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SLK Kliniken erweitern Tumorzentrum

Am 4. Februar 2022 ist Weltkrebstag. Dieses Datum nehmen die SLK-Kliniken zum Anlass, darüber zu informieren, dass Patienten des SLK-Verbundes dank einer medizinischen Erweiterung des Tumorzentrums Heilbronn-Franken zukünftig noch stärker von der Expertise vor Ort profitieren:

Zukünftig profitieren Patienten noch stärker von der Expertise vor Ort.

Das Tumorzentrum Heilbronn-Franken, mit Hauptsitz im SLK-Klinikum am Gesundbrunnen, zählt bundesweit zu den größten und modernsten fachübergreifenden onkologischen Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft. Zukünftig profitieren Patienten noch stärker von der Expertise vor Ort.

Unter dem Dach des Tumorzentrums Heilbronn-Franken befinden sich zwei weitere Fachgebiete, die nach den strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. erstmals als eigenständige Einrichtungen erfolgreich zertifiziert worden sind: Das „Zentrum für Hämatologische Neoplasien“ und das „Nierenkarzinomzentrum“. Letzteres ist mit dem bisher schon bestehenden „Prostatakarzinomzentrum“ im übergeordneten „Uroonkologischen Zentrum“ eingebunden.

Effizient diagnostizieren

Wer an einer bösartigen Erkrankung des Blutsystems, beispielsweise Leukämie oder Lymphknotenkrebs oder an Tumoren in Niere oder Prostata leidet, kann sich in diesen Zentren auf höchste Behandlungsqualität verlassen. Alle Möglichkeiten zur Therapie des jeweiligen Krankheitsbildes werden individuell betrachtet und im Rahmen von interdisziplinären Tumorkonferenzen von einem eingespielten fachübergreifenden Ärzteteam besprochen. Dadurch erhalten die Patienten sehr schnell eine Therapieempfehlung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Die jährliche freiwillige Qualitätskontrolle durch die Deutsche Krebsgesellschaft beweist die hochwertige Versorgung am Tumorzentrum Heilbronn-Franken. Durch den regelmäßigen Nachweis vorhandener medizinischer Expertise und der entsprechenden technische Ausstattung ist eine qualitativ hochwertige Versorgung gesichert.

Universitäres Niveau

Professor Uwe Martens, Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin III, Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Vorstandssprecher des Tumorzentrums sagt: „Die neuen Zertifizierungen sind Bestätigung und Ansporn zugleich. Die Arbeit des gesamten Teams wird dadurch in höchstem Maße anerkannt. Es ist nun mehr denn je unser Anspruch, dieses exzellente Niveau immer wieder aufs Neue zu bestätigen und im Sinne der uns anvertrauten Patienten immer wieder dafür zu sorgen, dass Betroffene die bestmögliche Behandlung erfahren.“ Um dies kontinuierlich sicherzustellen, ist der SLK-Verbund seit Jahren in der Krebsforschung aktiv. Neben der Entwicklung von Verfahren der Roboterchirurgie und der minimal-invasiven interventionellen Radiologie ist das Onkologische Studienzentrum an über 40 verschiedenen Studien – national, wie international – im Bereich der Krebsheilkunde beteiligt. Dabei wird ein Baustein immer wichtiger – die Präzisionsonkologie. Hierbei basiert die Krebstherapie auf einem maßgeschneiderten Ansatz, der individuell auf den Patienten angepasst ist. Mit Hilfe der molekularen Diagnostik werden zunächst genetische Veränderungen, die für die Krebserkrankung ursächlich waren, erkannt. Die nachfolgende Behandlung zielt dann darauf ab, Zielmoleküle oder Signalwege so zu beeinflussen, dass keine Krebszellen mehr wachsen können.

Impfung gegen Krebs

Zu den innovativen Therapieansätzen in der Präzisionsmedizin gehört auch die Strategie der personalisierten Krebsimpfung. Diese basiert auf dem individuellen genetischen Profil eines jeweiligen Tumors und soll das Immunsystem trainieren, gezielt Tumorzellen abzutöten. Hierbei kommt die mRNA-Technologie, die gegenwärtig durch die Impfungen gegen das Coronavirus bekannt geworden ist und ursprünglich aus der Krebsforschung kommt, zum Einsatz. Ein bedeutendes deutsches Biotechnologieunternehmen hat im Herbst 2021 mit einer Studie begonnen, für die operierte Darmkrebspatienten mit einem entsprechenden Risikoprofil rekrutiert und geimpft werden, um so das Rückfallrisiko zu senken. Kliniken in den USA und Europa nehmen daran teil – und auch das Tumorzentrum Heilbronn-Franken „Wir sind sehr stolz, unseren Patienten die Möglichkeit dieser Studienteilnahme anbieten zu können und bei internationalen Forschungen dabei zu sein, die wir auch in Zusammenarbeit mit dem Heilbronner MOLIT-Institut für personalisierte Medizin realisieren“, erläutert Prof. Martens.

Gut zu wissen

Ein in der Onkologie nach strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Zentrum ist ein qualitätsüberprüftes Netzwerk, in dem die gesamte Behandlungskette für einen Patienten abgebildet ist und das hohe Qualitätsanforderungen erfüllt. So ist sichergestellt, dass von der Diagnose über die Behandlung, stationär und ambulant, bis zur Nachsorge die Patienten bestmöglich versorgt werden. Sichtbar ist die Zusammenarbeit des Netzwerks beispielsweise in den interdisziplinären Tumorkonferenzen, in denen die Patienten vorgestellt und mit allen Behandlungspartnern besprochen werden. Im Jahr 2021 wurden an den SLK Standorten Gesundbrunnen und Löwenstein, an denen die Organkrebszentren des Tumorzentrums angesiedelt sind, 3.300 Krebsdiagnosen gestellt. Das Tumorzentrum Heilbronn-Franken ist in der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte in Baden-Württemberg (ATO) vertreten und ist Mitglied des Krebsverbands Baden-Württemberg, dessen Vorsitzender Prof. Martens ist.

Pressemitteilung der SLK-Kliniken

 




„Gesamtes medizinisches Personal im Covid-Bereich ist an einer Belastungsgrenze – sowohl physisch als auch psychisch“

Am Montag, 22. November 2021, berichtete GSCHWÄTZ über die Belegungszahlen der Krankenhäuser der Umgebung und mußte feststellen, dass die Lage auf den Intensivstationen kritisch ist. In der Stadt Heilbronn und in Öhringen waren alle Intensivbetten belegt. Im Kreis Heilbronn, dem Kreis Schwäbisch-Hall und dem Main-Tauber-Kreis gab es noch freie Betten.

GSCHWÄTZ hat bei den Krankenhausbetreibern nachgefragt, ob die Kapazitäten noch ausreichen, um beispielsweise bei einem Verkehrsunfall mit einem „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) noch eine gute Versorgung der Patienten gewährleisten zu können.

„Die Erstversorgung von Notfallpatienten ist in unseren Krankenhäusern sichergestellt“

Ute Emig-Lange von der BBT-Gruppe, Träger der Krankenhäuser in Öhringen und Bad Mergentheim, erklärt das Procedere in einem solchen Fall: „Bei einem ManV gibt es vor Ort einen leitenden Notarzt, der gemeinsam mit der Leitstelle die Verteilung der Patienten auf die jeweiligen Krankenhäuser koordiniert. Die Abläufe sind im ManV-Konzept der Landesregierung festgelegt. Abhängig vom Schweregrad der Verletzungen und der Dringlichkeit der Behandlung werden die Patienten dann in die für die Behandlung jeweils am besten geeigneten Krankenhäuser verteilt (z.B. Brandverletzte in Kliniken, die auf diese Behandlung spezialisiert sind). Damit wird sichergestellt, dass in dem jeweiligen Krankenhaus ausreichend erforderliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn unseren Häusern solche Notfallpatienten zugewiesen werden, werden diese bei uns behandelt. Dazu können wir unsere Aufnahmekapazitäten kurzfristig erhöhen.“
Das betrifft allerdings nur die Erstversorgung. Die anschließende Versorgung muß möglicherweise in einem anderen Krankenhaus durchgeführt werden: „Die Erstversorgung von Notfallpatienten ist in unseren Krankenhäusern sichergestellt, eine eventuell erforderliche anschließende Weiterverlegung wird dann organisiert.“

