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Hier geht wohl keinem mehr ein Licht auf

Grüner werden, das möchten derzeit viele Städte und Gemeinden. Auch Künzelsau ist in dieser Hinsicht sehr ambitioniert und möchte unter anderem mit einer neuen Straßenbeleuchtung Strom und Energie sparen (wir berichteten).

Zappenduster

In dem Künzelsauer Teilort Ohrenbach, das sich derzeit dadurch verdient macht, die wohl längste Dauerbaustelle in Künzelsaus Straßenbaugeschichte zu werden, hat es sich im Zuge eben dieser besagten Bauarbeiten zugetragen, dass Kabel versehentlich gekappt wurden, die für die Straßenbeleuchtung benötigt werden. Daher ging in einer Straße dort seit geraumer Zeit abends kein Licht mehr an.

Alternative Lampe

Nachdem Anwohner:innen sich beschwert hatten bei der Stadtverwaltung, baute diese ihnen kurzerhand eine alternative Lampe auf, genauso hoch, nur wesentlich schicker, in anthrazit gehalten, mit moderner Photovoltaiktechnik auf der Front, kabellos. Allein durch Sonneneinstrahlung soll sie scheinen – was sie auch tat, allerdings nur für eine, manchmal auch zwei Stunden. Dann waren wohl ihre Energievorräte aufgezehrt. So stehen die Anwohner:innen seitdem ab 19 oder 20 Uhr wieder im Dunkeln.

Bald geht hier keinem mehr ein Licht auf

Ebenfalls bemerkenswert an dieser Geschichte ist die Tatsache, dass lediglich der Anwohner eine Laterne vor sein Haus gestellt bekommen hat, der sich beschwert hat. Die anderen Anwohner:innen gingen bislang leer aus. Die Stadtverwaltung verwies bei dieser modernen Straßenlaterne darauf, dass es sich um eine Testlaterne einer Firma handelt, die sie noch vorrätig hatten, um schnell wieder für Licht in Ohrenbachs wohl derzeit dunkelster Straße zu sorgen.

Bleibt daher nur zu hoffen, dass die Stadtverwaltung diese Laternen nicht flächendeckend aufstellen lässt.

Ansonsten geht in Künzelsau bald keinem mehr ein Licht auf.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann