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Stadtverwaltung sucht private Solaranlagenbetreiber

Die AG Energie des Klimabeirats hat in ihrer ersten Sitzung unter anderem beschlossen, in Künzelsau so etwas wie Selbsthilfemaßnahmen zu starten. Es gibt ja bereits zahlreiche erfolgreich durchgeführte KlimaschutzBauprojekte privater Immobilieneigentümer, die anderen Menschen beispielhaft helfen könnten, ebenfalls so eine Maßnahme zu planen und umzusetzen.

Möglichst viel Know-How zusammenfassen

Die Idee ist, dass sich möglichst viele unterschiedliche Maßnahmen finden und dokumentieren lassen, die dann als Informationsquelle für andere dienen können. Ein entsprechendes Formblatt dafür ist gerade in Arbeit. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, weil Sie eine Solaranlage auf
Ihrem Dach oder Grundstück montiert, ein Balkonkraftwerk installiert oder eine neue Heizung eingebaut haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Klimabeirat auf“, lädt Hannelore Gloger vom Klimabeirat ein. Am besten geht das über die EMailadresse
klimabeirat@kuenzelsau.de.

Nächste Termine 

Die nächsten Termine der Arbeitsgruppen des Klimabeirats:
AG Abfallvermeidung: Mittwoch, 16. März.2022, 18.30 bis 21.00 Uhr
AG Energie: Donnerstag, 7. April 2022, 18.30 bis 21.00 Uhr.
Ort: GeorgWagnerSchule, Gebäude am Berg.


Mitmachen ist sehr erwünscht; um Anmeldung unter
klimabeirat@kuenzelsau.de oder 07940/129423 wird gebeten.


Weiterer Termin zum Vormerken:
Dienstag, 12. April 2022: startet in Kooperation mit der vhs Künzelsau die sechsteilige Mitmach und Vortragsserie  „klima.fit 2022 Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“. Anmeldung bitte über die vhs.

Strategie 2030

Im Rahmen des Prozesses „Künzelsau 2025 Wie wollen wir 2025 in Künzelsau leben?“ befassen sich der Gemeinderat und die Stadtverwaltung schon seit längerem damit, die Zukunft Künzelsaus
aktiv zu gestalten. Das Künzelsau klimapositiv wird, ist ein Hauptziel.
Der Gemeinderat schreibt diesen Prozess jährlich fort und legt mit der „Strategie 2030“ gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre fest. Im Jahr 2022 liegt der Fokus des städtischen Engagements auf den
Bereichen Infrastruktur und Integration. Der Arbeitstitel, das Schwerpunktziel 2022, lautet deshalb kurz „Infrastruktur und Integration“. Mehr dazu ist auf der städtischen Homepage zu finden:

www.kuenzelsau.de/Strategie2030

Pressemitteilung Klimabeirat Künzelsau




Baden-Württemberg: Photovoltaik-Pflicht für alle Dächer

Der Klimawandel und seine Folgen sind in aller Munde. Dem Klimawandel entgegenzuwirken und dessen schlimmsten Folgen zu verhindern ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Maßnahmen zu ergreifen bedeutet aber auch, dass es direkte Auswirkungen auf unseren Alltag und unsere Gewohnheiten geben wird. Die Europäischen Union hat mit dem Green Deal bereits ein umfassendes Programm für den Umbau unserer Wirtschaft gestartet. Auch das Land Baden-Württemberg drückt mit dem neuen Klimaschutzgesetz und einer Photovoltaik-Pflicht für Dächer aufs Tempo.

[Die Solardachplicht in Baden Württemberg umfaßt ab 1. Mai 2022 alle privaten Neubauten, ab 1.Januar 2023 auch alle privaten Dachsanierungen, Red.]

Es gibt also viel zu tun, auch für die Bürgerinnen und Bürger im Hohenlohekreis.

Das neue KlimaZentrum des Hohenlohekreises will künftig ein Ansprechpartner für alle sein, Fragen beantworten und Klimaschutzprojekte initiieren. Wir möchten Ihnen gerne in einem digitalen Format die künftigen Aufgabenfelder des neuen KlimaZentrums vorstellen und uns dabei mit den ersten ganz konkreten Auswirkungen und Chancen der Photovoltaik-Pflicht in Baden-Württemberg beschäftigten.

Anmeldung zur Webkonferenz notwendig

Zum 9. Hohenloher Energieabend laden die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis gemeinsam mit Solar Cluster Baden-Württemberg am Dienstag, dem 15. März 2022 um 19:00 Uhr per Webex ein.
Um Anmeldung wird gebeten:

per Internet:   www.eveeno.com (unter “Event suchen”)

per E-Mail:      Franziska.Ring@hohenlohekreis.de

Pressemitteilung Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




Klimabeirat Künzelsau will jetzt „ins Tun kommen“

Bereits zum vierten Mal tagte am Dienstag, 28. September 2021 der Künzelsauer Klimabeirat, was  Joachim Schröder, der Vorsitzende des Beirats, zu einem Rückblick auf die bisherige Arbeit nutzte.

Auch ins Tun kommen

Bis 2030 soll Künzelsau klimaneutral sein, daher sei es, so Schröder jetzt Zeit, „auch ins Tun zu kommen.“ Die verschiedenenen Arbeitsgruppen hätten ihre ersten Themen formuliert und es seien bereits erste Zeichen gesetzt.

Der Klimabeirat ist jetzt über www.kuenzelsau.de/klimabeirat erreichbar und mehrere Flyer zu aktuellen Themen sind verfügbar. Mit einem Vortrag über Nahwärmeversorgung oder der Einrichtung eines Repair Cafés will der Klimabeirat den direkten Kontakt zu den Bürger:innen aufnehmen. Dazu dient auch der Klimastammtisch, der jeden letzten Donnerstag im Monat um 19:00 im Alten Rathaus stattfindet.

