1

Hunderte Schüler jobbten für den guten Zweck

Am Mittwoch, den 05. Dezember 2018, arbeiteten wieder viele Jugendliche im Hohenlohekreis für einen guten Zweck. Die Aktion Mitmachen Ehrensache bietet Schülern bereits seit dem Jahr 2004 eine gute Gelegenheit mit Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Jugendliche ab der 7. Klasse arbeiten einen Tag in einem Betrieb, einer Einrichtung oder einem Geschäft ihrer Wahl. Sie verzichten auf ihren Lohn und spenden diesen an ausgewählte soziale Zwecke. Mit ihrem Arbeitseinsatz knüpfen die Schüler damit erste Kontakte in die Berufswelt und beweisen zeitgleich soziales Engagement. Die Leiterin des Aktionsbüros, Kreisjugendreferentin Yasemin Serttürk, besuchte einige Schüler bei der Arbeit.

 

Lohn wird für einen guten Zweck gespendet

 

Der Schüler Luca Haaf, 13 Jahre alt, hat sich zusammen mit zwei Klassenkameraden vom Ganerben-Gymnasium bei RECA NORM GmbH in Kupferzell beworben. Luca ist in der Haustechnik tätig und wird hierbei vom Auszubildenden Maksim Paskevic angeleitet. Er hat in der Vergangenheit bereits selbst als Schüler der Realschule Öhringen bei der Aktion mitgemacht und freut sich umso mehr, dass er nun als Azubi im Betrieb einen Schüler anleiten darf. Lucas Klassenkameraden, Johannes Teklewold und Mattis Salzer, sind hingegen im Bereich Lager und Logistik unterwegs und werden dort von Ausbildungsleiter Tim Walter unter die Fittiche genommen. Gemeinsam mit den drei weiteren Schülern Dennis Frank, Chris Schmid und Lukas Christ durchlaufen die Jungs insgesamt drei verschiedene Stationen in der großen Lagerhalle. Dem Betrieb ist es wichtig, dass die Schüler zumindest im Schnelldurchlauf die Möglichkeit bekommen, unterschiedliche Bereiche der Arbeit kennenzulernen. Tim Walter erklärt: „Uns ist die Arbeit mit jungen Menschen wichtig. Wir engagieren uns in vielerlei Hinsicht – seien es Praktika, Ferienjobs oder Ausbildungen. Wir versuchen, die Jugendlichen so gut wie möglich zu begleiten und auch denen eine Chance zu geben, die sonst vielleicht keine Ausbildungsstelle finden würden“.

Ausbildungsleiter Tim Walter erklärt Chris Schmid und Mattis Salzer den Ablauf, bevor sie selbst mit anpacken dürfen. Im Lager bei der Firma RECA NORM GmbH gibt es viel zu tun. 
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

 

„Weil es gut tut, Menschen zu helfen. Und das verschafft eine innere Befriedigung.“

 

Eine weitere Arbeitsstelle ist die „Motorrad- und Quadfactory Umbach GmbH“ im Pfedelbacher Ortsteil Windischenbach. Motorräder, Quads, Helme, Handschuhe, Zubehör wohin das Auge reicht – und mittendrin Kelly Steinwedel, 14 Jahre, Botschafterin der Aktion Mitmachen Ehrensache. Kellys Eltern sind am Aktionstag zugleich ihre Chefs, ihnen gehört der Laden. Dadurch, dass Kelly bereits öfter in den Ferien und zwischendurch ausgeholfen hat, findet sie sich schnell zurecht und kann direkt mit anpacken. Warum sie Botschafterin wurde und beim Aktionstag mitmacht? „Weil es gut tut, Menschen zu helfen. Und das verschafft eine innere Befriedigung.“

Auch in der Motorrad- und Quadfactory Umbach GmbH in Windischenbach steht Weihnachten vor der Tür. Kelly Steinwedel, Botschafterin der Aktion Mitmachen Ehrensache, schmückt hierzu die motorisierten Zweiräder.
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Auch das Landratsamt Hohenlohekreis ist mit dabei und stellt 14 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Schülerinnen Lara Schäfer und Nelli Rimmer, beide von der kaufmännischen Schule Öhringen, helfen bei der Kulturstiftung mit und kuvertieren das neue Programm. Warum sie sich engagieren? Nelli lacht und sagt „Für’s gute Gewissen!“ und ergänzt kurz darauf „Warum nicht?“. Es sei immerhin für eine gute Sache und zudem könne man das Engagement im Zeugnis bescheinigen lassen, sagt Lara.

