1

Imageschaden für Ingelfingen

Ein Kommentar zum Rauswurf der Kochertaler Schwimmschule aus dem Ingelfinger Hallenbad (wir berichteten) von Dr. Sandra Hartmann. 




Schwimmschule fliegt aus Ingelfingens Hallenbad

„Die Enttäuschung ist groß“, sagt Simone Schweigert aus Niedernhall. Sie ist Gründerin und Leiterin der Kochertaler Schwimmschule und kann immer noch nicht fassen, dass sie mit ihren Anfänger-Schwimmkursen für Kinder quasi von heute auf morgen aus dem Hallenbad in Ingelfingen geflogen ist.

Seit fünf Jahren bietet Schweigert nun schon Schwimmkurse im Kochertal an, unter anderem in Ingelfingen. Die Kurse sind begehrt, weil sie sich durch kleine Gruppen auszeichnen. Zudem legt Schweigert Wert darauf, dass nicht nur ein Schwimmtrainer die Gruppe betreut, sondern drei oder vier. Nun das Aus. Warum streicht die Stadt die Kurse? Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage äußerte sich Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer bislang nicht zu der Beendigung.

Über die Gründe für den Rausschmiss geistern verschiedene Gerüchte durch die Gegend. Was sich geändert hat: Seit dem Frühjahr 2019 ist ein neuer Bademeister im Hallenbad aktiv. Andreas Nowotny folgte auf Otto Clement. Nowotny leitet die neuen VHS-Schwimmkurse, die im Hallenbad in Ingelfingen angeboten werden. War die private Kochertaler Schwimmschule eine unliebsame Konkurrenz?

Bademeister Nowotny hat sich im Zusammenhang mit dem Rausschmiss der Kochertaler Schwimmschule wiederum anscheinend dahingehend erklärend geäußert, dass der Schulleiter der Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen gemeint habe, er brauche mehr Schwimmzeiten für seine Schüler.

Ob dies stimmt, konnte aufgrund der Ferien bislang nicht geprüft werden. Sicher ist: Andere Kurse wie AquaFitness und Rheumakurse werden nach wie vor in dem Hallenbad angeboten.
Besonders bitter für Schweigert: Zunächst wurde ihr mündlich versichert, dass sie ihre Kurse ab September 2019 wie üblich weiterhin in Ingelfingen durchführen könne. Daraufhin meldeten Mamis ihre Kinder an.
Nun muss Schweigert die angemeldeten Kinder auf ihre anderen Kurse nach Künzelsau und Kupferzell umbuchen. Besonders ärgerlich: Die Stadtverwaltung habe zunächst nicht mal in einem persönlichen Gespräch die Situation erklärt. Es sei lediglich eine schriftliche Kündigung gekommen.
Auch für die Georg-Fahrbach-Schule sei diese Entwicklung nicht optimal, sagt Schweigert: „Überall fehlen Schwimmkurse für Kinder.“ Bei den bereits angemeldeten Kindern seien auch einige dabei gewesen, die ab Herbst auf die Georg-Fahrbach-Schule gehen.