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Ab nächster Woche bespielbar

Geradezu malerisch gelegen unter der Burg ist der neue Spielplatz des Kindergartens in Kocherstetten, der im Herbst 2020 fertiggestellt wurde. Rund 150.000 Euro hat die Stadt Künzelsau bereits für die Anlage dieses Spielplatzes aufgewendet, für Landschaftsgestaltung und Beschattung werden nochmals Kosten entstehen.

Keine Kinder auf dem Spielplatz

Das einzige, was dem Spielplatz bisher fehlt, sind spielende Kinder. Die können den Spielplatz bis heute nur mit sehnsuchtsvollen Augen betrachten, aber nicht benutzen: „Es steht lediglich die Anbringung der Geländer und Zaunanlage aus“, informiert Helen Bühler, Leiterin des Fachbereichs Stadtmarketing/Kultur/Presse. Da der Spielplatz an eine Wiese grenzt, die bis zum Kocherufer geht, ist eine Abgrenzung notwendig. Die langen Lieferzeiten seien schuld, dass Geländer und Zäune noch nicht angebracht werden können, sagt Bühler. Umlaufende Gerüchte, dass bei der Planung oder dem Aufbau etwas schiefgelaufen sei, dementiert sie: „Bei der Errichtung des Spielplatzes wurden alle Normen eingehalten. Eine Nachbesserung war nicht erforderlich.“

Ein Bauzaun soll die Kinder schützen

Die Kinder dürfen sich freuen, sie werden die neuen Spielgeräte voraussichtlich ab nächster Woche in Besitz nehmen können: „Es wird vorübergehend ein Bauzaun angebracht, sodass der Spielplatz voraussichtlich kommende Woche für die Kinder nutzbar ist.“
Eine pragmatische Idee, auf die man auch schon früher hätte draufkommen können.

Text: Matthias Lauterer

 

Malerisch gelegen: Der neue Spielplatz für den Kindergarten in Kocherstetten. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

 

 




Spielplatz an den Wertwiesen: „Sogar Spritzen liegen da“

Sind es Helikopter-Eltern, die Angst haben, ihr Kind könnte sich einen Spreißel in den Finger rammen oder besteht eine ernste Verletzungsgefahr auf dem Künzelsauer Spielplatz am Wertwiesen-Parkplatz direkt unterhalb des Schloss-Gymnasiums? „Sogar Spritzen liegen auf dem Spielplatz“, sagt eine besorgte Mutter gegenüber GSCHWÄTZ.

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat den besagten Spielplatz und besonders das Häuschen aufgrund der GSCHWÄTZ-Nachfrage gesondert angesehen. Das Resümee der Stadtverwaltung Künzelsau teilte Marco Klappenecker von der Pressestelle mit: „Abgesehen von den Schmierereien an den Wänden ist das Haus in Ordnung.

An dem Holzspielhäuschen gab es mehrere Stellen, an denen das Holz splitterte. Foto: GSCHWÄTZ

An dem Holzspielhäuschen gab es mehrere Stellen, an denen das Holz splitterte. Foto: GSCHWÄTZ

Aber der nicht ganz optimale Zustand des Spielplatzes scheint bekannt zu sein, denn die Stadtverwaltung hat das Spiel-Häuschen auf dem Spielplatz aufgrund der genannten Problematik mit den Splittern bereits mehrmals abschleifen und streichen lassen und werde dies auch weiterhin tun. „Holz ist ein Naturstoff und hat deshalb eine natürliche Verwitterung“, erklärt die Stadt diesbezüglich.

 

„Leider haben wir bisher noch keine finale Lösung für die unsachgemäße Nutzung durch Jugendliche gefunden“

 

Der Spielplatz am Schloss ist einer von insgesamt 42 öffentlichen Spielplätzen im Stadtgebiet. Laut Klappenecker bedeut dies, dass einmal pro Woche eine „visuelle Routine-Inspektion mit Reinigung des Spielplatzes, einmal im Monat eine operative Inspektion und jährlich eine Hauptinspektion durch einen externen Prüfer erfolgt.“ Die ersten beiden Tätigkeiten führe der städtische Bauhof mit entsprechendem Fachpersonal durch. Die Hauptprüfung werde extern vergeben. Im September 2018 sei die letzte Hauptprüfung des Häuschens ohne Beanstandungen durchgeführt worden. Aber bei diesem Spielplatz soll es „schon des Öfteren Probleme mit Jugendlichen“ gegeben haben, die sich dort aufhalten, weshalb der städtische Bauhof den Zustand verstärkt überprüfe, so Klappenecker. Ebenso habe die Stadtverwaltung die Polizei gebeten, diesen Spielplatz regelmäßig zu kontrollieren. „Leider haben wir bisher noch keine finale Lösung für die unsachgemäße Nutzung durch Jugendliche gefunden“, so Klappenecker weiter.
Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Künzelsau, betonte gegenüber GSCHWÄTZ, dass der Spielplatz beim Schloss an den Wertwiesen täglich gereinigt wird und wöchentlich – wie bei allen städtischen Spielplätzen – eine Spielgerätekontrolle durchgeführt werde.
„Gebrauchte Spritzen wurden dort bisher nicht gefunden“, betont Sturm.