SLK: „Verteilung der Lasten“ über das TraumaNetzwerk Nord-Württemberg

Für solche hypothetischen Fälle steht, so Mathias Burkhardt, Pressesprecher der SLK-Kliniken, ein Netzwerk von Kliniken bereit: „Die Situation eines „ManV“ ist immer ein Ausnahmezustand. Innerhalb dieses Ausnahmezustandes werden wir, gemäß unserem Versorgungsauftrag, auch in dieser Situation versuchen, alle betroffenen Patienten medizinisch optimal zu versorgen. Im Rahmen des „TraumaNetzwerk Nord-Württemberg“, zu dem das „Überregionale TraumaZentrum“ im Klinikum am Gesundbrunnen gehört, findet gegebenenfalls dann eine Verteilung der Lasten statt.“

Weiterbehandlung von Patienten nicht unbedingt in der Klinik der Erstversorgung

Dem TraumaNetzwerk Nord-Württemberg gehört neben den SLK-Kliniken auch das Klinikum in Ludwigsburg an. Das CARITAS-Krankenhaus in Bad-Mergentheim ist allerdings Teil des TraumaNetzwerk Nordbayern.

Auch das DIAKONEO in Schwäbisch-Hall ist vorbereitet: „Die Krisenpläne am Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall haben Szenarien für ManV definiert. Sollte der ManV eintreten, werden sie abgearbeitet.“ Die Verlegung von Patienten ist üblich: „Schon unter normalen Umständen gehören Verlegungen an andere Häuser zu den gängigen Maßnahmen bei einem ManV.“

Blick auf die Belastung des Personals

Unter Corona leiden nicht nur die Patienten, auch das Personal in  den Krankenhäusern arbeitet nun seit gut zwei Jahren unter höchster Anspannung. Sowohl der reine Arbeitsaufwand, als auch das Leid der Patienten, auch das Sterben der Patienten, wirken belastend. Das wird auch Außenstehenden klar, wenn man beispielsweise in der ARD-Dokumentation „Charité-intensiv“ Bilder aus dem Inneren einer COVID-Station sieht.

 

Screenshot aus der ARD-Doku „Charité-intensiv“

„an einer Belastungsgrenze“

Auch die Krankenhäuser wissen um die Situation ihre Beschäftigten. Kurz und knapp äußert sich Markus Wagner vom DIAKONEO-Verbund dazu: „Die Lage für alle Mitarbeitenden im Haus ist angespannt.“
Deutliche Worte findet Mathias Burkhardt: „Das gesamte medizinische Personal im Covid-Bereich ist an einer Belastungsgrenze – sowohl physisch als auch psychisch. Die Behandlung von Corona-Patienten über einen so langen Zeitraum ist sehr herausfordernd.“

Einen Herbst und Winter unter normaleren Arbeitsbedingungen gewünscht

Lobende und aufmunternde Worte findet Ute Emig-Lange für das Personal der BBT-Gruppe: „Wie in allen Krankenhäusern, die in den zurückliegenden Wellen der Pandemie in starkem Maß gefordert waren, ist nur zu verständlich, dass auch unserer Kolleginnen und Kollegen – nicht nur in der Pflege – sich den Herbst und Winter unter normaleren Arbeitsbedingungen gewünscht hätten. Die erneute Anspannung verlangt allen, die sich für eine gute Versorgung unserer Patientinnen und Patienten verantwortlich fühlen, erneut eine große Kraftanstrengung ab. Die allermeisten Kolleginnen und Kollegen in Pflege und Medizin sind zum großen Glück für unser Gesundheitssystem  „Überzeugungstäter“ und haben die Berufe in erster Linie ergriffen, weil sie eine hohe soziale Verantwortung haben. Sie sind pragmatisch und schalten jetzt wieder um in den „Pandemiemodus“, um die Patienten weiter so gut wie möglich versorgen zu können.“

