Kleines Silicon Valley in Künzelsau
// Regionales Digitalisierungszentrum entsteht am Hochschulcampus Künzelsau
Zehn regionale Digitalisierungszentren namens „Digital Hubs“ sollen laut dem Land Baden-Württemberg entstehen. Das Land fördert diese Zentren, die wie eine Art Silicon Valley sein sollen, mit insgesamt rund zehn Millionen Euro. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sollen die Digital Hubs eine Drehscheibe für digitale Innovationen und Transformation in den Regionen Baden-Württembergs sein – in Zusammenarbeit von Unternehmen und Start-ups vor Ort.
„Tatsächlich wird es in Künzelsau einen physischen Ort in Form eines Gebäudes im direkten Umfeld des Hochschulcampus entstehen. Dabei hat das Digital Hub einerseits einen Beratungsauftrag für mittelständische Unternehmen, aber auch für Existenzgründer rund um das Themenfeld Digitalisierung. Andererseits soll es Plattformen zur Vernetzung und zum Austausch bieten und die Infrastruktur für temporäre Arbeitsplätze vorhalten“, so Dr. Andreas Schumm, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH, auf GSCHWÄTZ-Anfrage. Schumm weiter: „Eine klare und eindeutige Definition des Begriffs Digital Hub gibt es leider nicht. Dies ist unter anderem auch der Tatsache geschuldet, dass es von Landesseite gewünscht regionale, bedarfsorientierte Ansätze verfolgt werden sollten.“
Stefanie Neuffer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, erklärt auf GSCHWÄTZ-Anfrage: „Die regionalen Digital Hubs sollen im Sinne einer regionalen Drehscheibe für die Digitalisierung verschiedene Akteure wie bestehende Unternehmen, Start-ups, Forschungs- und Transfereinrichtungen, Hochschulen, Vertreter der IKT- und Kreativwirtschaft, Verbände und Kammern räumlich zusammenbringen.“
Die Projektskizze soll in den nächsten Monaten ausdefiniert werden, damit Künzelsau auch die Gelder vom Land bekommt. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass das Digital Hub ab September 2018 die Arbeit aufnehmen kann.
// Fotos: deutsche-startups, Facebook