„Deutlich gestiegene Zinsen und Baukosten machen es derzeit gerade jungen Familien schwerer, sich den Wunsch von der eigenen Traumimmobilie zu erfüllen“
Die Sparkasse Hohenlohekreis hat am 24. Januar 2023 eine Bilanz Ihres Geschäftsjahres 2022 veröffentlicht. Dabei verweist die Sparkasse auf der Problem der hohen Inflation infolgedessen Erspartes an Wert verliert. Dadurch würden Kund:innen mehr nach alternativen Anlagemöglichkeiten wie Werpapieren Ausschau halten.
Inflation frisst Sparguthaben auf
Die Sparkasse selbst konnte 2022 sich über 6 Prozent mehr Kundeneinlagen freuen. Die Einlagen der Sparer:innen stiegen inflationsbedingt allerdings nur um 2 Prozent. Dieser Trend dürfte sich aufgrund der anhaltenden Inflation fortsetzen.
Der Nettoabsatz an Wertpapieren ist auf fast 55 Mio. Euro gestiegen. „Die konjunkturellen Unsicherheiten boten auch immer wieder gute Einstiegschancen an den Kapitalmärkten. Wir konnten Zuflüsse über alle Wertpapierarten hinweg feststellen. Besonders gefragt waren strukturierte Anleihen und Fondslösungen“, sagt Sparkassenchef Bernd Kaufmann.
Steigende Zinsen lassen Nachfrage nach Finanzierungen von Häuslebauern sinken
Die dynamische Kreditnachfrage der Vorjahre setzte sich in 2022 weiter fort, so dass erstmals die Marke von 1,5 Mrd. Euro beim Kundenkreditvolumen überschritten werden konnte. Im Firmenkundengeschäft waren speziell kurzfristige Finanzierungen gefragt, da
die wiederkehrenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten viele Unternehmen veranlasste ihre Lagerbestände vorsorglich zu erhöhen. Die Ausleihungen für den privaten Wohnungsbau konnten erneut um über 9 Prozent gesteigert werden. Bei den Neuzusagen für private Baufinanzierungen hat die Dynamik im Jahresverlauf hingegen nachgelassen. Deutlich gestiegene Zinsen und Baukosten machen es derzeit gerade jungen Familien schwerer, sich den Wunsch von der eigenen Traumimmobilie zu erfüllen.
Frühzeitiges Bausparen gefragt
Die gestiegenen Bauzinsen rückten für viele Kundinnen und Kunden die Vorteile des frühzeitigen Bausparens stärker ins Blickfeld. Vorstandsvorsitzender Kaufmann erläutert dazu: „Unsere Beraterinnen und Berater haben unsere Kunden intensiv über frühzeitige
Zinssicherungsstrategie beraten und passgenaue Lösungen für sie entwickelt.“
Internationales Geschäft auf Wachstumskurs
Im fünften Jahr der Zusammenarbeit mit der S-International Baden-Württemberg Nord zeigte sich das Internationale Geschäft sehr dynamisch. „Durch unser gemeinsames Kompetenzzentrum mit mittlerweile fünfzehn weiteren Sparkassen haben wir hier ein sehr
erfahrenes und kompetentes Expertenteam. Unsere Lösungen für das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement wissen viele unserer mittelständischen Kunden zu schätzen. Das gilt gerade in so volatilen Phasen, wie wir sie in 2022 an den Zins- und Währungsmärkten erlebt haben“, erklärt Kaufmann.
Jahresüberschuss von gut 2 Millionen Euro
Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich gut 2 Mio. Euro betragen.
Die Folgen der Zinswende werden auch im Jahr 2023 die Entwicklung der Sparkasse prägen. Dazu Kaufmann: „Unsere Sparkasse ist für das veränderte Zinsumfeld gut aufgestellt. Wir blicken deshalb recht optimistisch nach vorne.“ Und weiter: „Im Sinne unserer Kund:innen hoffen wir, dass sich der zarte konjunkturelle Hoffnungsschimmer verfestigt und auch eine nachhaltige Rückkehr zu wieder deutlich niedrigeren Inflationsraten im Jahresverlauf 2023 gelingt.“ Die Sparkasse Hohenlohekreis beschäftigt derzeit 308 Mitarbeiter:innen.



