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Dr. Sandra Hartmann: „Das Gehirn einer Frau ist offensichtlich nicht für Führung ausgelegt“

„Um die internationale Ausrichtung und Kundenzentrierung der GEMÜ Gruppe weiter zu stärken, hat der Hohenloher Ventilspezialist seine Geschäftsführung im November 2025 neu aufgestellt. Stephan Gehrig erweitert als neuer Geschäftsführer Vertrieb und Marketing die Geschäftsführung der GEMÜ Gruppe“, heißt es in einer Pressemitteilung von Gemü vom 08. Dezember.

Gehrig ist damit der vierte Geschäftsführer im Konzern. Bei anderen Unternehmen in der Region, ist der Anteil von Frauen in der Führungsebene ebenfalls verschwindend gering.

„Vermutlich liegt das daran, dass das Gehirn von Frauen für die Komplexität kaufmännischer Aufgaben, denen sich Geschäftsführer und Vorstände gegenübersehen, nicht ausgelegt ist“, so GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann in ihrem Video-Kommentar.

Eine Frau unter vielen Männern: Bettina Würth (Wirtschaft) und Angela Merkel (Politik). Aber wir wissen alle: Eine Schwalbe macht eben doch noch lange keinen Sommer.

 

! Achtung: Satire 😉

Mann oh Mann, GEMÜ

Quelle: Pressemitteilung Gemü

Fotos: Screenshots von Pressemitteilungen der hiesigen Unternehmen




Das 9€-Ticket: Ideal für Digitalnomaden

Viele Menschen verbringen heute ihr Büroleben in Coworking-Spaces und nicht mehr an einem festen Arbeitsplatz in einer Firma. Nachteil des Coworking-Konzepts ist für viele Berufsstarter der Preis: Ein paar Hundert Euro monatlich muss man in Ballungszentren schon rechnen für einen Platz im Coworking-Space. Man bekommt dafür gerade mal einen eigenen kleinen Schreibtisch und rund um sich herum befinden sich „kreative Umgebungen mit einer dynamischen Business-Community“. Das ist eine nette Umschreibung für „ewig dieselben Hipsterbärte, die ihre Erfolge lautstark feiern, der Typ gegenüber nervt den ganzen Tag und im Kühlschrank stehen nur seltsame Getränke und ein 6er pack Sushi“.

Vorher: Ein Schreibtisch im CoWorkingSpace.  Screenshot von www.spacesworks.com, einem Anbieter von Coworking Spaces.

Nahverkehrsanbieter bieten erstmals wirklich mobile Büros an

Die Alternative bieten nun die deutschen Nahverkehrsbetreiber: Für offiziell nur 36 Euro im Monat können sich Digitalnomaden in einem Viersitzerabteil des Nahverkehrs einmieten und bequem einrichten und dann im wahrsten Wortsinne mobil arbeiten. Die wirklich selbstbewußten Sparfüchse unter den Digitalnomaden zahlen allerdings selbst zu Stoßzeiten nur 9€ monatlich.

Nachher: Bequemes und mobiles Digital-Leben im Nahverkehrszug. Foto: GSCHWÄTZ

Den eigenen Schrank zur sicheren Aufbewahrung der Habseligkeiten bringt man selber mit, die Aussicht ist abwechslungsreich und inspirierend: sie wechselt zwischen grüner Landschaft und der Rückseite von Industriegebieten. Der größte Vorteil des Angebots dürfte aber sein, dass man bei der Arbeit nicht nur Hipster kennenlernt, sondern einen fast repräsentativen Querschnitt der Gesellschaft, dass man dem wahren Leben begegnet und sich intensiv mit den Sorgen und Nöten der Mitreisenden beschäftigen kann.

Dieses Angebot ist allerdings nur noch bis Ende August 2022 gültig.

