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Schulunterricht in Präsenz – welche Regeln gelten?

Die Ferien gehen zu Ende, die Schule beginnt. Pandemiebedingt mit einigen Auflagen und Regelungen, die zu beachten sind. Die aktuelle Coronaverordnung des Landes legt fest, dass die Corona-Regeln für Schulen vom Kultusministerium in einer eigenen Verordnung definiert werden.
Das Ziel des Kultusministeriums ist, trotz Pandemie die Schulen offen zu halten und den Präsenzunterricht, wo immer es möglich ist, zu gewährleisten. Unter dieser Prämisse hat das Kultusministerium einen Maßnahmenkatalog vorgeschrieben:

Präsenzpflicht wieder gültig

Die Aufhebung der Präsenzpflicht wurde rückgängig gemacht, Schüler:innen können nun nicht mehr ohne weitere Angabe von Gründen zu Hause bleiben. Sollte ein Schüler, eine Schülerin oder eine Kontaktperson im Haushalt einer besonderen Risikogruppe angehören, ist eine individuelle Ausnahmeregelung mit Homeschooling möglich. Diese persönliche Situation ist ab jetzt durch ein ärztliches Attest nachzuweisen.

Maskenpflicht nach den Ferien

Es gilt eine generelle Maskenpflicht in der Schule. Ausnahmen sind streng geregelt, zum Beispiel im fachpraktischen Sportunterricht, beim Singen oder beim Spielen von Blasinstrumenten, zur Nahrungsaufnahme oder in den Pausen außerhalb der Gebäude. Die ursprünglich beschlossene Regelung, dass diese Maskenpflicht nur in den ersten 14 Tagen nach Wiederbeginn der Schule gelten soll, ist in den derzeitigen Regeln des Kultusministeriums nicht mehr zu  finden.

Ohne Maske: Zutritts- und Teilnahmeverbot

„Die Verpflichtung gilt für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie sonstige anwesende Personen. Deshalb sind z.B. auch Handwerker, die an der Schule eine Reparatur ausführen, oder auch Eltern, die zu einem Gespräch mit der Klassenlehrkraft erscheinen, dazu verpflichtet, eine Maske zu tragen. Schülerinnen und Schüler, die nicht von der Maskenpflicht befreit sind und dennoch keine Maske tragen, haben ebenso wie Lehrkräfte und andere Personen ein Zutritts – und Teilnahmeverbot“,  schreibt das Kultusministerium auf seiner Webseite.

Quarantäneregelung gelockert

Gibt es einen positiven Corona-Fall, muss nur die erkrankte Person in Quarantäne. „Enge Kontaktpersonen“ der Person gehen nicht automatisch in Quarantäne. Stattdessen gilt für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse oder Lerngruppe, in der die Infektion aufgetreten ist, fünf Schultage die Verpflichtung zu einer täglichen Testung mindestens mittels Schnelltests. Wichtig: Diese Regelung gilt nur, wenn die Einhaltung der Maskenpflicht und das regelmäßige Lüften nachgewiesen werden kann. Andernfalls kann das Gesundheitsamt trotzdem eine Quarantänepflicht anordnen.

Testpflicht

Zu diesen Maßnahmen kommt eine generelle Testpflicht: Zwei Coronatests pro Woche sind vorgeschrieben. Falls die Schule keine Tests anbietet, gelten Testnachweise anerkannter Teststellen sowie Eigenbescheinigungen der Eltern.

Übergang in Wechsel- oder Fernunterricht

Ein solcher Übergang ist nicht mehr vorgesehen. Da die Inzidenz in der aktuellen Corona-Verordnung nicht mehr die Basis für Maßnahmen ist, entfallen diese Regeln. Ziel ist es, den Präsenzunterricht offenzuhalten.

Weitere Informationen

Die oben genannten Maßnahmen entsprechen dem Stand vom Freitag, 10. September 2021.
Auf den Seiten des Kultusministeriums Baden-Württemberg sind die jeweils geltenden Regelungen abrufbar. Außerdem gibt es dort eine umfangreiche Liste mit Antworten auf häufige Fragen.

Text: Matthias Lauterer




„Nicht warten bis zum Sankt Nimmerleinstag“

Mit dem Beschluß, den Tagesordnungspunkt zu Information und Aussprache über das PEKA-Gelände zu streichen, hatte die Sondersitzung des Gemeinderats Künzelsau am 17.August 2021 bereit spektakulär begonnen (wir berichteten).

Eigentlicher Grund für diese Sondersitzung war allerdings ein Antrag der Freien, für die Kindertageseinrichtungen und die Klassenstufen 1 bis 6 insgesamt 98 Luftreinigungsgeräte aus dem Förderprogramm des Landes, das den Einstandspreis mit 50 Prozent bezuschußt, zu kaufen. Weiter sollten etwa 40 Geräte für die Klassen 7 – 12 ohne Landesförderung beschafft werden, so der Antrag.