Diverse Ansätze zur Mobilität

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Klimabeirats ist das Thema Mobilität. Die entsprechende Arbeitsgruppe hat bereits mehrere Vorschläge unterbreitet:
So sollen am ehemaligen Bahnhof Fahrradboxen aufgestellt werden, um Fahrräder sicher unterstellen zu können.
Für die Wertwiesen wurde eine Fahrradreparaturstation vorgeschlagen. In Schwäbisch-Hall sind solche Stationen an einigen Punkten bereits aufgestellt: Die wichtigsten Fahrradwerkzeuge sind an diesen Stationen verfügbar und ermöglichen Einstellarbeiten oder kleinere Reparaturen. Bürgermeister Stefan Neumann weist darauf hin, dass es dafür möglicherweise Fördermöglichkeiten gibt.
Eher als symbolischer Akt wird die Aufstellung eines Fahrkartenautomaten der DB am ehemaligen Bahnhof gesehen. Hintergrund ist, dass man Künzelsau als Tarifpunkt der DB erhalten möchte, denn dann kann man Fahrkarten nach Künzelsau aus der ganzen Bundesrepublik kaufen. Im Moment ist das nur noch bei Verbindungen über Waldenburg möglich, über Hessental ist keine Direktbuchung nach Künzelsau mehr möglich. Warum man Künzelsau nicht mehr über Hessental buchen kann, will Neumann über eine kleine Anfrage im Landtag klären lassen. Neumann hat die Kosten für einen solchen Automaten bereits eruiert – 16.000 Euro jährliche Gebühr würden fällig, ohne dass es von Seiten der Bahn eine Gegenleistung gäbe.

Das Auto wird nicht vergessen: Man wird am Projekt Netzlabor der EnBW teilnehmen. Dies ist ein Forschungsprojekt der EnBW, die wissen will, wie sich das Stromnetz bei einer großen Dichte von E-Autos verhält. Dazu installiert die EnBW auf engem Raum mehrere Ladeboxen und stellt E-Autos zur Verfügung. Am 27. Oktober 2021 soll es in Künzelsau losgehen.

Schwerpunkt Abfallvermeidung

In der Öffentlichkeit bereits sichtbar sind die Aktionen zur Abfallvermeidung, etwa die „Putzete“ (GSCHWÄTZ berichtete) am „Clean-up-day“. Außerdem unterstützt der Klimabeirat das Mehrweg-Projekt Hohenlohe-to-go.

Schwerpunkt Begrünung

Im letzten Jahr hat Künzelsau im Stadtwald 1.000 Bäume angepflanzt. Dieses Ziel soll auch in den nächsten Jahren erreicht werden. Außerdem ist in Kocherstetten ein „Hochzeitswald“ geplant, wo für jedes frisch getraute Paar ein Baum gepflanzt werden soll.
Im Kleinen stellt sich die Arbeitsgruppe einen „Mustergarten“ vor, der als Vorbild für umweltgerechte Gartengestaltung dienen soll – ein Grundstück dafür ist bereits gefunden. Vielleicht kann so ein Mustergarten auch diejenigen Bürger:innen zum Umdenken anregen, die derzeit einen „Schottergarten“ angelegt haben – das ist eine der Hoffnungen, die hinter diesem Projekt stecken.

Die Präsentation der Arbeit des Klimabeirats steht auf den Seiten der Stadt Künzelsau zum Download bereit.

Vortrag Photovoltaik

Den überregionalen Blick in die Zukunft wagte Linda Bürkert. Sie hat selbst Erfahrung in der Photovoltaik-Entwicklung und gibt vor allem einen Überblick über die weitere Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik (PV), die bisher noch nicht so sichtbar sind. Denn eine schnellere Installation regenerativer Stromquellen sei unbedingt notwendig, wenn man die Klimaziele erreichen will, sagt sie.

PV ist mehr als die private Dachanlage

So gibt es inzwischen ganze Fassaden, die  Stromerzeugung genutzt werden, eine gemischte Nutzung von Ackerflächen für Landwirtschaft und PV wird erforscht. Mit künstlichen „Solar-Inseln“ auf Gewässern, etwa gefluteten Tagebauen,  könnten große Flächen für die Stromerzeugung nutzbar gemacht werden.

„Floating-PV“ Bomhofsplas in den Niederlanden. Foto: BayWa r.e.

Auch der Autoverkehr kann zur Stromerzeugung beitragen: Sei es durch Solarzellen auf Fahrzeugen, die Strom für den Verbrauch des Fahrzeugs selber erzeugen, sei es durch PV-Anlagen an Lärmschutzwänden. Selbst stromerzeugende Fahrbahnelemente werden bereits erforscht.

Nutzung bereits versiegelter Flächen

Auch bereits versiegelte Flächen können für die Stromerzeugung genutzt werden, ein ideales Beispiel wären Parkplätze, die mit einer Solaranlage überdacht werden können. Welches Potential dafür zur Verfügung steht, zeigt das Bild der Ilshofener Firma Bausch+Ströbel:

Solaranlage über dem Parkplatz von Bausch und Ströbel in Ilshofen. Foto: google-maps

Im Kleinen können auch Plug-in-PV-Anlagen, die einfach zu installieren sind und fast ohne Bürokratie aufgestellt werden können, eingesetzt werden.

Weiterer Ausbau von Photovoltaik dringend notwendig

Die nächste öffentliche Sitzung des Klimabeirats findet am 21. Dezember statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Impulsvortrag zur Stromspeicherung.

Text: Matthias Lauterer