Nach unserer Presseanfrage bei der Stadt wurde das Häuschen abgeschliffen und neu gestrichen. Foto: GSCHWÄTZ




Zerstörungswütige richten hohen Sachschaden an

Völlig sinnlos war die Aktion von bislang noch nicht ermittelten Tätern, die in der Zeit zwischen Montagabend, den 02. September 2019, 21 Uhr, und Dienstagmorgen, den 03. September 2019, 6 Uhr, auf dem Waldspielplatz Steinerner Tisch in Bretzfeld-Dimbach hohen Sachschaden angerichtet haben. Sie rissen eine Schautafel aus dem Boden und zerschlugen die Ziegel. Das Dach über dem Sandkasten sowie die Bedachung eines Lagerplatzes für Feuerholz drückten sie nieder. Die zerstörten Teile verbrannten sie ebenso wie eine dort aufgestellte Holzskulptur sowie einen Basketballkorb mit samt Pfosten. Nachdem eine Zeugin am Dienstagmorgen die Zerstörung bemerkt hatte, benachrichtigte sie die Polizei. Die Beamten stellten bei ihrem Eintreffen gegen 10 Uhr fest, dass die Feuerstelle noch nicht ganz erloschen war. Darin befanden sich noch vier Metallräder, die vermutlich von einem hölzernen Leiterwagen stammten. Vor der Feuerstelle lag das hölzerne Gestell eines Liegestuhls. Der bei dem Vandalismus angerichtete Schaden beläuft sich auf mindestens 3.000 Euro. Wer Hinweise zu den Verursachern geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Bretzfeld, Telefon 07946 940010, zu melden.

 

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Wer bekommt den Zuschlag für das Bürgerbudget 2019?

Noch bis zum 10. September 2019 können Künzelsauer Bürger abstimmen, wohin das Geld fließen soll, das die Stadt hier vergibt. Beworben haben sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Projekten. Zehn Projekte stehen nun in der Endrunde. (wir berichteten/siehe Link unten)

Auch Caroline Posch hat sich mit einem Projekt beworben. Sie möchte den Spielplatz am Künzelsauer Südhang aufwerten. Ihre Begründung: „Der Spielplatz ist doch etwas in die Jahre gekommen und für Kinder aufgrund der wenigen Spielmöglichkeiten einfach langweilig. Aktuell gibt es den Sandkasten bei dem liegen zwar Sandspielsachen drin, aber noch viel häufiger Kot, so dass dieser nahezu nicht genutzt wird beziehungsweise die meisten Mütter ihre Kinder da nicht rein lassen. Der Spielplatz hat eine Rutsche die okay ist, aber wegen der Höhe und des Sprossenabstandes erst für Kinder ab dreieinhalb bis vier Jahren. Auch eine Wippe die 2018 erneuert wurde und eine Turnplattform stehen auf dem Spielplatz. Bei der Wippe können es jedoch maximal zwei Kinder sein um Wippvergnügen zu haben und die Turnplattform ist eher langweilig, da kleinere Kinder maximal drauf stehen können. Meine Mädels besuchen total gerne Spielplätze und es wäre toll wenn durch das Bürgerbudget und entsprechend viele Stimmen der Bürger hier eine positive Entwicklung für mehr Spielmöglichkeiten und vor allem interessantere Spielstationen geschaffen werden können.“

Caroline Posch würde den Spielplatz wie folgt ändern: „Die Turnplattform abbauen, Fläche einebnen und eine Doppel-Schaukel mit Normalsitz und Kindersitz beziehungsweise Babysitz aufstellen. Hinter der Wippe den Spielplatz einebnen und eine länglichen Balanciernetze anbringen. Um die Wippe herum zwei einzelne kleine Federwippenaufstelle, so dass auch kleinere Kinder alleine Wippen können. Der Sandkasten könnte durch ein Bodentrampolin ersetzt werden, denn jedes Kind hüpft gerne.“ Für Caroline Posch ist das Besondere an diesem Spielplatz: „Der Spielplatz hat durch die Bäume Flair, diese laden zum klettern ein, und der Platz ist auch an heißen Tagen angenehm zu besuchen.“

 

„Die Turnplattform ist eher langweilig, da kleinere Kinder maximal drauf stehen können“, so Poch. Foto: privat

Poch erklärt, dass die Rutsche okay ist, aber wegen der Höhe und des Sprossenabstandes erst für Kinder ab dreieinhalb bis vier Jahren geeignet sei. Foto: privat

„Hinter der Wippe den Spielplatz einebnen und eine länglichen Balanciernetze anbringen“, wünscht sich Poch. Foto: privat

Neben der Wippe würde Poch gerne Einzelwippen auf dem Spielplatz haben. Foto: privat

Wer bekommt den Zuschlag? Jetzt Abstimmen. Foto: privat

Der Spielplatz am Südhang möchte modernisiert werden. Foto: privat