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„Wir möchten damit die Attraktivität der gesamten Stadt erhalten“

Im Rahmen des Landeswettbewerbes „Start-up BW Local“ hat das Wirtschaftsministerium weitere 26 gründungsfreundliche Kommunen ausgezeichnet, darunter auch Künzelsau. Das geht aus einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann freut sich über diese Anerkennung für seine Stadt: „Die zweite Teilnahme am Landeswettbewerb Start-up war für uns eine gute Gelegenheit, zu überlegen, wie wir das bestehende Angebot weiterentwickeln und  Gründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zur Seite stehen können. Wir möchten damit die Attraktivität der gesamten Stadt erhalten und Menschen unterstützen, die Ideen haben und sich mit einbringen.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir brauchen Kommunen, die Gründungswillige aktiv unterstützen und die in den regionalen Start-up Ökosystemen eine aktive Rolle spielen.“

Start-ups den Start erleichtern

26 Kommunen in Baden-Württemberg tragen ab sofort das Prädikat „gründungsfreundliche Kommune 2020/2021“. Beim „Pitches der Kommunen“ am 14. und 15. Oktober 2020 im Rahmen des Landeswettbewerbs „Start-up BW Local“ konnten sie die Jury mit ihren Konzepten zur Gründungsförderung überzeugen. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich beeindruckt von dem großen Einsatz der Kommunen im ganzen Land, gründungsfreundliche Strukturen zu schaffen: „Wir brauchen Kommunen, die Gründungswillige aktiv unterstützen und die in den regionalen Start-up Ökosystemen eine aktive Rolle spielen“, so die Ministerin. „Die ausgezeichneten Kommunen bieten Services an, die die Gründerinnen und Gründer wirklich brauchen. Herzlichen Glückwunsch an alle ausgezeichneten Teilnehmer. Ihr Engagement ist wichtig, um Baden-Württemberg zu einer der gründungsdynamischsten Regionen Europas zu machen.“

Einzug ins Finale

Ausgezeichnet wurden die Kommunen in den drei Kategorien „Gemeinde bis 20.000 Einwohner“, „Stadt“ und „Interkommunaler Ansatz/Landkreise“. Die von der Jury ausgewählten Kommunen und interkommunalen Projekte, deren Maßnahmen die stärkste Dynamik in einem weiteren Ausbau von Gründungsvorhaben erwarten lassen, präsentieren ihre Konzepte erneut im virtuellen Landesfi-nale am 9. Dezember 2020. Dort werden die Platzierungen vom ersten bis zum dritten Platz unter Einbeziehung eines Fachpublikums aus der baden-württembergischen Gründungs- und Start-up-Szene ermittelt.

Die ausgezeichneten Gemeinden bis 20.000 Einwohner sind:

• Bad Saulgau (Einzug ins Finale)
• Künzelsau (Einzug ins Finale)
• Magstadt (Einzug ins Finale)

• Sigmaringen
• Waldenbuch
Ausgezeichnete Städte
• Albstadt (Einzug ins Finale)
• Baden-Baden
• Mannheim (Einzug ins Finale)
• Göppingen
• Heidelberg
• Herrenberg
• Reutlingen (Einzug ins Finale)
• Rottenburg
• Sindelfingen

Ausgezeichnete interkommunale Ansätze:

• Region Ostwürttemberg mit den Städten Aalen, Ellwangen, Giengen an der Brenz, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und den Landkreisen Heidenheim und Ostalbkreis (Einzug ins Finale)
• Landkreis Böblingen (Einzug ins Finale)
• Verbund der vier Städte Esslingen, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Nürtingen (Einzug ins Finale)

Die Preisgelder je Kategorie betragen:

Platz 1 – 10.000 Euro
Platz 2 – 7.500 Euro
Platz 3 – 5.000 Euro

Die Preisgelder können von den Kommunen frei zum weiteren Ausbau der Gründungsdynamik eingesetzt werden.

Das Wirtschaftsministerium würdigt in einer besonderen Kategorie auch die Kommunen, die sich mit ihren erstellten Konzepten auf einem sehr guten Weg zur „ausgezeichneten Kommune“ befinden, in der aktuellen Wettbewerbsrunde aber noch keine Auszeichnung erhalten. Dies sind die Gemeinden Bad Säckingen, Ebersbach, Mengen, Neuenburg am Rhein und Pfullendorf, die Städte Bret-ten, Freudenstadt und Leinfelden-Echterdingen sowie der Landkreis Calw.

