„Kunst sollte sich mehr einmischen“
Wie lange muss eine Banane reisen, um in einem deutschen Supermarkt zu landen? Warum sind wir mitverantwortlich für die Flüchtlingswellen? Was kann jeder einzelne von uns tun, um die Erde wieder grüner zu machen? Hochpolitisch, kritisch, aber auch mit vielen Denkanstößen sind die Gemälde und Skulpturen von Klaus Hub aus Morsbach, die bis vor kurzem noch in der Sparkasse in Künzelsau unter dem Titel: „Kunst trifft Klima“ – Grüne Architektur“ ausgestellt waren. Der Künstler und Restaurator möchte weitermachen mit diesem wichtigen Thema und nun einen Teil der Kunstwerke auf Wanderausstellung schicken.
Inspiriert durch den Jakobsweg
Durch den Jakobsweg, den der 58-Jährige und seine Frau Andrea Engelhardt-Hub mit Freunden seit 2013 immer wieder etappenweise gegangen sind, habe der Restaurator wieder das Malen angefangen. 100 Bilder und Skulpturen habe er so in einem guten halben Jahr geschaffen. „Diese Reise war so beeindruckend, dass ich das ausdrücken wollte“, erinnert sich Hub.
Durch die vielen anderen Krise gehe das Thema Klimawandel etwas unter, bedauert Hub
Das Thema Klimawandel habe schon eine Weile in ihm geschlummert. Er bedauert, dass das Thema „durch die vielen anderen Krisen“ derzeit etwas untergehe und er bedaure, dass sich nicht mehr Künstler dahingehend ausdrücken. Denn: „Kunst sollte sich mehr einmischen“, findet der Morsbacher. „Man kann auch auf diesem Weg aufmerksam machen.“
Grüner leben
So ist denn auch seine Ausstellung in der Sparkasse, die am Donnerstag, den 20. Oktober sein Ende fand, kritisch, politisch, aber auch lösungsorientiert. So abstrakt seine Gemälde auf den ersten Blick wirken, so konkret ist die Botschaft, die er vermitteln will. Der gelernte Restaurator wirft in seinen Kunstwerken einen Blick auch auf die Symptome des Klimawandels, unter anderem in Form von Flüchtlingsbewegungen, und benennt die Verantwortung des Westens dabei, weil „wir die Dritte Welt ausgebeutet haben“.
„Wir machen unsere Erde selbst kaputt“
Aber auch sich selbst nimmt Hub nicht raus aus seiner Kritik. „Wir machen unsere Erde kaputt. Es fängt bei uns allen an“, sagt er. Jeder könne etwas tun, um den Planeten grüner zu gestalten. Aber, betont der Künstler, „ich möchte keinen anklagen, sondern zum Nachdenken anregen“. Photovoltaik, grüner bauen, wohnen, einkaufen – es gäbe genügend Ansätze, um grüner zu leben, findet der Künstler.
Sparkasse fördert grünes bauen und wohnen
Sparkassenvorstandsmitglied Werner Siller freut sich über die gelungene Ausstellung: „Klimawandel, das ist auch eine Thema, das unsere Sparkasse beschäftigt. Mit unserer Arbeit zum Klimaschutz, mit Finanzierungen von energiesparenden Bau- und Investitionsvorhaben, möchten auch wir zum Klimaschutz beitragen.“
Zur Person Klaus Hub
Klaus Hub wurde am 11. Februar 1964 in Künzelsau geboren, in Morsbach ist er aufgewachsen und hat dort eine Familie gegründet. Als Kind hatte er nur sehr wenig Spielzeug. Vieles hat er selbst gebastelt und gebaut. Von Beruf ist er Restaurator. So hat er schon in diversen Kirchen, Schlössern, Villen und Privathäusern gearbeitet. Mit 55 Jahren hat er seine 80-Stundenwoche reduziert auf eine 40-Stundenwoche und widmet sich seitdem noch mehr seiner künstlerischen Schaffenskraft.
Weiterführende Links über Klaus Hub und seine Arbeit:
Restaurator Hub Konservierung und Restaurierung (restaurator-hub.de)
Ölgemälde reinigen oder Firnisabnahme? Wie Sie teure Fehler vermeiden. – YouTube
Kunst trifft Klima – Grüne Architektur – YouTube
Ausstellungsflächen für Wanderausstellung gesucht
Für seine Wanderausstellung sucht Klaus Hub noch geeignete Räume, um seine Kunstwerke auszugsweise zu präsentieren. Vorstellbar wären Schaufenster von Gewerberäumen, Foyers in Rathäusern oder weitere Unternehmen und Banken, die gerne grün denken.
Kontakt über info@gschwaetz.de. Telefon: 07940/93 555 7. Oder bequem per WhatsApp: 0172/68 78 474. Wir leiten den Kontakt dann weiter.
Text: Dr. Sandra Hartmann

Das Lieblingsbild von Sparkassenvorstand Werner Siller – in der passenden Sparkassenfarbe Rot. Foto: GSCHWÄTZ

Auch mit den Flüchtlingsbewegungen und der Verantwortung des Westens beschäftigt sich Klaus Hub. Foto: GSCHWÄTZ













