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3 Tage dreht sich alles nur um eines – Künzelsau feiert sein „Fest der Feste“

Nach 2 Jahren Pause geht es ab Freitag, den 18. Juli 2025, 17 Uhr, wieder rund in der Kreisstadt des Hohenlohekreises. Künzelsau ruft zum „Fest der Feste“. Zehntausende Besucher:innen werden erwartet. An drei Tagen gibt es nicht nur ordentlich etwas auf die ohren von diversen lokalen Bands, sondern auch diverse Auftritte von lokalen und regionalen Vereinen. Hier geht es zum ausführlichen Programm der Stadt Künzelsau.

GSCHWÄTZ präsentiert einen Flashmob mit 120 Schüler:innen

Auch GSCHWÄTZ ist vor Ort mit einem noch nie dagewesenen Highlight- Am Unteren Markt führen 120 Schüler:innen aus 5 Schulen (Ganerben-Gymnasium, Schlossgymnasium, Georg-Wagner-Realschule, Freie Schule Anne-Sophie  sowie die Georg-Fahrbach-Schule aus Ingelfingen) einen Flashmob am Unteren Markt unmittelbar nach der Sportlerehrung auf. E

in Höhepunkt und ein bislang in dieser Form noch nie dagewesenes Gemeinschaftsprojekt. „Als wir vor einem halben Jahre die Idee zu diesem Flashmob hatten, hätten wir nicht gedacht, dass wir so viel Unterstützung für dieses Projekt von Seiten der Stadt, von unserem Hauptsponsor JAKO, den Schulen und den Jazztänzerinnen aus Ingelfingen bekommen würden – und insbesondere von so vielen motivierten Schüler:innen, die diesen Flashmob am Samstag präsentieren werden. Wir freuen uns sehr darauf“, sagt GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann

Video: Das letzte Stadtfest vor Corona (2019)

Künzelsauer Stadtfest – Programm am Freitag und Samstag

 

Künzelsauer Stadtfest – Programm am Sonntag.

Bus-Shuttle-Möglichkeiten

 




Spiegelglatte Straßen – bereits über 100 Unfälle allein in Heilbronn und Hohenlohe – selbst Polizei rät zum Home office

In ganz Baden-Württemberg warteten heute Morgen laut der Unwetterzentrale spiegelglatte Straßen auf die Einwohner:innen. In die Schulen im Ländle liefen die Telefone heiß, weil Eltern ihre Kinder nicht beziehungsweise nicht rechtzeitig in die Schule bringen konnten.

Die Streufahrzeuge waren und sind noch im Dauereinsatz.

Derweil gab es schon einige Unfälle wegen der massiven Straßenglätte.

Seit den frühen Morgenstunden kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn bereits zu über 100 Verkehrsunfällen aufgrund glatter Straßen. Die Mehrheit dieser Unfälle ereignete sich im Stadt- und Landkreis Heilbronn.

Ganzer Präsidiumsbereich: Vielzahl von Glätteunfälle wegen Eisregen

Mit Einsetzen des Eisregens etwa zwischen 4 Uhr und 5 Uhr ereigneten sich aufgrund der daraus folgenden Eisglätte auch im gesamten Präsidiumsbereich Allen eine Vielzahl von Verkehrsunfällen. Der Landkreis Schwäbisch Hall war zuerst betroffen, danach folgten der Ostalbkreis sowei Rems-Murr-Kreis. Die Anzahl der Unfälle kann zahlenmäßig noch nicht beziffert werden. Die Eisglätte dauert (Stand 7 Uhr) noch an. Die Räumdienste versuchen zu fahren. Noch glimpflich scheint die Situation in den Bereichen Winnenden und Waiblingen zu sein. Wer nicht muss, sollte sein Fahrzeug zunächst stehen lassen.

Die Polizei appelliert dringend an alle Verkehrsteilnehmer:

   -	Planen Sie mehr Zeit für Ihren Arbeitsweg ein.
   -	Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Witterungsbedingungen an und
fahren Sie vorausschauend.
   -	Vermeiden Sie abrupte Lenkbewegungen und halten Sie ausreichend 
Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Um weitere Unfälle zu vermeiden, empfehlen wir:

   -	Nutzen Sie, wenn möglich, öffentliche Verkehrsmittel.
   -	Bleiben Sie im Homeoffice, sofern dies machbar ist.