Bürgermeister spricht sich gegen den Kauf den Antrag aus

Bürgermeister Stefan Neumann argumentierte ungewohnt vehement und mit einem ungewohnt langen Wortbeitrag gegen diesen Antrag: Diese Geräte seien kein Allheilmittel zur Verhinderung von Infektionen, sinnvoller seien – so appellierte er an die Eltern – Impfungen und er zitiert eine Studie, nach der der „flächendeckende Einsatz nicht indiziert“ sei. Laut der Studie sei lüften trotzdem notwendig, die „Luftreiniger keine Alternative zum Außenluftwechsel“ und außer dem wegen der hohen Leistung zu laut. Raumlufttechnische Maßnahmen seien sinnvoller. Außerdem sei die Stadt Künzelsau ja bereits tätig geworden: Bei allen zukünfttgen Bau- oder Renovierungsmassnahmen würden Raumluftanlagen geplant werden.

Gegenrede von Rainer Süßmann

Rainer Süßmann, kommissarischer Schulleiter der Georg-Wagner-Schule, hat bereits gute Erfahrungen mit Luftreinigern in seiner Schule gesammelt. Er vertritt den Antrag seiner Fraktion, den Freien: Die Studie, aus der Neumann zitiert, sei veraltet, außerdem seien die dort untersuchten Geräte nicht die, die der Antrag vorsehe: Die Geräte von Rosenberg oder AFS – beides regionale Firmen – seien anders dimensioniert als die Geräte aus der Studie. In der Tat ist von diesen beiden Luftreinigungsgeräten im Ratssaal nichts zu hören.

„Das sind Nebelkerzen“

„Die Geräte geben uns die Möglichkeit, die Kinder in der Schule zu lassen“, betont Süßmann und ergänzt: „Die helfen ja nicht nur gegen COVID, sondern gegen Pollen, Bakterien, andere Viren oder Schimmelsporen.“ Süßmann kamm die ablehnende Haltung der Stadtverwaltung nicht nachvollziehen: „Das sind Nebelkerzen, man will einfach diese Geräte nicht“.

Reintraut Lindenmaier will wissen, woher die beantragten Anzahl der Geräte kommen: „Wurden die Schulen gefragt, was sie wollen?“ Ja, das seien die Zahlen, die die Schulen selbst genannt haben, bekommt sie von der Verwaltung zur Antwort.

„Nicht warten bis zum Sankt Nimmerleinstag“

Herbert Schneider, der moniert: „Die Kinder stehen an letzter Stelle. Wir müssen möglichst schnell agieren und nicht warten bis zum St. Nimmerleinstag.“ Mit den unterschiedlichsten Wortbeiträgen der Gemeinderäte wird immer klarer, dass der Gemeinderat den Antrag trotz der ablehnenden Haltung der Stadt eher unterstützen, als ablehnen wird.

Bürgermeister Neumann betont nochmals, dass die von ihm zitierte Studie aus dem Juli 2021 und damit ganz aktuell sei. Sein Argument, „Quarantäne können Sie aber damit auch nicht ausschließen“ kommt bereits recht zaghaft.

„Nach Ihrem Beschlußantrag wollen Sie die Geräte, aber nach ihrem Wortbeitrag hier wollen sie sie nicht“, weist Sabine Janny (UBK) den Bürgermeister auf die Diskrepanz hin. Außerdem sagt sie: „Die Jugendlichen haben lange auf die Alten Rücksicht genommen. Das Ziel muß sein, dass die Kinder in die Schule gehen.“ Ein wenig Ironie dürfte in „Außerdem haben wir schon Geld für wesentlich weniger sinnvolle Dinge ausgegeben“ enthalten gewesen sein.

Reduktion der Virenlast in der Luft – stark verringertes Risiko

Auch für Johannes Rückgauer ist oberstes Ziel, „dass wir einen annähernd normalen Betrieb hinbekommen“. Er erklärt nochmals, warum diese Luftreinigungsgeräte das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren: Die Virenlast in der Luft sei ein auschlaggebendes Kriterium für eine Infektion – und diese werde durch derartige Geräte stark verringert.

Folgekosten

Jochen Jäger interessieren die Folgekosten der Geräte: Die Verwaltung informiert, dass pro Gerät ein Vorfilter für 30 Euro pro Jahr notwendig sei und ein HEPA-Filter für 300Euro alle 2 Jahre gebraucht werde. Ausserdem kämen Stromkosten hinzu.

Einstimmig und ohne Enthaltung!

Dem Antrag von Christian von Stetten, die Beschaffung der Anlagen für die Klassenstufen 7-12 zurückzustellen, kann sich der Gemeinderat anschließen, bevor er über den so geänderten Antrag abstimmt. Der geänderte Antrag, 98 Luftreiniger für Kindertageseinrichtungen und Klassenräume der Klassenstufen 1-6 im Rahmen der Landesförderung zu beschaffen, wurde einstimmig und ohne Enthaltung angenommen. Auch Bürgermeister Stefan Neumann stimmte also letztlich für den Antrag.

