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Schatz für später

Künzelsau-Taläcker: Am Donnerstag, den 06. Oktober 2022, kamen Reinhold Würth unter anderem mit seiner Frau Carmen sowie seiner Enkelin Maria Würth und Teilen der Geschäftsführung wie Norbert Heckmann, auch Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth war mit von der Partie, zur Grundsteinlegung für das neue Gebäude des WÜRTHolino-Kindergartens direkt neben der Freien Schule Anne Sophie zusammen (wir berichteten). Dabei wurde auch eine Zeitkapsel vorbereitet für nachfolgende Generationen. Darin enthalten unter anderem und ein Eurostück der GSCHWÄTZ-Redaktion, gestiftet von unserer freien Mitarbeiterin Cora-Lee Pusker.

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„Als zweifache Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt“

Kleine Sänger, Stolze Eltern, begeisterte Würth Mitarbeiter und Familie Würth bei der Grundsteinlegung des Kindergartens Würtholino, auf den Taläckern. Mit großem Tumult geht es hier zur Sache, sogar die Kleinsten sind voll eingespannt.

„Stein auf Stein, der Würtholino Kindergarten wird bald fertig sein“

Die jetzigen Würtholino Kinder, des schon bestehenden Kindergartens, der sich in der Freien-Schule-Anne-Sophie befindet, empfingen die Gäste, zur Grundsteinlegung am Donnerstag, den sechsten Oktober 2022, mit einem Ständchen mit selbst entworfenen Reimen passend zum Thema. Sowie Beispielsweise: „Stein auf Stein, Stein auf Stein, der Würtholino Kindergarten wird bald fertig sein.“

  „Als zweifach Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt.“

Die Begrüßung übernahm, nach dem musikalisch und thematisch passenden Einstieg, Maria Würth. „Dass dies ein ganz besonderes Bauprojekt ist, ist bereits jetzt klar. Es ist schön zu sehen, dass die Freie-Schule-Anne-Sophie nun dieses Nachbargebäude, für die ganz kleinen erhält.“ 18 Monate begleitet Maria Würth nun schon dieses Projekt, sowohl wie die Gebäudeplanung, als auch die Innengestaltung und auch das pädagogische Konzept waren und sind in ihrem Aufgabenbereich vorhanden. „Als zweifach Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt. Ich bin froh und dankbar, dass ich mich mit einbringen darf.“ Der Umzug des Würtholino Kindergartens in das neue Gebäude, ist für Ende 2023 geplant, stellte sie in Aussicht. Bis zu 80 Kinder können in diesem untergebracht werden. „Es soll ein fröhlicher, lebendiger und kreativer Spielort und Lernort für Kinder von sechs Monaten bis zum Grundschulalter werden.“

„Diese Würth-Projekte zeigen, wie multidimensional Würth ist.“

Anschließend richtete der Landrat Dr. Alexsander Neth einige Worte an Publikum und Beteiligte. Dabei hatte er aber nicht gerechnet, gleich nochmal, wegen eines Würth Bauprojekts, eine Rede zu halten, denn eine Woche zuvor hatte er ein weiteres Würth Projekt, nämlich Würth-Choreo, eröffnet. Und nun steht er wieder auf einer Würth Baustelle. Er richtet außerdem Grüße des Künzelsauer Bürgermeisters, Stefan Neumann aus, der leider verhindert war. „Diese Würth Projekte zeigen wie Multidimensional Würth ist und in diesem Projekt sehen wir ein klares Bekenntnis zur nächsten Generation.“ Neth fügt zu den Worten des Bürgermeisters hinzu: „Dieses Projekt ist wegweisend.“

Grüße von Bürgermeister Neumann

Herr Prof. Dr. Reinhold Würth beschwichtigte Landrat Neths einleitende Worte. „Tatsächlich hat Herr Landrat Neth natürlich Recht. In letzter Zeit, haben sich die Einweihungen und Grundsteinlegungen gehäuft, aber das legt sich wieder, da bin ich mir ganz sicher.“ Diese Veranstaltung bezeichnet er als ganz besonders. „Für alle Beteiligten ist das einen Smiley wert.“ Dann noch „Einen guten Bauverlauf ohne Unfälle und eine schöne zackige Vollendung, damit wir im nächsten Jahr wieder hier stehen und das Gebäude einweihen und eine glückliche Zukunft wünschen.“

Beteiligung Gschwätz an der Zeitkapsel

Dann endlich die ersehnte Grundsteinlegung, verbunden mit der Tradition einer Zeitkapsel. Sie soll tagesaktuelle Dokumente, Glücksbringer, Briefe, Münzen oder andere Gegenstände enthalten. Alles vorbereitet und dabei? Nein, die Münze fehlt. Der Verantwortliche hatte diese tragischer Weise vergessen. So trug die Redaktion auch etwas hinzu, denn dann wurde gefragt ob wir denn ein Eurostückdabei haben und natürlich hatten wir das. So hat sich das Gschwätz also mit einem Eurostück auch beteiligt, denn dies landete dann in der Zeitkapsel.