 




Bombendrohung am Bildungszentrum – Spürhund-Durchsuchung soeben abgeschlossen mit folgendem Ergebnis

Eine am Donnerstagmorgen bekanntgewordene Bombendrohung am Bildungszentrum Niedernhall sorgte dafür, dass die Schulgebäude im Brückenwiesenweg vorsorglich geräumt wurden. Aufgrund einer Vielzahl ähnlicher Drohungen, die laut der Polizei gegenüber GSCHWÄTZ in den vergangenen Tagen in ganz Baden-Württemberg an Schulen und an anderen öffentlichen Einrichtungen eingingen, wurde grundsätzlich nicht von einer tatsächlichen Bedrohungslage ausgegangen.

Spürhunde durchsuchen das Gebäude

Zur Vermeidung eines Restrisikos wurden dennoch die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Anwesenden getroffen. Das Gebäude wird aktuell mit Sprengstoffspürhunden durch die Polizei abgesucht. Zum Zeitpunkt der Räumung waren rund 400 Personen im Bildungszentrum anwesend. Diese werden in der nahegelegenen Stadthalle betreut. Auch Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

Das Gebäude kann wieder betreten werden

Ob der Schulbetrieb am Nachmittag wieder aufgenommen werden kann, ist noch offen. Das Gebäude kann aber laut der Polizei nun wieder betreten werden (Stand: 12.15 Uhr). Unterricht wäre daher theoretisch wieder möglich. Die Dursuchungen wurden um kurz nach 12 Uhr am Donnerstag abgeschlossen. Dabei wurde laut der Polizei gegenüber GSCHWÄTZ nichts gefunden.

Die Ermittlungen zum Urheber des Drohschreibens dauern an.

Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Stadtradeln – Preisübergabe an die Schul-Teams

Mit über einer halben Million geradelten Kilometern war die Aktion „Stadtradeln“ im Hohenlohekreis wieder ein großer Erfolg. Der Landkreis hat in diesem Jahr Gewinne für die Teams mit den meistgefahrenen Kilometern pro aktivem Radelnden ausgeschrieben. Die Gewinne wurden in den vier Kategorien Schulen, Unternehmen, Vereine und Sonstige vergeben. Berücksichtigt wurden alle Teams mit einer Teamgröße von mehr als 15 aktiven Mitgliedern.

Schulen waren mit dabei

In der Kategorie Schulen wurden noch vor den Sommerferien die Gewinne übergeben. Den ersten Platz teilen sich das Ganerben-Gymnasium Künzelsau und die Gewerbliche Schule Öhringen mit jeweils exakt 137,7 Kilometern pro aktivem Radelnden. Das Ganerben-Gymnasium war mit 77 und die Gewerbliche Schule Öhringen mit 23 Aktiven vertreten. Auch die Pestalozzi-Schule Pfedelbach mit 129,8 Kilometern pro aktivem Radelnden wurde mit einem Preis bedacht, da sie sich mit diesem Ergebnis nur knapp hinter den beiden Siegern platzieren konnte. Die beiden Erstplatzierten erhielten Gutscheine für eine Genießerkiste von Hohenloher Produzenten. Hier können die Schulen selbst entscheiden, wie sie die Gutscheine verwenden möchten, beispielsweise beim nächsten Schulfest. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pestalozzi-Schule erhielten alle eine Fahrradklingel im Hohenlohekreis-Design. Die Gewinne der weiteren Kategorien werden in den kommenden Wochen übergeben.