Text: Matthias Lauterer

 




The same procedure

Nie wieder sollten die Schulen geschlossen und die Schüler:innen aufgrund der Coronapandmie in den Distanzunterricht / home schooling geschickt werden. Zu groß der Schaden, der dabei entsteht und entstanden ist. Das sagten Politiker:innen quer durch die Parteien nach der ersten Coronawelle Mitte des Jahres 2o20 und viele Eltern glaubten fest daran beziehungsweise wollten es glauben. Im Dezember 2020 kam dann die große Ernüchterung. Deutschlands Klassenzimmer schlossen teilweise monatelang.

Nach nur zwei Wochen die erste Schule zu

In diesem Jahr folgte nun the same procedure wie vergangenes Jahr. Krz vor den Sommerferien, nachdem die Schulen wieder ein paar Wochen offenhatten, schworen Politiker:innen aller Couleur erneut Stein und Bein, dass die Schulen im Herbst / Winter 2021 trotz aller Wahrscheinlichkeit wieder schnell steigenden Inzidenwerten nicht mehr geschlossen werden. Die Eltern hofften nach 1,5 Jahren Homeschooling-Jahren noch mehr, dass diese Versprechen eingehalten werden würde – und auch dieses Mal wurden sie schnell enttäuscht.

Der Norden Deutschlands hat es als erstes erwischt

Die Schüler:innen in Schleswig-Holstein starteten als erstes in die Sommerferien und dementsprechend auch wieder in das neue Schuljahr. Nach nur zwei Wochen schloss bereits die erste Schule und schickte die Schüler:innen in den Distanzunterricht.

Und das, obwohl die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, noch wie viele ihrer Kolleg:innen ebenfalls betont hat, dass die Schulen aufgrund der Impfangebote und des besseren Schutzes der Risikogruppen offenzubleiben haben, weil der Schaden größer wäre, wenn man sie schlösse. Nun hat es eine Gemeinschaftsschule in Leck in Nordfriesland erwischt. Ein Schüler:innen hat Corona und hatte wohl aufgrund der Aufhebung der Gruppenbildung Kontakt zu fast allen Klassen. Die Schulleitung habe daraufhin in Abstimmung mit dem örtlichen Schulamt die Entscheidung zur vorübergehenden Schließung getroffen, bis alle 420 Schüler:innen und Beschäftigten einen PCR-Test vorweisen können.

So ist also die Realität

So ist also die Realität. Was die Bildungsministerin vor kurzem noch betonte, ist obsolet. Das örtliche Schulamt hat nun ganz anders entschieden und alle der über 400 Schüler:innen kurzerhand nach Hause geschickt, weil eine Person unter ihnen Corona hat.

Falls die lokalen Schulämter alle so entscheiden und auch künftig wegen einem Coronafall die Schulen reihenweise schließen, sind die Schulen schneller geschlossen als im Herbst / Winter 2021.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 




Realschule Künzelsau: Positiver Effekt von Luftreinigern

Seit zwei Wochen gilt nun die Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in Baden-Württemberg: Bei einer Inzidenz unter 35 ist die Maskenpflicht im Klassenzimmer aufgehoben. Am 4. Juli 2021 lag kein Landkreis in Baden-Württemberg mehr über dieser Schwelle.

Ausnahme: Positiver PCR-Test in der Schule

Eine Ausnahme gibt es: Gibt es an der Schule einen positiven PCR-Test, gilt die Maskenpflicht im Klassenzimmer wieder, so lange, bis es 14 Tage lang keinen weiteren positiven PCR-Test gibt. Dieser Fall ist an einer Künzelsauer Schule bereits eingetreten.

Kultusministerin Schopper denkt vor allem an die Schüler

Die weiteren Hygienemaßnahmen, wie Desinfektion und Lüften, blieben aber bestehen, darauf legt die neue Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) Wert. Sie hält daher die Lockerung für vertretbar, auch da das Lehrpersonal zu einem großen Teil geimpft sei und ist derMeinung: „Angesichts der niedrigen Inzidenz und der Absicherung über die Testpflicht, durch die jeder Lehrer sowie jeder Schüler und jede Schülerin an den Schulen zweimal wöchentlich getestet wird, können wir die Maskenpflicht an den Schulen vorsichtig lockern.“ Sie denkt dabei vor allem an die Schüler: „Es ist mir wichtig, dass wir bei Lockerungen auch an die Kinder und Jugendlichen denken. Sie mussten in der Pandemie zurückstecken, um die Älteren zu schützen, deswegen müssen wir sie jetzt auch bei Lockerungen berücksichtigen und ihnen Belastungen nehmen, wenn dies vertretbar ist und obgleich die Masken natürlich grundsätzlich einen wichtigen Schutz darstellten.“

Kretschmann ists trotzdem „ganz mulmig“

Trotz der aktuell niedrigen Inzidenz in Baden-Württemberg ist Ministerpräsident Kretschmann, wie man ihn kennt, vorsichtig: Insbesondere die Bilder mit feiernden Fußballfans bei der Europameisterschaft gehen ihm nicht aus dem Kopf. „Wenn ich diese Bilder sehe, ist mir da ganz mulmig“, sagt er. Aufgrund der „erhöhten Reisetätigkeit“ befürchtet er, dass Urlauber das Coronavirus, insbesondere die Delta-Variante, aus den Reiseländern, wo die Inzidenz teilweise deutlich höher als in Deutschland ist, mitbringen.
Daher kündigte er für die ersten zwei Schulwochen nach den  Sommerferien eine verbindliche Maskenpflicht an den Schulen in Baden-Württemberg an, unabhängig von der lokalen Inzidenz. Mit dieser Massnahme will er verhindern, dass sich möglicherweise mitgebrachte Viren im Unterricht verbreiten können und einen möglichst ungehinderten Schulbetrieb gewährleisten. Das teilte Kretschmann vor der Regierungspressekonferenz mit. Einige Wissenschaftler hätten die vierte Welle vorausgesagt, „und sie hatten meistens recht“, so Kretschmann.