Worte erleichtern die Lage des Personals nicht

Diese Worte, die zwar die Anerkennung für die Leistung und die Belastung des Personals ausdrücken, können die Lage auf den Stationen allerdings nicht erleichtern. Ute Emig-Lange fügt im Namen der Mitarbeiter:innen hinzu, was eine Erleichterung bringen könnte: „Für Menschen, die sich trotz aller Warnungen bisher noch nicht haben impfen lassen, fehlt allerdings zunehmend das Verständnis.“

„Allein politischen Maßnahmen und das richtige Verhalten der Bevölkerung haben Auswirkungen auf die Infektionsraten.“

Die neuen, von der Politik vorgegebenen, Kennzahlen für die Beurteilung der Corona-Lage (GSCHWÄTZ berichtete), beispielsweise die Hospitalisierungs-Inzidenz, werden auch in den Krankenhäusern kritisch gesehen. Quoten und Kennzahlen allein helfen nicht, meint Markus Wagner: „Zur Bewältigung einer Pandemie sind Quoten wichtige Indikatoren, sie haben aber keinen Einfluss auf deren Verlauf. Allein politischen Maßnahmen und das richtige Verhalten der Bevölkerung haben Auswirkungen auf die Infektionsraten.“ Er appelliert an die Menschen: „Wir können deshalb nur jeden auffordern, sich an die verordneten Maßnahmen zu halten und Kontakte soweit möglich zu vermeiden, um einen Überlastung der medizinischen Versorgung nicht nur für Corona-Infizierte, sondern für jeden Erkrankten zu vermeiden.“

„Die Inzidenz ist die maßgebliche Größe zur Vorbereitung auf das, was auf uns zukommt.“

Als Planungsgrundlage für das Krankenhaus sieht er weiterhin die Inzidenzen: „Statistik-Experten können anhand aktueller Infizierungsraten berechnen, wie viele Menschen etwa zwei Wochen später stationär versorgt werden müssen.“ Mathias Burkhardt schließt sich dieser Meinung an: „Für uns als SLK-Verbund war und ist die Inzidenz die maßgebliche Größe zur Vorbereitung auf das, was auf uns zukommt.“ Auf die Frage, ob die Hospitalisierungsrate zu spät warnen würde, meint Burkhardt: „Was die Hospitalisierungsquote betrifft, ist dies – für Krankenhäuser gesehen – der Fall. Es ist sozusagen eine „Pandemiebetrachtung im Rückspiegel“, die keinen Einfluss auf unsere Planungen hat“.  Er differenziert aber: „Für das öffentliche Leben ist dies anders zu bewerten.“

Text: Matthias Lauterer

 




Corona-Rot im gesamten Hohenlohekreis + + + Krankenhäuser bereiten sich für den Ernstfall vor: Geplante Behandlungen müssen eventuell verschoben werden

Erstmals dürfte am heutigen Montag, 15. November 2021, die Marke von 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg überschritten werden. Dies sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der dpa. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass auch Dienstag die Zahl jenseits des Schwellenwertes von 390 liegen dürfte. Damit wäre der Bereich der Warnstufe verlassen und die Regelungen der Alarmstufe würden ab Mittwoch in Kraft treten – mit Konsequenzen für Menschen, die noch keinen vollen Impfschutz genießen. Die Sprecherin geht nicht davon aus, dass die Zahl  bald wieder unter 390 fallen. Grund sei, dass inzwischen eine große Anzahl jüngerer Menschen auf den Intensivstationen (ITS) lägen, deren Behandlungsdauer länger sei.

Ergänzung: Nach Veröffentlichung des Beitrags wurde die Zahl der belegten ITS Betten für den 15. November 2021 mit 406 bestätigt. 

Eine Übersicht der Regeln der Alarmstufe kann man sich hier herunterladen. Es gilt dann in fast allen Bereichen, ausser in den Supermärkten eine 2-G-Pflicht. Das heißt, Zutritt nur noch für Geimpfte und Genesene.

SLK Kliniken reagieren

Auch in den Krankenhäusern wird die Lage angespannter: So wurde in den SLK-Kliniken eine  vierte Normalstation für Corona-Patienten eröffnet – das sind 20 Betten, die für andere Patienten nicht zur Verfügung stehen. Konsequenz ist, dass wahrscheinlich geplante Behandlungen verschoben werden müssen. In einigen Gebieten von Baden-Württemberg sind die ITS derart belastet, dass die Landesregierung inzwischen Verhandlungen mit anderen Bundesländern zur Verlegung von Patienten aufgenommen hat. Beispielsweise mit Bremen, das eine signifikant höhere Impfquote hat und wo die ITS noch nicht so ausgelastet sind.

Intensivbettenbelegung zeigt teils ein bedrohliches Bild

Von den sieben Intensivbetten im Krankenhaus Öhringen sind aktuell (Stand 15.11., 16:15, www.intensivregister.de) sechs belegt, davon drei mit COVID-Patienten. Im Kreis Schwäbisch Hall sind fünf  von 44 Betten frei, fünf COVID-Patienten werden intensiv behandelt. Etwas entspannter scheint die Lage im Main-Tauber-Kreis: 12 freie Betten stehen 34 belegten ITS-Betten, davon sieben Covid-Patienten, entgegen. Ganz und gar nicht entspannt ist die Lage in der Stadt Heilbronn:  Alle 37 Intensivbetten sind belegt, davon 12 mit COVID-19-Patienten. Die Krankenhäuser des Landkreises Heilbronn haben nur 2 ITS-behandelte Patienten, von 52 Betten sind sechs verfügbar.

Heilbronner Intensivstationen sind voll

Insgesamt ist die Lage angespannt: Sollte sich beispielsweise in der Nähe von Heilbronn ein Verkehrsunfall mit einem Massenanfall von Verletzten ereignen, müßten die Verletzten über weite Strecken transportiert werden.

In den sozialen Netzwerken ist von (meist anonymen) Beschäftigten im Pflegedienst zu lesen, dass angeblich Patienten von der ITS auf Normalstation verlegt würden, wo das Monitoring naturgemäß nicht so detailliert sein kann wie auf einer Intensivstation.

Ungeimpfte bei den schweren Fällen überrepräsentiert

Die Zahlen des Landes zeigen deutlich das höhere Risiko von Ungeimpften gegenüber Geimpften:

aus dem Lagebericht des LGA vom 11.11.2021

Für die Verstorbenen teilt das Regierungspräsidium auf GSCHWÄTZ-Anfrage folgende Zahlen mit:

„Dem Landesgesundheitsamt wurden mit Meldedatum innerhalb der letzten 28 Tage insgesamt 95.027 COVID-19 Fälle und 251 Fälle, die mit und an COVID-19 verstorben sind, nachdem Infektionsschutzgesetz übermittelt. Der Altersmedian für die verstorbenen COVID-19 Fälle liegt bei 83 Jahren.“ Das bedeutet, daß die Hälfte der Todesfälle Menschen über 83 Jahren waren, die andere Hälfte waren Jüngere.

„77 Verstorbene (30,7 %) hatten Angaben zu einem vollen Impfschutz (Impfdurchbruch*)
135 Verstorbene (53,8 %) sind gar nicht bzw. haben einen unvollständigen Impfschutz.
Für 39 verstorbene Fälle (15,5 %) liegen keine Angaben zum Impfstatus vor. “ [Datenstand: 11.11.2021, 16 Uhr]

Hohenlohekreis meldet Rekordzahl auf Rekordzahl

Auch im Hohenlohekreis werden immer weitere Rekordzahlen gemeldet, sowohl für die täglichen Neuinfektionen als auch für die Inzidenz. Die Inzidenz steigt steil an und lag am 14.11.2021 mit 392,1 knapp unter der 400-er Marke auf absolutem Rekordniveau, Tendenz steil steigend:

Inzidenz im HOK – Abruf 15.11., 17:00 Uhr

Vor ungefähr einem Monat, am 11.10.2021 lag die Inzidenz bei 34,6 – also fast eine Ver-Elf-Fachung innerhalb eines Monats. Das Verdoppelungsintervall liegt damit bei knapp über einer Woche – zu Beginn der Pandemie war man über eine Verdoppelung innerhalb von 5 Wochen noch sehr beunruhigt.

99 neue Infektionen wurden allein am Freitag, 12. November 2021 vermeldet – eine Rekordzahl für Hohenlohe.

Neue Infektionsfälle pro Tag: 99 ist neuer Rekord

Inzwischen zeigt die Corona-Karte des Hohenlohekreises nur noch eine Farbe: Alle Gemeinden sind dunkelrot. Das bedeutet eine Inzidenz jenseits der 200 in allen Kreisgemeinden. Auch das war nie zuvor der Fall.

Alle Gemeinden im dunkelroten Bereich

Text: Matthias Lauterer

 




Mobiles Impfteam statt Impfzentrum

Das Impfzentrum in Öhringen ist bereits geschlossen, die letzten Impfzentren des Landes Baden-Württemberg schließen am heutigen Freitag, 1. Oktober 2021. Stattdessen werden ab Oktober mobile Corona-Impfteams im Stadt- und Landkreis Heilbronn, im Neckar-Odenwald-Kreis und im Hohenlohekreis im Einsatz sein.

Die SLK-Kliniken teilen mit:

Als Unterstützung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie der Betriebsärzteschaft sind ab Oktober im gesamten Bundesland Mobile Impfteams (MIT) im Einsatz. Die SLK-Kliniken sind einer von zwölf ausgewählten Krankenhausstandorten, an die die MIT angebunden sind, und koordinieren in dieser Funktion die Einsätze für den Stadt- und Landkreis Heilbronn, den Neckar-Odenwald-Kreis und den Hohenlohekreis.

Ziel: Corona-Impfung als Regelversorgung

Bevor die Corona-Schutzimpfung ausschließlich über die Regelversorgung abgedeckt werden wird, sind die MIT für eine Übergangszeit von drei Monaten bis zum Jahresende 2021 Teil der Corona-Impfkampagne. Von den SLK-Kliniken können zwei jeweils vierköpfige MIT starten, um – zunächst an fünf Tagen die Woche – gleichzeitig unterwegs zu sein und vor Ort zu impfen. In erster Linie führen die MIT notwendige Auffrischungsimpfungen von immobilen Personen, beispielsweise in Alten- oder Pflegeheimen, durch. Zudem ist vorgesehen, dass sie beispielsweise bei Impfaktionen in Kommunen oder an Schulen zum Einsatz kommen sollen und so dazu beitragen, die noch immer zu niedrige Impfquote zu steigern.

Kontaktaten

Für interessierten Einrichtungen, Behörden oder Kommunen des Stadt- und Landkreises Heilbronn, des Neckar-Odenwald-Kreises sowie des Hohenlohekreises, die noch nicht kontaktiert wurden, besteht die Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme zum MIT:
• E-Mail: MIT-Heilbronn@slk-kliniken.de
• Telefon: 07131 49-33320

Angebot richtet sich nicht direkt an Privatpersonen

Terminanfragen sind momentan für die Zeit ab dem 4. Oktober 2021 für Montag bis Freitag möglich. Ab dem 18. Oktober können auch Termine an den Wochenenden angeboten werden.
Das MIT greift sowohl bei der Durchführung der Impfungen als auch bei der notwendigen Ausstattung (bspw. Kühlung, IT) auf Erfahrungen und vorhandene Strukturen der zum 30. September geschlossen Stadt- und Kreisimpfzentren zurück. Das Angebot der MIT richtet sich nicht direkt an Privatpersonen.

Pressemitteilung der SLK-Kliniken