Den Schulweg eigenständig zurücklegen

Die Organisatoren der Aktion „Stadtradeln“, Mobilitätsmanager Martin Hellemann und Radwegebeauftragte Yvonne Hoffmann, freuen sich, dass sich wieder viele Schulen an der dreiwöchigen Aktion beteiligt haben. Gerade für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, den Schulweg eigenständig zurückzulegen. Darüber hinaus wollen sie auch nachhaltig unterwegs sein und etwas für die eigene Gesundheit tun.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis




Eberhard-Gienger-Halle wieder frei für Schulen und Vereine

Die Eberhard-Gienger-Halle in Künzelsau, die als mögliche Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine hergerichtet wurde, kann zeitnah wieder von Vereinen und Schulen genutzt werden. Der Hohenlohekreis konnte in den vergangenen Wochen mehrere andere Objekte erkunden und ertüchtigen, die sich besser zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen, so dass die Halle als Notunterkunft nicht mehr benötigt wird. Insgesamt bot die Eberhard-Gienger-Halle Platz für maximal 180 Menschen. Diese Zahl kann mittlerweile durch die ertüchtigten Gebäude im ehemaligen Pflegestützpunkt Künzelsau, einer Halle in Bretzfeld-Schwabbach oder im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau aufgefangen werden.

Rückbau hat begonnen

Der Rückbau der Halle durch das Technische Hilfswerk und weitere Helfer hat bereits begonnen. Die Halle wird nicht nur geräumt, es findet ein Umzug des gesamten Inventars in verschiedene andere Unterkünfte statt. Voraussichtlich in etwa zwei Wochen wird die Halle wieder komplett zur Verfügung stehen.

„Es war sehr wichtig, dass wir die Halle kurzfristig als Puffer zur Verfügung hatten, da nicht klar war, wie viele Flüchtlinge in welchem Zeitraum in den Hohenlohekreis kommen werden“, erklärt Mike Weise, Dezernent für Umwelt, Ordnung und Gesundheit im Landratsamt Hohenlohekreis. „Wir haben die vergangenen Wochen jedoch genutzt und besser geeignete Unterkünfte gefunden, die nun bezugsfertig sind. Wir sind der Stadt, den Vereinen und Schulen, die in dieser Zeit auf ihre Halle verzichten mussten, sehr dankbar, ebenso den ehrenamtlichen Helfern, die das alles möglich machen.“

„waren auf Vieles vorbereitet“

„Es ist gut zu wissen, dass wir uns in jeder Krise auf die Einheiten wie in diesem Fall das THW verlassen können“, sagte Landrat Dr. Matthias Neth, der sich persönlich von den Abbauarbeiten ein Bild machte. „Wir waren in diesem Fall wieder auf Vieles vorbereitet und wir werden das auch weiterhin sein.“

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

 




Die städtischen Schulen laden zum digitalen Tag der offenen Tür ein

Wohin soll es nach der vierten Klasse gehen? Diese Frage stellen sich derzeit viele Familien und eine Entscheidung fällt nicht immer leicht. Deshalb laden sowohl die Georg-Wagner-Schule als auch das Ganerben-Gymnasium die Familien der zukünftigen Fünftklässler zu einem digitalen Tag der offenen Tür mit vielen interessanten Angeboten und persönlicher Beratung ein.

Georg-Wagner-Schule: Digitaler Tag der offenen Tür am 18. und 19. Februar 2022

„Wir bieten Einblicke in unser Schulleben und stellen die Schularten Hauptschule, Werkrealschule und Realschule sowie die Anschluss- und Abschlussmöglichkeiten vor“, lädt Rainer Süßmann, erster Konrektor der Georg-Wagner-Schule, ein. Das Schulteam informiert über den Schulverbund, Profilschwerpunkte, individualisierte Unterrichtselemente, das Bläserklassenmodell, Bildungspartnerschaften, die Schulsozialarbeit und die Gestaltung der offenen Ganztagesbetreuung.

Auf der Schulhomepage unter www.gewas-kuenzelsau.de ist bis zum 11. März 2022 eine Pinnwand freigeschaltet, die vielfältige Einblicke in das Schulleben bietet. Neben Infotexten gibt es einen digitalen Rundgang durch die Schulgebäude, Filme, Bilder, Mitmachangebote und vieles mehr zu entdecken.

Digitaler Vortrag mit Fragemöglichkeit

Zusätzlich wird am Freitag, 18. Februar um 17.30 Uhr und am Samstag, 19. Februar 2022 um 9 Uhr und 11.30 Uhr ein digitaler Vortrag der Schulleitung über die Verbundschule angeboten. „Hier haben Sie auch die Möglichkeit, Fragen an uns zu stellen“, so Rainer Süßmann.