Frühzeitige Information über Maßnahmenpakete notwendig

Rainer Süßmann, kommissarischer Schulleiter der Künzelsauer Georg-Wagner-Schule, kann die Ankündigung Kretschmanns nachvollziehen. „Im Moment sind wir alle froh, die Masken in den Klassenzimmern ausziehen zu können. Wenn die Anordnung so kommt, dann setzen wir  das auch um, der Effekt ist unstrittig, letztlich ist das nachvollziehbar.“ Allerdings fordert er, dass die Schulen über die Maßnahmen frühzeitig informiert würden, das war während des letzten Schuljahrs nicht immer der Fall.

Luftreiniger notwendig und sinnvoll

Im Gespräch verweist er auf den Effekt der Luftreiniger, die an der Georg-Wagner-Schule bereits erprobt wurden. Der Effekt sei, insbesondere in Räumen, die nicht gut zu lüften sind, deutlich spürbar. Die Landesregierung hat für „Anfang dieser Woche“ eine Aussage dazu angekündigt, wie es mit der Förderung von Luftreinigern für die Schulen in Baden-Württemberg weitergehen wird.

Text: Matthias Lauterer

 

Winfried Kretschmann bei einem Besuch im Hohenlohekreis im Juni 2020. Foto: GSCHWÄTZ

 




Einer der gefährlichsten Schulwege der Welt

Die Rotary Clubs in Schwäbisch Hall und Künzelsau / Öhringen unterstützen langjährig ein Projekt der Schülerhilfe Nepal. Diese Hilfe sichert nun den weiteren Schulausbau für zusätzliche 300 SchülerInnen aus dem schwer zugänglichen Hochland um Thambesi / Nepal. Eine aktuelle Zusage über weitere 45.000 Euro garantiert die Nachhaltigkeit des ehrenamtlichen Engagements.

Bildung als Weg aus der Armut

“Die Eltern im weiten Umkreis der bereits entstandenen Schule im schwer zugänglichen Hochland um Thambesi, ergreifen sehr gern die Chance, ihre Kinder an diese Schule zu gehen zu lassen. Die Motivation der Schüler für Schule und Bildung ist sehr hoch. Sie wird als Weg aus der Armut gesehen“, weiß Alexander Schaeff als langjähriger Rotary-Projektkoordinator für den ‚Nepal-Schulneu- & Ausbau‘ sehr genau. Er arbeitet im Länderausschuss Deutschland – Nepal auf Bundesebene dafür sehr eng mit der ‚Schülerhilfe Nepal e.V.‘ zusammen.

Verdoppelung der Schülerzahl ist gesichert

Alle, von den beiden regionalen Rotary Clubs Schwäbisch Hall und Künzelsau / Öhringen gesammelten Gelder, fließen genau dahin, wofür sie vorgesehen sind. Bisher waren das der erste Bauabschnitt des Schulgebäudes für 300 SchülerInnen im Jahr 2016, die Ausstattung eines Computerlabors und der Anschluss einer Solaranlage in den Jahren danach. Bereits 87.000 Euro wurden von allen Unterstützern seit 2014 dafür insgesamt fest zugesagt, 42.000.- € sind bereits geflossen. „So kann die Schule für 600 Kinder bald verdoppelt werden. Für dieses schwer zugängliche Gebiet ist das eine Riesenschule“, weiß Schaeff, da er vor Ort war und in engem Kontakt mit dem Architekten und der Schülerhilfe steht. Er weiß auch, dass die Gemeinde Thambesi ihren Eigenanteil in Form von Baumaterial und Arbeitskräften wieder leisten wird. Aktuell muss der Ausbaustart warten, denn auch in Nepal steht wegen Covid-19 vieles still.

Tatkräftige Unterstützung in schwieriger Zeit

Die aktuelle und schwierige Situation, hat die beiden Serviceclubs mit ihren Präsidenten, Manfred Koller von Schwäbisch Hall und Klaus Wittig von Künzelsau / Öhringen nicht davon abgehalten, das Vorhaben insofern weiterzutreiben, dass auch schon die kommenden ClubpräsidentInnen involviert wurden. „Wir und unsere Nachfolger und Nachfolgerinnen im Präsidentenamt, haben unsere volle Unterstützung für dieses nachhaltige Clubengagement zugsichert“, bekräftigen sie. Das ist ein gutes Bekenntnis für sinnvolles und nachhaltiges Ehrenamt, was dem Servicegedanken von Rotary zu 100% entspricht.