Es ist ein Geschenk für die Mitarbeiter

Und was sagen die Würth-Mitarbeiter zu dem ganzen Projekt? Anja Ascher sieht es auch als ein besonderes Erlebnis. „Ich finde es sehr beeindruckend in so einer Krise mit Corona und der Wirtschaft, ein so interessantes Projekt auf die Beine zu stellen, das beweist Mut.“ Sie ist dankbar für die Möglichkeit, die den Würth Mitarbeitern dadurch geboten wird, welche sie mit ihren zwei Söhnen, im Alter von drei und vier, schon nutzt. „Es ist eine Entlastung für arbeitende Eltern und stärkt das Wohlbefinden. Es ist ein Geschenk für die Mitarbeiter.“ Auch ist sie begeistert von der Anwesenheit der ganzen Familie Würth, welche bei diesem Projekt die herzliche und familiäre Seite gezeigt haben. Aber nicht nur für sie war es ein besonderes Erlebnis, auch für ihre beiden Söhne. Sie sind fleißige Baustellenbesucher und haben Zuhause auch das Eingangslied regelmäßig geübt.

Auch der Sohn von Frederike Umminger aus Künzelsau übt seit Wochen fleißig mit der Mama das Lied. Laut seiner Mama wartete er voller Aufregung auf diesen Tag. „Ich bin total zufrieden mit der Kita, sie ist einfach unvergleichlich und der Neubau bietet den Kindern ganz neue Möglichkeiten,“ berichtet die zweifache Mama. Auch die Nachhaltigkeit, welche der Neubau verspricht, sieht sie als wichtigen Teil des ganzen Projektes an.

Nachhaltiger Bau

Ähnlichkeit soll der Neubau mit der schon bestehenden, Freien-Schule-Anne-Sophie, haben. „Es ist eine gewisse Symbiose zu erkennen“, bestätigt Dr. Wolfgang Schiele, Lehrer an der Freien-Schule-Anne-Sophie. Auch das Innere mit der Zeitgemäßen und funktionalen Einrichtung soll ähnlich motivierend gestaltet werden, wie die Räumlichkeiten der Schule. „Durch die Nachbarschaft alleine ist man schon verbunden, aber die gemeinsamen Grundsätze verbinden noch tiefer. Unter anderem steht man auch in ständigem Austausch, sowohl im Persönlichen als auch im Pädagogischen.“  Der Freie-Schule-Anne-Sophie-Lehrer hat eine klare Vorstellung vom entstehenden Kindergarten und ist sich sicher, für die Kinder entstehen hier ganz besondere Erinnerungen.

Maria Würths liebste Kindergartenerinnerung

Maria Würth teilte ihre liebste Kindergartenerinnerung mit dem Geschwätz, noch heute hat sie zu ihrer Kindergärtnerin, mit der sie diese Erinnerungen erlebt hat, engen Kontakt. Sie erzählt von einem jährlichen Kindergartenausflug in die Niedernhaller Kelter, um den Vor-Most zu probieren, als kleine Feinschmecker. Das ist ihr persönlicher Höhepunkt ihrer Kindergartenzeit, an den sie gerne zurückdenkt. Damit Prost, dass die Kinder des Würtholino Kindergartens ihre eigenen Höhepunkte erleben, an die sie sich ebenfalls immer wieder gerne erinnern werden.

Video: Cora-Lee Pusker im Gespräch mit Norbert Heckmann, Würth-Geschäftsführer

Text & Fotos: Cora-Lee Pusker

 




„Da stimmt die Reihenfolge nicht“

Ein weiteres Bauprojekt beschäftigte den Künzelsauer Gemeinderat am 18. Januar 2022: Die Firma Merz Objektbau, die auch das ehemalige Mustang-Gelände projektiert, präsentiert eine Planung, die zwei noch unbebaute städtische Grundstücke auf Taläcker mit Wohnraum und einem Verbrauchermarkt bebauen soll. Eine auf den ersten Blick bestechende Lösung: Ein Verbrauchermarkt auf Taläcker wird von der dortigen Bevölkerung gewünscht, Wohnungen sind in Künzelsau ohnehin Mangelware. Darüber hinaus will der Investor 80 Prozent der Wohnungen im Rahmen des „sozialen Wohnungsbaus“ errichten, einzig die oberen Penthousewohnungen – aus denen man eine wunderbare Aussicht nach Osten über die Stadt haben dürfte, sollen auf dem freien Wohnungsmarkt angeboten werden.