Die „Pitches der Kommunen“ wurden von folgenden Jury-Mitgliedern mit Erfahrungen im Gründungsbereich bewertet:

• Matthias Burgbacher | PLAN:KOOPERATIV
• Timm Czarnecki | BRC Solar GmbH
• Tim Dibjick | Membratech Engineering GmbH
• Stefanie Knebel | AudiotexTour GbR
• Pia Nowotny | Martha´s Gastronomiebetriebe GmbH

Der Landeswettbewerb „Start-up BW Local“

„Start-up BW Local“ ist laut dem Wirtschaftsministerium ein Landeswettbewerb des Wirtschaftsministeriums Ba-den-Württemberg. Er fördert Gemeinden, Städte und Landkreise bei der konzep-tionellen Erstellung gründungsfreundlicher Strukturen vor Ort. Gründerinnen und Gründer bewerten im Anschluss die Konzepte und zeichnen die überzeugends-ten Teilnehmer mit dem Label „Gründungfreundliche Kommune“ aus. Seit dem Start des Formats sind neben einer Community der Gründungsunterstützer auch unbürokratische Strukturen entstanden, von denen Gründer profitieren.

Der Wettbewerb wird gemeinsam getragen vom Wirtschaftsministerium und von den baden-württembergischen kommunalen Spitzenverbänden Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag sowie vom Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und vom baden-württembergischen Handwerkstag (BWHT).

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.startupbw.de/local




Wie teuer ist die Wirtschaftsmesse in Künzelsau für Start-Ups?

Wer wissen will, was in der Region bei den Unternehmen und Handwerkern läuft und sich einen Überblick über die Unternehmenslandschaft verschaffen möchte, hatte von Freitag, den 20. September, bis Sonntag, den 22. September 2019, die Möglichkeit, die Hohenloher Wirtschaftsmesse auf den Wertwiesen in Künzelsau zu besuchen. Unter dem Motto „Vom Local Hero bis zum Global Player – die starke Wirtschaft unserer Region präsentiert sich“ hatten vom Ein-Mann-Unternehmen bis hin zum internationalen Großkonzern die unterschiedlichsten Unternehmen sowie die Stadtverwaltung Künzelsau und das Landratsamt des Hohenlohekreises ihren Auftritt. Unter den über 180 Akteuren waren große Unternehmen wie Würth, Berner oder Bürkert ebenso dabei wie Mittelständler wie der Künzelsauer Einrichter C. Fenchel und der Raumgestalter Frank aus Ingelfingen, das Ofenhaus Künzelsau, Breuninger Lieblingsdinge aus Künzelsau oder Chalupa Solartechnik aus Schöntal.

Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? 

Aber was ist mit den kleineren Unternehmen oder gar mit Start-Ups? Die Gebühren seien viel zu hoch und ein Start-Up könne sich die Standgebühren erst recht nicht leisten, heißt es GSCHWÄTZ gegenüber.
Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Künzelsau, erklärt auf GSCHWÄTZ-Nachfage, dass die Standgebühren je nach den Leistungen, die vom Aussteller bestellt oder angefordert werden, variieren. „So kostet beispielsweise ein Eckstand mit 12 Quadratmetern 1.020 Euro“, so Sturm. Kleine Unternehmen und Start-Ups sollen laut Sturm mit „Sonderkonditionen“ von 25 Prozent Nachlass gefördert werden. Dieses spezielle Förderprogramm gilt für Start-Ups, die in den ersten drei Jahren ihrer Selbstständigkeit als Aussteller auftreten wollen. Der Verwalter der Messestände, Michael Lösch, ergänzte: „Da zusätzlich die Standgröße bereits ab neun Quadratmeter Größe beginnt, ist es auch für kleinere Fimen jederzeit möglich teilzunehmen.“

 „Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion“ 

„Die Hohenloher Wirtschaftsmesse hat seit ihrem Beginn 1999 stetig an Bekanntheit gewonnen und sich in der Region etabliert“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann bei der Eröffnung. Was vor 20 Jahren bei der ersten Wirtschaftsmesse galt, wirke auch bei der siebten als Publikumsmagnet: „Der Mix der Aussteller zeigt jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten und bietet gleichzeitig Unternehmen den direkten Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Verbrauchern.“
Er dankte allen Besuchern, Ausstellern, Organisatoren und Mitwirkenden und freute sich bereits auf die nächste Hohenloher Wirtschaftsmesse in drei Jahren: „Künzelsau wird dann erneut zu einer Plattform für unsere starke Wirtschaftsregion.“
Landrat Dr. Matthias Neth bemerkte, dass Künzelsau am Messewochenende „eine wohlige Wärme ausstrahlt“ – nicht zuletzt, weil es gleich drei besonders erfreuliche Ereignisse in einer Woche gab: die Einweihung des Kindergartens in Kocherstetten, die Erweiterung der Reinhold-Würth-Hochschule und die Hohenloher Wirtschaftsmesse.
Er beglückwünschte Künzelsau dazu: „Ich darf doch der glücklichste Landrat sein – mit so einer Kreisstadt.“ Die Messe zeige die Innovationskraft der Region. Diese sei auch wichtig für die Unternehmen, um in Zeiten der Klimadebatte erfolgreich zu sein.