Quelle: Pressemitteilung der Rotary Clubs Schwäbisch Hall und Künzelsau / Öhringen

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

 




Dieses Schuljahr gehört gestrichen

Was war Deutschland kulant im ersten Coronalockdown zwischen März und Juli 2020. Schüler:innen durften nicht sitzenbleiben angesichts des monatelangen homeschoolings. Neuer Stoff durfte eigentlich nicht im homeschooling vermittelt beziehungsweise musste mindestens von der Lehrkraft im Klassenzimmer wiederholt werden und dann erst durfte er in Klassenarbeiten und Tests abgefragt werden.

Eltern sind nach wie keine ausgebildeten Lehrer:innen

Das ist nun mit dem neuen Schuljahr alles Schnee von gestern. Der Grund: Homeschooling läuft ja nun viel besser als noch im ersten Lockdown, was ja auch durchaus stimmt. Er ist besser organisiert. Dennoch darf man nicht vergessen: Eltern sind nach wie keine ausgebildeten Lehrer:innen. Es gibt nicht ohne Grund ein mehrjähriges Studium hierfür. Immerhin zwischen 3.700 und 3.800 Euro verdienen bade-württembergische Grundschullehrer jeden Monat. Das ist uns die Bildung unserer Kinder wert. Nun sind es aber doch seit über einem Jahr im Wesentlichen die Eltern, die den Kindern den Stoff vermitteln. Im Homeschooling gibt es zwar nun eine Handvoll mehr Stunden Videounterricht in der Woche. Der Großteil des (neuen) Stoffs wird aber weiterhin von den Eltern beigebracht, die auch nach über einem Jahr Lockdown, nach wie vor neben dem Lehrerdasein noch häufig irgendwo anders arbeiten. Also kann der neue Stoff vielleicht nicht so vertiefend erklärt und beigebracht und/oder überprüft werden wie im Klassenzimmer. Geschweige denn, dass nicht jedes Elternteil an den weiterführenden Schulen den Stoff den Kindern erklären kann. Man denke nur an Fächer wie Französisch oder Chemie.

Biildungsschwache und berufstätige Eltern und ihre Kinder haben das Nachsehen

So sind nach wie berufstätige Eltern doppelt belastet und damit benachteiligt, aber auch bildungsschwache Familien, die ihren Kindern nicht so unterstützen können beim digitalen Lernen oder Eltern, die selbst in einem anderen Bildungssystem groß geworden sind. Ein Grundschulkind, das etwa aus einem anderen Land kommt und dessen Eltern beide nicht gut Deutsch sprechen und das vielleicht zu Hause nur ein Zimmer mit seinen Geschwistern zusammen hat, hat schon mal schlechtere Voraussetzungen beim digitalen Lernen, wie ein Kind, das eigenen ruhigen Platz zum Lernen hat, seinen eigenen PC-Zugang, und Eltern, die Zeit und das Wissen haben, alles zu erklären, falls nötig.

Das Resultat: Die Arm-Reich-Schere klafft in einem Land, wo nach wie vor noch häufig die Kinder in die schulischen und beruflichen Fußstapfen ihrer Eltern treten (Vater Arbeiter > Sohn Arbeiter; Vater Akademiker > Sohn Akademiker) noch weiter auseinander. Soziale Unterschiede verfestigen sich.

Dieses Schuljahr noch mehr homeschooling als im vergangenen Jahr

Dieses Schuljahr setzt nun bislang noch mehr auf Homeschooling als das vergangene. Im vergangenen Jahr fand zumindest die erste Hälfte des Schuljahres im Klassenzimmer statt. In diesem aktuellen Schuljahr nun waren es gerade mal ein paar Wochen am Anfang.  Auch in diesem Jahr muss daher das Sitzenbleiben entfallen, zu unterschiedlich sind die Lernbedingungen der Schüler:innen und damit das Gleichheitsprinzip, das gelten sollte.

Lehrer müssen Nachholkurse anbieten

Stattdessen müssen  nun nachmittags, samstags oder in den Ferien Nachholkurse angeboten werden – von den Lehrern. Und zwar flächendeckend. Damit alle Schüler:innen ab September 2021 auf einem annähernd gleichen Niveau starten können.