Ebenso stehen die Elternbeiratsvorsitzenden und die Mitarbeiter der Ganztagesbetreuung für Fragen digital oder telefonisch an diesen Tagen zur Verfügung. Auf der digitalen Pinnwand werden die Zugänge zu allen digitalen Räumen ab dem 18. Februar 2022 verlinkt sein. Für den Zugang und die Anmeldung ist weder eine Registrierung noch die Angabe von persönlichen Daten erforderlich.

Neben den genannten Angeboten besteht auch die Möglichkeit zu einem persönlichen digitalen oder telefonischen Beratungsgespräch. Termine werden über die Schulsekretariate vergeben.

Ganerben-Gymnasium: Digitaler Tag der offenen Tür am 19. Februar 2022

Auch das Ganerben-Gymnasium öffnet dieses Jahr seine Türen wieder virtuell für die diesjährigen Viertklässlerinnen und Viertklässler. Dazu wurde ein digitaler Tag der offenen Tür vorbereitet, der ab Montag, 14. Februar 2022 über die Homepage www.ganerben-gymnasium.de zugänglich ist. Die Schulgemeinschaft präsentiert sich dort mit vielfältigen Eindrücken und Informationen.

Offene Sprechstunde mit Schulleitung und Lehrkräften

Am Samstag, 19. Februar 2022 besteht dort zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr ebenfalls die Möglichkeit einer offenen Sprechstunde, bei der die Schulleitung und Lehrkräfte bereitstehen, die Fragen der Familien persönlich und live in Telekonferenzräumen zu beantworten.

Anmeldetage am Ganerben-Gymnasium für neue Fünftklässler und Fünftklässlerinnen

Für die persönliche Anmeldung ist das Sekretariat am Mittwoch, 9. März, und Donnerstag, 10. März 2022, jeweils von 8 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Anmeldung kann per Fax, per Email oder, am einfachsten, über das Anmeldeformular auf der Homepage www.ganerben-gymnasium.de erfolgen. Die Anmeldeblätter 3 und 4 der Grundschulempfehlung müssen im Original bis zum 10. März 2022 (per Post, Einwurf, Abgabe) vorliegen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

Zu den Fotos: Die Georg-Wagner-Schule und das Ganerben-Gymnasium öffnen dieses Jahr die Türen wieder digital für die zukünftigen Fünftklässler. Fotos Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH, und Georg-Wagner-Schule.

 




ebm-papst kooperiert auch während der Coronakrise mit den regionalen Schülern

In der letzten Woche waren Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der GWRS aus Schrozberg in Kleingruppen zu Besuch bei ebm-papst. Der Ventilatorenhersteller aus Baden-Württemberg ermöglicht Schulklassen verschiedener Jahrgänge regelmäßig einen praktischen Einblick in den Ausbildungsalltag – unter Corona-Maßnahmen auch zu Zeiten der Pandemie.

Schülerinnen und Schüler treffen technische Auszubildende

Die technischen Auszubildenden von ebm-papst haben dabei mit den Schülerinnen und Schülern in der Elektrowerkstatt das Spiel „Heiße Bahn“ gelötet. Dazu wurden auf einer Leiterplatte verschiedenste Bauteile verlötet und am Ende die Funktion mit einer Batterie getestet. Die Freude der Schülerinnen und Schüler war groß als alles funktionierte und der spielerische Wettbewerb gegeneinander losgehen konnte. Bei dem Spiel fuhren sie mit einem Kupferstift auf einer auf der Leiterplatte abgebildeten Bahn entlang, bei einem Abkommen von der Bahn gab es Strafsekunden, angezeigt auf einer Siebensegmentanzeige. Wer zuerst im Ziel ankam, gewann. Nach einer Besichtigung der Produktion vor Ort endete der Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Kaffeebecher wird zur Sirene umgebaut

Auch Schülerinnen und Schüler der 6. und 8. Klassen der Bischof von Lipp Schule aus Mulfingen, durften vor kurzem selbst Hand anlegen und ihr Können beim Bohren, Feilen und Montieren unter Beweis stellen. Mit den jüngeren Schülern wurde eine Sirene gebaut. Auf einem Holzbrett wurde mit Reißnägeln und Silberdraht eine Grundstruktur gebildet, welche dann mit verschiedenen Bauteilen verbunden wurde. Über einen Lautsprecher, der mit einem ebm-papst Kaffeebecher und einer 9 Volt Batterie verbunden wird, heulten die Sirenen zur Freude der Schülerinnen und Schüler durch die Räume der Ausbildungswerkstatt.

Ein Schüler der Bischof von Lipp Schule in Mulfingen baut mithilfe verschiedener Bauteile eine Sirene. Foto: ebm-papst

Die älteren Schülerinnen und Schüler waren in der Metallwerkstatt tätig. Diese durften aus Messing einen Karabinerhaken herstellen, dessen Grundform über eine CNC-Fräsmaschine gefräst wurde. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler auch einiges über das CNC-Fräsen erfahren. Zum Schluss durfte jeder seinen Karabiner mit Schlagzahlen und seinem Namen kennzeichnen.

Spielerisch die ersten Grundlagen des Handwerks nahebringen

Johanna Oberhardt, Gruppenleiterin technische Ausbildung bei ebm-papst Mulfingen: „Wir freuen uns immer wieder Schulklassen aus den regionalen Schulen bei uns im Haus begrüßen zu dürfen, um ihnen ebm-papst und die Ausbildung in unserem Haus vorstellen zu können. Zudem bringen wir ihnen spielerisch die ersten Grundlagen des Handwerks nahe.“

Timo Pflüger, Ausbildungsleiter bei ebm-papst Mulfingen: „Besonders in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, den Jugendlichen einen Einblick in unser regionales Unternehmen geben zu können. Wir legen dabei großen Wert auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Aktuell haben wir noch Ausbildungsstellen mit Ausbildungsbeginn 2022 zu besetzen und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen auf unserer Karrierewebsite.“

Pressemitteilung ebm-papst

Bild 1: ebm-papst, Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mulfingen, ermöglicht auch in der Coronakrise regelmäßige Einblicke in seine Ausbildungswerkstatt.

Bild 2: In der Ausbildungswerkstatt von ebm-papst erlernen die Schülerinnen und Schüler der regionalen Schulen Grundlagen des Handwerks.

Bild 3: Ein Schüler der Bischof von Lipp Schule in Mulfingen baut mithilfe verschiedener Bauteile eine Sirene.




Sieben aktive Ausbruchsgeschehen in Hohenlohe – darunter eine Schule

Die Corona-Zahlen steigen wieder – teils in schwindelerregende Höhen. Wie sieht dabei die Lage in der Region aus – vor allem in den Schulen, wo viele ungeimpfte Kinder aufeinander treffen? GSCHWÄTZ hat beim Landratsamt Hohenlohekreis nachgefragt. „Seit 01. Oktober 2021 hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises fünf Ausbruchsgeschehen an Schulen (alle im Raum Öhringen) mit insgesamt 47 Fällen ermittelt“, schreibt Pressesprecherin Mathea Weinstock in ihrer Antwort-Mail. Stand 10. November 2021 gab es sieben aktive Ausbruchsgeschehen mit bisher 83 Fällen – darunter seien ein Unternehmen im Raum Öhringen, zwei Unternehmen im Jagsttal, zwei Pflegeeinrichtungen im Raum Öhringen, eine Pflegeeinrichtung im Kochertal sowie eine Schule im Raum Öhringen.

Corona-Verordnung regelt das Vorgehen

Wie müssen Schulleitungen vorgehen, wenn es in ihrer Einrichtung Corona-Fälle gibt? Gibt es Vorgaben oder darf jeder machen, wie er will? Das baden-württembergische Kultusministerium ist da ganz eindeutig: „In § 5 Abs. 4 CoronaVO Absonderung ist geregelt, dass die Schulleitung bei Vorliegen der positiven Testung einer Person verpflichtet ist, die Sorgeberechtigten der Schülerinnen und Schüler oder Kinder aus der Klasse, Lern- oder Betreuungsgruppe, in der die Infektion aufgetreten ist, anonymisiert hierüber zu informieren.“ Es gebe also eine Rechtsgrundlage für die Datenweitergabe, die für jede Übermittlung personenbezogener Daten notwendig ist.

Weitergabe der Information nur innerhalb der Klassen

Der Pressereferent des Kultusministeriums, Fabian Schmidt, schreibt auf die GSCHWÄTZ-Anfrage weiter: „Die Eltern sind aber nur zu informieren, wenn ein Kind aus der Klasse des eigenen Kindes infiziert ist. Über Infektionen in anderen Klassen werden sie von der Schule aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht informiert – das übernimmt gegebenenfalls das Gesundheitsamt im Rahmen der Kontaktnachverfolgung oder aber auch die Betroffenen selbst.“ Man müsse aber auch beachten, dass die „Schule natürlich eine Auskunftspflicht gegenüber dem Gesundheitsamt“ habe. Ebenso zulässig sei es, die Informationen weiterzugeben, „sollte das Gesundheitsamt im Rahmen seiner Tätigkeiten die Schulleitung bitten, zum Beispiel aufgrund von Quarantänemaßnahmen auch andere Eltern zu informieren“.

Eigenverantwortlich handeln

Pressereferent Schmidt weist aber auch darauf hin, dass es wichtig sei, „dass die Betroffenen – Schüler, Eltern, Lehrkräfte – eigenverantwortlich handeln und somit dazu beitragen, das Infektionsgeschehen einzudämmen“. Dazu gehöre beispielsweise, bei der Kontaktnachverfolgung selbst mögliche Kontakte selbst zu informieren, damit diese alles Weitere abklären können.

Text: Sonja Bossert

 




„Man sieht, dass Polizisten schlagen, aber man weiß nicht, wie es angefangen hat“

Unter dem Motto „Warum immer ich?“ steht eine Aktion des Polizeipräsidiums Heilbronn, die bei Jugendlichen das Verständnis für die Arbeit der Polizei und bei Polizisten das Verständnis für das Verhalten von Jugendlichen schaffen soll. So erklärte es Hans Becker, der Polizeipräsident von Heilbronn, am 22. Oktober 2021 bei einer Informationsveranstaltung in der Peter-Bruckmann-Schule, einer gewerblich-hauswirtschaftlichen Berufsschule, in Heilbronn. „Auslöser war die Stuttgarter Krawallnacht vom 19. Juni 2020“, sagt Becker.

„Kann das auch bei uns in Heilbronn passieren?“

„Die Polizei hat ihren Job gemacht – aber das Problem ist nicht gelöst“. Damals habe er sich gefragt, ob das auch in Heilbronn passieren könne, denn auch in Heilbronn habe man eine Zunahme von Gewalt, Beleidigungstatbeständen sowie einen Mangel an Respekt gegenüber der Polizei zu verzeichnen.  Seine Überlegungen führten zu der Erkenntnis: „Wir müssen in die Kommunikation mit den Menschen kommen.“ Einerseits soll Jugendlichen die Rolle der Polizei und die gesetzlichen Grundlagen ihres Handelns erläutert werden, andererseits wollen die Polizist:innen zuhören, warum die Wahrnehmung der Polizei bei den Jugendlichen so negativ ist. Sie wollen verstehen, woher diese Abneigung kommt.

Polizist:innen suchen den direkten Kontakt zu Schüler:innen

Aus diesem Grund wurde das Projekt „Warum immer ich?“ ins Leben gerufen. Jeweils zwei junge – „nicht so Alte, Gesetzte wie ich. Die Jungen haben einen ganz anderen Zugang als wir Alten.“ – Junge Beamt:innen gehen in die Klassen und reden mit den Schüler:innen über die Polizei. Grundlage der Gespräche ist eine anonyme Befragung über den Eindruck, den die Jugendlichen von der Polizeiarbeit und von den Polizist:innen haben.

„Prävention geht nur gemeinsam“

180 Schüler habe man bisher in Wertheim und Heilbronn erreicht, die jetzt als Multiplikatoren wirken sollen. „Jeder, der versteht, was die Polizei tut, ist ein Gewinn“, meint Weber. Er sieht das Programm als einen Erfolg an und meint, „Prävention geht nur gemeinsam“.

 

Dr. Christoph Franz, Direktor der Ernst-Bruckmann-Schule (li.) und Polizeipräsident Hans Becker.

Umgang mit den Sozialen Medien, Handynutzung, Gewalt und Drogen – all das hängt zusammen

In dieselbe Kerbe schlägt Dr. Christoph Franz, der Direktor der Peter-Bruckmann-Schule. Er fasst den Präventionsbegriff allerdings noch weiter: Der Umgang mit den sozialen Medien, Handynutzung, Gewalt und Drogen – all das hängt für ihn zusammen. Zusammen mit den Schulsozialarbeiterinnen versucht die Schule, hier aufzuklären und präventiv zu wirken. Er berichtet von einem Schüler, der mit Drogen aufgegriffen worden sei und anschließend die Durchsuchung gewaltsam verhindern wollte. Er sei dann von seinem Ausbildungsbetrieb entlassen worden. Solche Fälle seien „ganz, ganz selten“ – man sieht ihm an, dass er jeden solchen Fall als einen Fall zu viel ansieht. Daher will er für eine frühzeitige und niederschwellige Prävention sorgen. Man müsse jungen Menschen etwas vorleben – „die passen sich an“. Innerhalb der Schule sei Gewalt daher kein großes Problem.

„Die müssen das machen“

Gianni Alessio, ein Schüler, hatte selber noch keine Erfahrungen mit der Polizei. Allerdings hätten ehemalige Freunde Drogen genommen und Kontakt mit der Polizei gehabt. Er selber wollte ursprünglich sogar Justizwachtmeister werden, daher „war ich immer an Polizeiarbeit interessiert“ – jetzt habe er gelernt, „die müssen das machen“. Auch sieht er Berichte in den sozialen Medien inzwischen kritischer: „Man sieht, dass Polizisten schlagen, aber man weiß nicht, wie es angefangen hat.“ Er sieht das Projekt positiv: „Ich hab schon immer verstehen wollen, wie Menschen handeln. Ich weiß jetzt, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist.“

Emirhan hatte schon vor dem Projekt ungemütlichen Kontakt mit der Polizei, Anlaß war ein tätlicher Übergriff. Er hat das Verhalten der Polizei als korrekt empfunden: „Ich mußte dann auf die Wache kommen – die haben mir sogar was zu essen und zu trinken angeboten“. Aber er berichtet auch, dass seine Freunde ganz andere Erfahrungen gemacht hätten.

Migrationshintergrund

Dass oft das Wort Migrationshintergrund fällt, ist laut den Schulsozialarbeiterinnen kein Wunder: Die jungen Menschen würden oftmals in engen Wohnverhältnissen leben und würden sich daher gerne im Freien treffen. Dass es dann zu Kontakten mit der Polizei komme, beispielsweise weil sich Anwohner über Lärm beklagen, sei nicht ungewöhnlich.

Polizei kann gegen die schlechte Wahrnehmung etwas tun

Polizeipräsident Weber ist auch klar, dass die Polizei für ihre schlechte Wahrnehmung durchaus eine Mitverantwortung trägt: Beispielsweise durch unnahbar erscheinende Beamte, die für die Bevölkerung nur noch im Streifenwagen sichtbar und nicht ansprechbar sind, Berichte von Polizeigewalt in den sozialen Medien oder Berichte über ein Rassismusproblem in der Polizei. Er wolle zwar auch verstärkt Fußstreifen, aber dazu fehlten ihm derzeit Ressourcen. Und er versichert, dass eventuelle Straftaten von Polizeibeamt:innen auch verfolgt würden. Trotz allem legt er Wert darauf: „Hinter der Uniform steckt ein Mensch“.

Aber: Es sind nicht nur die Jugendlichen!

Weber betont, dass nicht nur die Jugendlichen der Polizei oft ablehnend gegenüber stehen. Es gebe ganze  Bevölkerungsgruppen, die dem gesamten Staat negativ begegnen, stellt er fest, und benennt explizit Querdenker und deren Umfeld: „Bei Querdenker-Demonstrationen haben wir ein negatives Vorgehen gegenüber staatlichen Vorgaben festgestellt“, berichtet Becker. Sein Problem: „Wie bringt man die Leute dazu, Restriktionen einzuhalten?“

Projekt wird weitergeführt

Aufgrund der Erfahrungen mit den ersten 180 Schüler:innen sieht Weber ein „gelungenes Projekt. Wir werden diesen besonderen Weg fortsetzen“. Er will versuchen, das Projekt im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn auszurollen. Möglicherweise werden daher auch Schulen im Kocher- oder Jagsttal bald Besuch von der Polizei bekommen.

Text: Matthias Lauterer




Ende des Maskenballs in Sicht?

In vielen Bundesländern ist es endlich soweit: Die Maskenpflicht an Schulen fällt teilweise. So dürfen ab dem 4. Oktober 2021 Berliner Kinder bis zur sechsten Klasse im Unterricht die Maske abnehmen. Im Saarland gilt das bereits seit dem 22. September. Hier müssen die Masken nur noch auf den Fluren getragen werden. Auch in Bayern dürfen die Schüler:innen ab nächster Woche auf den Lappen im Gesicht verzichten, sobald sie an ihrem Platz sitzen und während des Sportunterrichts. Wie lange noch müssen sich die Schüler:innen in Baden-Württemberg mit der Maske abplagen? Es gibt erste Anzeichen, dass die Pflicht bald fallen könnte.

Aus zwei Wochen werden drei, dann …

Hierzulande hieß es noch vor den Sommerferien, dass ab der dritten Woche im neuen Schuljahr auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden kann. In den ersten zwei Wochen nach den Ferien wollte die Landesregierung verhindern, dass Reiserückkehrer das Virus in die Klassen schleppen. Von einem Fall der Masken war aber bereits in der geänderten Corona-Verordnung Schule vom 28. August 2021 keine Rede mehr. Hier hieß es lediglich: „Es gilt eine inzidenzunabhängige Maskenpflicht. Das heißt, auch wenn die Inzidenz unter einen bestimmten Wert fällt, gilt dennoch die Maskenpflicht. Es gelten die bisher gültigen Ausnahmen von der Maskenpflicht.“ Dieser Passus wurde seither nicht angepasst, weder in der Änderung vom 13. September 2021 noch in der aktuellen vom 27. September. Hier wurden lediglich die Kindergartenkinder und ihre Erzieher:innen von der Maske befreit.

Maskenpflicht als Sicherheitszaun

Ob und wann die Masken fallen, sei situationsabhängig. Von Kultusministerin Theresa Schopper werden Maskenpflicht, Testungen, regelmäßiges Lüften, Luftfilter und Impfungen als „Sicherheitszäune“ bezeichnet. „Die Landesregierung beobachte die Entwicklung der Pandemie genau, tausche sich regelmäßig dazu aus und stehe in ständigem Kontakt mit Fachleuten aus Wissenschaft und Medizin. Außerdem erfolge eine enge Abstimmung mit den anderen Ländern“, heißt es weiter auf der Homepage des Kultusministeriums. Gegebenenfalls könne nachgesteuert werden.

Maskenpflicht am Platz könnte fallen

Doch scheint sich hier etwas zu tun. Laut SWR aktuell sagte Regierungssprecher Arne Braun am Mittwoch, den 29. September 2021, der dpa: „Es gibt Überlegungen, die Maskenpflicht in Schulen am Platz zu überarbeiten.“ Das würde dann für den Sitzplatz gelten. In allen anderen Bereichen der Schule müsste die Maske wie bisher auch weiterhin getragen werden. Über eine mögliche Änderung soll aber erst nächste Woche gesprochen werden, wenn über die nächste Aktualisierung der Corona-Verordnung beraten werde.

Petition gestartet

Gegen die fortdauernde Maskenpflicht hat sich bereits Widerstand formiert. So hat eine Mutter aus Wertheim am 24. September bei change.org eine Online-Petition gegen die Maskenpflicht in Schulen gestartet. Stand 30. September 2021 haben bereits knapp 113.000 Menschen die Petition unterzeichnet. Die Initiatorin hat die Petition mittlerweile im Landtag eingereicht, wo sie im Petitionsausschuss geprüft wird. Die Petition läuft weiter mit dem Ziel von 150.000 Unterschriften.

Text: Sonja Bossert