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„Nun benötigen die Menschen in Sri Lanka unsere Hilfe und ich freue mich sehr, dass wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten können.“

Wer erinnert sich nicht an das verheerende Unwetter 2016, welches das Kochertal flutete und insbesondere Braunsbach, aber auch die Künzelsauer Innenstadt förmlich wegspülte?

Zyklon zerstört Sri Lanka und niemand schaut hin

Anfang Dezember nun erlebt aktuell Sri Lanka eine derartige Überschwemmung seiner Städte. In dem Katastrophengebiet starben bislang rund 1.000 Menschen, zahlreiche Menschen haben ihre Häuser verloren. Ein Zyklon verwüstete Anfang Dezember 2025 einen ganzen Landstrich. GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann konnte mit Menschen vor Ort via Videoschalte sprechen.

Dringend gebraucht werden aktuell Lebensmittel, Wasser, Kleidung, Medikamente und Schulmaterial. Die Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, sind aktuell in Kirchen und Gemeinderäumen sowie Schulen untergebracht.

Auf Spendenpakete sollte man jedoch verzichten, da die hohen Zollgebühren ab der Grenze zur Hälfte von den Menschen in Sri Lanka getragen werden müssen.

Wer dennoch die Bevölkerung unterstützen möchte, kann dies gerne auch mit Kleinstbeträgen mit einer 1- oder 2-Euro-Spende tun. Wir leiten die Spenden dann 1:1 weiter. Ehrenamtliche vor Ort, wie etwa Michael, kaufen davon dann das, was aktuell am meisten gebraucht wird und übergeben es den Einsatzteams, die in die Katastrophengebiete fahren.

„Wir danken jedem Spendenden für die Unterstützung.“ so Dr. Sandra Hartmann. „Auch wir im Kochertal wissen, was es heißt, förmlich geflutet zu werden von Wassermassen und beinahe unterzugehen. Auch wir haben den Wiederaufbau von zahlreichen beschädigten Häusern nur gemeinsam geschafft. Nun benötigen die Menschen in Sri Lanka unsere Hilfe und ich freue mich sehr, dass wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten können.“

paypal-Konto: info@gschwaetz.de

Verwendungszweck: „Spende Sri Lanka“

 




Die Monster-Welle – Vor 20 Jahren rollte ein Tsunami unglaublichen Ausmaßes auf Thailand zu

Zunächst sah es harmlos aus. Ein kleines Naturschauspiel unmittelbar nach Weihnachten, am 26. Dezember 2004. Das Wasser an den Stränden im Indischen Ozean zog sich – ähnlich wie bei Ebbe an deutschen Stränden zurück ins Meer.

Rasende Geschwindigkeit

Nur wurden die Strände nicht binnen Stunden trockengelegt, sondern in einer rasenden Geschwindigkeit. Der Grund hierfür war auch nicht der Mond für diese ungewöhnliche „Ebbe“, sondern ein seismisches Beben. Zwei Kontinentalplatten trafen am Meeressgrund aufeinander, die eine schob sich etwas auf die andere. Durch dieses so genannte „Seebeben“ (treffender wäre wohl das Wort Meeresbeben) mitten auf dem Ozean kam das Meerwasser ins „Schwingen“ – Wellen, die immer größter wurden, bis sie eine stattliche Höhe von teils bis zu 10 Meter erreichten, als sie an Land trafen, entstanden. Das Wort Tsunami war bis dato für die meisten  Menschen auf der Welt kein gängiger Begriff. Tsunami bedeutet eine überwiegend durch Seebeben ausgelöste, sich mit hoher Geschwindigkeit ausbreitende Flutwelle (mit verheerenden Auswirkungen an den Küsten.

Viele Touristen

Als die Menschen an den Stränden von Phuket und Khao Lak am 26. Dezember unterwegs waren – darunter Touristen unter anderem von allen Finnland, Deutschand und Russland – aber auch Hotelpersonal und Einheimische – beobachteten viele von ihnen zunächst fasziniert den Rückgang des Wassers. Manche von ihnen filmten dieses Natureigbnis. Sie filmten auch das Meer und die Wellen, die auf einmal als schwarzer Balken am Horizont auftauchten. Als die schwarze Wand immer näher kam, begriffen die Menschen allmählich, dass sie in Gefahr waren und flüchteten ins Landesinnere. Manche von ihnen konnten sich nicht mehr vor den herannahenden Wasserfluten retten.

„die perfekte Welle“ – Radiosender spielten den Song der Band Juli nicht mehr

Der Tsunami 2004, welcher am 26. Dezember 2004 neben Indonesien weite Teile Südostasiens und Afrika traf, ist laut Statista.de der bis dato tödlichste Tsunami weltweit. Insgesamt starben schätzungsweise 228.000 Menschen. An diesem Tag lernte die Welt das japanische Wort Tsunami kennen, das übersetzt „Hafenwelle“ heißt. Zu dieser Zeit wurde in Deutschland in den Charts „Die perfekte Welle“ von der Band Juli gespielt. Der Sommerhit 2004, der noch bis in den Dezember Widerhall fand, wurde von sämtlichen Radiosendern von heute auf morgen von ihrer playlist genommen – aus Respekt vor den Opfern des Tsunamis.

Noch heute ist die Erinnerung – besonders bei den einheimischen Betroffenen – nach wie vor präsent an die größte Naturkatastrophe aller Zeiten im Indischen Ozean. Die Bevölkerung hatte noch Jahre später mit den Folgen der auch wirtschaftlichen Existenzvernichtung zu kämpfen. Der Wiederaufbau dauerte Jahre an. Der Touristenstrom in diese Region versiegte die ersten Jahre nach dem Tsunami fast vollständig. Mittlerweile haben sich die Zahlen wieder erholt – unter anderem auch wegen der erhöhten Sicherheit. So gibt es nun ein Frühwarnsystem für sich anbahnende Tsunamis und Rettungsräume, falls es wieder zu einem derart heftigen Seebeben kommen sollte.