Klassenarbeiten sind gerade einfach fehl am Platz

Es kann auch nicht sein, dass Kinder monatelang von den Eltern zu Hause unterrichtet werden und, sobald sie ein paar Tage in die Schule dürfen, dieses neu gelernte Wissen in Tests und Klassenarbeiten abgefragt und benotet wird. Zuerst muss wieder ein normaler Unterricht stattfinden mit einer Wiederholung des zu Hause gelernten Stoffes. Erst dann dürften Noten vergeben werden. Wir befinden uns aber aktuell in einer absoluten schulischen Ausnahmesituation, wo Tests und Klassenarbeiten einfach fehl am Platz sind.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




„Eine Pause ist für alle gut, denn Corona war für viele sehr stressig, sowohl für Lehrer als auch für die Schüler“

Der Coronavirus hat schon zu viel zu verantworten und jetzt beschert er uns Schülern auch noch länger Ferien. Für Schüler hört es sich nicht schlecht an, wenn verkündet wird, dass sie mehr Ferientage bekommen. Das heißt, es sind jetzt schon ab dem 16. Dezember 2020 Ferien, anstatt erst am 23. Dezember 2020. Aber auch hier gibt es Haken, welche nicht mit Freude aufgenommen werden. Auch die Schüler sind sich nicht sicher, wie sie alles aufnehmen sollen. Sofie Taube, Schülerin aus Künzelsau, ist zwiegespalten, wie sie äußert und nicht nur ihr geht es so. Ein Artikel von Cora-Lee Pusker, Schülerin in Künzelsau (der Text entstand vor den Beschlüssen am 04. und 05. Januar 2020, dass der Präsenzunterricht mindestens bis Ende Januar 2021 weiterhin nicht stattfindet an den Schulen).

Alles kann sich von einem auf den anderen Tag verändern

Viele sind verunsichert, da sich alles von einem auf den anderen Tag verändern kann, wie man genau in dieser Situation gemerkt hat. Anfangs hieß es noch es sollten nur zwei Tage früher Ferien sein, mit Homeschooling für die Klassen, welche über der achten Klasse sind und Notbetreuung für die Klassen, welche unter der achten Klasse liegen. Jetzt wurde dieses Konzept umgeworfen und festgelegt, dass nun schon ab dem 16. Dezember die Ferien anfangen sollen. Dieses aber ohne Homeschooling, sondern mit freiwilligen Aufgaben für die Schüler.  Ausgenommen hiervon sind die Abschlussklassen, welche regulär in die Schule müssen.

Schüler verstehen die Strategie nicht

Wenn man sich unter den Schülern umhört, merkt man schnell, wie viele verschiedene Emotionen bei diesem Thema hochkochen. Die am stärksten verbreitetsten sind Freude, aber auch manchmal Verständnislosigkeit. „Wer freut sich nicht über mehr Ferien?“ Auch ich muss zugeben ich war nicht traurig, als ich davon gehört habe. Und noch besser hat mir gefallen, dass es wirklich Ferien sind und kein Homeschooling, also Unterricht von Zuhause aus. Hier stellt sich mir allerdings eine Frage, warum wurde bei den zwei Tagen früher Ferien festgelegt, dass Fernunterricht sein soll, aber bei eineinhalb Wochen früher nicht? Ich finde dies sehr fragwürdig, denn es ist Stoff von eineinhalb Wochen, der nachgeholt werden muss, während der Stoff von zwei Tagen einfacher zum Nachholen gewesen wären.

„Unlogisch“

Auch Sofie Taube findet das unlogisch. Sie versteht nicht, warum man bei den zwei Tagen mehr Fernunterricht gemacht hätte, aber nicht bei den eineinhalb Wochen mehr. Dennoch genießt sie es, so wie es ist, auch wenn es in ihren Augen nicht sinnvoll scheint. Sie sieht die Ferien als Erholung von dem ganzen Schulstress vor Weihnachten. Denn wie sie erklärt werden vor den Weihnachtsferien sehr viele Arbeiten sowie Tests geschrieben. Für sie ist es eine ersehnte Pause, auf die sie hingearbeitet hat. Auf die Frage, ob sie denkt, dass man den Schulstoff gut nachholen könne, meint sie, dass sie zuversichtlich ist, denn letztes Schuljahr beim ersten Lockdown hat sie dies auch hinbekommen. Sie erzählt auch, dass sie freiwillige Aufgaben bearbeitet oder auch an manchen Konferenzen über das Internet, die angeboten werden für Schüler die möchten, teilnimmt, um im Thema zu bleiben und vielleicht eine gute Unterrichtsnote zu bekommen. Allerdings vermisst sie in ihren Ferien ihre Freunde, mit denen sie sich gerade nicht treffen kann, aufgrund der vielen Beschränkungen, aber auch die Weihnachtsstimmung vermisst Sofie, denn die kam bei ihr durch die traditionellen Weihnachtsmärkte auf, welche dieses Jahr auch abgesagt wurden aufgrund des Coronavirus‘.

„Es bringt insgesamt mehr im Kampf gegen das Coronavirus“

William Liebschner aus Kupferzell findet die eineinhalb Wochen mehr Ferien sinnvoll. „Es bringt insgesamt mehr im Kampf gegen das Corona Virus. Es ist alleine schon wegen der hohen Infektionszahlen sinnvoll und vor Weihnachten kommt nicht mehr viel Stoff neu dazu.“ Aber wäre es dann trotzdem nicht doch sinnvoller gewesen, die eineinhalb Wochen noch Fernunterricht zu machen? Immerhin war es, als es noch hieß, die Schüler gehen nur zwei Tage früher in die Ferien geplant, dass Fernunterricht stattfindet. Dies kann William auch nicht ganz nachvollziehen, dennoch trauert er dem nicht nach und genießt seine Ferien so gut es geht, auch wenn es nicht die wie sonst traditionellen Weihnachtsferien sind.

