„Sollen wir uns Zu Hause in einen Eimer Wasser setzen, wenn’s so heiß ist?“
Hohenlohe ist fest im Griff der Sommerhitze. Doch wo findet man Abkühlung in Zeiten von Corona? Die Freibäder dürfen nur unter Auflagen öffnen, manche bleiben ganz geschlossen, wie das Bad in Niedernhall. Auch der Breitenauer See wurde vor kurzem bis Mitte Oktober angesichts eines Besucheransturms geschlossen. Viele Menschen finden jetzt den Weg an die Tiroler Seen in Forchtenberg. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich dort unter den Badegästen umgehört und mit ihnen über Abstandsregeln, geschlossene Badeseen und Urlaubspläne unterhalten.
„Ich habe keine Bedenken wegen Corona“
„Ich habe jetzt keine Bedenken wegen Corona. Die Leute halten Abstand und im Wasser ist sowieso nicht so viel los“, findet Oskar vom Büschelhof. Auch Edith aus fühlt sich am See sicherer als im Freibad, „weil man da wesentlich mehr Platz hat“. Für Ulrike aus Niedernhall und ihre Familie – eigentlich eher Freibadgänger – sind die Tiroler Seen eine echte Alternative. Sonst würden sie imemr ins Niedernhaller Freibad gehen, das aber in diesem Sommer geschlossen bleibt. Franz aus Bieringen gefällt am „am besten die Stille und dass der See echt gut gereinigt worden ist“. Früher sei alles voll mit Pflanzen gewesen, jetzt aber sei es eine „super Fläche zum Baden“.
„Am See hat man wesentlich mehr Platz“
Verständnis haben die Leute an den Tiroler Seen für die Schließung des Breitenauer Sees. Allerdings gibt Franz zu benken, dass man „vielleicht auch über eine Parkplatzregelung einen Weg finden könnte, um die Besucherzahlen zu reduzieren“. Und Edith meint: „Die Problematik mit den erhöhten Fallzahlen kommt jetzt nicht von den Seen. Das sind auch die privaten Veranstaltungen“. Ulrike dagegen findet die Maßnahme übertrieben. „Man muss den Leuten ja auch was bieten, wenn sie jetzt nicht in Urlaub fahren sollen. Was sollen sie dann machen bei der Hitze von über 30 Grad?“, fragt sie. Sie befürchtet, dass die Verantwortlichen die Tiroler Seen bei zu vielen Badegästen ebenfalls schließen könnten. Dem schließt sich Franz an, der fragt: „Wo sollen wir denn hin, wenn’s heiß ist? Sollen wir uns zu Hause in einen Eimer Wasser oder in die Badewanne setzen?“
Video: Dr. Felix Kribus

Die Tiroler Seen sind für viele eine Alternative zum Freibad. Fotos: GSCHWÄTZ

Auch hier gelten die Corona-Regeln.

Edith aus Muthof kommt normalerweise vormittags zum Schwimmen.

Franz aus Bieringen gefällt an den Tiroler Seen vor allem die Stille und das saubere Wasser. Foto: GSCHWÄTZ

Oskar aus Büschelhof rechnet mit einer entspannteren Situation bei einem Wetterumschwung.