Text: Matthias Lauterer




„Ein gutes Leben ist die beste Rache“ 

Mit „Endlich!“ begrüßte Eva Hosemann, die künstlerische Leiterin der Burgfestspiele Jagsthausen, am 26. März 2022 das Publikum und den Kabarettisten Jess Jochimsen im Gewölbekeller der Götzenburg. Endlich ist es wieder möglich, Kultur live zu erleben, mit echten Menschen.

Demütigende Grenzerfahrung

Und Jochimsen erzählt auch gleich aus der Coronazeit, als es auch schon einmal wieder losging, mit einem Auftritt im Autokino: „Ich stand auf einem Parkplatz und habe Autos Witze erzählt – eine demütigende Grenzerfahrung“. Das ist sein Stilmittel: Das Absurde herauszuarbeiten und die komische Fallhöhe der Absurdität im Selbstverständlichen herauszuarbeiten. Im Kleinen wie im Großen.

„Mir waren die Irren lieber“

Wenn er zum Beispiel den „Dorfdepp“, der den ganzen Tag „schwallend“ durch’s Dorf läuft, mit Headset-Handytelefonierern vergleicht: „Mir waren die Irren lieber“. Oder wenn er die weltweiten Krisen nicht mehr als Ausnahme von der Normalität ansieht, sondern zur Normalität der Ausnahme erklärt.

Eine ganz eigene Form des Lachens

Gelacht wird, aber es ist kein herzhaftes Lachen, es ist eher unterdrückt. Liegt es daran, dass das Publikum in den letzten Jahren im Lachen nicht mehr so geübt ist? Oder zeigt der Eulenspiegel auf der Bühne dem Publikum zu deutlich den Spiegel? Erkennt sich das Publikum selbst als Protagonist der alltäglichen Absurdität und mag nicht so recht über sich selbst lachen?

Keine Antwort auf die Fragen

Eine Antwort darauf gibt Jochimsen nicht, will er auch nicht geben: „Der Satiriker gibt keine Antworten, er bereitet nur den Weg.“ Dieser Weg kann das mathematische Denken sein, meint er: Die Fähigkeit, eine Abfolge von Schritten zu minimalisieren und die Fähigkeit, immer auch die Umkehrmöglichkeit zu sehen. Auch beim mathematischen Denken gehe, wie in der Satire, nicht um die Antworten, sondern „um die Qualität der Fragen“.

„Kürzen und Kehren“

Diese Methode nennt er „kürzen und kehren“ und mit zwei einfachen Gesten, die er zu diesen Worten einführt, bringt er das Publikum im Lauf des Abends immer wieder auf diesen Weg zurück. Denn mit dem „Kürzen und Kehren“ will er das Publikum vor dem Irregehen bewahren: „Kürzen und Kehren – das ist der komplette Gegensatz zu jeglicher Esoterik“, und er meint damit von der Religion bis zum Aberglauben alles.

Jess Jochimsen im Gewölbekeller der Götzenburg. Foto: GSCHWÄTZ

„Wissen macht mehr Mühe als glauben“

Aber sofort folgt auch an dieser Stelle die Umkehrung: „Wissen macht mehr Mühe als glauben“.
Kleine und große Seitenhiebe auf die aktuelle Politik dürfen im Kabarett nicht fehlen. Und so empfiehlt Jochimsen stets den Blick auf die Opposition: „Neue Ideen kommen aus der Opposition“, meint er – und mit Blick auf Merz und Söder resigniert er. Über Söder sagt er: „Seine erste Aktion als Ministerpräsident war, überall Kreuze aufhängen zu lassen, auch in den Klassenzimmern. Heute weiß man: Waschbecken wären sinnvoller gewesen.“

Aber noch bevor ein befreiendes Lachen über die Politik seinen Weg finden kann, hält er dem Publikum schon wieder den Spiegel vor: „Man weiß immer erst später, wo man vorher stand.“ Und nachdem er sein Publikum erst zur Sehnsucht nach dem schönen, normalen, beschaulichen „früher“ hingeführt hat, sagt er ganz lakonisch „früher ist rum“ und löscht diese Sehnsucht umgehend, geradezu brutal, wieder aus.

