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Geplante Verschiebung der Straßen um 6 von 8 Meter zum neuen Krankenhaus in Öhringen

Bei der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses im Hohenlohekreis am 28. Juni 2021 um 14 Uhr in der Stadthalle in Niedernhall soll der Verkehrsausschuss eine Linksabbiegespur zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Krankenhauses in Öhringen genehmigen.

Dabei soll der Verkehrsausschuss laut der Vorlage des Verkehrsausschusses eine überplanmäßige Auszahlung von 80.000 Euro genehmigen.

Hintergrund: Im Zusammenhang mit dem Neubau des Krankenhauses in Öhringen sollen die Kastellstraße und der Einmündungsbereich in die Kreisstraße 2332 (Hindenburgstraße) umgestaltet werden. „Die Straßenbauverwaltung und die Stadt Öhringen kommen überein, dass in der Kreisstraße 2332 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine Linksabbiegespur sinnvoll ist“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Baumaßnahme umfasst neben der Anlage einer Linksabbiegespur in der K 2332 auch die Verlegung der Kastellstraße um zirka 6 bis 8 m in westliche Richtung sowie die erforderliche verkehrsbedingte Ausstattung. Sie beinhaltet zudem alle notwendigen Veränderungen an den Geh- und Radwegen entlang der K 2332, welche im Zuge der Verbreiterung der Kreisstraße erforderlich werden, den barrierefreien Umbau von zwei Bushaltepunkten sowie den Bau einer Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer. Der Anteil des Hohenlohekreises bezieht sich auf den Bau der Linksabbiegespur, welcher in der Anlage 3 der Vereinbarung dargestellt ist.Es ist vorgesehen, die Arbeiten als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Landkreis und der Stadt Öhringen im 2. Halbjahr 2021 durchzuführen, wobei die Stadt Öhringen die Projektleitung übernimmt.

Auswirkungen / Kosten / Alternativen

Die Gesamtkosten der Maßnahme inklusive Sanierung der Kastellstraße betragen 2,893 Mio. Euro. Der Anteil des Hohenlohekreises an den vorläufig geschätzten Baukosten für die Linksabbiegespur beträgt zirka 380.000 Euro. Die Abrechnung erfolgt anhand der tatsächlichen Baukosten. Für diese Maßnahme wurden 300.000 Euro in den Haushalt investiv eingestellt. Somit sind noch weitere Mittel in Höhe von 80.000 Euro erforderlich und als überplanmäßige Auszahlungen zu genehmigen. Gemäß § 3 Abs.3 der Hauptsatzung des Hohenlohekreises ist der Kreistag für die Genehmigung von überplanmäßigen Auszahlungen über 50.000 € zuständig.
Die Deckung erfolgt, so die Vorlage des Verkehrsausschusses, „über nicht benötigte Mittel aus der Straßenbaumaßnahme K 2342“.

 




Blitzer im Baustellenbereich – Arbeitsschutzmaßnahmen für Baustellenarbeiter

In den kommenden Wochen und Monaten wird es an Baustellen im Straßenverkehr vermehrt stichprobenartig durchgeführte Geschwindigkeitsmessungen, das heißt Blitzer, geben. Diese Maßnahme dient in erster Linie dem Arbeitsschutz.

Im März 2019 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales neue Sicherheitsanforderungen für Arbeitsplätze im Straßenverkehr festgelegt. Allgemeines Ziel der Verkehrssicherungsmaßnahmen an Arbeitsstellen ist der Schutz von Verkehrsteilnehmern und dort arbeitenden Personen. Je nach Örtlichkeit stehen verschiedene Arbeitsschutzmaßnahmen zur Verfügung. Diese gehen von Geschwindigkeitsbeschränkungen, deren Einhalten durch Geschwindigkeitsanzeigetafeln und Geschwindigkeitskontrollen gewährleistet wird, über halbseitige Sperrungen bis hin zu Vollsperrungen.

 

Vollsperrungen sollen vermieden werden

 

Unter Abwägung der Interessen des Autofahrers und des Arbeitsschutzes wird im Hohenlohekreis versucht, die Behinderungen für den fließenden Verkehr so gering wie möglich zu halten. Das Ziel ist es, Vollsperrungen, wenn es irgendwie möglich ist, zu vermeiden. Nach aktuellem Stand ist bei Unterhaltungsarbeiten im Straßenraum jedoch mit einem deutlichen Anstieg der Sperrungen zu rechnen. Ist die verbleibende Restbreite der Straße zu gering, das heißt unter 3 Metern, wird die Straße grundsätzlich vollgesperrt. In Ausnahmefällen kann eine Vollsperrung auch noch bei einer Restbreite von 2,75 Metern vermieden werden. Ein solcher Ausnahmefall wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung unter 50 km/h. Eine Vollsperrung unter der Bedingung einer solchen Geschwindigkeitsbegrenzung zu vermeiden, setzt aber voraus, dass die vorgegebene Geschwindigkeit auch eingehalten wird. Daher sind seit April 2019 zwei Geschwindigkeitsanzeigetafeln im Einsatz. Diese zeigen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit und den Hinweis „langsam“ oder „danke“ an. Überprüft werden diese Arbeitsschutzmaßnahmen künftig auch durch stichprobenartig durchgeführte Geschwindigkeitsmessungen.

Das Landratsamt appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich sowohl zum Schutz der arbeitenden Menschen als auch zum eigenen Schutz an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten. Nur wenn die vorgegebenen Geschwindigkeiten eingehalten werden, können Vollsperrungen vermieden werden.

