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Von der Küche in den Tank

Upcycling statt Abflussrohr: Unter diesem Motto startet die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis zusammen mit der Firma „Jeder Tropfen zählt“ ab Oktober in Öhringen ein Pilotprojekt für die Sammlung von genutzten Speisefetten und -ölen aus Privathaushalten. „Wir wollen ganz konkret wissen, wie viel Biokraftstoff in den Öhringer Küchenabflüssen verschwindet“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft, Sebastian Damm, in einer Pressemitteilung. Aus den gesammelten Speisefetten – so die Idee – soll künftig Biokraftstoff gewonnen werden. Unterstützt wird das Nachhaltigkeitsprojekt vom Energiehändler EDi Energie-Direkt Hohenlohe, der bereits seit über fünf Jahren hochwertigen Diesel aus diesem Rohstoff vertreibt.

In Bayern gibt es das bereits

Aus den genutzten Speisefetten und -ölen der Öhringer Bürger:innen kann synthetischer Kraftstoff mit einer über 90-prozentigen besseren CO2-Bilanz als konventioneller Diesel hergestellt werden. Durch die Sammlung soll einerseits das öffentliche Kanal- und Abwassersystem geschützt und andererseits ein wertvoller nachhaltiger Rohstoff zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen genutzt werden. Bereits seit Ende 2018 ist das Sammelsystem im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Nachhaltigkeitsprojektes in verschiedenen Landkreisen in Bayern zu finden. Mit dem Modellversuch in Öhringen soll nun herausgefunden werden, ob die Bürger:innen hier ebenso fleißig sammeln, wie es in laufenden Projekten in Fürth oder Erlangen der Fall ist. In dem Fall wäre das Projekt vielleicht auch eine Idee für den kompletten Hohenlohekreis.

Abgabe an Sammelautomaten

Anfang Oktober wird an jeden Haushalt in Öhringen und allen Teilorten ein 1,2 Liter fassender Sammelbehälter sowie ein Informationsflyer verteilt. Die praktischen Behälter sind ansprechend gestaltet, wertig und hitzeresistent und haben eine Füllstandanzeige sowie einen Aufdruck zur Handhabung. Volle Behälter können rund um die Uhr an zugänglichen Sammelautomaten im Stadtgebiet gegen leere Behälter getauscht werden.

Weitere Behälter

Haushalte, die einen zusätzlichen Behälter benötigen oder bei der Verteilung keinen bekommen haben, können sich diesen kostenlos bei EDi am Tankpunkt 1, Rudolf-Diesel-Straße oder in der Firmenzentrale, Kuhallmand 26 abholen.

Die Standorte der Sammelautomaten sind:

  • EDi Tankpunkt 1, Rudolf-Diesel-Str. 4, 74613 Öhringen
  • Einkaufszentrum Ö-Center (auf dem Parkplatz zwischen Haupteingang und Tankstelle), Austr. 5, 74613 Öhringen
  • Hauptbahnhof Öhringen, Eberstraße (beim Busbahnhof)
  • Gewerbegebiet Steinsfeldle, 74613 Öhringen

Weitere Informationen und Hintergründe zur Sammlung von genutzten Speiseölen sind unter www.jedertropfenzaehlt.de zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis

#AbfallwirtschaftHohenlohekreis #JederTropfenzählt




Gemeinsam etwas Gutes tun

Traditionell umgeben Streuobstbäume die Ortschaften und begleiten häufig Wege und Straßen. Als Kulturpflanze bieten Streuobstbäume zudem regionale und saisonale Lebensmittel, deren Wertschätzung in der Gesellschaft mit dieser Sammelaktion gestärkt werden soll. Die Stadtverwaltung Künzelsau möchte laut Pressemitteilung der Vergeudung wertvoller Nahrungsmittel entgegenwirken und veranstaltet deshalb auch in diesem Jahr eine gemeinsame Apfel-Sammelaktion in Belsenberg – und zwar am Freitag, den 17. September, und am Samstag, den 18. September 2021.

Knapp 1.000 Flaschen Apfelschorle

Aus den gesammelten Äpfeln macht die Hohenloher Fruchtsäfte GmbH in Schwäbisch Hall original Hohenloher Apfelsaftschorle – vergangenes Jahr knapp 1.000 Flaschen Apfelschorle mit den Künzelsauer Äpfeln. Gesammelt werden die Äpfel von 9 bis 13 Uhr im zukünftigen Baugebiet „In den Hälden“ auf den grün markierten Flächen laut Plan. Die Obstsammler sollten Körbe, Eimer und Behälter zum Aufsammeln der Äpfel sowie – falls vorhanden – einen Rüttelhaken mitbringen.

Nur ungespritzte Äpfel werden verwendet

Die zentrale Sammelstelle der Äpfel ist direkt im zukünftigen Baugebiet „In den Hälden“ in Belsenberg. Jeder ist willkommen und erhält für die gesammelten Äpfel einen Gutschein, der im Nachgang bei der Stadtverwaltung Künzelsau gegen Apfelsaftsaftschorle eingelöst werden kann. Auch Obstbauern oder Privatpersonen, die Äpfel übrig haben und diese spenden möchten, können ihre Äpfel abgeben. Außerdem können Privatpersonen ihre Äpfel auch direkt nach Schwäbisch Hall liefern und erhalten das Apfelsaftschorle nach Vorlage der Quittung bei der Stadtverwaltung Künzelsau. Es ist zu beachten, dass alle Äpfel ungespritzt und nicht verfault beziehungsweise wurmig entgegengenommen werden.

Weitere Informationen

Rückfragen und Anmeldungen bis zum 16. September 2021 nimmt Marina Schukowski-Hust unter Telefon 07940/129 422 oder per E-Mail marina.schukowski-hust@kuenzelsau.de entgegen. Die Sammelaktion wird vollständig von der Stadtverwaltung Künzelsau organisiert und der Transport der Äpfel ist gewährleistet. Das Apfelsaftschorle kann nach Fertigstellung im Rathaus Künzelsau abgeholt werden. Hierzu werden Kontaktdaten der Beteiligten vor Ort aufgenommen. Die Sammelaktion findet unter den dann geltenden Corona-Auflagen statt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Pfandgut ist bares Geld

Es ist ein solidarisches Projekt zugunsten von Pfandsammlern und der Umwelt. Die Stadt Öhringen beteiligt sich an der Aktion „Pfand gehört
daneben“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. An einem Dutzend öffentlicher Mülleimer in der Innenstadt und der
Cappelaue werden spezielle Halterungen durch den städtischen Bauhof installiert, in welchen Pfandflaschen gesichert werden können. Das Ziel ist, die Pfandflaschen nicht in die Tonne zu werfen, sondern einfach daneben zu stellen. Ein weiteres Plus: Das Pfand fließt zugleich an bedürftige Menschen.

Solidarität mit anderen Menschen

„Für manche ist es bequem, Pfandflaschen einfach in den Müll zu werfen. Für andere sind acht oder 25 Cent wichtiges Geld, an das sie jetzt leichter herankommen, ohne unwürdig in der Tonne wühlen zu müssen und sich dabei vielleicht sogar zu verletzen“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler in der Mitteilung. „Jeder kann so Solidarität den Menschen gegenüber zeigen, die leider auch in Öhringen mit Pfandgut ihren Alltag bewältigen müssen. Außerdem landen wichtige Rohstoffe so nicht im Müll.“ Die Stadt Öhringen ist im Hohenlohekreis die erste Kommune mit diesem Angebot.

Nicht die Lösung des Grundproblems

Jährlich werden Pfandflaschen im Wert von 180 Millionen Euro weggeschmissen und belasten die Umwelt. „Es ist unsere Vision, eine soziale
Bewegung innerhalb der Gesellschaft und der Getränkehersteller zu schaffen, um das Pfandsammeln zu erleichtern. Dass das nicht die Lösung des Grundproblems ist, ist klar. Wir werden Armut damit nicht abschaffen. Aber wir können einen ganz kleinen Beitrag leisten, um die Situation von Pfand sammelnden Frauen und Männern zu verbessern. Denn entweder du stellst die Flasche daneben, oder du lässt die Leute im Mistkübel wühlen“, sagt Mirco Wolf Wiegert, Schirmherr von „Pfand gehört daneben“ und Gründer und Geschäftsführer von fritz-kola. Der Getränkehersteller steht als Initiator hinter der Aktion.

Ehrenamtliches Projekt seit 2011

Die ursprünglich aus Spenden finanzierte Kampagne ist als ehrenamtliches Projekt 2011 mit einer Facebook-Seite gestartet. Mittlerweile arbeitet „Pfand gehört daneben“ mit Unternehmen aus der Getränkeindustrie, mit Künstlern, zahlreichen prominenten Unterstützern und der Zielgruppe selbst zusammen.

Quelle: Stadtverwaltung Öhringen