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Ohne Gerichtsverfahren direkt in den Knast – Der unglaubliche Fall der Anette W.

Gnadengesuch vor Weihnachten – Mutter sitzt im Gefängnis ohne Prozess

Eine Mutter sitzt in Niedersachsen wegen eines Sorgerechtsstreits für 150 Tage in Haft. Sie hatte kein Gerichtsverfahren. Wie kann das sein?

In diesem Jahr lässt Niedersachsens Justiz 56 Menschen im Rahmen der „Weihnachtsgnade“ aus der Haft. Bisher nicht dabei ist die Mutter Anette W., die seit November im Frauengefängnis Hildesheim sitzt, weil das Amtsgericht Hannover für sie 150 Tage Ordnungshaft verhängte. Der Beschluss war ungewöhnlich, weil er nach Familienrecht erging und es kein Gerichtsverfahren gab, das sonst bei einer langen Freiheitsstrafe üblich ist.

Der Heidelberger Professor für Strafrecht Christian Laue vertritt Anette W. und reichte für sie am Donnerstag ein „Gnadengesuch“ beim Niedersächsischen Justizministerium ein. Gleichzeitig beantragte er beim Amtsgericht Hannover, die Ordnungshaft aufzuheben. Der Fall ist mittlerweile auch ein Politikum und steht dafür, wie die Justiz mit Müttern und Kindern umgeht.

Frau W. hat zwei Töchter. Dem Vater war vor fünf Jahren das Sorgerecht übertragen worden, nachdem eine Betreuung im Wechselmodell nicht funktioniert hatte. Im Sommer 2021 fuhr die ältere Tochter mit der Straßenbahn zu ihrer Mutter und weigerte sich, zum Vater zurückzukehren. Dann tauchten Mutter und Tochter gemeinsam unter und zogen nach Frankfurt. Da wurde Anette W. am 6. November verhaftet. Ihre Tochter wurde vom Jugendamt anonym in einer Einrichtung untergebracht. Eine Bekannte, die mit der heute 13-Jährigen zuletzt noch Kontakt hatte, sagt, das Jugendamt hätte ihr eigentlich zugesichert, dass genau das nicht passiert. „Sie hatte große Angst, dass sie weggebracht und isoliert wird, ohne Kontakt zu ihren liebsten Menschen.“

Infolge der Haft schon die Wohnung verloren

Doch auch für die Mutter ist die nun schon sieben Wochen dauernde Haft hart – und sie hat Folgen. Sie musste bereits ihre Wohnung kündigen und bangt um ihren Job. „Meiner Mandantin droht der Verlust ihrer bürgerlichen Existenz, im schlimmsten Fall Obdachlosigkeit“, sagt Anwalt Laue.

Seine Anträge hat er ausführlich begründet. Ein wichtiger Punkt: Anette W. hatte kein Gerichtsverfahren. Sie wurde nicht nach Strafrecht verurteilt. In dem Fall, schreibt der Anwalt, hätte sie ein faires Verfahren gehabt, in dem das Gericht ihre Schuld hätte beweisen müssen. Auch müsse die Justiz beim Strafrecht berücksichtigen, welche schädlichen Folgen ein Freiheitsentzug hat und dem entgegenwirken.

Stattdessen wurde ihre Haft aber als „Ordnungsmittel“ nach Familienrecht verhängt, konkret nach dem schon bei der Einführung 2009 arg umstrittenen Paragraf 89 des Gesetzes über Verfahren in Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG). Die Haft soll zum einen „Erzwingungsfunktion“ zur Herausgabe des Kindes haben, zum anderen auch „Sanktionscharakter“.

Erzwingen müsse das Gericht mit der Haft nichts mehr, da das Kind nicht mehr bei der Mutter ist, argumentiert Laue. Aber auch eine Ordnungshaft zur Sanktionierung eines Menschen müsse verfassungsrechtlichen Vorgaben genügen, die der Jurist hier nicht erfüllt sieht.

Anette W. hatte kein Gerichtsverfahren. Sie wurde nicht nach Strafrecht verurteilt. In dem Fall, schreibt der Anwalt, hätte sie ein faires Verfahren gehabt, in dem das Gericht ihre Schuld hätte beweisen müssen.

Vor allem sei die Schuld nicht bewiesen. Das Gericht fällte den Beschluss im Januar 2025 in Abwesenheit der Mutter und schrieb, sie verantworte „massive Schäden“ für ihr Kind, da es nicht zur Schule gehe. Dem widerspricht ihr Anwalt. „Tatsächlich hat meine Mandantin aber für eine Beschulung ihrer Tochter gesorgt“, sagt Laue. „Sie hatte einen Freundeskreis und war gut in einen Sportverein integriert.“

In England hilft der Staat Müttern aus der Illegalität

Ungewöhnlich findet den Fall auch der Rechtswissenschaftler Ludwig Salgo. „Eine Ordnungshaft von 150 Tagen in dieser Größenordnung ist äußerst selten“, sagt er. Die Maßnahme sei in ihrer Wirkung enorm und ihre Aufrechterhaltung unverhältnismäßig. „Es zielt auf die Mutter, trifft aber das Kind im erschütternden Ausmaß“, so der Wissenschaftler. Natürlich dürfe es keine Selbstjustiz geben. „Aber es gilt stets, die für das Kind am wenigsten schädliche Alternative zu finden. Und da das Kind nicht zum Vater möchte, wäre ein Leben bei der Mutter eine solche“. Der Staat müsse mit seiner Macht umsichtig umgehen, sagt Salgo. „Man muss sich fragen, was treibt Mütter in die Illegalität? Dem ging meist eine höchst problematische Gerichtsentscheidung voraus“.

Salgo zieht den Vergleich mit Großbritannien. Da bietet man Müttern in solchen Fällen „Undertakings“ an, also rechtliche Zusagen, um sie aus der Illegalität zu holen. Dabei wird dem mit Kind untergetauchten Elternteil zugesagt, dass das Kind nicht von ihm getrennt wird, wenn sie aus der Illegalität auftauchen und dies dem Wohl des Kindes entspricht. „Soweit ich es in diesem Fall gehört habe, hat das Kind diese Zeit gut überstanden, wurde beschult und war im Sportverein aktiv.“

Auch Miriam Hoheisel vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) übt Kritik: „Der Fall Frau W. zeigt eindrücklich, dass das Zwangsmittel Ordnungshaft keinen Platz bei der Durchsetzung von familiengerichtlichen Entscheidungen haben darf.“ So eine Haft greife tief und „weiter eskalierend“ in Familiendynamiken ein und führe dazu, dass der Kindeswille missachtet wird. Der VAMV fordert, die Ordnungshaft aus dem Gesetz zu streichen.

Stand Freitagmittag erklärt der Sprecher des Justizministeriums, das Gnadengesuch sei noch nicht eingegangen. Er werde aber am Montag noch einmal nachfragen. Das Amtsgericht Hannover bestätigt der taz immerhin, dass Laues Antrag zur Freilassung seiner Mandantin dort einging. Man werde, so ein Sprecher, „zeitnah“ entscheiden.

Gnadengesuche eingegangen

Am Montagmittag teilte Niedersachsens Justizministerium der taz dann mit, dass dort sogar zwei Gnadengesuche eingingen. Ein handschriftliches von Anette W. selber und jenes von Rechtsanwalt Christian Laue. „Beide werden unter Beachtung der Gnadenordnung bearbeitet“, sagt der Sprecher. Es solle natürlich „so schnell wie möglich entschieden“ werden.

Die Gnadenordnung sehe vor, dass von den beteiligten Gerichten, hier konkret vom Amtsgericht Hannover und vom Oberlandesgericht Celle, Stellungnahmen eingeholt werden. „Das geschieht jetzt“, sagt der Ministeriumssprecher. Sollte die Entscheidung noch vor Weihnachten fallen, werde man dies mitteilen. Und das Amtsgericht Hannover stellte Montagnachmittag in Aussicht, dass ein Beschluss noch an diesem Tag ergeht.

Spendenkampagne für Mutter und Tochter

Unter anderem Christina Mundlos, Sonja Howard und Elke Friedrich riefen bereits zu Spendenkampagnen auf. Wer ebenfalls Anette W. und ihre Tochter unterstützen möchte, kann dies über folgenden Link tun:

Spendenaktion von Sonja Howard: Aus Liebe zu ihrem Kind im Gefängnis, Hilfe für Anette&Julia