Blau umrandet: Die mögliche Baufläche. Foto: Sitzungsunterlagen

Genaugenommen handelt es sich bei der Fläche um zwei Grundstücke, das südliche hat rund 3.000 Quadratmeter, das nördliche ist doppelt so groß. Auf diesen Grundstücken will Jannis Merz, Architekt und Geschäftsführer der Merz Objektbau, drei zusammengehörige Gebäude erstellen: Im Süden ein L-förmiges Wohngebäude mit 3 Vollgeschossen und einem Penthousegeschoß, in der Mitte einen Verbrauchermarkt, dessen Dach – das Grundstück hat ein Gefälle – begrünt werden und als Park und Begegnungsort genutzt werden soll sowie eine weitere Wohneinheit mit 3 Stockwerken plus Penthouse im Norden.

Verwaltung will die Grundstücke an Investor veräußern

Der Antrag der Verwaltung lautet nun, die beiden Grundstücke an die Merz Objektbau zu veräußern, um das geplante Projekt verwirklichen zu können.

Die Vision von Jannis Merz: Blick von Südwest in die Max-Beckmann-Strasse. Foto: Sitzungsunterlagen

Ernüchterung für den Architekten

Auch diese Diskussion beginnt mit großer Ernüchterung für den Architekten – hat doch Hans-Jürgen Saknus herausgefunden, dass der Südteil des Grundstücks ursprünglich für einen Kindergarten vorgesehen ist und bereits Baurecht für einen Kindergarten vorliegt.

Zusammenhang mit dem Streitpunkt Kinderhaus?

Da gerade vorher über die umstrittene Erweiterung des Kinderhauses am Fluß um 2 Gruppen diskutiert wurde, denkt der unbefangene Beobachter sofort an einen Zusammenhang: Sollen die beiden zusätzlichen Gruppen für das Kinderhaus am Kocher etwa die Kinder aus Taläcker aufnehmen, damit das Projekt der Firma Merz Objektbau dieses Projekt umgesetzt werden kann?

Die Fraktion von SPD und GRÜNEN sieht auf jeden Fall die Belange von Familien mit Kindern durch das Projekt hintenangestellt und setzt eine klare Bedingung: sie will nur zustimmen, falls auf dem Gelände sowohl ein Verbrauchermarkt als auch ein Kindergarten verwirklicht werden – denn genau das seinen die Anforderungen der Bevölkerung.

Bürgermeister Neumann herrscht Saknus an „Was wollen Sie eigentlich bezwecken?“ und wirft ein, dass das Projekt doch 80 Prozent Wohnungen für den sozialen Wohnungsbau bereitstellt, was eines der gemeinsam beschlossenen Ziele der Stadt sei. Er bezeichnet das Vorpreschen von Saknus als „unfair“ und betont, dass für den Kindergarten weitere Grundstücke bereitstünden – welche, sagt er nicht.

Inhalte alter Protokolle werden durch den Raum geworfen

Und wieder, wie auch beim Kinderhaus, gehen zwischen Verwaltung und Räten Zitaten aus alten Protokollen hin und her.
Neumann wirkt angegriffen, es „geht lediglich um die Sicherung der Grundstücke“, sagt er – das entspricht allerdings nicht dem Antrag aus seiner Verwaltung, der von „Veräußerung“ spricht.

Jannis Merz schüttelt von Zeit zu Zeit den Kopf.

„Ich komme langsam nicht mehr mit“

Robert Volpp (CDU) zeigt sich überrascht: „Wir wollten mietpreisgebundene Wohnungen und jetzt haben wir diese. Ich komme langsam nicht mehr mit, was dieser Gemeinderat will.“ Und Erhard Demuth (SPD/GRÜNE) fühlt sich gar als ein „gebranntes Kind“, wenn er bei Merz Objektbau ans Mustang-Areal denkt.

Auf die Sachebene zurück kommt endlich Reintraud Lindenmaier mit ihrer Forderung „Vor einer Veräußerung muss geklärt sein, wo ein Kindergarten hinsoll“. Da ist sie einer Meinung mit Boris d’Angelo (UBK), der sagt: „Die Reihenfolge stimmt nicht. Erst müssen wir die Kindergartenplanung fertigstellen. Es ist schwierig, anderswo Baurecht für einen Kindergarten zu schaffen.“ Was Boris d’Angelo mit der falschen Reihenfolge meint: Die Planung für eine eventuelle Erweiterung der beiden bestehenden Kindergartenstandorte, die in mehrerlei Hinsicht nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind, ist zwar im Gang, aber Stefan Neumann kann aber noch keinen Zeitpunkt nennen, bis wann ein Konzept auf dem Tisch liegen wird. Trotzdem liegt ein möglicherweise schnell realisierbarer Vorschlag auf dem Tisch, der den Verlust des möglicherweise einzigen Alternativstandorts bedeuten würde.

„Wir sind keine Haie, die sich das ganze Grundstück krallen wollen“

Jannis Merz. Bild: Merz Objektbau

Schließlich bringt Jannis Merz selbst einen Vorschlag ins Spiel: „Wir sind keine Haie, die sich das ganze Grundstück krallen wollen.“ Er will Sicherheit, dass die bereits investierte Zeit und die folgenden Arbeiten nicht fruchtlos sind: „Unser Ziel ist es, ein Grundstück zu sichern, egal wie groß. Wir brauchen Sicherheit. Und die größte Sicherheit ist, dass der Gemeinderat hinter dem Projekt steht.“  Ursprünglich hat er auch nur das nördliche, größere Grundstück geplant. Er betont, dass aus Kreisen der Stadt Künzelsau die Anregung gekommen sei, beide Grundstücke zu planen. Für ihn sei wichtig, eine konkrete Zusage des Gemeinderates zu haben, da er die Verhandlungen mit dem Discounter finalisieren wolle.

Kompromißlösung

Auf dieser Grundlage kann sich der Gemeinderat darauf verständigen, das größere Grundstück an die Merz Objektbau zu verkaufen – unter der Voraussetzung, dass Merz bis Ende des zweiten Quartals eine Vertrag mit dem Unternehmen NETTO sowie eine detailliertere Planung vorlegen kann – auch der Gemeinderat braucht Sicherheit. Merz sichert die Erfüllung dieser Bedingungen zu. Sollte er die Bedingungen erfüllen, steht einem Verkauf zum Ende des zweiten Quartals 2022 nichts mehr im Wege.

Verständigung, aber keine Einigkeit

Einig war sich der Gemeinderat allerdings nicht: Der Beschluß erging mit 13 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Text: Matthias Lauterer




Pilotprojekt: 80 wohnpreisgebundene Wohnungen auf Taläcker

„Ein Pilotprojekt soll entstehen“, so drückt es Paul Pletsch, Projektentwicker der Weisenburger Projekt GmbH aus. Es klingt in der Tat spannend, was er errichten will: Ein ganzes Wohnquartier auf den Taläckern mit 80 barrierfreien Wohnungen, zu 100% sozial gefördert und auf 30 Jahre mietpreisgebunden, soll entstehen. Die 4 geplanten Gebäude sollen in einer ressourcenschonenden Holzmodulbauweise errichtet werden, was  die Bauzeit und die Belästigung der Anwohner durch die Bauarbeiten stark reduzieren soll. Bereits Ende 2022 könnten die Häuser fertiggestellt sein. Angestrebt ist ein Energieeffizienzstandard  KFW 40+.

Grundstücksverkauf beantragt

Zu diesem Zweck beantragt die Verwaltung den Verkauf des Grundstücks mit etwa 5.000 m² an die Projektentwickler, die Firma DQuadrat Real Estate GmbH aus Ludwigsburg und die Firma weisenburger projekt GmbH aus Karlsruhe zu einem Preis von 150€/m².

Künzelsau braucht sozialen Wohnungsbau

Seit langem wird in Künzelsau mehr sozialer Wohnungsbau gefordert, ein solches Projekt sei also dringend notwendig, sieht Hans-Jürgen Saknus (SPD/GRÜNE): „Es freut mich, wenn so ein Projekt zustandekommt“. Das Ziel Nachhaltigkeit sei durch die Bauweise und die langfristige Mietpreisbindung erreicht.

Kritische Punkte angesprochen

Trotz der auf den ersten Blick überzeugenden Präsentation durch die Entwickler wies der Gemeinderat auf verschiedene kritische Punkte hin: Verena Löhlein-Ehrler (Freie) und Dr. Andrea Grups (FfK) zweifelten an der 30-jährigen Sozialbindung, etwa bei einem Verkauf des Projekts. Pletsch wies darauf hin, dass die Mietpreisbindung durch Grundbucheintrag gesichert sei und dass beim Verkauf einer solchen Immobilie „ganz andere, langfristige Investoren“ kaufen würden.

Unstimmigkeiten im Entwurf

Erhard Demuth (SPD/GRÜNE) sieht formale Unstimmigkeiten im Entwurf: Die Geschoßflächenzahl von 1.2 sei überschritten, schließlich sei auf dem Grundstück von 5.000m² eine Wohnfläche von 7.500m² geplant. Außerdem erinnert er an die Gründungszeit der Taläcker und befürchtet eine erneute Ghettoisierung.

Städtischen Zuschuß absichern

In dieselbe Kerbe schlägt Boris d’Angelo (UBK), der zwar „mit einem Schlag einen großen Schritt“ erkennt, aber an einen Beschluß erinnert, der auf den Taläckern keinen weiteren Geschoßwohnungsbau vorsieht. „Ich hoffe nur, dass es dann nicht die Zustände gibt, die es damals gegeben hat“, spricht er auch den Gegensatz zwischen Eigenheim- und Sozialwohnungsbau auf engem Raum an.  Außerdem fordert er, den städtischen Zuschuß abzusichern und erinnert in diesem Zusammenhang an das „Beispiel Wolff&Müller in der Mainzer Straße“ – Wolff&Müller werden in der Projektpräsentation auch als Partner der Entwickler genannt.

Verkaufspreis in der Kritik – Neumann: „Darunter geht nichts“

Auch der Verkaufspreis von 150€/m² wird diskutiert: Robert Volpp (CDU) findet den Preis angemessen,  Gregor Thomas von DQuadrat ist er eher noch zu hoch: „Holzplattenbau ist derzeit noch nicht billiger als konventionelles Bauen“. Bügermeister Stefan Neumann betont aber, dass das Grundstück mit 150€/m² in den Büchern stehe, „darunter geht nichts“. Er weist außerdem darauf hin, dass man bisher von einem Verkaufspreis von 180€/m² ausgegangen sei, allerdings mit nur 30% sozial gefördertem Wohnraum, insofern sieht der die Reduzierung auf 150€/m² für vernünftig.

Auf Anfrage von Ernst-Friedrich Bürkert (CDU) erklärt Paul Pletsch, dass die Gebäude aus Nadelhölzern gefertigt werden, Hartholz sei viel teurer und man müßte wegen Brandschutzvorschriften bei Hartholz dasselbe Volumen verbauen. Eine Solaranlage auf dem Dach und zusätzlich an den Fassaden sei derzeit in Untersuchung – sie sei auch nötig, um den KFW-40+ Standard zu erfüllen.

Verkauf beschlossen

Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich wie beantragt den Verkauf des Grundstücks, drei Gemeinderät:innen stimmten dem Verkauf nicht zu. Die endgültige Planung wird den Gemeinderat sicherlich noch einmal beschäftigen.

Text: Matthias Lauterer

 

Dieses Grundstück soll bebaut werden. Quelle: Sitzungsunterlagen GR KÜN

 

4 Häuserblocks und eine Tiefgarage sollen entstehen. Quelle: Sitzungsunterlagen GR KÜN

 

Die Höhe der Gebäude soll ungefähr so hoch wie die umgebende Bebauung sein. Quelle: Sitzungsunterlagen GR KÜN

Vorstellung der Architekten. Quelle: Sitzungsunterlagen GR KÜN




Mit dem Baumtelefon mit dem Tiger und dem Bären Kontakt aufnehmen

Im Künzelsauer Stadtwald lädt ein neuer 3,5 Kilometer langer Natur-Erlebnis-Pfad Familien mit Kindern aber auch alle anderen Naturfreunde dazu ein, die Natur zu erkunden. Er wurde als Bürgerprojekt umgesetzt und vom Künzelsauer Bürgerbudget gefördert.Unsere Leserin Sylvia Bendel hat ihn ausprobiert.

Kleine und große Entdecker finden hier verschiedene Mitmachstationen: Balancieren auf Holzpflöcken, Naturmusik mit Baumtrommel und Klangstäben, Barfußpfad, Murmelbahn oder Wurfstation. Auf dem Hochsitz, mit der Lupe oder am Insektenhotel kann beobachtet und gelauscht werden, was sich so im Wald abspielt. Auf der Route sind außerdem Vogelhäuschen versteckt mit jeweils einem Stempel zum Thema Wald. Die Stempelkarte und die Auflösung gibt es vor Ort und zum Ausdrucken auf http://www.kuenzelsau.de/naturerlebnispfad.

Angekommen beim Baumtelefon fühlt man sich fast wie bei Janoschs „Der-Tiger-und-der-Bär-„-Geschichten, als seine Hauptdarsteller ein Telefon selbst gebaut haben.

Erreichbar ist der Natu-Erlebnis-Pfad über das Wohngebiet Taläcker. Direkt am Waldrand gibt es kostenlose Parkplätze. Von da aus sind es dann noch rund fünf bis zehn Minuten bis zum Startpunkt des Rundwegs. Der Besuch kann auch mit einer Fahrt mit der Künzelsauer Bergbahn kombiniert werden, die die Künzelsauer Kernstadt mit dem Wohngebiet Taläcker verbindet. Der Weg ist allerdings nicht durchgehend kinderwagentauglich. 

Am Insektenhotel können kleine Krabbler beobachtet werden. Fotos: GSCHWÄTZ

Auch der Barfußpfad bietet Anregungen.

Gelegenheit zum Balancieren.

Die Resonanzeigenschaften des Holzes am Baumtelefon erleben.

Eine weitere Mitmachstation.

Musik machen mit Klanghölzern.




Kölner Unternehmen investiert rund 10 Millionen Euro auf Taläcker

Die Deutsche Reihenhaus AG mit Sitz in Köln baut ihren ersten Wohnpark in Künzelsau-Taläcker.  Auf einem rund 7.200 Quadratmeter großen Grundstück entstehen im Wohnpark „An der Bergbahn“ https://www.reihenhaus.de/projekte/aktuelle-projekte/kuenzelsau-an-der-bergbahn am Lipfersberger Weg 30 Eigenheime in serieller Bauweise. Der Kölner Bauträger investiert in dieses Projekt 9,7 Millionen Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Reihenhaus AG hervor.

Künzelsau „ist ein wirtschaftlich starkes Mittelzentrum“

Vorstandsvorsitzender Carsten Rutz: „Künzelsau ist ein wirtschaftlich starkes Mittelzentrum mit klar definierter, familienfreundlicher Ausrichtung für die kommenden zehn Jahre, unter anderem mit Fokus auf Klima, Infrastruktur und Wohnen. Wohnraum für alle heißt das Ziel. Mit unseren Häusern bieten wir vor allem jungen Menschen und ihren Kindern ein bezahlbares Eigenheim, das die Familie stärkt und eine Absicherung für die Zukunft ermöglicht.“

Die 30 Häuser „145 m² Familienglück“ starten laut dem Investor bei 269.990 Euro inklusive Grundstück für ein Reihenmittelhaus.

Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen. In der zweiten Jahreshälfte 2021 soll der Wohnpark komplett fertiggestellt sein.

Werbeinformationen des Kölner Unternehmens für ihre Wohnsiedlungen.

Künzelsau-Taläcker: So soll der neue Wohnpark laut dem investierenden Unternehmen ausschauen.

 




Taläcker und Lipfersberg: Waldspaziergänge verboten

Drückjagd auf Schwarzwild und Rehwild im Wald bei Taläcker und Lipfersberg.

Aus Sicherheitsgründen wird daher das Betreten des Stadt- bzw. Staatswaldes rund um den Bereich Taläcker und Lipfersberg am Samstag den 12. Januar 2019, zwischen 8 und 16 Uhr zum Schutze aller Waldbesucher untersagt (gemäß § 38 Absatz 1 Landeswaldgesetz).

Es wird darum gebeten, die Hinweisschilder und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Waldstraßen zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer einzuhalten. Autofahrer müssen in diesem Bereich mit plötzlichem Wildwechsel rechnen.

Das Verbot gilt für alle Waldwege und alle Waldflächen. Es gilt nicht für die an der Drückjagd beteiligten Personen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratesamtes des Hohenlohekreises vom 09. Januar 2019

 

 




Taläcker // „Bau eines Kindergartens heute doppelt so teuer“

// Video Taläckerfest // Rede Bürgermeister Stefan Neumann

In seiner Rede zum Taläckerfest anlässlich des 25-jährigens Bestehens des Kindergartens in der Leonardo-da-Vinci-Straße am 10. Mai 2018 machte Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann unter anderem darauf aufmerksam, dass der Bau eines Kindergartens damals noch 1,5 Millionen gekostet habe, heute sei ein solcher Bau doppelt so teuer.

 




Der Druck auf alle steigt

 

// Oberschulamt Künzelsau bestätigt Lehrerengpass an den Schulen im Kocher- und Jagsttal
 
// Stundenausfall, Förderunterricht gestrichen, Krankheit: besonders Grundschulen haben zu kämpfen

Wenn Katrin* von der Grundschule nach Hause kommt, beeilt sich Mama Christina K. mit dem Kochen, damit die Viertklässlerin so früh wie möglich mit ihren Hausaufgaben beginnen kann. In der Regel sind es zwei Blätter in Deutsch und in Mathe. „Aber das ist leider nicht alles“, seufzt die Mutter. Hausaufgaben am Wochenende seien die Regel, Arbeitsblätter für die Ferien ebenso. Thomas M. stimmt zu. Der Vater einer Zweitklässlerin ergänzt: Hinzu kämen jeden Tag Schreibübungen, die die Kinder mit den Eltern gemeinsam erledigen müssten. Lesen üben sei ebenso tägliches Pflichtprogramm, ergänzt Mutter Maren die GSCHWÄTZ-Runde. Wir haben Eltern aus dem Hohenlohekreis gebeten, uns über den Schulalltag ihrer Kinder zu berichten. Alle scheinen sich zu fragen: „Was lernen unsere Kinder überhaupt noch in der Schule?“

 

Ein Lehrer an einer Grundschule im Hohenlohekreis berichtet von der Kehrseite der Medaille: „Ich arbeite mittlerweile manchmal 80 Stunden in der Woche“. Das Problem: „Wir haben eine Unterversorgung an Lehrern besonders in den Grundschulen“, sagt er und vermutet, dass das mit dem niedrigeren Gehalt zusammenhängt, das Grundschullehrer im Vergleich zu anderen Lehrern an weiterführenden Schulen bekommen.