 

„Es ist einfach toll zu sehen, wie viele Jugendliche mitmachen.“

 

Kreisjugendreferentin Yasemin Serttürk ist begeistert. „Es ist einfach toll zu sehen, wie viele Jugendliche mitmachen. Ohne den Einsatz der Schülerinnen und Schüler, aber auch ohne die vielen engagierten Arbeitgeber, wäre die Aktion nicht möglich. Aber auch den Botschafterinnen und Botschaftern ist es zu verdanken, dass die Aktion im Hohenlohekreis so bekannt ist.“ Das Botschafteramt ist für all jene Schülerinnen und Schüler interessant, die sich über den Aktionstag hinaus für Mitmachen Ehrensache engagieren möchten. Zu den Aufgaben der Botschafter gehört es unter anderem, die Aktion mit dem Kreisjugendreferat vorzubereiten, Werbung dafür an den Hohenloher Schulen zu machen und gemeinsam über die Spendenvergabe zu entscheiden. Wer Interesse daran hat, ins Botschafterteam aufgenommen zu werden, kann sich beim Aktionsbüro melden unter jugendreferat@hohenlohekreis.de .

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Öhringen: Schüler mit Waffe bedrohte laut Polizei niemanden

Am Dienstag, den 04. Dezember 2018, kam es in einer Berufsschule in der Straße Am Maßholderbach in Öhringen zu einem Einsatz der Polizei. Die Meldung lautete, dass in der Schule ein 17-jähriger Schüler mit einer Schusswaffe bewaffnet damit drohte „alle umzulegen“.

Als Ergebnis der weiteren Sachverhaltsabklärung ergab sich, dass es entgegen der ersten Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn zu keinerlei Bedrohungen durch den Schüler kam.

Nach bisherigem Erkenntnisstand soll der 17-Jährige seinen Mitschülern die zuvor besorgte Schreckschusswaffe gezeigt und mit dieser geprahlt haben. Die Mitschüler meldeten dies umgehend dem Schulleiter, der seinerseits die Polizei verständigte. Die Polizeibeamten trafen den 17-jährigen Schüler in der Schule an und konnten ihn widerstandslos festnehmen.

Der Schüler befindet sich mittlerweile in stationärer ärztlicher Behandlung.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 05. Dezember 2018

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Öhringen Innenstadt




Öhringen: Schüler droht, alle umzubringen

Am Dienstag, den 04. Dezember 2018, kam es zu einem Einsatz der Polizei an der Richard-von-Weizsäcker-Berufsschule in Öhringen. Die Polizei wurde verständigt, nachdem ein 17-jähriger Schüler mutmaßlich damit gedroht hatte mit einer Schusswaffe „alle umzulegen“. Um zirca 14 Uhr konnte der 17-Jährige durch Polizeibeamte im Schulgebäude angetroffen werden. Eine Schusswaffe konnte bei ihm aufgefunden werden. Diese stellte sich als Soft-Air Pistole heraus. Ermittlungen zu den Hintergründen und zu dem Motiv des Schülers dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Öhringen Innenstadt




Der Druck auf alle steigt

 

// Oberschulamt Künzelsau bestätigt Lehrerengpass an den Schulen im Kocher- und Jagsttal
 
// Stundenausfall, Förderunterricht gestrichen, Krankheit: besonders Grundschulen haben zu kämpfen

Wenn Katrin* von der Grundschule nach Hause kommt, beeilt sich Mama Christina K. mit dem Kochen, damit die Viertklässlerin so früh wie möglich mit ihren Hausaufgaben beginnen kann. In der Regel sind es zwei Blätter in Deutsch und in Mathe. „Aber das ist leider nicht alles“, seufzt die Mutter. Hausaufgaben am Wochenende seien die Regel, Arbeitsblätter für die Ferien ebenso. Thomas M. stimmt zu. Der Vater einer Zweitklässlerin ergänzt: Hinzu kämen jeden Tag Schreibübungen, die die Kinder mit den Eltern gemeinsam erledigen müssten. Lesen üben sei ebenso tägliches Pflichtprogramm, ergänzt Mutter Maren die GSCHWÄTZ-Runde. Wir haben Eltern aus dem Hohenlohekreis gebeten, uns über den Schulalltag ihrer Kinder zu berichten. Alle scheinen sich zu fragen: „Was lernen unsere Kinder überhaupt noch in der Schule?“