Den Spendentext hierzu mit Hintergrundinformationen möchten wir Euch ebenfalls nicht vorenthalten:
150 Tage Ordnungshaft für eine Mutter.
Ein fast 14-jähriges Mädchen in Isolation.
Ist das Kinderschutz?
Anette W. sitzt seit Anfang November in Haft.
Ihr „Vergehen“: Sie hat es nicht geschafft, ihre Tochter Julia (Name geändert) dazu zu bewegen, gegen Julias Willen zu ihrem Vater zurückzukehren.
Julia lebt nun in einem Kinderheim – anonym, isoliert, ohne Kontakt zu ihren Freunden, ohne ihren Sport, ohne Handy. Vor allem: ohne ihre Mutter.
Dabei wollte Julia seit Jahren immer nur eines: bei ihrer Mama bleiben.
Eine Geschichte wiederholter Traumatisierung
Seit 2018 wurden Anettes Töchter mehrfach gewaltsam, unter Polizeieinsatz, gegen ihren Willen von ihrer Mutter getrennt. Die Kinder wurden durch diese Maßnahmen nachweislich traumatisiert.
In einer Gerichtsverhandlung 2020 stellte das Amtsgericht Hannover fest, dass beide Mädchen in Obhut des Vaters „verwahrlost, ungepflegt und massiv gestresst waren“ Zudem hatten beide Mädchen bei der Verhandlung Knochenbrüche. Dennoch wurde Ende 2020 das alleinige Sorgerecht dem Vater übertragen und die Kinder blieben in seiner Obhut.
Im Frühjahr 2021 liefen beide Mädchen eigenmächtig von ihrem Vater weg und suchte Schutz bei ihrer Mutter.
Auch jetzt wurde ihr Wille missachtet und sie wurden erneut unter Polizeigewalt zurück zum Vater gebracht.
Die damals sechs Jährige jüngere Tochter verblieb nach dieser gewaltsamen Rückführung bei ihm und darf seither keinen Kontakt zu ihrer Mutter und weiteren Bezugspersonen haben. Dieses Schicksal drohte auch Julia.
Julia lief in der Folge noch zwei weitere male weg. Der letzte Herausgabeversuch im Juli 2021 wurde durch die Polizei abgebrochen. Seitdem blieb Julia bei ihrer Mutter.
Sowohl das Jugendamt als auch die vom Gericht bestellte Kinderanwältin stellten Julias eindeutigen Willen fest, bei ihrer Mutter bleiben zu wollen. Dennoch blieb das Sorgerecht beim Vater. Anfang 2023 folgte schließlich der schockierende Beschluss: Ordnungshaft für die Mutter.
Ein Stück Normalität
Aus Sorge vor einer weiteren Traumatisierung ihrer Tochter traf Anette W. die schwere Entscheidung, Julia zunächst selbst zu schützen und ihr Stabilität zu geben, während sie weiterhin eine rechtliche Klärung anstrebte.
In Frankfurt baute sie mit Julia ein neues, geschütztes Leben auf. Julia fand Freunde, Halt und Perspektive – insbesondere im Sport. Sie integrierte sich erfolgreich in einen Verein, trainierte später für den Landeskader und vertrat Hessen bei Wettkämpfen.
2 ½ Jaher später am 06.11.2025 wurde Anette W. völlig unerwartet nach der Arbeit auf offener Straße verhaftet.
Isolation statt Schutz für Julia
Die Behörden verhaftet die Mutter ohne die Sicherheit und Versorgung Julias zu gewährleisten. Sie blieb also zunächst allein zurück. Am folgenden Tag fand sie Schutz bei einer befreundeten Familie, die bereit war, sie längerfristig aufzunehmen.
Sechs Tage später wurde Julia jedoch unvorbereitet, gegen ihren Willen, weinend aus diesem Umfeld herausgerissen. Sie konnte sich weder von der Familie, noch ihren Freuden oder gar ihrer Katze verabschieden. Nicht einmal persönliche Dinge oder einen Rucksack mit ihrer Kleidung, Haarbürste etc. durfte sie mitnehmen. In der Nacht wurde sie von einem ihr unbekannten Mann über mehrere Stunden nach Niedersachsen gefahren. Die Fahrt ins Ungewisse verlief schweigend; kein Wort des Trostes, keine Erklärung, keine Beruhigung.
Seitdem lebt Julia, auf Wunsch des Vaters, anonym in einem Kinderheim – vollständig isoliert von ihrem bisherigen Umfeld. Ihr Handy wurde ihr abgenommen.
Wer Anette W. wirklich ist
Anette W. ist keine Kriminelle.
Sie ist eine gebildete, berufstätige und sozial integrierte, sanfte Frau. Sie trinkt keinen Alkohol, nimmt keine Drogen, ist tierlieb und in ihrem Umfeld sehr geschätzt.
Zu keinem Zeitpunkt gab es Anzeichen dafür, dass ihre liebevolle Fürsorge für ihre Kinder infrage stand.
Der einzige Vorwurf: dass sie ihre Kinder nicht dazu bringen konnte, gegen ihren Willen zu ihrem Vater zurückzugehen.
Warum wir eure Hilfe brauchen
Anette W. gehört nicht ins Gefängnis.
Und Julia gehört nicht in ein Heim.
Julia gehört in ein liebevolles Umfeld – zu Menschen, die sie kennt und denen sie vertraut.
Zu ihrer Mutter, ihren Freunden, ihrem Sport.
Zu einem ganz normalen Teenagerleben.
Und selbst für den Fall, dass Julia vorübergehend nicht bei ihrer Mutter sein kann, gäbe es in ihrem vertrauten sozialen Umfeld genügend Menschen und Familien, die bereit wären, sie aufzunehmen – ihr Sicherheit, Geborgenheit und Kontinuität zu geben. Stattdessen wurde sie aus genau diesem Umfeld herausgerissen und isoliert untergebracht.
Niemand sollte in einem Land leben, in dem der Wille eines Kindes nichts zählt und eine Mutter, die diesen Willen respektiert, im Gefängnis landet.
Es ist naheliegend, selbstverständlich und zutiefst menschlich, dass ein Kind bei seiner Mutter sein möchte. Und doch wird genau das hier verwehrt.
Es geht uns alle an. Es geht um soziale Gerechtigkeit – um das Recht eines Kindes auf Liebe, Schutz und Stabilität und um das Recht aber vor allem die Pflicht einer Mutter, ihr Kind schützen zu dürfen.
Manchmal braucht es Menschen, die hinschauen und helfen – damit Ungerechtigkeiten nicht zur Normalität werden.
Wie ihr helfen könnt
Um diesen Zustand schnellstmöglich zu beenden, sammeln wir Spenden für dringend benötigte Anwalts- und Gerichtskosten. Jeder Euro zählt.
Wer nicht spenden kann, hilft ebenfalls – durch Teilen, Weiterverbreiten und Hinsehen.
Auch Hinweise, Kontakte oder andere Formen der Unterstützung können helfen und sind willkommen.
Von Herzen danken wir euch für euer Mitgefühl, eure Anteilnahme und eure Unterstützung in jeder Form.
Sonja Howard Im Namen von Anette.
Und vor allem: im Namen von Julia.
Weitere Hintergrundinformationen:
https://www.youtube.com/watch?v=WPTW6oNTyqI&t=1s
https://www.change.org/p/stoppen-sie-kindeswohlgef%C3%A4hrdungen-durch-das-olg-celle
https://taz.de/Sorgerechtsstreit-in-Hannover/!6132891/



„Nun benötigen die Menschen in Sri Lanka unsere Hilfe und ich freue mich sehr, dass wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten können.“

Wer erinnert sich nicht an das verheerende Unwetter 2016, welches das Kochertal flutete und insbesondere Braunsbach, aber auch die Künzelsauer Innenstadt förmlich wegspülte?

