„Diese ganzen Streitereien in der Regierung machen das Volk mürbe und müde“
Der Bundeskanzler war am Dienstag, den 01, Oktober zu Besuch in Künzelsau. Der Grund war das 75-jährige Arbeitsjubiläum von Reinhold Würth. Der 89-jährige Unternehmer zeigte Olaf Scholz sein Unternehmen von innen. Auch Pressevertreter diverser Medien waren zugegen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (links) am 01. Oktober 2024 zu Besuch bei Reinhold Würth. Hier: Führung durch das Logistik-Zentrum.
Der ARD gab Reinhold Würth ein Video-Interview, in welchem er als bekennender AfD-Kritiker auch die derzeitige Regierung zur Kurskorrektur aufruft:
Vom Zwei-Mann-Betrieb zum Weltmarktführer mit über 88.000 Beschäftigten: Diese beeindruckende Unternehmensgeschichte ist das Lebenswerk von Professor Reinhold Würth. Am 1. Oktober feiert der Unternehmer sein 75. Arbeitsjubiläum. An den Feierlichkeiten nehmen neben Freunde und Familie auch zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. So erhält der Bundeskanzler am Nachmittag Einblicke in das Logistikzentrum der Adolf Würth GmbH. Am frühen Abend hält, laut Planung, eine Festrede.
Reinhold Würth war der zweite Mitarbeiter seines Vaters
Die Erfolgsgeschichte der Würth-Gruppe begann Mitte des letzten Jahrhunderts: Adolf Würth gründete 1945 in Künzelsau die Schraubengroßhandlung. Immer an seiner Seite: Sohn Reinhold, der im Lager die Schrauben einsortierte und die Päckchen mit dem Leiterwagen für den Versand zum Künzelsauer Bahnhof brachte. Am 1. Oktober 1949 trat Reinhold Würth offiziell ins väterliche Unternehmen ein – als zweiter Mitarbeiter und erster Lehrling.
Nach dem unerwarteten Tod des Vaters übernahm der gerade einmal 19-Jährige den Betrieb. Mit Weitsicht und visionärem Denken entwickelte Reinhold Würth den kleinen Betrieb zu einem weltweit tätigen Konzern mit über 400 Gesellschaften und einem Umsatzvolumen von über 20 Milliarden Euro. Reinhold Würth ist aktuell der sechstreichste Deutsche.
Der Erfolg des Unternehmers Würth hat viele Geheimnisse. Eine große Triebkraft ist sicherlich seine Freude am Tun. „Für mich war Arbeiten immer mehr Hobby als Pflicht“, gibt er zu seinem 75-jährigen Arbeitsjubiläum zu. Und er wird häufig mit dem Satz zitiert: „Es gibt keinen schöneren Beruf als den des Verkäufers“.