 

Ein Lehrer an einer Grundschule im Hohenlohekreis berichtet von der Kehrseite der Medaille: „Ich arbeite mittlerweile manchmal 80 Stunden in der Woche“. Das Problem: „Wir haben eine Unterversorgung an Lehrern besonders in den Grundschulen“, sagt er und vermutet, dass das mit dem niedrigeren Gehalt zusammenhängt, das Grundschullehrer im Vergleich zu anderen Lehrern an weiterführenden Schulen bekommen.

 

Alois Schmitt vom staatlichen Schulamt Künzelsau bestätigt einen Engpass an Lehrern besonders an den Grundschulen. Er führt diesen Engpass zum einen auf die aktuelle Pensionierungswelle zurück. Viele Lehrer sind in den Ruhestand gegangen oder stehen kurz davor. Zum anderen unterrichten an Grundschulen überproportional viele Frauen. Derzeit seien viele von ihnen in Mutterschutz gegangen.

 

Das Schulamt ist nicht nur für den Hohenlohekreis zuständig, sondern auch für den Main-Tauber-Kreis sowie den Haller Kreis. „Wir können Schulen derzeit so versorgen, dass sie arbeitsfähig sind“, mehr aber auch nicht, so der Schulamtsdirektor. Sprich: Zusätzliche Angebote wie Förder- und Schwimmunterricht sowie AGs stehen auf der Kippe, wenn sie nicht bereits gestrichen wurden. Das nächste Problem: Wird ein Lehrer krank, muss der Unterricht des Öfteren ausfallen, weil es oft keine Vertretungslehrer gibt. „Wir haben keine Lehrerreserven mehr,
die wir eigentlich bräuchten, zum Beispiel, wenn ein Kollege krank wird.“

 

Eine für Schmitt akzeptable Notlösung sei hier aber Vertretungsunterricht, indem ein Lehrer zwei Klassen parallel unterrichtet. „Er muss dabei nicht ständig im Zimmer sein“, sagt Schmitt und betont: „Wir haben hier ein Luxusproblem.“ Sprich: Viele würden auf hohem Niveau jammern, weil man in der Vergangenheit sehr hohe Standards gewohnt war. Aber was sei schlimm daran, wenn nun wieder Grundschulklasssen ob des Lehrermangels zusammengelegt werden und statt 15 und 12 Schüler es eine große Klasse mit 27 Schülern gäbe?, fragt er. Das sei früher normal gewesen.

 

Eltern und Lehrer wiederum sehen genau in diesen immer größeren Klassen das Hauptproblem: Individueller Unterricht sei kaum möglich, berichtet eine Lehrerin. Nachdem das Land Mathe- und Deutschstunden gekürzt habe, sei es noch schwieriger, ausreichend Zeit zum Lesen, Rechnen und Schreiben zu finden. In der Regel komme jedes Kind einmal dran mit Lesen in der Deutschstunde. Das führt dazu, dass die Basics in der Schule gelernt werden, das vertiefende wiederholende Lernen, die Schreib- und Rechenübungen hierzu jedoch immer mehr nach Zuhause verlagert werden. Manche Eltern berichten von Hausaufgaben, die sich nicht selten bis in den Abend ziehen.

 

Für viele Eltern eine enorme Belastung, zumal in immer mehr Familien beide Elternteile arbeiten.

 

Aber auch „die Belastung der Lehrkräfte hat zugenommen“, sagt Alois Schmitt. Bei so genannten „verlässlichen Grundschulen“ müssten die Kinder in der eigentlichen Schulstundenzeit trotz Stundenausfall irgendwie betreut werden. Bei den Gemeinschaftsschulen hätten die Lehrer zusätzliche Aufgaben wie Coaching-Gespräche mit ihren Schützlingen zu führen.
Diverse Regelschulen bieten, wie von der Landesregierung Baden-Württemberg forciert, Inklusionsklassen für Kinder mit und ohne Behinderung an (wir berichteten), aber nicht immer
steht hierfür genügend Personal zur Verfügung.