Zyklon zerstört Sri Lanka und niemand schaut hin

Anfang Dezember nun erlebt aktuell Sri Lanka eine derartige Überschwemmung seiner Städte. In dem Katastrophengebiet starben bislang rund 1.000 Menschen, zahlreiche Menschen haben ihre Häuser verloren. Ein Zyklon verwüstete Anfang Dezember 2025 einen ganzen Landstrich. GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann konnte mit Menschen vor Ort via Videoschalte sprechen.

Dringend gebraucht werden aktuell Lebensmittel, Wasser, Kleidung, Medikamente und Schulmaterial. Die Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, sind aktuell in Kirchen und Gemeinderäumen sowie Schulen untergebracht.

Auf Spendenpakete sollte man jedoch verzichten, da die hohen Zollgebühren ab der Grenze zur Hälfte von den Menschen in Sri Lanka getragen werden müssen.

Wer dennoch die Bevölkerung unterstützen möchte, kann dies gerne auch mit Kleinstbeträgen mit einer 1- oder 2-Euro-Spende tun. Wir leiten die Spenden dann 1:1 weiter. Ehrenamtliche vor Ort, wie etwa Michael, kaufen davon dann das, was aktuell am meisten gebraucht wird und übergeben es den Einsatzteams, die in die Katastrophengebiete fahren.

„Wir danken jedem Spendenden für die Unterstützung.“ so Dr. Sandra Hartmann. „Auch wir im Kochertal wissen, was es heißt, förmlich geflutet zu werden von Wassermassen und beinahe unterzugehen. Auch wir haben den Wiederaufbau von zahlreichen beschädigten Häusern nur gemeinsam geschafft. Nun benötigen die Menschen in Sri Lanka unsere Hilfe und ich freue mich sehr, dass wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten können.“

paypal-Konto: info@gschwaetz.de

Verwendungszweck: „Spende Sri Lanka“

 




Carmen Würth: „Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren“

Stiftung Würth spendet 200.000 Euro an Tafeln in der Region

Die aktuellen Krisen stellen die Tafeln vor enorme Herausforderungen. Der immense Preisanstieg für Mieten, Transport und Energie treffen die Einrichtungen zum einen direkt. Zum anderen steigt die Zahl der Bedürftigen stark an, während Sach- und Lebensmittelspenden abnehmen. Die Stiftung Würth spendet deshalb auf Initiative von Carmen und Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth 200.000 Euro als Soforthilfe an die Tafeln in der Region, verteilt auf drei Jahre. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens Würth hervor, die wir an dieser Stelle veröffentlichen:
Für Stiftungsgründerin Carmen Würth ist das Engagement eine Herzensangelegenheit: „Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren. Die Tafeln lindern hier viel Not und wir möchten mit unserer Spende dazu beitragen, dass sie diese schnelle und wirksame Hilfe aufrechterhalten können. Mein Dank gilt insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihren Einsatz wäre die Unterstützung der bedürftigen Menschen gar nicht möglich.“
„Stiftungen können staatliches Handeln nie ersetzen, aber sinnvoll ergänzen und wichtige Impulse geben. Die Arbeit, die derzeit in den Tafelläden geleistet wird, verdient höchste Wertschätzung. Die Tafeln sind für viele Menschen ein Segen. Mit der Soforthilfe der Stiftung Würth wollen wir aber auch andere anstiften, die Arbeit in den örtlichen Tafeln zu unterstützen, mit Sach- und Geldspenden ebenso wie mit tatkräftigem Anpacken in den Tafelläden“, ergänzte Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth. Im Beisein von ehrenamtlichen Mitarbeitenden, Vorständen der Fördervereine der Tafeln sowie Vertretern der Politik und seiner Vorstandskollegen überreichte Johannes Schmalzl einen großzügigen Spendenscheck. Die Spendenübergaben erfolgten am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim sowie am Mittwoch, 14. Dezember 2022, in der Tafel Crailsheim.

Jeweils 100.000 Euro kommen den Tafeln im Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall zugute. Unterstützt werden die Tafeln in Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim sowie die Tafel Crailsheim und das Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall.

 

„Wir als Diakonisches Werk freuen uns außerordentlich über eine solch großzügige Spende. Das Geld kommt gerade richtig in einer Zeit, in der steigende Kosten für Unterhalt und Energie sowie rückläufige Warenzugänge die Tafelbetriebe geradezu ans Limit bringen. Die Stiftung Würth als wohltätiger Arm des gleichnamigen Konzerns zeigt uns damit, dass Würth für die Region nicht nur als Unternehmen und Arbeitgeber wertvoll ist, sondern auch Menschen im Main-Tauber-Kreis in den Blick nimmt, die nicht ohne soziale Hilfestellungen leben können. Dies ist so wertvoll wie wichtig – und mit einer Spendensumme von insgesamt 100.000 Euro auch beispiellos großzügig“, sagte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, bei der Spendenübergabe am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim.

 

„In Zeiten, in denen steigende Energie- und Lebensmittelpreise dafür sorgen, dass immer mehr Menschen auf eine Versorgung mit Lebensmitteln in Tafelläden und Sozialkaufhäusern angewiesen sind, ist das überaus großzügige Engagement der Stiftung Würth ein Lichtblick: Es sichert ganz unmittelbar die Arbeit unserer sozialen Angebote und lenkt gleichzeitig den Blick der Öffentlichkeit auf die aktuelle Situation einkommensarmer Menschen, deren Not häufig nicht gesehen wird“, sagte André Frank, Geschäftsführer des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe.