„Wir werden alle bunte Hütchen tragen“

Jess Jochimsen im Gewölbekeller der Götzenburg. Foto: GSCHWÄTZ

In seinem Abschlußlied kürzt und kehrt er nochmals die Absurdität in die Albernheit um, er malt sich einen Moment aus, in dem „wir alle bunte Hütchen tragen“ und begegnet der allfälligen Frage „Wenn das alle machen würden, wo kämen wir dann hin?“ mit einem „keine Ahnung, aber ich glaube, da ist es schön“. Da ist er konsequent: Der Satiriker gibt keine Antworten.

Symbol der Normalität: Diashow zum Abschluß

Und damit auch alle das mit der Umkehrung verstehen, dreht er diese Albernheit nochmals um und beendet beide Teile seines Auftritts mit dem Symbol für die Normalität schlechthin: einer Diashow. Die dann aber auch nur Absurditäten des Alltags zeigt.

„Ein gutes Leben ist die beste Rache“

Und so verabschiedet er sein Publikum mit einem Appell an Solidarität, Vernunft und Gelassenheit und dem Motto: „Ein gutes Leben ist die beste Rache“ in die Nacht.

Im Innenhof der Götzenburg. Foto: GSCHWÄTZ

Eva Hosemann hat recht: Endlich sind solche Veranstaltungen wieder möglich.

Text: Matthias Lauterer

Post Scriptum: „Die Presse“ kommt dem Wunsch des Künstlers selbstverständlich gerne nach und berichtet davon, dass an diesem Abend Kinder ins Kabarett gezwungen wurden.

Info:
www.jessjochimsen.de
www.burgfestspiele-jagsthausen.de/




Der Strich ist weg

NDR Extra 3 lacht sich in einem Video-Satirebeitrag schlapp über das neu gestaltete Logo der Stadt Öhringen, das fast so ausschaut wie das alte.

Seit 25 jahren die Stadt Öhringen dasselbe Logo: links ein roter Schlüssel, rechts der Schriftzug der stadt Öhringen, dazwischen ein Trennstrich. Nachdem ein Arbeitskreis das Logo moderner machen wollte, gibt es nun tatsächlich ein neues Logo, das allerdings fast so ausschaut wie das alte, nur der Trennstrich fehlt und der Schriftzug ist mittiger und luftiger geworden.

„Man muss auch mit der Zeit gehen, um an die Bürger ranzukommen in moderner Form. Da steckt viel Arbeit drin“, erklärt Michael Walter von der Stadt Öhringen das neue Logo.

„Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“

Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“, witzeln die NDR-Zuschauer in dem Satirevideo über den hierfür gegründeten Arbeitskreis mit, so der NDR, „Vertretern aus allem Ämtern der Stadtverwaltung Öhringen. Gesamtkosten unter Einbindung eines Grafikbüros: 9.000 Euro laut Michael Walter. Die NDR-Zuschauer erinnern noch an die Folgekosten, etwa, beim Austausch des Briefpapieres. Denn das Logo ist auf jedem Amtsschreiben zu sehen.




Künzelsau heute abend komplett in Regenbogenfarben?

Nach Informationen, die exklusiv GSCHWÄTZ vorliegen, soll Künzelsau während des Fußball-EM-Spiels Deutschland – Ungarn komplett in Regenbogenfarben leuchten. Es soll damit ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Intoleranz gesetzt werden.

Fest überzeugt: Wales wird Europameister

Nachdem es bei der Generalprobe am Dienstagabend, den 21. Juni 2021, noch technische Probleme mit der Illumination gab (siehe Foto), ist Projektleiter Cevin Canard von der Firma Confuse-a-cat Ltd. zuversichtlich, dass am Abend alles glatt gehen wird: „We will be happy to support your town, anyway, the Welsh Red Dragons will win the championship“, ist er optimistisch, dass seine Heimat Wales Europameister werden wird.

Text: Matthias Lauterer