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„Ziel muss es sein, eine bessere Putzleistung zu erhalten“

Der Künzelsauer Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am Mittwoch, den 23. September 2020 über die Neuvergabe der Reinigungsdienstleistungen für die städtischen Gebäude zu befinden, da der Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister Ende des Jahres ausläuft.

Europaweite Ausschreibung der Gebäudereinigung

Jenning Hein von der Deutschen Kommunalberatung, einer Beratungsgesellschaft für Kommunen, die sich auf Ausschreibungen spezialisiert hat, erläuterte das Vorgehen im Ausschreibungsprozeß: „Die 47 Objekte wurden in drei mittelstandsfreundliche Lose aufgeteilt. Aus wirtschaftlichen und praktischen Gründen wurde eine Loslimitierung auf zwei Lose festgelegt. Der Bieter, der bei allen drei Losen das jeweils wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, erhält den Zuschlag lediglich für zwei Lose.“

Ausgehend von einer Leistungsbeschreibung wurde der Auftrag europaweit ausgeschrieben, 13 Angebote gingen ein und wurden nach den Kriterien Preis (40 Prozent), Umfang der Reinigungszeit (35 Prozent), Vorgesehenes Qualitätssicherungskonzept (15 Prozent) und Implementierungs- und Umweltkonzept (10 Prozent).

Bisheriger Anbieter mit dem besten Angebot

Die Auswertung durch die DeKoBe ergibt: Der bisherige Anbieter, die Firma Piepenbrock Dienstleistungen GmbH & Co. KG, reichte für alle drei Lose das beste Angebot ein, aufgrund der Loslimitierung wird für das kleinste der Lose die Firma F. J. Peterhoff GmbH ausgewählt.

Verbreitete Unzufriedenheit mit dem bisherigen Anbieter

Rainer Süßmann (Die Freien) ist mit Piepenbrock nicht zufrieden: „Ob die Leistungen immer erbracht wurden, daran habe ich Zweifel.“ Er nennt aus seinem Umfeld einige Belege dafür. Aufgrund der bisherigen Fluktuation bei Piepenbrock schlägt er vor, zu überprüfen, ob die Arbeiten nicht besser von einem Eigenbetrieb durchgeführt werden sollte.

Gerhard Rudolph (CDU) kann die Unzufriedenheit mit Piepenbrock nachvollziehen und plädiert ebenfalls „Besetzung mit eigenen Kräften“.

Hans Jürgen Saknus (SPD/Grüne) betont „Die Erfahrung bei der Reinigung lehrt: Nicht der Schnellste ist der Beste, Ziel muss es sein, eine bessere Putzleistung zu erhalten.“ Er rechnet vor, dass im Angebot von Peterhoff zirka 8 Halbtagskräfte mehr enthalten seien. Er stellt den Antrag, 2 Lose an Peterhoff und nur ein Los an Piepenbrock zu vergeben und zukünftig den Gemeinderat früher einzubinden.

„Wir müssen wissen, dass wir mit diesen Unternehmen Altersarmut bei Frauen fördern.“

Verena Löhlein-Ehrler (Die Freien) hat ganz andere Bedenken: Sie ist der Meinung, dass bei den knappen Zeitvorgaben der Dienstleister ein „Mindestlohnproblem“ erzeugt wird und fordert: „Wir müssen wissen, dass wir mit diesen Unternehmen Altersarmut bei Frauen fördern.“ Sie hat „niederträchtige“ Putzfirmen kennengelernt und fordert, dass der Gemeinderat zukünftig vor der Ausschreibung beteiligt wird.

„Grund für die Fremdvergabe war, dass wir kein eigenes Personal mehr gefunden haben“, wendet Stadtkämmerer Eckhard Angelmeier ein, auch er kennt die Qualitätsprobleme, erkennt aber mit dem aktuellen Personal eine deutliche Verbesserung.

„Es gibt kaum noch vernünftige Reinigungskräfte“

„Es gibt kaum noch vernünftige Reinigungskräfte“, sagt auch Jenning Hein. Er weist darauf hin, dass man mit eigenem Personal den Vorteil des Weisungsrechts habe, aber auch darauf, dass man sich bei Reinigungsdienstleistungen im Bereich des Werkvertragsrechts befinde, die Stunden also nicht wirklich relevant seien – warum sie dann mit 35% in den Bewertungskriterien enthalten sind, ließ er offen. Mit Bürgermeister Neumann ist er sich einig, dass man sich im „Korsett des Vergaberechts“ befinde und die Annahme des Antrags von Hans-Jürgen Saknus eine Neuausschreibung bedingen würde, da die Kriterien nicht nachträglich geändert werden könnten. Man könne sich natürlich vertagen und das Gespräch zwischen Fraktionen und Verwaltung suchen, meint Neumann: „Eine Kampfabstimmung halte ich jetzt nicht für zielführend“.

„Das Altersarmutsthema haben wir immer“

Auch Robert Volpp (CDU) will unmittelbar abstimmen, es gebe „keine Garantie, dass es anders besser wird“. Er sieht sogar die Gefahr, dass man am 01. Januar 2021 gar keinen Dienstleister hat und meint: „Das Altersarmutsthema haben wir immer“.

Auf die Vorteile eines Werkvertrags weist Erhard Demuth (SPD/Grüne) hin: „Aus einem Werkvertrag kommt man raus, wenn das Ergebnis nicht OK ist.“

Rainer Süßmann ist dafür, zukünftig stets parallel die Leistungserbringung durch eigenes Personal zu prüfen.

Rolf Hamprecht (CDU) will die Leistung kontinuierlich prüfen, ähnlich sieht es Herbert Schneider (FfK), der die „Exit-Option bei Schlechtleistung offenhalten“ will.

„Der Kontrolle des Leistungsverzeichnisses kommt große Bedeutung zu.“

Jenning Hein kann die Räte beruhigen: Im Vertrag sei ohnehin eine Probezeit vorgesehen, auch danach könne bei Schlechtleistung gekündigt werden. Er weist aber darauf hin, dass durch die angewendeten Kriterien „keine Billigangebote“ zum Zuge gekommen seien und schließt mit: „Der Kontrolle des Leistungsverzeichnisses kommt große Bedeutung zu.“

Aufgrund der Diskussion ist das Abstimmungsergebnis nicht mehr überraschend:

Der Antrag von Hans-Jürgen Saknus, die Vergabe zu ändern, wird mit großer Mehrheit abgelehnt. Sein Antrag, in Zukunft die Kriterien vorab im Gemeinderat abzustimmen und eine Leistungserbringung im Eigenbetrieb gegenzurechnen, wird einstimmig angenommen.

Anschließend wird die Vergabe der Reinigungsdienstleistung gemäß dem Vorschlag der DeKoBe mit großer Mehrheit angenommen.

Text: Matthias Lauterer




Meister Proper für ihr Eigenheim

Hässliche Ablagerungen und grüner Algenbefall, Dächer mit Moos, Schwarzalgen und hartnäckige Flechten, ein häufiges und lästiges Problem für Hausbesitzer. Witterung, ökologische und bauphysikalische Maßnahmen sind Gründe für diese Verschmutzung. Weil immer mehr Häuser ein Wärmedämm Verbundsystem haben, das heißt, wenn die Außenflächen kühler als nicht isolierte Flächen sind, kommt es zu Kondenswasser. Dieses begünstigt den Algen- und Moosbefall. Stehen die Gebäude auf schattigen und vegetationsarmen Flächen wird das Wachstum der Mikroorganismen aufgrund der höheren Feuchtigkeit begünstigt. Ebenso wirken sich CO2 und Stickstoffe wie Dünger auf die Außenfassade aus. Algen können entstehen. Genau dieses wechselseitige Zusammenspiel ist die Ursache dafür, dass sich Hausfassaden zunehmend unansehnlich, grün, grau, ja manchmal auch schwarz verfärben.
Das Gebäudemanagement Gäckle bietet hierfür nun mit einem neuen Spezial- und Desinfektionsreiniger eine einfache Lösung an. Wir haben mit Firmenchef Achim Gäckle gesprochen.

Fassade mit Algen- und Moosbefall vor der Reinigung.
Foto: privat

GSCHWÄTZ: Seit wann haben Sie diese Art der Fassadenreinigung in Ihrem Programm?

Gäckle: Seit zirka fünf Wochen und das schon mit großem Erfolg und großer Nachfrage. Der Vorteil dafür ist, dass die Kunden kein Gerüst mehr um das Gebäude aufbauen müssen, das Dampfstrahlen entfällt, was leicht zu Beschädigungen führen kann und auch die anschließenden Malerarbeiten sind nicht nötig. Dadurch haben die Verbraucher eine Kostenersparnis von bis zu 70 Prozent.

GSCHWÄTZ: Wie schnell wirkt dieser Spezialreiniger?

Gäckle: Bei mäßig starkem Algenbefall ist zirka nach einer Woche eine Verbesserung der Verschmutzung ersichtlich. Bei erhöhtem Verschmutzungsgrad dauert es maximal zwölf Monate, bis die Flächen vollständig sauber sind. Der Reinigungseffekt hält je nach Objektlage zirka zwei bis vier Jahre, empfehlenswert ist eine prophylaktische Behandlung alle zwei bis drei Jahre.

GSCHWÄTZ: Welche Vorteile hat diese Reinigungsart?

Gäckle: Der von uns verwendete Reiniger ist von der Marke AWO. Dieser ist chlor- und säurefrei, das heißt, sehr umweltschonend in seiner Zusammensetzung. Man kann Oberflächen wie Ziegelstein, Putz, Fliesen, Natursteine, Waschbeton, Holz, aber auch Kunststoff und selbst Markisenstoffe damit säubern. Wir besprühen befallene Flächen mit einer bis zu zwölf Meter ausfahrbaren speziellen Sprühlanze. Diese Flächen müssen vorher nicht vorbehandelt werden, die Mikroorganismen sterben ab und zersetzen sich. Auch ein Nachreinigen ist nicht notwendig. Der Reiniger entfaltet seine Langzeitwirkung. Für hohe Gebäude setzen wir für diese Reinigung unser Kettenfahrzeug ein.

GSCHWÄTZ: Wieviel kostet so eine Gebäudereinigung?

Gäckle: Ab sechs Euro netto pro Quadratmeter Fläche. Wenn wir unser Kettenfahrzeug einsetzen, kostet dies 350 Euro pro Tag.

Fassade nach dem Reinigen mit dem Spezialreiniger.
Foto: privat

Gäckle Gebäudemanagement

Das Familienunternehmen ist seit zehn Jahren in Weißbach und beschäftigt derzeit zirka 150 Mitarbeiter. Gäckle ist Spezialist in nahezu allen Bereichen wie Glas-, Grund-, Raum-, Bau-, Teppich-, Solarreinigung. Ein unverbindlicher Beratungstermin ist jederzeit möglich. Aus- und Weiterbildung absolviert Gäckle mit seinem Team ausschließlich bei deutschen Herstellern wie Noroplan, Forbo Eurocol, Herwetec, Naturhaus, ILKA – Chemie.

Kontakt:
Gäckle Gebäudemanagement GmbH
Kochertalstraße 4
74679 Weißbach
Telefon: 07947/943 636 0. Fax: 07947/943 635 9
Mail: info@gm-gaeckle.de
Internetseite: www.gm-gaeckle.de

 

Text: Elke Brand

Fotos: privat

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Werbeanzeige von Gäckle Gebäudereinigung GmbH.

Firma Gäckle in Weißbach. Foto: privat




Dachrinnenreinigung in Hohenlohe

Gäckle Gebäudereinigung: Dachrinnenreinigung oder Inspektion bis 12 mtr. Höhe und alles ohne Steighilfe! Mehr Info: www.gm-gaeckle.de

Dachrinnen und Fallrohre sollten ein- bis zweimal im Jahr gereinigt werden, denn diese können im Laufe der Zeit verstopfen. Deshalb sollten sie am besten im Frühjahr und im Herbst einer Reinigung unterzogen werden.

Vor allem im Herbst, wenn das Laub von den Bäumen fällt und sich zusammen mit anderem Schmutz in Dachrinnen und Fallrohren sammelt, ist die Gefahr einer Verstopfung groß, wenn Sie die Rinne nicht reinigen. Spätestens, wenn nach einem ausgiebigen Regenguss das Wasser unkontrolliert aus der Rinne schwappt, sollten Sie handeln und sich an einen Fachbetrieb wenden, der eine Dachrinnenreinigung oder Inspektion zu fairen Kosten für Sie durchführt. Denn bleibt die Regenrinne verstopft, kann die Fassade durch das herauslaufende Regenwasser durchnässen oder der Putz ausgewaschen werden.

Wenn es friert, besteht zudem die Gefahr, dass sich im Fallrohr gesammeltes Wasser ausdehnt und das Rohr aufsprengt. Ist das erst einmal passiert, ist eine Reparatur oder gar Sanierung mit hohen Kosten verbunden. Auch können sich Eiszapfen bilden, die beim Herabstürzen den Boden beschädigen oder sogar Menschen verletzen können. Eine Dachrinnenreinigung empfiehlt sich daher sehr!

Wir von Gäckle Gebäudemanagement verfügen über die technische Ausstattung, mit der wir problem- und gefahrlos die Dachrinne erreichen und reinigen können. Mit professionellem Werkzeug und jeder Menge Erfahrung reinigen wir Laub, Zweige, Moos, Erde und andere Verschmutzungen und sorgen dafür, dass Regenwasser wieder ungehindert und sauber über Dachrinne und Fallrohr abfließen kann – und das zu einem fairen Preis.