrufbeantworter)

www.hospizdienst-kocher-jagst.de

Die Beratung und Begleitung durch den Hospizdienst ist kostenlos. Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Neuer Ausbildungskurs für Ehrenamtliche

Im zweiten Halbjahr 2019 beginnt ein neuer Ausbildungskurs. In rund 100 Stunden lernen die Menschen alles rund um das Thema Sterbebegleitung und setzen sich mit den teils sehr persönlichen Aspekten rund um Sterben, Tod und Trauer auseinander. Es gibt zunächst ein Orientierungswochenende für erste Inhalte und für alle speziellen Fragen zu Organisation, Befähigung und Rahmenbedingungen. Die Ausbildung ist kostenlos, wenn man anschließend in einem Hospizdienst mitarbeiten möchte. Das Orientierungswochenende kostet eine geringe Gebühr für Essen, Getränke und Materialien. Geeignet für die Hospizarbeit sind alle Menschen, die bereit sind, sich auf die Wünsche und Bedürfnisse Sterbender einzulassen, Menschen, die sich mit klugen Ratschlägen zurückhalten können, die warmherzig und zugewandt sind und keine Berührungsängste haben.




Künzelsau: Mann erschießt erst seine Frau, dann sich selbst

Eine schreckliche Entdeckung machte am Montagnachmittag, den13. August 2018, ein 16-Jähriger in Künzelsau, als er seine Großeltern suchte. Beide lagen tot im Gartenhaus neben dem Wohnhaus des Ehepaares. Wie einem aufgefundenen Abschiedsbrief entnommen werden konnte, plante das Ehepaar den Tod gemeinsam. Beide sahen sich offenbar mit persönlichen Problemen konfrontiert, denen sie sich nicht länger gewachsen sahen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand erschoss der 78 Jahre alte Mann zuerst seine Frau und anschließend sich mit einem gekürzten Gewehr. Woher dieses stammt, ist noch unklar. Für die Beteiligung eines Dritten gibt es bislang keinerlei Hinweise.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn/Schwäbisch Hall und des Polizeipräsidiums Heilbronn

Foto: GSCHWÄTZ

 




Tod einer Krankenschwester

An einem Montagabend, den 05. März 2018, zwischen 20 und 20.30 Uhr, läuft eine Krankenschwester mit ihrer Arbeitskollegin und einem Praktikanten nach ihrem Spätdienst zu ihrem Auto, das auf einem Parkplatz auf dem Klinikgelände abgestellt war. Auf einmal kippt sie um, fällt mit dem Gesicht auf den asphaltierten Boden. Während die Kollegin bei ihr bleibt, gibt der Praktikant auf der Intensivstation im Krankenhaus Bescheid. Krankenhausmitarbeiter kommen mit einer Notfallausrüstung für die Erstversorgung auf den Parkplatz, parallel wird ein Notruf abgesetzt. Ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes kommt und fährt die Krankenschwester ins Klinikum nach Bad Mergentheim. Alle Reanimationsmaßnahmen scheitern. Die Krankenschwester stirbt im Caritas-Klinikum in Bad Mergentheim. Diagnose: schwerer Herzinfarkt.

Ist Sie das erste Opfer der Krankenhaus-Sparpolitik?

Bürger rätseln seitdem, warum die Krankenschwester nicht gleich im Krankenhaus in Künzelsau behandelt wurde, anstatt wertvolle Zeit mit einem Abtransport nach Bad Mergentheim zu verlieren.

Der Standort Künzelsau sollte im Zuge des Neubaus des Ärztehauses und der Sanierung und Renovierung der Kranknenhausräume vor rund acht Jahren schließlich zum „Leuchtturm“ für kardiologische, sprich Herz-Erkankungen werden. Die teuren Geräte dazu, wie Kardio-MRT und Herzkatheterlabor, sind nach wie vor im Ärztehaus in Künzelsau.

sukzessiver Abbau in Künzelsau

Durch die Neuausrichtung des Hohenloher Krankenhauses sind nun diverse Schwerpunkte von Künzelsau nach Öhringen gewandert: Im vergangenen Jahr betraf dies unter anderem die Schlaganfalleinheit (wir berichten).

Auch der „Leuchtturm“ Kardiologie scheint ausgeleuchtet. Auch wenn die Geräte hierfür noch da sind, sei es nicht möglich, diese in einem solchen Notfall „mal schnell hochzufahren“, wie Krankenhaus-Mitarbeiter erklären. Allein für das Herzkatheterlabor bedarf es vier Kardiologen und Pflegepersonal, um dieses rund um die Uhr betreiben zu können.

Die damaligen Pläne, Künzelsau zum Schwerpunkt von Herzkrankheiten zu machen, seien ohnehin nur halbherzig umgesetzt worden, kritisiert die Bürgerinitiative pro Hohenloher Krankenhaus (BI) auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. Eine 24-Stunden-Notfalleinheit im Bereich Herzerkrankungen sei nie umgesetzt worden.

Das Kardio-MRT, der Hybrid-OP und das Herzkatheter-Labor, welche im Ärztehaus bei Professor Dr. Christoph Karle im Einsatz sind, werden derzeit ausschließlich dort betrieben und nicht, wie einst im Unternehmenskonzept vorgesehen, als gemeinsamer kardiologischer Schwerpunkt mit dem Krankenhaus Künzelsau genutzt. Vor einigen Jahren gab es diese Zusammenarbeit im Rahmen der regionalen Gesundheitsholding Heilbronn-Franken. Das Angebot, das Herzkatheter-Labor zu nutzen, sei von Seiten des Krankenhauses jedoch nicht angenommen worden, heißt es.

Stattdessen wolle man nun Öhringen zum neuen Herz-Schwerpunktzentrum machen, so die aktuellen Pläne des neuen Mehrheitseigners, der BBT-Gruppe.

Je schneller ein Herzinfarkt korrekt behandelt wird, umso höher die Überlebenschancen und je minimaler die möglichen Schädigungen im Gehirn. Die Mitarbeiter des Krankenhauses trauern um eine „liebe Freundin und sehr gute Kollegin“.

 

Hintergrundinformation: Wechsel in der Führungsebene

Nachdem die BBT-Gruppe die Mehrheitsanteile an der Hohenloher Krankenhaus gGmbH übernommen hat, gibt es auch einen Wechsel in der Führungsspitze. Geschäftsführer Jürgen Schopf, der weniger als 1,5 Jahre die Geschäfte leitete, wird abgelöst von den vier neuen Geschäftsführern Dr. Albert-Peter Rethmann, Matthias Warmuth, Werner Hemmes und Andreas Latz, so eine Pressemitteilung der BBT-Gruppe. In einem internen Schreiben an die Mitarbeiter heißt es, dass Betriebsleiter Helmut Munz kommissarisch die Aufgaben des kaufmännischen Direktors und des Pflegedirektors für die Krankenhäuser übernimmt, „bis zur Klärung der endgültigen Besetzung“. Herbert Trudel wird kaufmännischer Direktor für die Senioreneinrichtungen.

 




Tod eines Siebenjährigen // Zurückhalten mit Spekulationen

„Wir wissen, dass derzeit viele Gerüchte und Spekulationen im Umlauf sind“ aufgrund des Todes eines Siebenjährigen in Künzelsau, sagt Carsten Diemer, Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Heilbronn, auf GSCHWÄTZ-Nachfrage, dass es zwar momentan viele Gerüchte und Spekulationen gebe, dass aber die Polizei selbst bis dato lediglich fünf Pressemitteilungen zu dem Tod des Jungen veröffentlicht habe. Darüber hinaus gebe es bislang keine neuen Erkenntnisse.

Folgende Erkenntnisse gibt es – basierend auf den offiziellen Pressemitteilungen des Polizeipräsidiums Heilbronn und der Staatsanwaltschaft – zum jetzigen Zeitpunkt:

Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am Samstag, den 28. April 2018, in Künzelsau, nachdem ein vermutliches Tötungsdelikt gemeldet wurde. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wollten Eltern am Vormittag ihren siebenjährigen Sohn bei der 69-jährigen Tatverdächtigen in ihrem Haus in Künzelsau abholen.
Zuvor haben Bürger das Ehepaar in der Künzelsauer Innenstadt gesehen. Da niemand öffnete, baten die Eltern einen Nachbarn um Hilfe und gelangten so in das Haus, so die damalige Pressemitteilung der Polizei, Im Mededienbericht des Nachrichtenmagazins Focus heißt es, der Vater habe den Jungen gefunden. Der Siebenjährige lag tot in einer Badewanne. Da die 69 Jahre alte Bekannte, die auf den Jungen seit mehreren Jahren immer wieder aufpasste, verschwunden war, leitete die Polizei eine Suchaktion ein. Obwohl mehr als zehn Streifen der Schutz- und Kriminalpolizei, ein Polizeihubschrauber und ein Mantrailer im Einsatz waren, ergab sich zunächst keine Spur der Frau. Am Samstagabend, gegen 21.30 Uhr, konnte die 69-Jährige nach einem Zeugenhinweis in Künzelsau gefunden und vorläufig festgenommen werden.

Die 69-jährige Frau wurde am Sonntagnachmittag, den 29. April 2018, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn einer Haftrichterin beim Amtsgericht Öhringen vorgeführt.
Dort wurde Haftbefehl gegen sie erlassen. Die 69-Jährige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt in Baden-Württemberg eingeliefert. Sie sitzt seitdem in Untersuchungshaft und und wird nun anwaltschaftlich vertreten. Die 69-Jährige schweigt mittlerweile zu den Tatvorwürfen. Von möglichen anderen oder weiteren Tatbeteiligten hat die Polizei bislang nicht gesprochen.