„Eine  Pause ist für alle gut“

In Weihnachtsstimmung ist Tabea Nannie, Schülerin der zehnten Klasse, gekommen. Sie findet die zusätzlichen Ferien fantastisch, wie sie sagt. Denn dieses Mal hatte sie noch Zeit sich entspannt und ohne Stress auf die Weihnachtszeit einzulassen. „Die Ferien sind nicht so kurzfristig vor Weihnachten, dieses Mal hat man noch etwas Vorlauf. In dieser Zeit kann man wunderbar in die Weihnachtszeit reinkommen. Und ich genieße meine Ferien, in dem ich viel Zeit mit meiner Familie verbringe und die Schule einmal links liegen lasse. Eine Pause ist für alle gut, denn Corona war für viele sehr stressig, sowohl für Lehrer als auch für die Schüler. Und mit den zusätzlichen Ferien hat man dem Ganzen den Schwung genommen.“  Allerdings ist sie skeptisch, ob es wie geplant am 11. Januar 2021 mit der Schule weitergeht, denn auch wenn sie denkt, dass sich bei den eineinhalb Wochen mehr Ferien Gedanken gemacht wurden im Kampf gegen Corona, ist es ein Ziel, Zeit zu gewinnen und dann wäre es in ihren Augen ein Rückschritt, wenn an diesem Tag die Schule weitergeht, wie sie sagt. „lieber sollte man zuhause bleiben auch, wenn es schwerfällt.“

Niemand weiß, wie es mit dem Unterricht weitergeht

Auch die Regierung muss nun über das weitere Vorgehen abstimmen. Auch ich, als Schülerin, bin gespannt und hoffe, dass es mit Präsenzunterricht weitergehen kann.*

Text: Cora-Lee Pusker

Am 11. Januar 2021 wäre der eigentlich erste geplante Schultag nach den Ferien, nun ist klar, dass es mindestens bis Ende Januar 2021 keinen Präsenzunterricht geben wird aufgrund der Coronalage (wir berichteten).

Der leere Eingangsbereich der Bischof-von-Lipp-Schule. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Kultusministerkonferenz: vorerst kein Präsenzunterricht

Die 16 Kultusminister:innen haben sich in ihrer Sitzung vom Montag, den 04. Januar 2021, darauf festgelegt, dass die Schulen – sofern auch die sonstigen Lockdown-Maßnhmen verlängert werden – weiterhin keinen Präsenzunterricht anbieten. Die Entscheidung über die Fortführung des Lockdowns wird bei der morgigen Sitzung der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin getroffen werden.

Stufenplan für die Wiedereinführung des Präsenzunterrichts

Die Kultusministerkonferenz schlägt einen Stufenplan bei Lockerungen der Maßnahmen vor: Erst sollen die unteren Klassen von 1-6 wieder Präsenzunterricht erhalten, danach soll es für die höheren Klassen einen Präsenzunterricht mit Wechselunterricht geben und erst in einem dritten Schritt soll der klassische Präsenzunterricht für alle wieder aufgenommen werden. An welche konkreten Bedingungen, zum Beispiel Inzidenzzahlen, diese Stufen geknüpft sein sollen und ob es dafür bundeseinheitliche Kriterien geben wird, wurde noch nicht bekannt. Daher ist derzeit auch nicht klar, ab wann es wieder losgehen soll mit Präsenzunterricht. Für Abschlussklassen soll es besondere Regelungen geben, um eine angemessene Prüfungsvorbereitung zu gewährleisten.

Informationen über Aufnahme des Unterrichtsbetriebd folgen

In Baden-Württemberg beginnt der Unterricht nach den Weihnachtsferien eigentlich regulär am 11. Januar 2021. Dem Kultusministerium bleiben also einige Tage, um genaue Informationen über den Unterrichtsbetrieb zu veröffentlichen. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann plädierte in den vergangenen Tagen für einen unmittelbaren Wiederbeginn des Präsenzunterrichts und musste dafür viel Kritik einstecken.

Ob und wie ein adäquater Onlineunterricht im Januar 2021 für die Schüler:innen ausschauen wird und welche Betreuungsangebote es für Kinder gibt, deren Eltern arbeiten gehen müssen, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Lockdown soll voraussichtlich bis Ende Januar 2021 verlängert werden. Die Entscheidung darüber fällt voraussichtlich am Dienstag, den 05. Januar 2020.

Text: Matthias Lauterer




Ja, was jetzt – auf oder zu, Frau Eisenmann?

Zuerst wagte sich Dr. Susanne Eisenmann vor. Es ist noch nicht mal Silvester und damit noch gefühlt Lichtjahre entfernt bis zum Ende der Weihnachtsferien – insbesondere in der Coronazeit, in der jeder Tag ein neues Überraschungsei zum Vorschein bringen kann.