 

Hintergrund

 

Gemäß einem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom 09. Juli 2019 passierten im Jahr 2018 1.829 Unfälle mit Personenschaden im Baustellenbereich auf Autobahnen. 2008 waren es lediglich 1.011 Unfälle. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Anzahl somit um rund 80 Prozent gestiegen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Filetierung des Kerl-Areals in Niedernhall

Bei der Gemeinderatsitzung in Niedernhall am Montag, den 16. April 2018, sollte beschlossen werden, was mit dem Kerl-Areal passiert. Das zwei Hektar große Gelände, das die Stadt Niedernhall 2015 für 1,2 Millionen Euro erwarb, soll als Fläche für den Einzelhandel und/oder weitere Gewerbe vorgesehen sein. ( Zwei Hektar sind 20.000 Quadratmeter // somit hat die Stadt Niedernhall 60 Euro pro Quadratmeter bezahlt.)

Voch bevor alles Weitere besprochen wurde, verweis Bürgermeister Achim Beck darauf, dass unter anderem Klaus Richter entschuldigt sei. Beim Thema Bürgerfragen begründeten zwei Bürger ihren Unmut über die aktuelle Situation der Strafanzeige, die Klaus Richter gegen Achim Beck und den Gemeinderat gestellt hat (siehe GSCHWÄTZ Berichterstattung / Link unten). „Ich wollte Herrn Richter direkt fragen, wann er seine Leidenszeit und die Leidenszeit des Gemeinderates beenden wolle. Ich hätte einen Tipp: Er soll die Strafanzeige einfach zurücknehmen. Da er seit 24 Jahren im Gemeinderat und seit 14 Jahren stellvertretender Bürgermeister ist, hat es mich sehr gewundert, dass er durch seine Verhaltens- und Vorgehensweise eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der bürgerlichen Liste (Anmerkung der Redaktion: gemeint war die bürgerliche Wählervereinigung), im Gemeinderat und auch in Zusammenarbeit mit dem Herrn Bürgermeister zerstört hat. Deshalb wäre meine direkte Frage gewesen, wann er als stellvertretender Bürgermeister und wann er als Gemeinderat zurücktritt“, so ein Bürger. Ein weiterer Bürger: „Schade, dass Herr Richter nicht da ist. Er ist stellvertretender Bürgermeister und er hat bei mir eine Vorbildfunktion. Eine Vorbildfunktion verstehe ich darin, dass diese  innerhalb des Stadtrates mit dem Herrn Bürgermeister zusammen besprochen werden und das man da nicht jedes Mal auf das Gericht rennen muss. Das ist ein unmöglicher Vorgang. Es ist wirklich schade, dass Herr Richter nicht anwesend ist, sonst hätte ich ihn gefragt, warum er nicht zurücktritt und den Stadtrat seine Arbeit machen lässt.“ Weitere Worte zu diesem Thema und dem Thema Strafanzeige fielen an diesem Abend nicht.

Vielmehr wurde über die Umbauarbeiten gesprochen, die im Zuge des umstrittenen Kaufs des Kerl-Areals eventuell getätigt werden müssen.

Das Problem mit dem Kerl-Areal sei, so Bürgermeister Achim Beck, der Verkehr am Knotenpunkt der Weißbacher Straße an der Ampel mit der Abbiegung auf die Kocherbrücke (L1044/L1045/Criesbacher Straße). Die Abbiegespuren sind mit ihren 25 Metern zu kurz und somit staut sich der Verkehr. Ein Kreisverkehr wäre eine Lösung, jedoch nicht umsetzbar, ohne die Kocherbrücke zu erweitern, damit LKW´s keine Probleme beim Verlassen des Kreisverkehrs haben – somit ist ein Kreisverkehr nicht umsetzbar. Die andere Option: Die Abbiegespuren müssen verlängert werden. Das Ingenieurbüro Dreikant (Verkehrsplaner) und das Ingenieurbüro Zimmermann (Verkehrsuntersuchung) stellten die Lösung der T-Kreuzung vor. Die Criesbacher Straße könnte von der Kreuzung abgekoppelt werden und dafür schafft man eine Abbiegespur durchs Kerl-Areal. Die Linksabbiegespur in Richtung Kocherbrücke, aus Richtung Ingelfingen kommend, soll dann auf 252 Meter verlängert werden.

Da es sich aber um die Verbesserung der Wartezeit auf Straßen des Landes handelt, muss das Land sich an den Kosten beteiligen. Aber bis das geklärt ist, ob tatsächlich eine Abbiegespur durch das Kerl-Areal gezogen wird, kann nichts weiter geplant werden. „Es wird bestimmt noch ein halbes Jahr dauern, bis man genaueres zur Erschließung des Kerl-Areal sagen kann“, so Bürgermeister Achim Beck. Beck weiter: „Ich habe mir immer gewünscht, eine Abbiegespur ganz weit vorne zu haben, jetzt wird sie aber womöglich direkt an den Rossmann grenzen. Was wir so nie haben wollten, weil wir den Einzelhandel gerade in dem Bereich etwas weiterentwickeln möchten, etwa auf die Hälfte oder Zweidrittel des gesamten Fläche des Areals. Genau das ist jetzt nicht mehr möglich, nämlich, dass es ein Areal wird. Sondern man muss tatsächlich eine öffentliche Straße überqueren, wenn man dort zum Einzelhandel möchte.“ Sprich: Das Areal würde durch die neue Straße in zwei Hälften geteilt, auf der einen Seite wären Neukauf und Rossmann, auf der anderen Seite das neue Einzelhandelsareal.

// Fotos: GSCHWÄTZ

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