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Carmen Würth: „Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren“

Stiftung Würth spendet 200.000 Euro an Tafeln in der Region

Die aktuellen Krisen stellen die Tafeln vor enorme Herausforderungen. Der immense Preisanstieg für Mieten, Transport und Energie treffen die Einrichtungen zum einen direkt. Zum anderen steigt die Zahl der Bedürftigen stark an, während Sach- und Lebensmittelspenden abnehmen. Die Stiftung Würth spendet deshalb auf Initiative von Carmen und Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth 200.000 Euro als Soforthilfe an die Tafeln in der Region, verteilt auf drei Jahre. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens Würth hervor, die wir an dieser Stelle veröffentlichen:
Für Stiftungsgründerin Carmen Würth ist das Engagement eine Herzensangelegenheit: „Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren. Die Tafeln lindern hier viel Not und wir möchten mit unserer Spende dazu beitragen, dass sie diese schnelle und wirksame Hilfe aufrechterhalten können. Mein Dank gilt insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihren Einsatz wäre die Unterstützung der bedürftigen Menschen gar nicht möglich.“
„Stiftungen können staatliches Handeln nie ersetzen, aber sinnvoll ergänzen und wichtige Impulse geben. Die Arbeit, die derzeit in den Tafelläden geleistet wird, verdient höchste Wertschätzung. Die Tafeln sind für viele Menschen ein Segen. Mit der Soforthilfe der Stiftung Würth wollen wir aber auch andere anstiften, die Arbeit in den örtlichen Tafeln zu unterstützen, mit Sach- und Geldspenden ebenso wie mit tatkräftigem Anpacken in den Tafelläden“, ergänzte Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth. Im Beisein von ehrenamtlichen Mitarbeitenden, Vorständen der Fördervereine der Tafeln sowie Vertretern der Politik und seiner Vorstandskollegen überreichte Johannes Schmalzl einen großzügigen Spendenscheck. Die Spendenübergaben erfolgten am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim sowie am Mittwoch, 14. Dezember 2022, in der Tafel Crailsheim.

Jeweils 100.000 Euro kommen den Tafeln im Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall zugute. Unterstützt werden die Tafeln in Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim sowie die Tafel Crailsheim und das Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall.

 

„Wir als Diakonisches Werk freuen uns außerordentlich über eine solch großzügige Spende. Das Geld kommt gerade richtig in einer Zeit, in der steigende Kosten für Unterhalt und Energie sowie rückläufige Warenzugänge die Tafelbetriebe geradezu ans Limit bringen. Die Stiftung Würth als wohltätiger Arm des gleichnamigen Konzerns zeigt uns damit, dass Würth für die Region nicht nur als Unternehmen und Arbeitgeber wertvoll ist, sondern auch Menschen im Main-Tauber-Kreis in den Blick nimmt, die nicht ohne soziale Hilfestellungen leben können. Dies ist so wertvoll wie wichtig – und mit einer Spendensumme von insgesamt 100.000 Euro auch beispiellos großzügig“, sagte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, bei der Spendenübergabe am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim.

 

„In Zeiten, in denen steigende Energie- und Lebensmittelpreise dafür sorgen, dass immer mehr Menschen auf eine Versorgung mit Lebensmitteln in Tafelläden und Sozialkaufhäusern angewiesen sind, ist das überaus großzügige Engagement der Stiftung Würth ein Lichtblick: Es sichert ganz unmittelbar die Arbeit unserer sozialen Angebote und lenkt gleichzeitig den Blick der Öffentlichkeit auf die aktuelle Situation einkommensarmer Menschen, deren Not häufig nicht gesehen wird“, sagte André Frank, Geschäftsführer des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe.

 

„Ich kann nicht beschreiben, wie froh wir über die unglaubliche Spende der Stiftung Würth sind in dieser schwierigen Zeit. Mit unserer ganzen Kraft versuchen wir der Armut und Vereinsamung etwas entgegenzusetzen und die Menschen besser zu vernetzen, auch mit unserem Tafel-Mobil. Diese Spende ist eine tolle Hilfe und ein großer Ansporn“, so Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim. „Auch hier in der Region können Menschen ihre Mieten, Energie und Lebensmittel kaum noch bezahlen, oftmals, weil sie arbeitslos sind. Mit den Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Tafel führen wir langzeitarbeitslose Menschen wieder an den 1. Arbeitsmarkt heran, und schaffen eine Grundlage für ihre eigene Versorgung“, so Aufbaugilde-Geschäftsführer Gerald Bürkert.

Die Stiftung Würth unterstützt bereits seit Sommer die beiden Tafeln im Hohenlohekreis in Künzelsau und in Öhringen mit insgesamt 100.000 Euro.

Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim und Carmen Würth, Stiftungsgründerin, bei der Spendenübergabe. Foto: Würth

 

Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim und Carmen Würth, Stiftungsgründerin, bei der Spendenübergabe.

Die Tafeln des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis
In die Beratungsstellen des Diakonischen Werks kommen viele bedürftige Menschen. Deshalb hat das Diakonische Werk in Zusammenarbeit mit Initiativen vor Ort und eigens dafür gegründeten Fördervereinen Tafelläden eingerichtet. 2006 entstanden die Tafelläden in Wertheim und Bad Mergentheim, 2008 in Lauda-Königshofen. 150 Ehrenamtliche unterstützen jeweils im Laden oder als Fahrerinnen und Fahrer – was jährlich etwa 25.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit entspricht.

Die Tafel Crailsheim – Aufbaugilde Heilbronn
Bereits seit Herbst 2005 bietet die Tafel Crailsheim gespendete Lebensmittel und Drogerieartikel für bedürftige Menschen an. Der Crailsheimer Tafelladen ist Montag bis Freitag täglich von 12-14 Uhr geöffnet und versorgt derzeit über 3.200 Bedürftige. Zu den Angeboten der Tafel Crailsheim gehören neben dem Tafelladen auch der Suppentreff, die Möbelhalle mit Entrümpelung, die Kleiderbörse, der Waschsalon und die Duschmöglichkeit.

Die Erlacher Höhe
Die Erlacher Höhe ist ein diakonisches Sozialunternehmen und bietet an 16 Standorten in Baden-Württembergs über 60 Angebote für benachteiligte Menschen. Im Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall ist jeder willkommen, ohne über die Höhe seines Einkommens Auskunft geben zu müssen. Bis zu 100 Menschen werden hier werktäglich versorgt. Lebensmittel werden vorrangig an Menschen mit schmalem Geldbeutel abgegeben, Non-Food-Artikel können von allen Kundinnen und Kunden gekauft werden. Menschen, die lange ohne Arbeit waren, erfahren im Hab & Gut durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen neue Motivation und Lebenssinn und können so wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.

 

Die Stiftung Würth
Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.




„Das ist so unbefriedigend, die Leute zu enttäuschen“

Unscheinbar, ohne große Werbung, liegt der Tafelladen in Künzelsau am Rande der Innenstadt. Man nimmt ihn eigentlich nur dann wahr, wenn sich kurz vor der Öffnung die Kunden vor dem Laden einfinden. An manchen Tagen sind die Schlangen lang.

„Vor Ladenschluss sind die Regale leer.“ Foto: privat

Das liegt auch daran, dass der Tafelladen im Moment stark nachgefragt ist. Auf der anderen Seite haben die Spenden abgenommen. Thomas Kallerhoff, der bei der Diakonie für den Tafelladen verantwortlich ist, berichtet: „Vor Ladenschluß sind die Regale leer.“ Ein Grund dafür ist, dass die Discounter inzwischen versuchen, die überschüssigen Lebensmittel selbst zu vermarkten, beispielsweise durch die „Rettertüte“, die es seit einiger Zeit bei Lidl gibt.

„Was Lidl macht, ist in Ordnung, das ist effektiv“

Kallerhoff kann es den Discountern nicht verdenken: „Das Ziel der Tafeln ist es ja ursprünglich, den Überschuß sinnvoll zu verwerten und die Verschwendung zu verhindern. Wenn der Handel die Verschwendung stoppt, dann ist das wünschenswert. Was Lidl macht, ist in Ordnung, das ist effektiv“, meint er.

„Aufnahmestopp für Neukunden“

Dieser Mangel an gespendeten Lebensmitteln führte dazu, dass er sich für den Künzelsauer Tafelladen entschlossen hat, momentan keine weiteren Zugangskarten auszugeben, sozusagen ein „Aufnahmestopp für Neukunden“.

Flüchtlinge aus der Ukraine können momentan in Künzelsau nicht bei der Tafel einkaufen

Das betrifft aktuell auch die Flüchtlinge aus der Ukraine: „Unter diese Regelung fallen unglücklicherweise auch die neu ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Es ist nicht so, dass wir die ausschließen wollen – wir können das im Moment einfach nicht leisten.“ Eine „Mogelpackung“ will er nicht  anbieten, er will nicht hoffnungsvolle Menschen vor leeren Regalen stehen lassen. Sein Kollege Matthias Weiler aus Heilbronn hat eine Warteliste eingeführt, auf der sich Menschen eintragen müssen, um überhaupt an der Essensausgabe angenommen zu werden.

„Jetzt muß man Leute retten“

Der zweite Grund für den hohen Andrang bei der Tafel ist die aktuelle Inflation. „Durch die Preissteigerung fehlen den Menschen vielleicht 30 bis 50 Euro im Monat. Für Menschen im Niedriglohnbereich oder zum Beispiel Alleinerziehende, ist das eine große Summe. Da kommen soziale Probleme auf uns zu.“ Diese sozialen Probleme kann und will er nicht über die Tafeln lösen: „Antworten muss die Politik liefern, der Tafelladen ist nicht für die Bewältigung der Krise gemacht“, meint Kallerhoff. Er fordert den Sozialstaat auf, die Verantwortung für die Versorgung der Menschen zu übernehmen. Die Belastung der Menschen sei schon jetzt einfach zu hoch, „die 300 Euro [er meint damit die Energiepreispauschale, die jeder Beschäftigte(!) vom Staat erhalten soll, Red.] sind ein Nasenwasser, jetzt muß man Leute retten.“

„Für die Verorgung der Menschen ist der Staat verantwortlich.“

„Die Tafel ist ein Projekt“, meint Kallerhoff „und Projekte sind endlich“. Für ihn ein Grund mehr, den Staat in die Verantwortung für die Menschen zu nehmen. Sein Heilbronner Kollege Matthias Weiler ergänzt: „Wir versorgen die Menschen nicht, wir unterstützen sie. Der Unterschied ist politisch: Für die Versorgung der Menschen ist der Staat verantwortlich.“

Ein innerer Konflikt

Kallerhoff selbst sieht sich in einem Konflikt: Er würde den Menschen gerne helfen, ist aber selbst hilflos. „Das ist so unbefriedigend, die Leute zu enttäuschen“, meint er.

Text: Matthias Lauterer




„Eins mehr“ – Tafel Künzelsau ruft zu Spendenaktion auf

„Haltbare Lebensmittel, Dinge, die jede Woche auf unserem Einkaufszettel stehen, können wir dringend gebrauchen“, erzählt Anke Braun, die Leiterin der Künzelsauer Tafel. „Auch Drogerieartikel wie Seife und Shampoo sind sehr willkommen.“ Gemeinsam mit Thomas Kallerhoff, dem Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau, Nils Neudenberger, dem katholischen Gemeindereferenten, und Bürgermeister Stefan Neumann wirbt sie für Spenden. In der Zeit zwischen Erntedank und Advent, um den St. Martinstag, startet auch in diesem Jahr die Aktion „Eins mehr!“.

Spendenkiste im Rathaus

Vom 8. bis 15. November 2021 steht im Foyer des Künzelsauer Rathauses eine Spendenkiste bereit.
Wer beim Einkaufen über seinen eigenen Bedarf hinaus „Eins mehr“ für den Tafelladen mitnimmt, kann damit die Spendenkiste füllen. Willkommen sind beispielsweise Nudeln, Mehl, Speise-Öl, Kaffee, Tee, H-Milch oder Zucker – generell haltbare Lebensmittel. Aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder
Waschmittel werden gebraucht. Über Kaba, Honig, Nougatcreme oder Ähnliches freuen sich die Kinder. Die gespendeten Waren kommen Menschen in der Region zugute, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse darauf angewiesen sind, im Tafelladen einzukaufen.

„Es ist gut, wenn die Artikel für die Grundversorgung in der Tafel zur Verfügung stehen“

Im Rathaus und im Tafelladen Künzelsau können die Spenden abgegeben werden. „Es ist gut, wenn die Artikel für die Grundversorgung in der Tafel zur Verfügung stehen“, so Thomas Kallerhoff. Überschüssige Lebensmittel an bedürftige Menschen weiterzugeben ist die eigentliche Aufgabe der Tafel. Für die regelmäßigen Lebensmittelspenden aus dem Handel bedankt sich Thomas Kallerhoff im gleichen Atemzug. Bürgermeister Stefan Neumann unterstützt die Aktion und die Tafel Künzelsau gern: „Es ist ein schön, wenn Waren gespendet werden, Lebensmittel geschätzt werden und man etwas Gutes tun kann.“

Kaufland-Spende: Bürgermeister und Werbegemeinschafts-Vorsitzender kassieren für guten Zweck

Der Betrieb des Tafelladens in Künzelsau (Miete, Strom, Fahrzeug und mehr) ist finanziell ungefähr zur Hälfte abgedeckt. „Für die andere Hälfte brauchen wir Spenden“, erklärt Kallerhoff. Deshalb ist die Spende in Höhe von tausend Euro, die Leonhard Schlinger von Kaufland Künzelsau überreicht, mehr als willkommen und wird dankend von den Kooperationspartnern angenommen. Das ist der Erlös aus einer Aktion mit Bürgermeister Stefan Neumann und dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Matthias Uebele. Beide haben an der Kaufland-Kasse um die Wette kassiert. Kaufland hat den Betrag großzügig aufgerundet.

Spendenübergabe von Kaufland an den Tafelladen. Foto: Stadt Künzelsau

Wie andere Einzelhändler unterstützt Kaufland die Tafel aber darüber hinaus auch mit Lebensmitteln, erklärt Anke Braun. Und sie nutzt die Gelegenheit, um auf die personelle Situation im Tafelladen hinzuweisen. Einige langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen sind in diesem Jahr altersbedingt ausgeschieden. „Wir brauchen dringend Menschen, die im Tafelladen ehrenamtlich mitarbeiten möchten.“

Abgabe im Rathaus oder Tafelladen

Die Spenden für „EINS mehr!“ können vom 8. bis 15. November 2021 im Rathaus während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden. Auch direkt im Tafelladen Ecke Wertwiesen / Gerbhausweg werden die Warenspenden gerne angenommen: Montag um 14 Uhr und Mittwoch um zirka 9.30 Uhr.

Info

„EINS mehr“ ist eine Aktion des Beirates der Künzelsauer Tafel, dem die Künzelsauer Kirchengemeinden angehören: Evangelischer Kirchenbezirk (Diakonische Bezirksstelle), Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, Christengemeinde Arche Künzelsau e.V. und Süddeutsche Gemeinschaft. Die Trägerschaft liegt beim
Kreisdiakonieverband, Bezirksstelle Künzelsau, Thomas Kallerhoff, Amrichshäuser Straße 4, Künzelsau, Telefon 07940 2192, www.diakonie-kuenzelsau.de .

Spenden werden gerne auf dem Konto der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau bei der Sparkasse Hohenlohekreis entgegengenommen: IBAN DE30 622 515 500 005
011 489, Vermerk „Künzelsauer Tafel“.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Eins mehr!“ einkaufen und dann spenden / Spendenkiste steht im Rathaus Künzelsau

Die Künzelsauer Tafel bittet wie jedes Jahr in der Zeit zwischen Erntedank und Advent, Waren zu spenden. Aktuell werden, so die Tafel, haltbare Lebensmittel und Drogerieartikel dringend gebraucht. „Die Spenden, die wir dieses Jahr über die Erntedank-Gottesdienste bekommen, fallen leider Corona-bedingt viel geringer aus“, sagt Anke Braun, die Leiterin der Künzelsauer Tafel. „Aber wir sind für jede Gabe dankbar. Denn nur mit Spenden ist es möglich, ausreichend Waren für unsere Kunden zur Verfügung zu stellen.“

Anke Braun und Thomas Kallerhoff, der Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau, zählen auf, was gebraucht wird: Haltbare Lebensmittel, wie Nudeln, Mehl, Speise-Öl, Kaffee, Tee, H-Milch oder Zucker. Aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel sind willkommen. Über Kaba, Honig, Nougatcreme oder Ähnliches freuen sich die Kinder. Die gespendeten Waren kommen Menschen in der Region zugute, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse darauf angewiesen sind, im Tafelladen einzukaufen. Die Tafel-Kunden benötigen eine Kundenkarte, die bei der Diakonischen Bezirksstelle beantragt werden kann.

Motto: „Eins mehr!“, über den eigenen Bedarf hinaus einkaufen und an andere Menschen denken

Die Spenden für „EINS mehr!“ können vom 9. bis 16. November 2020 im Rathaus während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr sowie Montag um 14 Uhr und Mittwoch um zirka 9.30 Uhr direklt im Tafelladen Ecke Wertwiesen / Gerbhausweg abgegeben werden, erklärt Thomas Kallerhoff, der auf ein ähnlich gutes Spendenaufkommen hofft wie in den letzten Jahren. „In diesem Jahr brauchen wir die Waren besonders.“

Stadt Künzelsau hilft gerne wieder mit

Bürgermeister Stefan Neumann unterstützt die Spendenaktion schon seit Jahren. „Wir helfen gerne wieder mit und stellen die Sammelkiste im Rathausfoyer auf. Jede Spende ist willkommen.“

Abgabe im Rathaus oder direkt im Tafelladen

Info: „EINS mehr“ ist eine Aktion des Beirates der Künzelsauer Tafel, dem die Künzelsauer Kirchengemeinden angehören: Evangelischer Kirchenbezirk (Diakonische Bezirksstelle), Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, Christengemeinde Arche Künzelsau e.V. und Süddeutsche Gemeinschaft. Die Trägerschaft liegt beim Kreisdiakonieverband, Bezirksstelle Künzelsau, Thomas Kallerhoff, Amrichshäuser Straße 4, Künzelsau, Telefon 07940 2192, http://www.diakonie-kuenzelsau.de. Spenden werden gerne auf dem Konto der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau bei der Sparkasse Hohenlohekreis entgegengenommen: IBAN DE30 622 515 500 005 011 489, Vermerk „Künzelsauer Tafel“.

Die Tafelladenkiste wurde wieder im Foyer des Künzelsauer Rathauses aufgestellt, v.l.: Bürgerbüro-Leiter Marco Jungbauer, Bürgermeister Stefan Neumann, Tafelleiterin Anke Braun und Thomas Kallerhoff, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl oder Zucker, aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel sind willkommen.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 

 




„Auch wir merken, dass die Altersarmut in Künzelsau zunimmt“ – Jeder kann im Rathaus Lebensmittel für Bedürftige spenden

Künzelsauer Tafel ruft zum Spenden auf – „Eins mehr!“ einkaufen und dann spenden

In der Zeit zwischen Erntedank und Advent, um den St. Martinstag, startet die Künzelsauer Tafel seit einigen Jahren einen Aufruf, Waren zu spenden. „Auch wir merken, dass die Altersarmut in Künzelsau zunimmt und sind froh, wenn wir für unseren Kundenkreis ausreichend Waren zur Verfügung stellen können“, sagt Anke Braun. Bei der Aufstellung der Spendenkiste im Foyer des Künzelsauer Rathauses erklärt die Leiterin des Tafelladens Künzelsau, dass gerade jetzt im Herbst und Winter, wo der Zugriff auf Obst und Gemüse aus den Gärten wegfällt, der Bedarf groß ist.

Gebraucht werden haltbare Lebensmittel

Gebraucht werden haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl oder Zucker. Aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel sind willkommen. „H-Milch und Speise-Öl können wir außerdem sehr gut gebrauchen“, ergänzt Barbara Sitzenfrei, die ehrenamtlich im Tafelladen mitarbeitet. Mit Kaba, Honig, Nougatcreme oder Ähnlichem kann Kindern eine Freude gemacht werden. Die gespendeten Waren kommen Menschen in der Region zugute, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse darauf angewiesen sind im Tafelladen einzukaufen. „Unsere Kunden benötigen eine Kundenkarte, die bei der Diakonischen Bezirksstelle beantragt werden kann“, erklärt. Barbara Sitzenfrei.

Bürgermeister Neumann: „Hefen ist auf diese Weise so einfach“

„Eins mehr!“, über den eigenen Bedarf hinaus, einkaufen und an andere Menschen denken, ist das Motto der Spendenaufrufs. „Im letzten Jahr ist die Sammelaktion sehr gut gelaufen“, so Thomas Kallerhoff, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau. „Ich freue mich, wenn wieder viele teilnehmen und hoffe, dass wir das gute Ergebnis vom letzten Jahr wieder erreichen.“

„Wir stellen die Sammelkiste gerne wieder in unserem Rathausfoyer auf“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann, der die Aktion seit Jahren unterstützt. „Schon auf dem Heimweg vom Einkauf können Sie bei uns im Rathaus etwas in Spendenkiste legen. Helfen ist auf diese Weise so einfach.“

Die Spenden für „EINS mehr!“ können vom 11. bis 22. November 2019 im Rathaus während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden. Auch direkt im Tafelladen Ecke Wertwiesen / Gerbhausweg werden die Warenspenden gerne angenommen: Montag um 14 Uhr, Mittwoch um zirka 9.30 Uhr und Freitag um 9.30 Uhr.

Vom 11. bis 22. November 2019 geht die Aktion

„EINS mehr“ ist eine Aktion des Beirates der Künzelsauer Tafel, dem die Künzelsauer Kirchengemeinden angehören: Evangelischer Kirchenbezirk (Diakonische Bezirksstelle), Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, Christengemeinde Arche Künzelsau e.V. und Süddeutsche Gemeinschaft. Die Trägerschaft liegt beim Kreisdiakonieverband, Bezirksstelle Künzelsau, Thomas Kallerhoff, Amrichshäuser Straße 4, Künzelsau, Telefon 07940 2192, www.diakonie-kuenzelsau.de

Finanzielle Spenden werden gerne auf dem Konto der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau bei der Sparkasse Hohenlohekreis entgegengenommen: IBAN DE30 622 515 500 005 011 489, Vermerk „Künzelsauer Tafel“.