 

Hans-Jürgen Saknus, der stellvertretende SPD-Kreisverbandsvorsitzende des Hohenlohekreises, kritisiert die Sparpolitik der derzeitigen baden-württembergischen Landesregierung. Er wünscht sich nicht nur mehr Lehrer, sondern auch mehr Sozialarbeiter an den Schulen vor Ort – was eigentlich auch einmal angestrebt gewesen sei – sowie eine Entlastung der Schulleiter im Verwaltungsmanagement – in Form von Assistenten. Das sei „aber alles wieder weggestrichen worden“.

Einst Musterländle auch in der Bildungspolitik dümpelt Baden-Württemberg bei diversen Studien – etwa bei der Grundschulvergleichsstudie IGLU oder beim IQB-Bildungstrend 2016 vom Institut zur Qualitätssicherung im Bildungswesen – teils auf den letzten Plätzen herum.

Mitte 2017 stellte Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann ein neues Qualitätskonzept vor, das 2018 an den Schulen umgesetzt werden soll. Die Maßnahmen laut einer Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 02. Januar 2018 lauten unter anderem:

// Die Methode „Schreiben nach Gehör“ wird abgeschafft

// Die Grundschulen erhalten durch eine Erhöhung der Stundentafel und die Verschiebung des Fremdsprachenunterrichts mehr Lernzeit in Deutsch und Mathematik

// Das Kultusministerium entwickelt einen Rechtschreibrahmen für die Klassen eins bis 10. Dieser soll im Schuljahr 2018/19 an alle Schulen gehen und verbindliche Vorgaben für den Rechtschreibeunterricht enthalten

// Die Realschulen mit ihrer sehr heterogen zusammengesetzten Schülerschaft bekommen Poolstunden zur intensiveren Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler

// Eine Reform der gymnasialen Oberstufe schafft zusätzliche Möglichkeiten der Profilbildung. Die Schüler sollen Schwerpunkte für vertieftes Wissen setzen können, was der Studierfähigkeit und der beruflichen Orientierung zugute kommt

// Schulleitungen sollen bei Verwaltungsaufgaben entlastet werden

 

Auch die Gemeinschaftsschulen kämen nicht zu kurz. In einer Pressemitteilung vom 14. Juli 2017 heißt es: Die Landesregierung habe für den Ausbau der Ganztagsschule und der Inklusion zusätzliche Stellen geschaffen.

 

Während sich ein Lehrermangel an den Grundschulen breitmacht, haben die Gymnasien einen Bewerberüberschuss. Hinzu kommen steigende Schülerzahlen an den Grundschulen sowie „ein erheblicher Mehrbedarf an Lehrkräften“ durch Zuwanderung und der Herausforderung der Integration“. Dem gestiegenen Bedarf stehe eine geringere Zahl von Neubewerbern gegenüber. Daher können nun auch Gymnasiallehrer an Grundschulen unterrichten. Sie werden jedoch wie ihre Grundschulkollegen bezahlt, betont Schulamtsdirektor Alois Schmitt auf Nachfrage.
Früher sei die Versorgung der Schulen mit Lehrern bei 120 Prozent gelegen, heute bei 100 Prozent, so Schmitt. Unter 100 Prozent werde es schwierig. Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg, forderte die Landesregierung jüngst auf, mehr Geld für Bildung in die Hand zu nehmen.

 

// Angst vor Konsequenzen

Wir haben uns mit Eltern, Lehrern, Schülern und Schulleitern aus dem Hohenlohekreis über die Bildungspolitik im Ländle unterhalten. Allerdings befürchteten viele Eltern bei Nennung ihres Namens Nachteile für ihr Kind. Manche Lehrer und Schulleiter wiederum fürchten bei Nennung ihres Nachnamens ebenfalls mögliche Konsequenzen hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes. Daher haben wir manche Personen anonymisiert. Schulen, die uns unter anderem offiziell Auskunft gegeben haben, waren das Schlossgymnasium Künzelsau (Engpass, wenn etwa Kollegen krank werden, in Elternzeit gehen oder Schulungen besuchen), die Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen (allmählich Lehrermangel an der privaten Gemeinschaftsschule) und die Geschwister-Scholl-Schule Forchtenberg (Schulleitung: „kleiner Engpass“).

 

// Wieviel verdienen Lehrer?
Die durchschnittliche Eingangsbesoldung als Grundschullehrer liegt bei 3.533,38 Euro (A12) in Baden-Württemberg. Ein Gymnasiallehrer steigt mit 4.136,91 Euro (A13) ein. Die Besoldungstabelle mit den Gehaltsstufen ist einsehbar auf www. https://lbv.landbw.de

 

// Versäumnisse vor allem bei den Grundschulen
Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann kritisierte in einer Pressemitteilung, dass die Vorgängerregierung es „versäumt“ habe, im Grundschulbereich vorausschauend zu planen und diese Schulen daher derzeit einen verstärkten Lehremangel hätten. Als Grund nannte sie, dass sich die Studienzeit des neuen Grundschullehramts ab dem Wintersemester 2011/12 verlängert und dazu geführt habe, dass im vergangenen Jahr 400 Neubewerber weniger auf den Arbeitsmarkt kamen als üblich. Weitere Gründe für den Engpass seien „die hohe Pensionierungswelle und den daraus resultieren Ersatzbedarf, der ebenfalls bereits vor einigen Jahren geplant hätten werden können und müssen.“

 

Text // Dr. Sandra Hartmann

Fotos // adobe stock




Schüler jobben am 05. Dezember 2017 für einen guten Zweck

Für die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ suchen wieder viele Jugendliche im Hohenlohekreis sowie im ganzen Land einen Arbeitgeber für einen Tag, informiert das Landratamt des Hohenlohekreises in einer aktuellen Pressemitteilung. Wie funktioniert Mitmachen Ehrensache? Am Dienstag, den 5. Dezember 2017, arbeiten die Schüler in einem Betrieb, einem Geschäft, einer Behörde oder Ähnlichem, verzichten aber auf ihren Lohn und spenden das Geld an einen guten Zweck. Die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ findet laut dem Landratsamt bereits seit 2004 statt. Im letzten Jahr erarbeiteten im Hohenlohekreis 365 Schüler ab der 7. Klasse in mehr als 2000 Stunden rund 10.400 Euro.

Wie bereits in den vergangenen Jahren unterstützt der Rotary-Club die Aktion, unter anderem durch die Veröffentlichung von Arbeitsplatzangeboten. Auch das Landratsamt Hohenlohekreis beteiligt sich mit elf Arbeitsplätzen. Viele Jugendliche suchen aber auch direkt den Kontakt zu einem Arbeitgeber. Eine aktuelle Jobliste mit Arbeitgebern sowie den Vordruck der Arbeitsvereinbarung gibt es online unter https://mitmachen-ehrensache.de/aktionsbueros/hohenlohekreis/. Wer Arbeitsplätze anzubieten hat, kann sich gerne hier anmelden. Jobs für diesen Tag zu vergeben haben unter anderem Hornschuch in Weissbach, Würth Elektronik und Eberle Spritzgießtechnik in Niedernhall, das Landratsamt in Künzelsau, Bürkert in Ingelfingen, Kriwan in Forchtenberg, Schaffitzel und die Buchhandlung Rau in Öhringen.

Auch in diesem Jahr geht der Erlös an gemeinnützige soziale Projekte. Im letzten Jahr wurde das erarbeitete Geld an fünf soziale Projekte gespendet: die Versorgung mit Wasserfiltern von Familien in Bangladesch, die Errichtung von Schulgebäuden für Kinder in Indien, die Errichtung eines Integrationscafés in der Realschule Öhringen, die Hilfe einer Kinder- und Jugendgruppe in Kolumbien sowie die Unterstützung von Projekten der Jugendarbeit im Hohenlohekreis. Weitere Informationen können per E-Mail angefordert werden: jugendreferat@hohenlohekreis.de oder 07940 18/432. Träger von Mitmachen Ehrensache ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg und die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH.

 

Fotos // Wuerth.com, Mitmachen Ehrensache, Buerkert.de, Eberle Spritzgusstechnik, GSCHWÄTZ