 

„Ich kann nicht beschreiben, wie froh wir über die unglaubliche Spende der Stiftung Würth sind in dieser schwierigen Zeit. Mit unserer ganzen Kraft versuchen wir der Armut und Vereinsamung etwas entgegenzusetzen und die Menschen besser zu vernetzen, auch mit unserem Tafel-Mobil. Diese Spende ist eine tolle Hilfe und ein großer Ansporn“, so Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim. „Auch hier in der Region können Menschen ihre Mieten, Energie und Lebensmittel kaum noch bezahlen, oftmals, weil sie arbeitslos sind. Mit den Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Tafel führen wir langzeitarbeitslose Menschen wieder an den 1. Arbeitsmarkt heran, und schaffen eine Grundlage für ihre eigene Versorgung“, so Aufbaugilde-Geschäftsführer Gerald Bürkert.

Die Stiftung Würth unterstützt bereits seit Sommer die beiden Tafeln im Hohenlohekreis in Künzelsau und in Öhringen mit insgesamt 100.000 Euro.

Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim und Carmen Würth, Stiftungsgründerin, bei der Spendenübergabe. Foto: Würth

 

Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim und Carmen Würth, Stiftungsgründerin, bei der Spendenübergabe.

Die Tafeln des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis
In die Beratungsstellen des Diakonischen Werks kommen viele bedürftige Menschen. Deshalb hat das Diakonische Werk in Zusammenarbeit mit Initiativen vor Ort und eigens dafür gegründeten Fördervereinen Tafelläden eingerichtet. 2006 entstanden die Tafelläden in Wertheim und Bad Mergentheim, 2008 in Lauda-Königshofen. 150 Ehrenamtliche unterstützen jeweils im Laden oder als Fahrerinnen und Fahrer – was jährlich etwa 25.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit entspricht.

Die Tafel Crailsheim – Aufbaugilde Heilbronn
Bereits seit Herbst 2005 bietet die Tafel Crailsheim gespendete Lebensmittel und Drogerieartikel für bedürftige Menschen an. Der Crailsheimer Tafelladen ist Montag bis Freitag täglich von 12-14 Uhr geöffnet und versorgt derzeit über 3.200 Bedürftige. Zu den Angeboten der Tafel Crailsheim gehören neben dem Tafelladen auch der Suppentreff, die Möbelhalle mit Entrümpelung, die Kleiderbörse, der Waschsalon und die Duschmöglichkeit.

Die Erlacher Höhe
Die Erlacher Höhe ist ein diakonisches Sozialunternehmen und bietet an 16 Standorten in Baden-Württembergs über 60 Angebote für benachteiligte Menschen. Im Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall ist jeder willkommen, ohne über die Höhe seines Einkommens Auskunft geben zu müssen. Bis zu 100 Menschen werden hier werktäglich versorgt. Lebensmittel werden vorrangig an Menschen mit schmalem Geldbeutel abgegeben, Non-Food-Artikel können von allen Kundinnen und Kunden gekauft werden. Menschen, die lange ohne Arbeit waren, erfahren im Hab & Gut durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen neue Motivation und Lebenssinn und können so wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.

 

Die Stiftung Würth
Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.




Lemia spendet über 2.000 Euro für Flüchtlingsarbeit an das Landratsamt

Fastnachtsgesellschaft Lemia Krautheim überreicht Spendenscheck an das Landratsamt Hohenlohekreis

„Närrischer Betrag“

Die Fastnachtsgesellschaft Lemia Krautheim hat dem Landratsamt Hohenlohekreis am Donnerstag, den 20. Oktober 2022, einen Spendenscheck in Höhe von 2.222,22 € für die Flüchtlingsarbeit übergeben. Der Geldbetrag ist bei der Benefiz-Veranstaltung für Geflüchtete aus der Ukraine zusammengekommen, die Lemia am 26. Juni 2022 veranstaltet hatte. Die Fastnachtsgesellschaft hat die Einnahmen selbst noch aufgestockt, um den „runden“ närrischen Betrag zu erhalten.

Bei der Übergabe im Johannitersaal im Rathaus Krautheim freute sich der Erste Landesbeamte des Hohenlohekreises, Gotthard Wirth, über die Aktion und die daraus resultierende Spende.

Er lobte das Engagement und die Idee, eine Spendensammlung mit einer Veranstaltung zu verbinden, bei der der Verein nach zwei Jahren Corona-Pandemie endlich wieder aktiv werden konnte. Lemia-Sitzungspräsidentin Sibylle Weisl bestätigte die große Begeisterung, mit der sich auch Musikkapellen und Tanzgruppen an der Veranstaltung mit Kinderfest und Bar-Abend beteiligt hatten. Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler zeigte sich stolz auf das große bürgerschaftliche Engagement in seiner Stadt und für die Unterstützung bei der Integration von Flüchtlingen.

Für Kinder und Jugendliche

Den Mitgliedern der Lemia ist es wichtig, dass die Spende direkt ankommt und insbesondere Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine zugutekommen soll. Dr. Mark Wittlinger, zuständig für die Flüchtlingsintegration im Hohenlohekreis, sichert dies zu: „Die Hilfsbereitschaft gegenüber geflüchteten Kindern ist besonders hoch. Minderjährige leiden ganz besonders unter der Fluchtsituation. Mit Projekten und Aktionen bereitet man Ihnen eine große Freude und verschönert Ihren Alltag“, erklärte Wittlinger. Mit Hilfe der Spende können nun unter anderem geeignete Materialien für ehrenamtlich betreute Kreativkurse in den Willkommenspunkten beschafft werden. Auch die Jugendlichen werden nicht vergessen: In der Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau wird ein Tischkicker aufgestellt.

Lemia-Sitzungspräsidentin Sibylle Weisl übergibt dem Ersten Landesbeamten Gotthard Wirth den Spendenscheck für die Flüchtlingsarbeit. Mit dabei: Bürgermeister Andreas Köhler (2. v. r), Integrationsbeauftragter Dr. Mark Wittlinger (3. v. r.), Götz von Berlichingen (4. v. r.) und weitere Mitglieder des Elferrats. Foto: Landratsamt HohenlohekreisQuelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises




Backen für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine bewegt auch die Schulgemeinschaft der Geschwister-Scholl-Schule sehr. Quer durch alle Schulstufen nehmen die Schüler:innen als auch die Mitarbeitenden Anteil am Leid der ukrainischen Bevölkerung. „Wie kann man helfen?“ und „Was können wir tun?“ – diese Fragen stellten die Schüler:innen häufig.

Wie kann man helfen?

Die Berufsschulstufe der Geschwister-Scholl-Schule fand darauf eine gute Antwort: „Wir backen Osterlämmer und verkaufen diese dann in der Schule. Den Erlös spenden wir an eine Hilfsorganisation.“ Die Idee wurde umgesetzt: Knapp 80 Bestellungen aus der gesamten Schulgemeinschaft kamen rasch zusammen und eine ganze Woche lang backten, verzierten und verpackten die jungen Erwachsenen zusammen mit ihren Lehrkräften die Lämmer. Am Ende konnten so 450 Euro an Spenden für die Ukraine gesammelt werden.

Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

 

 




„Da können wir wenigstens ein bißchen mithelfen“

Eine goldene Sammelbox übergab Karin Schulz, die Wirtin der Künzelsauer Kneipe „Keltereck“ am 06. April 2020 an Christa Marks, stellvertretend für die ehrenamtlichen Ukraine-Helfer in Künzelsau. In der Box ist Geld, das die Gäste des Kelterecks gesammelt haben und das nun die Ehrenamtlichen für die Ukraine-Flüchtlinge verwenden sollen.

Tradition der Hilfe im Keltereck

„Wir haben auch schon für die Flutopfer gesammelt“, berichtet Karin Schulz. Mit „wir“ meint sie Ihre Gäste, „da können wir wenigstens ein bißchen mithelfen“.

Blickt nachdenklich nach vorn: Karin Schulz, Wirtin des Kelterecks in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Sie hat während der Pandemie ihre Wirtschaft mehrere Monate schließen müssen und hat selber Hilfen vom Staat erhalten. Sie weiß also, wie wichtig es in manchen Situationen ist, auf Hilfsangebote zugreifen zu können. Sie erzählt von einem Gast, den sie drei Tage nicht gesehen hatte. Nachdem er auch auf Klingeln nicht öffnete, sah sie keine andere Möglichkeit, als die Polizei zu alarmieren – und diese teilte ihr wenig später mit, dass der Stammgast im Krankenhaus liege. „Jeder kann in Not geraten“, sagt sie – und kommt damit zurück zu ihrer Spendenaktion: „Wir haben das einfach nur gemacht.“ Es klingt so selbstverständlich, wenn sie das sagt.

Dank der Ehrenamtlichen

Christa Marks engagiert sich unter anderem im Verein der Künzelsauer Seniorinnen und Senioren, wo sie stellvertretende Vorsitzende ist. Sie ist froh, dass sie jetzt eine Möglichkeit hat, Dinge, die dringend benötigt werden, auch einfach und unkompliziert einkaufen zu können. Sanitärartikel würden oft fehlen, meint sie. Sie bedankt sich dafür, dass die Gäste des Keltereck die ehrenamtlichen Helfer so unterstützen, denn sie hat das Gefühl, „vieles wird auf die Ehrenamtlichen abgeschoben“. Das Geld wird unmittelbar den Flüchtlingen zukommen, das weiß sie ganz sicher.

Text: Matthias Lauterer

 




Marianne und Siegfried Weber Stiftung spendet 10.000 Euro für Demenzarbeit des DRK

Der DRK Kreisverband Hohenlohe hat im Dezember 2021 eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ erhalten, vertreten durch Marianne Weber, Inhaberin und Geschäftsführerin der Weber Blechtechnik Niedernhall und MWN Niedernhall. Die Spende soll im Bereich der sozialen Dienste für die Demenzarbeit, in den Betreuungsgruppen und der DRK-Tagespflege für die aktivierenden Beschäftigungen, Bastelarbeiten und in der Männerwerkstatt verwendet werden.

Diagnose Demenz bedeutet: ratlos, hilflos, ausgeliefert zu sein

Rund 100 betroffene pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen werden seit 14 Jahren jährlich in der DRK-Demenzberatungsstelle in Hohenlohe über die Volkskrankheit Demenz informiert. Bei keiner anderen Krankheit sind Angehörige und Umfeld so mit betroffen wie bei Demenzerkrankungen. Diagnose Demenz bedeutet ratlos, hilflos, ausgeliefert zu sein, so oder ähnlich beschreiben Angehörige ihre Gefühle. In dieser Situation steht die Beratungsstelle den Angehörigen und Betroffenen zu Seite. Sorgen finden ein offenes Ohr. Eine in der Demenzarbeit qualifizierte und erfahrene Mitarbeiterin steht als Gesprächspartnern kostenfrei zur Verfügung. Neben Beratung und Begleitung können Angehörige an Schulungen teilnehmen. Wöchentlich stattfindende Betreuungsgruppen zur Anregung in Gemeinschaft und Entlastung der Angehörigen in Westernhausen, Gaisbach und Öhringen stützen sowie der häusliche Unterstützungsdienst, wenn die betroffene Person die Häuslichkeit nicht mehr verlassen kann. Ein weiteres entlastendes Angebot ist eine Tagespflege fünf Tage die Woche.

Die „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ unterstützt soziale Einrichtungen und wohltätige Zwecke in der Region Hohenlohe

Marianne Weber kennt die Situation sowohl von an Demenz erkrankten Menschen und pflegende Angehörige durch eigene frühere Betroffenheit nur zu gut. Sie selbst hat ihren Mann 15 Jahre gepflegt, der nach einer Borreliose-Infektion krank geworden war. Dies parallel zu Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin. Die Erkrankung verlief in der späten Phase wie eine Demenz. Die 2014 von Marianne Weber gegründete „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ wurde gegründet, um soziale Einrichtungen und wohltätige Zwecke in der Region Hohenlohe zu unterstützen. Weiterhin unterstützt die Stiftung schulische Projekte, den Tafelladen, krebskranke Kinder, den Tierschutzverein und Menschen in sozialer Not.

Pressemeldung DRK




„Damit ich meine Frau und meine vier Kinder wieder in die Arme nehmen darf“

Die Organisation Help!Wirhelfen aus Schwäbisch Hall ist ein karitativer Verein. In den armen Regionen unserer Erde können oftmals weder die staatlichen Sozialsysteme – sofern sie überhaupt existieren – noch die Familien die Kosten für dringend benötigte medizinische Behandlungen aufbringen. Deshalb finanziert Help! medizinische Behandlungen und Prothesen für bedürftige Patienten, vor allem für Kinder. Außerdem unterstützt der Verein Menschen mit körperlicher Behinderung und hilft, Krankenhäuser mit medizinischen Geräten auszustatten. Auch GSCHWÄTZ-Gründerin Dr. Sandra Hartmann unterstützt Help! finanziell und pressetechnisch.

Vor kurzem hat der Verein Spenden für die Taifunkatastrophe auf den Philippinen gesammelt. Neben Lebensmitteln, die bereits in größeren Mengen verteilt wurden, werden jetzt Wellbleche für die Dächer der zerstörten Häuser verteilt. Die Stellung von neuen Booten für die Fischer, die ihre Boote verloren haben, wird zur Zeit organisiert, dass der Preis stimmt und nur Bedürftige Hilfe erhalten. Spenden kann man auf das Konto von Help! – Wir helfen! bei der VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall  „Taifun Rai – Hilfe“ :
IBAN DE10 6229 0110 0001 2340 13

Blutkrebs

Help!-Geschäftsführer Heinz Zeisberger hat aber auch noch ein weiteres Anliegen und bittet darum, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen. Denn: „Unser Museumskollege Ricky ist an Leukämie erkrankt. Der junge Vater sucht nun gemeinsam mit seiner Familie eine passende Stammzellspende. Deine Registrierung kann Rickys Leben oder die anderer Betroffener retten.“

Vater von vier Kindern

Ricky ist 37 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier kleinen Kindern. Erst vor kurzem hat er die lebensbedrohliche Diagnose Blutkrebs erhalten. Sie hat das Leben von Ricky und seiner Familie völlig auf den Kopf gestellt. Für das Mercedes-Benz Museum ist Ricky ein Mann der ersten Stunde, denn er kam schon im Eröffnungsjahr 2006 als einer der ersten Mitarbeiter an Bord. Als Koordinator für den Shop kennt er wirklich jeden der über 1.000 Artikel und natürlich auch das Museum wie seine Westentasche.

Chemotherapie nicht ausreichend

Um geheilt werden zu können, braucht Ricky so schnell wie möglich einen genetischen Zwilling und dessen Stammzellspende. In seiner eigenen Familie konnte dafür niemand gefunden werden. Die Chemotherapie, die er gerade bekommt, reicht leider nicht.
In Rickys Fall ist nur eine Blutspende notwendig.

Bisher hat der Suchlauf in den weltweiten Datenbanken keinen Treffer erzielt. Damit dies nicht so bleibt, kannst Du jetzt helfen: Du bist zwischen 17 und 55 Jahre alt? Dann lass Dich als potentielle/-r Spender/-in bei der DKMS* (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registrieren. Das geht ganz einfach in drei Schritten:

Schritt 1: Set für einen Wangenabstrich bestellen: www.dkms.de/ricky
Schritt 2: Wattestäbchen auf der Wangeninnenseite abstreichen und Formular unterschreiben
Schritt 3: Formular und Abstrich kostenlos an die DKMS zurücksenden
Fertig ist die Registrierung.

Falls Du schon registriert bist, musst Du Dich nicht erneuert eintragen. Gerne kannst Du den Link an Deinen Freundeskreis und Deine Familie weiterleiten. Es geht um Ricky und alle anderen an Leukämie erkrankten Menschen, deshalb registriert euch bitte als Stammzellspender/-in.