 

Alois Schmitt vom staatlichen Schulamt Künzelsau bestätigt einen Engpass an Lehrern besonders an den Grundschulen. Er führt diesen Engpass zum einen auf die aktuelle Pensionierungswelle zurück. Viele Lehrer sind in den Ruhestand gegangen oder stehen kurz davor. Zum anderen unterrichten an Grundschulen überproportional viele Frauen. Derzeit seien viele von ihnen in Mutterschutz gegangen.

 

Das Schulamt ist nicht nur für den Hohenlohekreis zuständig, sondern auch für den Main-Tauber-Kreis sowie den Haller Kreis. „Wir können Schulen derzeit so versorgen, dass sie arbeitsfähig sind“, mehr aber auch nicht, so der Schulamtsdirektor. Sprich: Zusätzliche Angebote wie Förder- und Schwimmunterricht sowie AGs stehen auf der Kippe, wenn sie nicht bereits gestrichen wurden. Das nächste Problem: Wird ein Lehrer krank, muss der Unterricht des Öfteren ausfallen, weil es oft keine Vertretungslehrer gibt. „Wir haben keine Lehrerreserven mehr,
die wir eigentlich bräuchten, zum Beispiel, wenn ein Kollege krank wird.“

 

Eine für Schmitt akzeptable Notlösung sei hier aber Vertretungsunterricht, indem ein Lehrer zwei Klassen parallel unterrichtet. „Er muss dabei nicht ständig im Zimmer sein“, sagt Schmitt und betont: „Wir haben hier ein Luxusproblem.“ Sprich: Viele würden auf hohem Niveau jammern, weil man in der Vergangenheit sehr hohe Standards gewohnt war. Aber was sei schlimm daran, wenn nun wieder Grundschulklasssen ob des Lehrermangels zusammengelegt werden und statt 15 und 12 Schüler es eine große Klasse mit 27 Schülern gäbe?, fragt er. Das sei früher normal gewesen.

 

Eltern und Lehrer wiederum sehen genau in diesen immer größeren Klassen das Hauptproblem: Individueller Unterricht sei kaum möglich, berichtet eine Lehrerin. Nachdem das Land Mathe- und Deutschstunden gekürzt habe, sei es noch schwieriger, ausreichend Zeit zum Lesen, Rechnen und Schreiben zu finden. In der Regel komme jedes Kind einmal dran mit Lesen in der Deutschstunde. Das führt dazu, dass die Basics in der Schule gelernt werden, das vertiefende wiederholende Lernen, die Schreib- und Rechenübungen hierzu jedoch immer mehr nach Zuhause verlagert werden. Manche Eltern berichten von Hausaufgaben, die sich nicht selten bis in den Abend ziehen.

 

Für viele Eltern eine enorme Belastung, zumal in immer mehr Familien beide Elternteile arbeiten.

 

Aber auch „die Belastung der Lehrkräfte hat zugenommen“, sagt Alois Schmitt. Bei so genannten „verlässlichen Grundschulen“ müssten die Kinder in der eigentlichen Schulstundenzeit trotz Stundenausfall irgendwie betreut werden. Bei den Gemeinschaftsschulen hätten die Lehrer zusätzliche Aufgaben wie Coaching-Gespräche mit ihren Schützlingen zu führen.
Diverse Regelschulen bieten, wie von der Landesregierung Baden-Württemberg forciert, Inklusionsklassen für Kinder mit und ohne Behinderung an (wir berichteten), aber nicht immer
steht hierfür genügend Personal zur Verfügung.

 

Hans-Jürgen Saknus, der stellvertretende SPD-Kreisverbandsvorsitzende des Hohenlohekreises, kritisiert die Sparpolitik der derzeitigen baden-württembergischen Landesregierung. Er wünscht sich nicht nur mehr Lehrer, sondern auch mehr Sozialarbeiter an den Schulen vor Ort – was eigentlich auch einmal angestrebt gewesen sei – sowie eine Entlastung der Schulleiter im Verwaltungsmanagement – in Form von Assistenten. Das sei „aber alles wieder weggestrichen worden“.

Einst Musterländle auch in der Bildungspolitik dümpelt Baden-Württemberg bei diversen Studien – etwa bei der Grundschulvergleichsstudie IGLU oder beim IQB-Bildungstrend 2016 vom Institut zur Qualitätssicherung im Bildungswesen – teils auf den letzten Plätzen herum.