Zu, auf, zu, auf – so schaut Planungssicherheit aus

Aber die baden-württembergische Kultusministerin ließ schon mal verlauten, dass sie nichts davon halte, die Schulen nach den Ferien weiter geschlossen zu halten. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/eisenmann-praesenzunterricht-in-schulen-im-januar-100.htmlNur wenig später stellte wiederum der Regierungssprecher der Bundesregierung in den Raum, dass er nicht glaube, dass ab dem 10. Januar 2020 wieder alles offen haben werden. Was genau er damit meinte, bleibt erst einmal im Dunkeln. Erst am 05. Januar 2020 wollen die Länderchefs auch über die mögliche Wiedereröffnung der Schulen beraten.

Auch manche Lehrer haben mit digitalem Unterricht so ihre Probleme

Bereits vor den Ferien ließen die Schulen im Ländle in diversen Elternbriefen verlauten, dass die Schulen „mindestens“ bis 10. Januar 2020 geschlossen bleiben. So viel Planungssicherheit war selten. Eisenmann legte die Betonung denn auch auf die Öffnung der Grundschulen, da jüngere Schüler sich schwerer tun mit digitalem Unterricht. Man möchte hier instinktiv hinzufügen: Nicht nur die Schüler, auch manche Lehrer haben damit so ihre Probleme. Aber dazu später.

Noch immer kein digitales Konzept

Die überraschende Schließung der Schulen eine Woche vor den Weihnachtsferien ließ schon diverse Eltern ins Schlingern kommen, die nebenbei noch arbeiten. Aber nicht nur das Akzeptanzproblem gegenüber dem Arbeitgeber bei einer gefühlten Arbeitsunterbrechung von mittlerweile an die 180 Tage im Coronajahr 2020 bereitet vielen Kopfzerbrechen. Hinzu kommt ein in vielen Schulen nach wie vor nicht ansatzweise vorbereitetes adäquates Homeschooling-Konzept. Vor den Ferien bekamen viele Schüler (freiwilligen) Lernstoff mit, allerdings verabschiedeten sich die Lehrer parallel dazu schon mal in die Weihnachtsferien.

Arbeitsblätter an der Schule abholen

Und auch sonst scheint man wenig dafür getan zu haben, den digitalen Unterricht voranzubringen. Digitaler Unterricht gibt es an vielen (Grund-)Schulen tatsächlich immernoch nicht. Lehrer drucken stattdessen Blätterstapel aus, die es dann in Coronazeiten mit Maskenpflicht, Abstand halten und allen anderen AHA-Regeln einzuhalten gelte. Da ist es schon ein Meilenstein, wenn Arbeitsblätter als pdf per E-Mail verschickt werden und das nicht einmal in einer Woche oder noch seltener, sondern jeden Tag das, was die Kinder am Tag darauf machen sollen. So wären es immerhin mundgerechte Häppchen und nicht ein riesiger Truthahn, den sich die Kleinen selbst irgendwie zurechtschneidern müssen.

Der Kontakt zur Lehrkraft fehlt, ist aber unabdingbar

Weiter sind da schon die Schulen, die eine Lernplattform anbieten, in welcher sie die Aufgaben zum Bearbeiten stellen. Aber auch hier braucht es einen aktiven Kontakt mit dem Lehrer, am besten täglich. Schulen wie in Mulfingen und die Anne-Sophie-Schule haben gezeigt, dass es möglich ist, jedem Schüler mit einem Tablet auszustatten. Der Hohenlohekreis ist kein armer Landkreis, hinzu kommen etliche Firmen, die in diesem Bereich sicher finanziell auch unterstützen würden. Auf diesem Tablett sollten dann nicht nur Videokonferenzen stattfinden, sondern auch digitaler Frontalunterricht. Sprich: Es reicht nicht aus, sich nach dem Wohlbefinden eines jeden einzelnen zu erkundigen – was sicher auch wichtig ist, aber zum Schulunterricht gehört nun mal auch Wissensvermittlung). Stattdessen sollte die Lehrkraft daher neue Dinge an der Tafel oder auf einem Blatt erklären und sich beziehungsweise den neuen Stoff dabei filmen. Diesen Unterricht verfolgen die Kinder dann an ihren PCs oder Tablets zu Hause und haben die Möglichkeit, durch gewisse Symbole anzuzeigen, wenn sie Fragen haben.

Aber bis es so weit ist, sitzen die Kinder eventuell ab Januar 2020 wieder weitestgehend auf sich gestellt zu Hause und arbeiten stundenlang alleine Aufgabenblätter ab, mit der Unterstützung ihrer Eltern, die nebenbei auch noch ihrer anderen Arbeit nachgehen, die sie oft noch haben. Das ist alles andere als mustergültig für das Musterländle.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 




Schon wieder: Graffiti-Schmiererei in Künzelsau

In der Nacht von Dienstag, den 24. November 2020, auf Mittwoch, 25. November, verzierten Unbekannte den Eingang einer Künzelsauer Schule mit Graffiti. Die Schmierer gingen zwischen 18.30 Uhr am Dienstagabend und 7.20 Uhr mittwochmorgens zu Werke und hinterließen mehrere Tags.

Zeugen, die Hinweise auf die „Künstler“ geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 07940/9400 beim Polizeirevier in Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 26.11.2020