„Der Tiroler See war nicht gesperrt“
Seit Anfang Juli darf in Seen in Baden-Württemberg wieder gebadet werden. In der gemeinsamen Verordnung des Kultus- und des Sozialministeriums https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/coronavo-baeder-und-saunen/ heißt es: „Schwimm- und Hallenbäder sowie Thermal- und Spaßbäder, einschließlich Badeseen mit kontrolliertem Zugang, dürfen nach Maßgabe der Absätze 2 bis 6 betrieben werden. Der erlaubte Betrieb umfasst auch Nebenanlagen, die untergeordnet und für den Betrieb notwendig sind, insbesondere Sekretariat und Toiletten“. Die Betreiber müssen ein Hygienekonzept erarbeiten, das den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen ist. Die Badegäste müssen den Abstand von 1,50 Metern sowohl auf den Liegeflächen als auch im Wasser einhalten. Diese Verordnung gilt voraussichtlich bis 31. August 2020.
Baden am Breitenauer See – Das sind die Coronarageln
Seit Anfang April war ein Besuch am Breitenauer See in Obersulm nur eingeschränkt möglich. Das Seegelände durfte nur auf den Wegen und im Randbereich bis zur Absperrung betreten werden. Der Aufenthalt auf allen Liegewiesen jeglicher Art im Naherholungsgebiet war untersagt. Es galt ein Grill- und Badeverbot. Auch Wassersportaktivitäten waren untersagt. Diese Beschränkungen hob die Gemeinde Obersulm mit der „Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Allgemeinverfügung Badegewässe in der Gemeinde Obersulm vom 08.05.2020“ wieder auf. Die Regelungen zum Infektionsschutz gelten aber weiterhin. Seit 15. Juni 2020 darf am Breitenauer See wieder gegrillt und im Wasser nach Herzenslust geplantscht werden. Das erfolgte aber auf eigene Gefahr, denn wie es auf der Homepage https://breitenauer-see.de/index.php?id=4 heißt, ist die DLRG erst seit 27. Juni wieder vor Ort.
Von Sandstrand bis Tretbootfahren
Der Breitenauer See ist knapp 40 Hektar groß mit einem rund 400 Meter langen Badestrand und einem Nichtschwimmerbereich. Behindertengerecht ausgestattete WC-Anlagen befinden sich im Bereich des Badestrandes, es gibt verschiedene Kioske und eine Seeterrasse. Platz zum Toben und Spielen bieten die Ballspielflächen, Tischtennis-Platten, Basketballkorb, Torwand, Beachvolleyballfelder, eine Boulebahn sowie einen großen Abenteuerspielplatz mit Bodentrampolin bieten ausreichend Platz zum Toben und Spielen. Man kann Tret- und Ruderboote mieten. Die Stand-up-Paddles können beim Bootsverleih nur noch mit einer vorherigen Online-Reservierung gemietet werden, die maximal drei Tage im Voraus möglich ist. Bei schlechtem Wetter sind keine Reservierungen möglich.
Wasserproben aus 13 Badeseen in Hohenlohe
Eine Vielzahl von Badeseen verteilt sich auch im Hohenlohekreis. Aus 13 davon entimmt das Gesundheitsamt laut Homepage des Landratsamtes Hohenlohekreis (https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495&publish%5Bid%5D=174403&publish%5Bstart%5D=) in der Badesaison von Juni bis September alle zwei Wochen beziehungsweise einmal im Monat Proben, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Außerdem werde auf die nähere Umgebung der Badeseen sowie die dazugehörigen Einrichtungen geachtet. Die Badestellen an Kocher und Jagst werden nicht erprobt. Eine Liste der 13 Badeseen und Badeplätze findet sich auf der Homepage Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. https://www.hohenlohe.de/Reiseland/Freizeitparadies/Badeseen-und-Badeplaetze.html.
Tiroler See in Forchtenberg
„Der Tiroler See war nicht gesperrt, hier konnte die ganze Zeit gebadet werden“, sagt Jessica Haag von der Stadtverwaltung Forchtenberg. Es wurden Schilder aufgestellt mit den gängigen Hygiene- und Abstandsregeln. „Die Leute halten sich dran“, ist die Erfahrung der Verwaltungsmitarbeiterin. Schließlich wolle niemand, dass der See gesperrt wird. Der Tiroler See – oder auch Schleiferhofer See genannt – ist rund 5400 Quadratmeter groß. Auch hier gibt es ein Kiosk mit Terrasse, Kaltwasserduschen auf der Liegewiese, Toiletten und Umkleidekabinen. Rund zehn Minuten braucht man zu Fuß vom Ort an den See, allerdings stehen den Badegästen auch rund 150 kostenfreie Parkplätze im nahegelegenen Wald zur Verfügung. An den See dürfen aber keine Hunde mitgebracht werden. Ebenso verboten sind wildes Campen und Grillen. Organisierte Jugendgruppen dürfen aber nach vorheriger Anmeldung bei der Stadtverwaltung auf den Liegewiesen zelten, am Zeltplatz ist auch Grillen erlaubt, muss aber ebenfalls angemeldet werden. Zurzeit ist aufgrund der Corona-Pandemie das Zelten am See generell untersagt.
Notrufsäule statt DLRG-Wachdienst
Die DLRG ist am Tiroler See zurzeit nicht vor Ort. „Vermutlich kann die DLRG den Wachdienst aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchführen“, sagt Jessica Haag. Allerdings gibt es jetzt am See eine Notfallsäule, an der per Knopfdruck ein GPS aktiviert wird. Dadurch werden die Einsatzkräfte alarmiert.
Kleine Badeseen wie der Garnberger See und der Diebacher See
Der rund 4000 Quadratmeter große Garnberger See bei Künzelsau ist ein ehemaliger Baggersee. Es gibt eine Liegewiese, weitere Einrichtungen sind nicht vorhanden. Geparkt wird auf einem Teil der Liegewiese. Ein kleiner Natursee ist der Hermuthäuser See mit rund 5000 Quadratmetern. Auch hier gibt es eine Liegewiese, einen Grillplatz sowie Parkplätze direkt am See. Ein kleiner Stausee ist der Diebacher See mit rund 540 Quadratmetern. Neben der Liegewiese gibt es einen Spielplatz. Die Parkplätze sind begrenzt.
Text: Sonja Bossert





