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Kinderplanschbecken in Künzelsau geöffnet – auch Stand up paddling buchbar

Die Infektionszahlen sinken, die Luft- und Wassertemperaturen steigen wieder. Deshalb ist ab Samstag, den 03. Juli 2021, das Kinderplanschbecken im Künzelsauer Kocherfreibad geöffnet: täglich von 13 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Aufgrund der Inzidenzdaten ist keine Voranmeldung und auch kein Corona-Schnelltest-Ergebnis erforderlich. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Naturbecken noch geschlossen

Leider kann das Naturbecken noch nicht zum Baden freigegeben werden. „Das bedauern wir alle sehr und versuchen eine schnelle Lösung zu finden“,  erklärt Bernd Scheiderer, Leiter des Stadtbauamtes. „Die Wasserqualität lässt zurzeit keine Öffnung des Naturbeckens zu. Die Fachleute vermuten, dass die Verunreinigungen durch die Wasservögel verursacht werden.“ Wenn jetzt wieder Betrieb im Freibadgelände ist, ziehen sich die Wasservögel voraussichtlich etwas zurück. Zum Wohl der Badegäste müssen höchste Auflagen bezüglich der Wasserqualität erfüllt werden. Weil das Wasser im Naturschwimmbecken mit einer Pflanzenfilteranlage gereinigt wird, benötigt der Reinigungsprozess Zeit und auf den Einsatz von chemischen Mitteln wird komplett verzichtet. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer guten Lösung, damit wir möglichst schnell auch das Naturbecken zum Baden freigeben können.“

Wasservögel sollen Naturbecken verunreinigt haben

Das Planschbecken, mit einem Wasserpilz und einer Wasserrutsche, ist mit Trinkwasser befüllt und hat eine Wasserfläche von rund einhundert Quadratmeter. Den Spielplatz in Wassernähe finden kleine Badegäste super. Die große Liegewiese bietet viel Platz für Spiel und Bewegung – und das Einhalten der Abstandsregeln.  Auch das Beachvolleyballfeld kann bespielt werden. Tretboote, gesponsert von regionalen Unternehmen, Kanus und Boards für Stand Up Paddling (SUP) können gemietet werden.

„Bei Badewetter sind wir da und haben für diese Saison schöne neue SUP-Boards angeschafft“, so Daniel Heffner von Heffner outdoor events. „Richtig viel Spaß können die Freibadbesucher aber auch mit dem Gruppenboard haben. Die Boards und Boote können auch vorab telefonisch bei uns reserviert werden: Telefon 07940 548514.“

 

 




Schwimmschule fliegt aus Ingelfingens Hallenbad

„Die Enttäuschung ist groß“, sagt Simone Schweigert aus Niedernhall. Sie ist Gründerin und Leiterin der Kochertaler Schwimmschule und kann immer noch nicht fassen, dass sie mit ihren Anfänger-Schwimmkursen für Kinder quasi von heute auf morgen aus dem Hallenbad in Ingelfingen geflogen ist.

Seit fünf Jahren bietet Schweigert nun schon Schwimmkurse im Kochertal an, unter anderem in Ingelfingen. Die Kurse sind begehrt, weil sie sich durch kleine Gruppen auszeichnen. Zudem legt Schweigert Wert darauf, dass nicht nur ein Schwimmtrainer die Gruppe betreut, sondern drei oder vier. Nun das Aus. Warum streicht die Stadt die Kurse? Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage äußerte sich Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer bislang nicht zu der Beendigung.

Über die Gründe für den Rausschmiss geistern verschiedene Gerüchte durch die Gegend. Was sich geändert hat: Seit dem Frühjahr 2019 ist ein neuer Bademeister im Hallenbad aktiv. Andreas Nowotny folgte auf Otto Clement. Nowotny leitet die neuen VHS-Schwimmkurse, die im Hallenbad in Ingelfingen angeboten werden. War die private Kochertaler Schwimmschule eine unliebsame Konkurrenz?

Bademeister Nowotny hat sich im Zusammenhang mit dem Rausschmiss der Kochertaler Schwimmschule wiederum anscheinend dahingehend erklärend geäußert, dass der Schulleiter der Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen gemeint habe, er brauche mehr Schwimmzeiten für seine Schüler.

Ob dies stimmt, konnte aufgrund der Ferien bislang nicht geprüft werden. Sicher ist: Andere Kurse wie AquaFitness und Rheumakurse werden nach wie vor in dem Hallenbad angeboten.
Besonders bitter für Schweigert: Zunächst wurde ihr mündlich versichert, dass sie ihre Kurse ab September 2019 wie üblich weiterhin in Ingelfingen durchführen könne. Daraufhin meldeten Mamis ihre Kinder an.
Nun muss Schweigert die angemeldeten Kinder auf ihre anderen Kurse nach Künzelsau und Kupferzell umbuchen. Besonders ärgerlich: Die Stadtverwaltung habe zunächst nicht mal in einem persönlichen Gespräch die Situation erklärt. Es sei lediglich eine schriftliche Kündigung gekommen.
Auch für die Georg-Fahrbach-Schule sei diese Entwicklung nicht optimal, sagt Schweigert: „Überall fehlen Schwimmkurse für Kinder.“ Bei den bereits angemeldeten Kindern seien auch einige dabei gewesen, die ab Herbst auf die Georg-Fahrbach-Schule gehen.