Auf der Seite der DKMS bittet Ricky um Eure Hilfe: www.dkms.de/ricky

„Ich heiße Riccardo, werde aber von allen Ricky genannt. In der Nähe von Stuttgart lebe ich mit meiner wundervollen Familie. Ich habe vier tolle Kinder, die ich über alles liebe. Meine jüngste Tochter ist erst seit kurzem bei uns und macht unsere Familie komplett. (…)
(…) Ich will wieder gesund werden. Damit ich meine Frau und meine vier Kinder wieder in die Arme nehmen darf. Ich habe noch so viel vor mit meinen Kindern – mit meinem Sechsjährigen Fußball spielen, mit meiner zweijährigen Tochter auf dem Abschlussball tanzen, mit der Siebenjährigen den Sonnenuntergang auf Sizilien beobachten und eines Tages meine Töchter zum Altar führen.
Bitte hilf mir, meine Träume mit meiner Familie weiterleben und realisieren zu können.
Mit einer Registrierung schenkst Du mir, aber auch vielen anderen Betroffenen, das Größte und Wertvollste, was es gibt: Die Chance auf ein zweites Leben!
DANKE von Dein Ricky“

Alle wichtigen Informationen gibt es hier:
Eine Stammzellspende kann Leben retten | Arbeitsumfeld & Soziales (corpintra.net)
Was ist Blutkrebs?
Daimler (DE): 28. Mai 2021 – weltweiter Aktions… | Daimler (DE) (corpintra.net)
* Die DKMS ist mit derzeit mehr als 11 Mio. potenziellen Spender/-innen die weltweit größte Knochenmarkspenderdatei. Es gibt auch andere Organisationen, die nach demselben Prinzip verfahren. Egal wo Du spendest, Deine Merkmale werden in pseudonymisierter Form an nationale und internationale Spendenregister zur weltweiten Suche weitergeleitet.




Lions Club spendet 9 Laptops für chancengeminderte Schüler

Bereits zum elften Mal unterstützt der Lions Club Hohenlohe-Künzelsau durch eine Laptop-Spende junge Menschen. Es handelt sich dabei um ausgesuchte Jugendliche, die engagiert und ehrgeizig ihren Weg in Schule und Ausbildung gehen, die aber als chancengemindert gelten. Sie leben in sogenannten schwierigen Verhältnissen und könnten sich selbst keinen Laptop leisten. Damit sorgt der Lions Club Hohenlohe-Künzelsau für eine nachhaltige Unterstützung der Jugendlichen aus dem Hohenlohekreis auf ihrem Weg zu einer guten Schul- und Berufsausbildung.

Damit chancengeminderte Jugendliche „den Anschluss nicht verlieren“

Mit großer Freude nahmen Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit und Jugendamtsleiterin Claudia Müller die neuen Laptops von Lions-Präsident Giso Eben von Racknitz und seinen Clubkollegen Steffen Pferdmenges und Horst Bertsch entgegen. Im Namen des Landkreises bedankte sich Ursula Mühleck für die großzügige Spende. „In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Laptops als Grundausstattung in Schule und Beruf benötigt werden, um auch in Zeiten von Homeschooling und Homeoffice den Anschluss nicht zu verlieren. Die gespendeten Laptops unterstützen die Jugendlichen in dieser schwierigen Zeit dabei, angemessen am schulischen und beruflichen Alltag teilhaben zu können,“ so Mühleck. Die Laptops werden in den kommenden Tagen an die jungen Menschen übergeben.

Jugendamt hat die Empfänger ausgewählt

Wie das Landratsamt auf Nachfrage mitteilt, wurden die Empfänger der Laptops vom Jugendamt ausgewählt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 

 




„Zusammenhalt und Solidarität wird während Corona besonders deutlich“ – Bürkert beteiligt sich an Spendenaktion

Am Dienstag, den 12. Mai 2020, hat die Ingelfinger Firma Bürkert laut einer Pressemitteilung 100 Gesichtsschutzvisiere und mehr als 1.000 Mund-Nasen-Bedeckungen an den Hohenlohekreis übergeben. Die Gesichtsschutzvisiere werden am Standort Ingelfingen in 3D-Druckern hergestellt. Der große Vorteil der Gesichtsschutzvisiere ist, dass sie in Verbindung mit einer Schutzmaske Mund, Nase und auch Augen – und damit alle Schleimhäute – noch effektiver schützen. 

„Dank Ihres Einsatzes können wir weitere Gesundheitseinrichtungen und Hilfsorganisationen im Kreisgebiet mit Schutzausrüstung ausstatten“, freute sich Landrat Dr. Matthias Neth laut der Mitteilung bei der Übergabe der Spende. „Der starke Zusammenhalt und die hohe Solidarität im Hohenlohekreis wird während der Coronakrise besonders deutlich.“ Heribert Rohrbeck, Geschäftsführer der Bürkert-Gruppe, hält das Engagement im Heimatlandkreis des Unternehmens für selbstverständlich: „Gegenseitiger Schutz ist jetzt besonders wichtig und wir unterstützen natürlich wo wir können. Deshalb wollen wir noch weitere Visiere für den Hohenlohekreis produzieren.“ 

Landrat Dr. Neth, Thomas Philippiak, Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe, und Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, hatten sich Mitte März in einem gemeinsamen Brief an Unternehmen und Privatpersonen gewandt und um Unterstützung auf der Suche nach Schutzausrüstung gebeten. Der gemeinsame Spendenaufruf für die Gesundheitseinrichtungen im Kreis war nötig geworden, weil sich durch steigende Fallzahlen ein Engpass an Schutzausrüstung abgezeichnet hatte.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis