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„Sterben Geimpfte?“ – Corona-Leaks zeigen politische Beeinflussung auf das RKI – Bislang nicht veröffentliche Dokumente

Der Wirtschaftswissenschalfter Stefan Homburg hat vor zwei Tagen ein Video auf youtube veröffentlicht, das bereits über 50.000 Mal geklickt wurde. Darin spricht er vermutlich in Berlin im Rahmen eines Symposiums der AfD bezüglich einer Aufarbeitung der Coronapandemie.

Homburg bezieht sich dabei auf angebliche RKI-Leaks – also interne Dokumente des Robert-Koch-Instituts, die ein Whistleblower aus RKI-Reihen veröffentlicht beziehungsweise zur Veröffentlichung weitergereicht hat und die unter anderem belegen sollen, dass es eine politische Einflussname auf das RKI während der Coronapandemie gab. Das RKI gab in dieser Zeit unter anderem Empfehlungen zu Coronaverordnungen, Impfungen sowie Schulschließungen und veröffentliche Zahlen angeblicher Corona-Infektionen und Bettenbelegungen in Krankenhäusern.

Als die ersten Dokumente im August teilweise ihren Weg an die Öffentlichkeit fanden, gab Gesundheitsminister Karl Lauterbach  zu, was er zuvor monatelang abgestritten hat, nämlich, dass Coronaexperten politisch beeinflusst wurden.

RKI-Protokolle – Lauterbach gibt zu: Corona-Experten politisch beeinflusst | Politik | BILD.de

Politische oder auch rechtliche Konsequenzen gab es hierfür bis heute nicht.

Wie aber sah die politische Beeinflussung konkret aus?

Wie sah die politische Beeinflussung konkret aus? Dem RKI wurde unumwunden gesagt, wenn sie nicht die Wünsche der Politik aufgreift und die Coronamaßnahmen, die politisch gewünscht waren, ebenfalls „empfehlen“, wie etwa „testen, testen, testen“ werde das RKI bei Folgeaufträgen nicht mehr berücksichtigt (siehe folgender Screenshot, der einen Auszug aus den RKI-Dokumenten zeigt):

Ausschnitte aus internen Protokollen des RKI

So forderte unter anderem Jens Spahn, „auf Teufel komm raus, so Homburg, zu testen, und zwar „nicht nur kranke, sondern auch gesunde Menschen“.

Fast schon ein Skandal – Um Biden die Präsidentschaft zu sichern, verschob man die Zulassung des Impfstoffes

Fast schon ein Skandal ist der wohl wichtigste Satz aus den internen Protokollen des RKI vom September 2021: Die Zulassung des MRNA-Impfstoffs bei der FDA vor den US-Wahlen sei nicht gewünscht – auch nicht bei der zuständigen europäische Behörde. Homburg hat dafür folgende Erklärung: „Nach außen gab man vor, so viele Menschen wir möglich retten zu wollen durch den Impfstoff, aber noch wichtiger war, dass Biden die US-Wahl gewinnt. Denn Trump wollte vor den Wahlen mit dem Impfen beginnen und das haben die politischen Kräfte vermasselt.“

Im Dezember, also drei Monate später, kam es dann erst zur „Not-Zulassung“ von Biontec.

Ausschnitte aus internen Protokollen des RKI.

Inwieweit gab es grundsätzlich einen medizinischen Notstand, wie es die Politik und das RKI immerwährend nach außen postuliert hatten?

Laut den RKI-Dokumenten lautet die Antwort: gar nicht. Im März 2020 stellte das RKI fest, dass SARS-COV „nicht breit zirkuliert“. Das war am zweiten Tag des ersten Lockdowns, erklärt Homburg. Weiter hießt es in den internen Protokollen, dass es derzeit sogar mehr freie Betten in den Krankenhäusern gibt als die Jahre zuvor am Ende einer Grippesaison (50 Prozent freie Betten, eigentlich um diese Jahreszeit oft nur 10 Prozent freie Betten in den Krankenhäusern.“ Nach außen wurde der Bevölkerung jedoch eine akute Bettennot vermittelt.

Auch GSCHWÄTZ hat damals regelmäßig die Situation der Bettenbelegung dem RKI nachgefragt und die Zahlen des RKI während der Coronapandemie veröffentlicht. Schon damals wichen die vom RKI unserem Nachrichtenportal vermittelten Zahlen massiv on dem ab, was Politiker und andere Medien kolportierten, und zwar, eine angebliche Bettenknappheit in den Krankenhäusern aufgrund von Covid.

Welchen Zweck verfolgten die Politiker aber mit diesem Vorgehen?

Das Wichtigste, so Homburg, scheinen die politisch geforderten Corona-Maßnahmen gewesen zu sein, die es irgendwie zu legitimieren galt. Sprich: Laut Homburg sollten die Coronaverordnungen, die darauf folgten, dadurch legitimiert werden.

Welche Wirkung die Impfstoffe haben werden, wusste keiner, auch das RKI nicht

In den Protokollen ist auch von der Wirksamkeit der Impfstoffe die Rede. Es heißt darin, dass es nicht absehbar ist, welche Wirkung die Impfstoffe haben und dass man das dann erst nach den Impfungen sehen werde. Das heißt, so Homburg, „wir verspitzen erstmal das Ganze und dann hinterher sehen wir ja, ob es nutzt oder schadet.“ auch nicht, ob es alte Menschen mehr schützt und dadurch weniger alte sterben.

Auszüge aus internen Dokumenten des RKI.

Kein Fremdschutz

Was ebenfalls in den RKI-Leaks dokumentiert ist, dass der Impfstoff vermutlich keinen Fremdschutz, lediglich vermutlich einen besseren Selbstschutz bieten wird. Ohne den damals öffentlich postulierten Fremdschutz wäre es jedoch rechtlich nicht durchsetzbar gewesen, die Bevölkerung zum Impfen zu verpflichten, was man ja eigentlich vorhatte. Unter anderem Lauterbach postulierte, obwohl besseres Wissens, nach außen, dass man, wenn man auch die anderen wie etwa Ältere schützen wollte, sich impfen lassen müsse: „Das ganze Land werde ansonsten in der Geiselhaft dieser [ungeimpften] Menschen sein.“ – wohlwissentlich, dass die Impfstoffe aber vermutlich gar keinen Fremdschutz bieten.

Weiter heißt es 2021, als auch AstraZeneca auf den Markt kam, dass es unter anderem bei den Nebenwirkungen eine Vervielfachung von Sinusvenenthrombosen gibt (etwa ein20fach höheres Risiko als ein Ungeimpfter), woran man laut dem Wirtschaftswissenschaftler auch sterben könne. Allein 45.000 offizielle Nebenwirkungsmeldungen zählte das RKI laut den internen Dokumenten in den ersten Wochen. Die Politiker ließen trotz dieses Wissens nicht davon ab, weiter zum Impfen aufzurufen.

Kinder und Schulschließungen

Deutschland war eines der führenden Länder bezüglich Lockdown und wochenlangen deutschlandweiten Schulschließungen. Dabei hatte das RKI laut den Dokumenten ausdrücklich betont: „Schulschließungen in Gebieten, die nicht besonders betroffen sind, sind nicht zu empfehlen.“ Weiter heißt es darin (Screenshot):

Ausschnitte aus internen Dokumenten des RKI

Nur 5 Wochen später schloss man trotz der Warnungen des RKI sämtliche Schulen.

Auch Gerichte befanden sich trotz zahlreicher Klagen letztendlich bei ihren Urteilen diesbezüglich in einem Teufelskreis, denn, so Homburg: Das demokratische Problem daran sei, dass die politisch weisungsgebundenen Behörden wie etwa das RKI die Politik bestätigen vor Gericht. Das Problem sei, wenn Richter nur auf Behörden hören. „Dasselbe Problem haben wir meiner Meinung nach auch beim Bundesverfassungsschutz und beim Umweltbundesamt“, so Homburg weiter.

Corona: Ausschnitte aus internen Dokumenten des RKI.

Welche Gründe steckten hinter diesem Vorgehen?

Die große Frage lässt Homburg indes unbeantwortet: Warum wurden alle diese Coronaverordnungen beschlossen und umgesetzt, wenn anscheinend gar keine Not da war, dies zu tun? Eine mögliche Erklärung wäre eine Angst-Spirale, die, einmal in Gang gesetzt, bewirkt, dass jeder nur noch selektiv Informationen aufnimmt und zwar die, für die man sich entschieden hat. Hat man einmal das schreckliche Video aus Italien gesehen, das reihenweise Menschen in Intensivstationen am Anfang der Pandemie zeigt, nimmt man die alle im Alarmmodus war –  wen nicht sogar in einem vermeintlichen Überlebensmodus und die Fakten werden völlig ignoriert – Bürger:innen wie auch Politiker:innen, die letztlich ja auch nur Menschen sind. als man dann irgendwann gemerkt hat, dass diverse Maßnahmen völlig übertrieben waren, gab es vielleicht schon kein weg mehr zurück, ohne sich völlig lächerlich zu machen.

Eine weitere mögliche Erklärung wären monetäre Gründe. Die Pharmaindustrie war schon immer eine der stärksten politischen Lobbys in Deutschland. Zahlreiche Politiker haben an Masken-Deals verdient, Pharmaunternehmen haben in dieser Zeit Milliarden von der Politik bekommen.

Ein weiterer Faktor: Bereits damals befand sich die Wirtschaft in einem massiven Sinkflug, ohne dass die Politik adäquate Mittel ergriffen hätte, um dem gegenzusteuern. Eine Ablenkung in Krisenzeiten sind Kriege und/oder Pandemien, um den Fokus auf andere Probleme zu lenken.

Das RKI-Leak im Bundestag! (youtube.com)




RKI: Schwindelerregende Coronazahlen bei den geimpften und nicht geimpften 12- bis 17-Jährigen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Zahlen bezüglich geimpfter und nicht geimpfter Coronainfizierten veröffentlicht. Wir wirkt sich eine Impfung bei einer Infektion aus? Wer ist besonders betroffen? Auffallend noch war die Zahl der von Symptomen oder Hospitalisierung betroffener bei den 12- bis 17-Jährigen.

Eine Impfung schützt nicht immer vor einer Erkrankung, das Jahr 2022 zeigt dies deutlich

In der Einleitung heißt es: „Zur Darstellung des Effekts der Impfung auf die COVID-19-Krankheitslast in der Bevölkerung wurde die Inzidenz sowohl der symptomatischen als auch der hospitalisierten COVID-19-Fälle unter vollständig Geimpften und Ungeimpften ab Kalenderwoche 28 getrennt berechnet.

Anbei veröffentlichen wir die Inzidenzzahlen:

Impfstatus und Inzidenz. Veröffentlichte Zahlen des Robert-Koch-Institutes. Stand: 09.02.2022 Quelle: rki

Auffallend in allen drei Altersgruppen (12 bis 17, 18 bis 59 und 60 aufwärts) ist, dass Geimpfte noch 2021 viel seltener Symptome zeigten oder ins Krankenhaus mussten, als Ungeimpfte. Bei den jugendlichen Ungeimpften war das Risiko teilweise siebenmal höher als bei Geimpften. Auffallend ist auch, dass diese Quote zugunsten einer Impfung immer mehr abnahm und sich die Inzidenzwerte 2022 immer mehr annäherten. Das heißt: Die Inzidenz der geimpften Jugendlichen stieg beträchtlich an. Also auch immer mehr geimpfte Jugendliche entwickelten Symptome und / oder mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Immer mehr Geimpfte entwickeln Symptome oder landen im Krankenhaus

Ähnlich sieht es bei der mittleren Altersgruppe aus. Waren geimpfte Bürger:innen 2021 noch rund dreimal besser geschützt als ungeimpfte, so glichen sich 2022 die Inzidenzwerte nahezu an. Nicht ganz soo stark, aber doch auffallend ist der Wert auch bei der ältesten Bevölkerungsgruppe.

Heißt das nun, dass eine Impfung nicht oder nur bedingt schützt vor Symptomen und /oder Krankenhausaufenthalten?

Heißt das nun, dass eine Impfung nicht oder nur bedingt schützt vor Symptomen und /oder Krankenhausaufenthalten? Betrachtet man den dritten erhobenen Wert, die so genannte Booster-Impfung, zeigt dies, dass Auffrischungsimpfungen stark vor einer symptomatischen und / oder Krankenhausaufenthalten schützen.

Impfung schützt nur bedingt vor der neueren Omikronvariante

Da sich 2022 auffallend viele bereits geimpfte Menschen angesteckt, Symptome entwickelt haben und teilweise auch im Krankenhaus behandelt werden mussten, spricht das zusätzlich für die bereits im Raum stehende These, dass die Impfung nur bedingt vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante schützt.

Interessant wäre überdies zu wissen, wie viele Antikörper die Betroffenen nach einer Impfung und nach einer Ansteckung haben und wie viele Antikörper es benötigt, um sich ausreichend vor Covid-19 zu schützen.

Aktuelle Lage


Gestern wurden 247.862 neue Fälle und 238 neue Todesfälle übermittelt. Die Inzidenz der letzten 7 Tage liegt
deutschlandweit bei 1.465,4 Fällen pro 100.000 Einwohner (EW). Die Werte für die 7-Tage-Inzidenz in den Bundesländern
liegen zwischen 1.817,5 pro 100.000 EW in Bayern und 863,1 pro 100.000 EW in Schleswig-Holstein.

Es wurden 1.675 Hospitalisierungen in Bezug auf COVID-19 übermittelt, die 7-Tage-Inzidenz der hospitalisierten Fälle liegt bei
6,23 Fällen pro 100.000 EW.

Am 09.02.2022 (12:15 Uhr) befanden sich 2.398 COVID-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung (+8 zum Vortag). Der
Anteil der COVID-19-Belegung durch Erwachsene an allen betreibbaren Intensivbetten für Erwachsene liegt bei 10,6 %.

Seit dem 26.12.2020 wurden insgesamt 167.416.348 Impfungen verabreicht. Insgesamt haben 76,0 % der Bevölkerung
mindestens eine Impfung gegen COVID-19 bekommen.5 74,6 % wurden bereits vollständig gegen COVID-19 geimpft.6 55,0 %
haben eine Auffrischimpfung erhalten.

Zahlen: Robert-Koch-Institut

 

 

 




Corona-Studie in Kupferzell gescheitert?

Fast fünf Millionen Euro aus dem Topf des Bundesgesundheitsministeriums kostet die Studie „Corona-Monitoring lokal“ des RKI, die in Kupferzell, Bad Feilnbach, Straubing und Berlin-Mitte Daten von rund 9.000 Menschen erhoben hat. Gemessen am finanziellen Aufwand und an der Begeisterung, mit der die Bevölkerung und lokale Behörden die Möglichkeit wahrnahmen, an der Studie teilzunehmen, erscheinen die Auswertungen dieser Datenerhebung bislang eher dürftig (GSCHWÄTZ berichtete). Einzig für die erste Datenerhebung aus dem Mai 2020 sind Ergebnisse veröffentlicht – und diese Ergebnisse mussten im September 2021 berichtigt werden, weil sich „die Eigenschaften der eingesetzten (…) Tests (…) offenbar veränderten“.

Informationsgewinnung gestaltet sich zäh

Auf nochmalige Nachfrage von GSCHWÄTZ beim RKI hat Susanne Glasmacher, dortige Leiterin der Pressestelle, einige Informationen nachgeschoben: In der zweiten Untersuchung vom Oktober 2020 „ging es darum, die Nachweisbarkeit von Antikörpern im Zeitverlauf zu beobachten“. 300 Personen, bei etwa der Hälfte davon waren in der ersten Untersuchung Antikörper festgestellt worden, wurden erneut untersucht. „Um die Fragestellungen zur Konzentration von Antiköpern gegen SARS-COV-2 im Zeitverlauf zu beantworten und statistisch belastbare Ergebnisse zu erhalten, ist diese Stichprobe jedoch nicht groß genug“, schreibt Glasmacher und fährt fort: „In der Folge wurden deshalb die weiteren Untersuchungsorte (Bad Feilnbach, Straubing, Berlin-Mitte) im Jahr 2021 ebenfalls noch einmal besucht und entsprechende Proben entnommen. Die genannten Orte wurden nacheinander von Untersuchungsteams des RKI besucht. Dabei haben RKI-Teams noch einmal Blutproben für den Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 entnommen und weitere Untersuchungen – zum Beispiel zur zellulären Immunität gegen COVID-19 – durchgeführt.“

„Der auf diese Weise gewonnene Datensatz wird derzeit ausgewertet.“

Weder die Daten noch Ergebnisse oder Schlussfolgerungen aus diesen Daten, die teils bereits im Jahre 2020 ermittelt wurden, sind Anfang 2022 veröffentlicht: „Der auf diese Weise gewonnene Datensatz wird derzeit ausgewertet.“ Zwar fände die Gesamtauswertung der Daten zur Entwicklung der Antikörper derzeit statt, aber „eine genaue Planung zu Publikation der Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift liegt derzeit noch nicht vor.“ Ob diese eventuelle Publikation dann noch neue Erkenntnisse zu den vielen weltweit veröffentlichen Studien zum Thema aufzeigen wird?

Thema Long-Covid

Der dritte Besuch in Kupferzell Ende Juni 2022 sollte der Erforschung von Long-Covid dienen – so war es damals jedenfalls angekündigt. Über Daten zu Long-Covid sagt die Antwort des RKI nichts, außer dass bis Ende 2021 noch Nachbefragungen stattfanden. Auch hier: Noch kein Wort zu Resultaten der Datenerhebung.

RKI sieht Teilnehmer gut informiert

Was Susanne Glasmacher nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass sich Studienteilnehmer unzureichend informiert fühlen: „Alle Teilnehmenden haben jeweils einige Wochen nach ihrer Untersuchung die persönlichen Ergebnisberichte der Folgeerhebung erhalten“, bestätigt sie und stellt fest: „Über unsere Kanäle (Studientelefon, -postfach) kamen auch keine besonderen Nachfragen an.“

Corona-lokal gescheitert?

Ob die Studie „Corona-Monitoring lokal“ innerhalb des RKI überhaupt noch mit Priorität verfolgt wird oder ob man sie bereits als gescheitert ansehen kann, ist ungewiß. Inzwischen gibt es über die Entwicklung von Antikörpern eine Reihe aussagekräftiger Studien aus aller Welt. Und selbst auf den Seiten des RKI finden sich bereits andere, weitaus größere, Untersuchungen mit deutlich höheren Testanzahlen, die ganz ähnliche Fragen stellen: Im Rahmen der SeBluCo-Studie wurden flächendeckend bereits 120.000 Blutspenden auf Antikörper untersucht, ein Zwischenbericht wurde Ende 2021 bereits veröffentlicht. Und es gibt eine Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring 2021“, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zwischen Oktober und Dezember 2021 das Blut von 28.000 Menschen untersuchte.

Text: Matthias Lauterer




Kupferzell: Corona-Studie fast 5 Millionen Euro teuer

Im vergangenen Jahr galt Kupferzell als Corona-Hotspot, ein Grund für das Robert Koch-Institut (RKI), sich die Gemeinde und ihre Bewohner genauer anzuschauen. Insgesamt dreimal war ein RKI-Studienteam vor Ort, nahm Rachenabstriche und Blutproben. Der erste Feldversuch ermittelte eine hohe Dunkelziffer, im zweiten ging es um Antikörper und in der dritten Stufe um Long-Covid, also die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion. GSCHWÄTZ berichtete mehrmals: beispielsweise unter https://www.gschwaetz.de/2020/08/14/gar-keine-symptome-eher-untypisch-ueber-83-prozent-infizierte-hatten-mindestens-1-coronasymptom/ sowie unter https://www.gschwaetz.de/2021/07/02/die-teilnahmebereitschaft-bricht-alle-rekorde/.

Das Bundesgesundheitsministerium übernimmt die Kosten

Doch welche Kosten fallen für die Studie an und wer bezahlt das Ganze? GSCHWÄTZ hat beim RKI nachgefragt. „Die Studie „Corona-Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts fand 2020 an insgesamt vier Studienorten statt. Neben Kupferzell waren die Gemeinde Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim, die Stadt Straubing und der Berliner Bezirk Mitte beteiligt“, schreibt RKI-Pressesprecherin Susanne Glasmacher auf die GSCHWÄTZ-Anfrage. „Die Kosten dafür lagen insgesamt bei etwa 4,8 Millionen Euro.“ Übernommen hat diese Kosten das Bundesgesundheitsministerium.

Umfangreiche Vorbereitungen

Gründe für diese Kosten sind laut der Pressesprecherin: An den vier Studienorten seien bis Ende 2020 insgesamt mehr als 9.000 Erwachsene untersucht und befragt worden. Umfangreiche Vorbereitungen seien erforderlich gewesen, die Datenerhebungen und -auswertungen hätten speziell geschulte Teams des RKI durchgeführt.

Keine direkten Kosten für Landkreis und Gemeinde

Allerdings schreibt Susanne Glasmacher auch: „Für den Landkreis Hohenlohe und die Gemeinde Kupferzell sind keine direkten Kosten entstanden.“




Robert Koch-Institut kommt erneut nach Kupferzell

Im Juni wird erneut ein Studienteam des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell zu Gast sein, schreibt das Landratsamt Hohenlohekreis in einer Pressemitteilung. In der geplanten Folgeuntersuchung zur Studie „Corona-Monitoring lokal“ geht es um die Beschreibung möglicher Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion sowie die zeitabhängige Nachweisbarkeit von Antikörpern.

Teilnahme ist freiwillig

Bürger:innen, die bereits an den vorhergehenden Untersuchungen von „Corona-Monitoring lokal“ teilgenommen haben, erhalten dazu in den nächsten Tagen eine Einladung per Post. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Studienprogramm sieht eine Befragung vor, ausgewählte Teilnehmende werden zusätzlich zu einer Blutprobe eingeladen. Das RKI nutzt für die Untersuchungen, die von Montag, den 14. Juni 2021, bis Montag, den 28. Juni, an der Kupferzeller Carl-Julius-Weber-Halle geplant sind, die beiden Medi-Busse, die bereits im vergangenen Jahr im Einsatz waren.

Mechanismus der Immunabwehr

Neben Tests auf Antikörper plant das RKI-Team Untersuchungen zu einem weiteren Mechanismus der Immunabwehr, der sogenannten zellulären Immunität gegen SARS-CoV-2. Die Frage, welche gesundheitlichen Folgen eine Infektion hat und wie sich die Konzentration von Antikörpern sowie die Immunabwehr gegen das Corona-Virus über die Zeit entwickeln, ist für die Wissenschaft von großer Bedeutung.

„Wir unterstützen sehr gerne“

„Wir freuen uns, das RKI erneut im Hohenlohekreis begrüßen zu dürfen und unterstützen natürlich sehr gerne“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. „Wir hoffen, dass durch die Untersuchungen neue Erkenntnisse über das Virus gewonnen werden können.“

„Ich bin sehr zuversichtlich“

„Ich freue mich, wenn Kupferzell seinen Teil im Kampf gegen die Corona-Pandemie beitragen kann“, ergänzt der Kupferzeller Bürgermeister Christoph Spieles. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich wie bei den Untersuchungen im vergangenen Jahr viele der ausgewählten Kupferzellerinnen und Kupferzeller beteiligen werden.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Gar keine Symptome eher untypisch – Über 83 Prozent Infizierte hatten mindestens 1 Coronasymptom

„Ihr Engagement hat die Studie zum Erfolg gemacht“, sagte Professor Dr. Lars Schaade in Richtung der Kupferzeller Bürger bei einer Pressekonferenz am Freitag, den 14. August 2020, bei der die ersten Ergebnisse der Studie, die das Robert Koch-Insitut (RKI) in Kupferzell durchgeführt hat, vorgestellt wurden.“ Die Pandemie ist nicht vorbei“, betonte der RKI-Vizepräsident. „Das Virus könnte jederzeit wieder kommen.“

Er appellierte an die Zuhörer, angesichts momentan wieder steigender Fallzahlen weiterhin die Corona-Regeln zu beachten. Eine Grundimmunität von acht Prozent – dies eine der Erkenntnisse aus Kupferzell – „bremst eine zweite Welle nicht aus“, wie Schaade in der späteren Fragerunde sagte. Außerdem habe sich gezeigt, dass nur ein Teil der Bevölkerung infiziert sei. „Dies zeigt, dass man mit den Maßnahmen einen Großteil der Bevölkerung schützt“, betonte Schaade diese „ganz wichtige Erkenntnis der Studie“.

7,7 Prozent der Kupferzeller haben eine Corona-Infektion durchgemacht

Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener stellte die ersten Eckwerte der Studie vor, die in den kommenden Wochen um weitere Ergebnisse ergänzt werden. Vom 20. Mai bis 09. Juni 2020 ließen sich genau 2.203 zufällig ausgewählte, erwachsene Kupferzeller auf eine Corona-Infektion testen. Bei 7,7 Prozent wurden positive Antikörper nachgewiesen, das heißt, sie hatten eine Infektion durchgemacht. Im Verlauf der Studien tauchten keine weiteren akuten Infektionen auf. Bei Frauen (8,7) wurden häufiger als bei Männern (6,7 Prozent) Antikörper nachgewiesen. 16,8 Prozent der positiv gestesteten Personen machten die Krankheit ohne typische Krankheitssymptome durch. Die überwiegende Mehrheit – nämlich 83,2 Prozent – hatte mindestens ein Symptom, also etwa Schnupfen, Fieber, Atemnot, Lungenentzündung oder Halsschmerzen. Die Dunkelziffer betrug 3,9 Prozent, das heißt, es wurden 3,9-mal mehr Infektionen als bekannt nachgewiesen. Bei 28,2 Prozent der Erwachsenen, die vor der Studie einen positiven Test erhalten hatten, konnten keine Antikörper mehr nachgewiesen werden. Das würde aber laut RKI nicht zwangsläufig bedeuten, dass keine Immunität besteht.

Weitere Ergebnisse in den nächsten Wochen

Weitere Ergebnisse werden in den nächsten Wochen präsentiert. Die Fragebögen, die die Teilnehmer der Studie außerdem ausfüllten, werden zurzeit noch ausgewertet. Die Daten zum Gesundheitszustand und zum Verlauf der Erkrankungen müssen ebenso noch ausgewertet werden – ebenso wie Erkennisse zum Frauen- und Männer-Anteil unter den Infizierten. Dies solle aber laut Dr. Santos-Hövener „so schnell es geht“ geschehen. Sie betonte auch, dass die Ergebnisse nur für die Hohenloher Gemeinde repräsentativ und nicht übertragbar auf andere seien. Bis jetzt gäbe es Ergebnisse für drei Gemeinden, es werden aber weitere hinzukommen. So sei man ab September in Sraubing vor Ort.

„Die Ergebnisse decken sich mit unseren Vermutungen.“

Dr. Stefan Brockmann vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg vertrat Sozialminister Manne Lucha. Er meinte, „die Ergebnisse decken sich gut mit unseren Vermutungen“. Vor allem die Dunkelziffer liege in der erwarteten Höhe. Die würde außerdem auch zeigen, dass in Baden-Württemberg hinsichtlich der Corona-Pandemie gut gearbeitet werde, was ihn sichtlich freute. „Die Welle hat hier in Kupferzell früh und heftig zugeschlagen“, sagte der Referatsleiter Gesundheitsschutz und Epidemiologie – genauer: am 08. März 2020 wurde der erste Fall in der Gemeinde gemeldet. Bis zum 19. Mai seien es bereits 111 gemeldete Fälle gewesen. Man hätte hier wahrscheinlich die höchste positive Rate in ganz Baden-Württemberg gehabt. Doch seither sei der Hohenlohekreis ans Ende der Liste gerutscht. Zurzeit liegt die Gesamtzahl bei 117 (Stand: 13.08.2020, Quelle: RKI).

„Die Maßnahmen greifen gut und verhindern neue Herde.“

Landrat Dr. Matthias Neth stellte die Frage, „was können wir aus der Studie mitnehmen?“. So gebe es die Erkenntnis, dass es in Kupferzell ein geschlossener Infektionskreis sei. Weitere Infektionsherde hätte das RKI nicht entdeckt. „Das heißt, die Maßnahmen greifen gut und verhindern neue Herde“, sagte Dr. Neth. Auch seien keine unbekannten Infektionsketten entdeckt worden und die Teststrategie des Landes habe weiterhin große Bedeutung. Doch gerade die asymptomatischen Fälle hätten ein gewisses Potenzial. „Die Frage ist deshalb, wie gehen wir mit Reiserückkehrern und Großveranstaltungen um?“, fragte er.

Drei Todesfälle

Bürgermeister Christoph Spieles dankte ebenfalls den Bürgern und appellierte, die bekannten AHA-Regeln weiterhin zu beachten, denn das Virus „ist real“. Er verwies bei insgesamt 117 Infizierten in Kupferzell auf immerhin drei Todesfälle.

Text: Sonja Bossert




Virentests verzögerten Auswertung

voDie Auswertungen der Studie des Robert-Koch-Institutes (RKI) „Corona-Monitoring lokal“, die in Kupferzell als erste deutschlandweit durchgeführt wurde (wir berichteten) sind in Kürze abgeschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Ursprünglich war eine Veröffentlichung im Juli geplant

 Mitte August sollen die ersten Ergebnisse der Studie „Corona-Monitoring lokal“, die das Robert Koch-Institut (RKI) vom 20. Mai bis 09. Juni 2020 in Kupferzell durchgeführt hat, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der genaue Termin sowie der Ort werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Ursprünglich hatte das RKI auf eine Veröffentlichung noch im Juli 2020 gehofft. Grund für die Verzögerung waren nach Angaben des RKI ausstehende virologische Tests, die für wissenschaftlich eindeutige Ergebnisse wichtig sind. Inzwischen liegen die Ergebnisse dieser sogenannten Neutralisationstests vor, so dass die Auswertungen laut dem Landratsamt in Kürze abgeschlossen werden können.

„Wir sind alle sehr gespannt“

„Wir sind alle sehr gespannt und erwarten mit großem Interesse die Ergebnisse“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth auf die Präsentation der Gesamtergebnisse im August.

Die Teilnehmer wurden bereits direkt per Post über das Ergebnis des Rachenabstriches und des Antikörpertestes informiert.

„Froh und stolz“

Auch der Kupferzeller Bürgermeister Christoph Spieles ist bereits gespannt auf die Ergebnisse der Studie: „Wir sind froh und stolz, dass wir in Kupferzell für die Studie ausgewählt wurden und mit den vielen freiwilligen Teilnehmern dabei helfen können, das Virus besser zu verstehen.“

 Erste deutschlandweite Studie

Kupferzell war der erste von vier Orten, die für die Studie Corona-Monitoring lokal ausgewählt wurden. Innerhalb von drei Wochen wurden mehr als 2.100 Bürger untersucht und befragt, im Anschluss sollten die Teilnehmer einen ausführlichen Online-Fragebogen ausfüllen. Dabei geht es darum, die Untersuchungsergebnisse mit anderen Faktoren in Verbindung bringen zu können und so belastbare Aussagen über das Covid-19-Virus treffen zu können.




Es fehlen noch mehrere hundert dringend benötigte Fragebögen

Die Zahlen sprechen für sich: 2.244 Bürger haben laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis an der ersten Phase der Studie „Corona-Monitoring lokal“ in Kupferzell teilgenommen, rund 2.200 Rachenabstriche und 2.215 Blutproben wurden genommen. Doch damit ist die Studie noch nicht beendet: Fast genauso wichtig ist die zweite Phase, in der die Probanden einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Das haben zurzeit rund 1.300 Teilnehmer getan. Das Robert Koch-Institut hofft jedoch auch hier, die Marke von 2.000 Teilnehmern zu erreichen.

„Es ist eminent wichtig, die Ergebnisse der Abstriche und Blutproben mit anderen Faktoren in Verbindung bringen zu können, um belastbare Aussagen über das Virus treffen zu können“, erklärt Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener in der Mitteilung. „Wir wollen besser verstehen, wie sich das Virus verbreitet hat und welche Folgen eine Erkrankung für Betroffene hatte. Eine wichtige Frage ist, ob einzelne Bevölkerungsgruppen häufiger von Erkrankungen mit SARS-CoV-2 betroffen sind.“

Deshalb stellt das RKI Fragen zu Vorerkrankungen, zum Einkommen oder zum Gesundheitsverhalten – zum Beispiel ob jemand raucht oder nicht. Darüber hinaus sind weitere Themen interessant: Auf welchen Veranstaltungen waren Menschen aus Kupferzell im Frühjahr 2020? Mit welchen Verkehrsmitteln wurde der Weg zur Arbeit zurückgelegt? Welche Symptome sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung aufgetreten? Diese und andere Fragen helfen, das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Kupferzell besser zu verstehen. Für die Online-Befragungen wurden die Zugangsdaten auf dem Postweg übersandt, aber auch eine telefonische Befragung ist möglich.

„Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse – ich bin zuversichtlich, dass unsere Kupferzeller auch hier noch einmal Einsatz zeigen“, so Bürgermeister Christoph Spieles. Auch für Landrat Dr. Matthias Neth ist die Studie von großer Bedeutung: „Wir erleben im Hohenlohekreis, dass eine Erkrankung auch bei uns jederzeit wieder vorkommen kann. Umso wichtiger ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, damit wir die Verbreitung in der Bevölkerung eindämmen können.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Landrat Neth: „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen“

Am Dienstag, den 9. Juni 2020, endeten die Untersuchungen zu der Studie „Corona Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell. RKI-Teams untersuchten und befragten seit dem Start am 20. Mai mehr als 2.100 Kupferzellerinnen und Kupferzeller. „Wir freuen uns sehr über die starke Beteiligung“, so PD Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI: „Kupferzell ist der erste Untersuchungsort dieser groß angelegten Studie – wir wussten vorher natürlich nicht genau, was uns erwartet. Wir sind sehr dankbar für die große Motivation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir hier vor Ort erfahren haben.“ Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Gemeinde Kupferzell und des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. In den nächsten Tagen laufen noch Befragungen im Rahmen der Studie. „Für uns ist es wichtig, dass sich auch hier möglichst viele Teilnehmende die Zeit nehmen und die Fragen beantworten“, so Lampert weiter.

Sehr zufrieden zeigen sich auch Landrat Dr. Matthias Neth und Bürgermeister Christoph Spieles. „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen. Die große Teilnahme hat uns wieder einmal gezeigt – Hohenlohe hält zusammen.“

Erste Ergebnisse für Kupferzell werden voraussichtlich in vier Wochen vorgestellt. Ab dem 23. Juni 2020 wird die Studie des RKI in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) fortgeführt.

Unter https://youtu.be/bVHHCnyu99Y ist ein Rückblick zur Studie zusammengefasst.

Covid-Studie in ausgewählten Hot-Spots Deutschlands

Die Studie Corona-Monitoring lokal ist eine bevölkerungsbezogene seroepidemiologische Beobachtungsstudie, bei der an vier besonders von der COVID-19-Epidemie betroffenen Orten in Deutschland wiederholte Querschnittuntersuchungen mit jeweils unabhängigen Stichproben durchgeführt werden sollen. Die gewonnenen Informationen werden ausgewertet und die Ergebnisse der Wissenschaft und der Gesundheitspolitik zur Verfügung gestellt.

Insbesondere wird untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist. Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.

Mit den gewonnenen Ergebnissen sei es möglich, die Pandemie besser zu verstehen und Maßnahmen zur Eindämmung zielgerichteter zu planen.

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles war der erste Proband. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Arnulf von Eyb: „Das ist wirklich wichtig, denn wir alle wollen mehr über das Virus wissen“

Freude über hohe Teilnahmebereitschaft

Arnulf von Eyb informiert sich über die Corona-Studie des Robert Koch-Institutes in Kupferzell

Der Hohenloher Landtagsabgeordnete Arnulf von Eyb (CDU) hat sich am Mittwoch, den 27. Mai 2020, persönlich ein Bild von der Coronastudie gemacht, die das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit in Kupferzell durchführt. Dr. Julia Strandmark aus dem Studienteam des RKI informierte von Eyb und Landrat Dr. Matthias Neth über die Abläufe sowie den aktuellen Stand. Besonders erfreut zeigten sich alle Beteiligten über die hohe Bereitschaft der Kupferzeller, an der Studie teilzunehmen.

Auch Landrat Neth lobt das Engagement der Bürger

„Das ist wirklich wichtig, denn wir alle wollen mehr über das Virus wissen und vor allem darüber, was man aus dieser und weiteren Studien an sinnvollen Regeln für das tägliche Leben ableiten kann“, erklärte von Eyb. Auch Landrat Dr. Matthias Neth lobt das Engagement der Bürger im Kreis: „Wir hatten schon gehofft, dass viele Kupferzeller mitmachen und freuen uns jetzt natürlich, dass sich diese Hoffnung offenbar erfüllt. Wenn am Ende die rund 2.000 Teilnehmer zusammenkommen – und danach sieht es derzeit aus –, wäre das für die Aussagekraft der Studie perfekt.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises