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Corona: Bundeswehr unterstützt Landratsamt in Künzelsau

Seit Mittwoch, den 28. Oktober 2020, erhält der Hohenlohekreis in der Corona-Pandemie Unterstützung von der Bundeswehr. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Zehn Soldaten vom Logistikbataillon 461 aus Walldürn im Odenwald verstärken die Fallermittler des Landratsamtes Hohenlohekreis bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Dies bedeutet insbesondere an den Wochenenden, aber auch unter der Woche, eine Entlastung für die Mitarbeiter des Landratsamtes, die bereits seit Anfang März die wichtige Aufgabe der Nachverfolgung übernehmen.

Landratsamtmitarbeiter sollen entlastet werden

„Ich bin sehr froh und dankbar, dass die Unterstützung durch die Bundeswehr zeitnah realisiert werden konnte. Die Arbeit der Fallermittler ist immens wichtig, aber auch teilweise sehr aufwändig. Die Situation ist im Vergleich zum Frühjahr verschärft, da auch die Verwaltung weiterhin unter Vollbetrieb arbeitet“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth, als er die Soldaten im ehemaligen Krankenhausgebäude in Künzelsau begrüßte.

Begrüßung im ehemaligen Krankenhausgebäude

Für Major Christian Schmidt, Kompaniechef vom Logistikbataillon 461 in Walldürn, ist der Einsatz ein soldatisches Selbstverständnis: „Wir freuen uns, den Hohenlohekreis bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe im Rahmen der Amtshilfe nach Artikel 35 des Grundgesetzes („Alle Behörden des Bundes und der Länder leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe. In Absatz 2 und 3 werden spezielle Formen der Amtshilfe im Falle einer Naturkatastrophe oder in einem besonders schweren Unglücksfall geregelt“ unterstützen zu können. Mit der hohen Motivation der Soldaten werden wir dem Hohenlohekreis bestmöglich zur Seite stehen.“

2-Schichtbetrieb

Rund 35 Mitarbeiter sind derzeit allein im Fachdienst Infektionsschutz und Umwelthygiene beim Gesundheitsamt tätig. „Gerade jetzt, wenn die Fallzahlen steigen, steigt auch das Arbeitsaufkommen im Bereich der Kontaktpersonennachverfolgung stark an. Je schneller Kontakte ermittelt und in Quarantäne versetzt werden können, umso besser sind die Chancen, die Infektionsketten zu unterbrechen“, ist Dr. Susanne Gebert, Fachdienstleiterin Infektionsschutz und Umwelthygiene beim Gesundheitsamt, ebenfalls dankbar über den Personalzuwachs. Die Dauer der Unterstützung ist zunächst bis Anfang Dezember geplant, kann bei Bedarf aber verlängert werden. Wie die Fallermittler auch sind die Soldaten am Wochenende im Einsatz und arbeiten werktags im 2-Schicht-Betrieb.