Mitte 2017 stellte Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann ein neues Qualitätskonzept vor, das 2018 an den Schulen umgesetzt werden soll. Die Maßnahmen laut einer Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 02. Januar 2018 lauten unter anderem:

// Die Methode „Schreiben nach Gehör“ wird abgeschafft

// Die Grundschulen erhalten durch eine Erhöhung der Stundentafel und die Verschiebung des Fremdsprachenunterrichts mehr Lernzeit in Deutsch und Mathematik

// Das Kultusministerium entwickelt einen Rechtschreibrahmen für die Klassen eins bis 10. Dieser soll im Schuljahr 2018/19 an alle Schulen gehen und verbindliche Vorgaben für den Rechtschreibeunterricht enthalten

// Die Realschulen mit ihrer sehr heterogen zusammengesetzten Schülerschaft bekommen Poolstunden zur intensiveren Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler

// Eine Reform der gymnasialen Oberstufe schafft zusätzliche Möglichkeiten der Profilbildung. Die Schüler sollen Schwerpunkte für vertieftes Wissen setzen können, was der Studierfähigkeit und der beruflichen Orientierung zugute kommt

// Schulleitungen sollen bei Verwaltungsaufgaben entlastet werden

 

Auch die Gemeinschaftsschulen kämen nicht zu kurz. In einer Pressemitteilung vom 14. Juli 2017 heißt es: Die Landesregierung habe für den Ausbau der Ganztagsschule und der Inklusion zusätzliche Stellen geschaffen.

 

Während sich ein Lehrermangel an den Grundschulen breitmacht, haben die Gymnasien einen Bewerberüberschuss. Hinzu kommen steigende Schülerzahlen an den Grundschulen sowie „ein erheblicher Mehrbedarf an Lehrkräften“ durch Zuwanderung und der Herausforderung der Integration“. Dem gestiegenen Bedarf stehe eine geringere Zahl von Neubewerbern gegenüber. Daher können nun auch Gymnasiallehrer an Grundschulen unterrichten. Sie werden jedoch wie ihre Grundschulkollegen bezahlt, betont Schulamtsdirektor Alois Schmitt auf Nachfrage.
Früher sei die Versorgung der Schulen mit Lehrern bei 120 Prozent gelegen, heute bei 100 Prozent, so Schmitt. Unter 100 Prozent werde es schwierig. Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg, forderte die Landesregierung jüngst auf, mehr Geld für Bildung in die Hand zu nehmen.

 

// Angst vor Konsequenzen

Wir haben uns mit Eltern, Lehrern, Schülern und Schulleitern aus dem Hohenlohekreis über die Bildungspolitik im Ländle unterhalten. Allerdings befürchteten viele Eltern bei Nennung ihres Namens Nachteile für ihr Kind. Manche Lehrer und Schulleiter wiederum fürchten bei Nennung ihres Nachnamens ebenfalls mögliche Konsequenzen hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes. Daher haben wir manche Personen anonymisiert. Schulen, die uns unter anderem offiziell Auskunft gegeben haben, waren das Schlossgymnasium Künzelsau (Engpass, wenn etwa Kollegen krank werden, in Elternzeit gehen oder Schulungen besuchen), die Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen (allmählich Lehrermangel an der privaten Gemeinschaftsschule) und die Geschwister-Scholl-Schule Forchtenberg (Schulleitung: „kleiner Engpass“).

 

// Wieviel verdienen Lehrer?
Die durchschnittliche Eingangsbesoldung als Grundschullehrer liegt bei 3.533,38 Euro (A12) in Baden-Württemberg. Ein Gymnasiallehrer steigt mit 4.136,91 Euro (A13) ein. Die Besoldungstabelle mit den Gehaltsstufen ist einsehbar auf www. https://lbv.landbw.de

 

// Versäumnisse vor allem bei den Grundschulen
Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann kritisierte in einer Pressemitteilung, dass die Vorgängerregierung es „versäumt“ habe, im Grundschulbereich vorausschauend zu planen und diese Schulen daher derzeit einen verstärkten Lehremangel hätten. Als Grund nannte sie, dass sich die Studienzeit des neuen Grundschullehramts ab dem Wintersemester 2011/12 verlängert und dazu geführt habe, dass im vergangenen Jahr 400 Neubewerber weniger auf den Arbeitsmarkt kamen als üblich. Weitere Gründe für den Engpass seien „die hohe Pensionierungswelle und den daraus resultieren Ersatzbedarf, der ebenfalls bereits vor einigen Jahren geplant hätten werden können und müssen.“

 

Text // Dr. Sandra Hartmann

Fotos // adobe stock