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Braune Spur zieht sich durch Künzelsau

Nachdem wir vor wenigen Stunden einen Bericht veröffentlicht haben über die Beklebung unserer Redaktion in Künzelsau mit rechtsradikalen Aufklebern, erfuhren wir, dass wir nicht die einzigen waren, denen dies passiert ist an diesem Wochenende. Auch der Bahnhof in Künzelsau ist mit diesen und ähnlichen Aufklebern beklebt worden. Samstagvormittag sei dies bemerkt worden, wurde der Redaktion GSCHWÄTZ berichtet. Dies lässt darauf schließen, dass die Aufkleber in der Nacht von Freitag, den 15. Mai 2020, auf Samstag, den 16. Mai 2020, angebracht worden sind.

Eine Künzelsauerin erklärte gegenüber GSCHWÄTZ: „Wir waren so empört, dass wir zusammen mit Flüchtlingen, mit denen wir zusammenarbeiten, die Aufkleber am Bahnhof direkt beseitigt haben. Leider sind wir nicht an alle hingekommen und haben daher nicht alle beseitigen können.“ Auch am Busbahnhof sind an diversen Stellen Aufkleber angebracht worden mit Inhalten wie „Merkels Gäste könnten schubsen. Bitte Abstand halten.“

Neben dem Landratsamt wurden weitere Aufkleber gesehen.

 

Foto: privat

Foto: privat

Foto: privat




GSCHWÄTZ-Redaktion mit rechtsradikalen Aufklebern beschmiert

Die GSCHWÄTZ-Redaktion ist am Wochenende zwischen Freitag, dem 15. Mai 2020, und Sonntagmorgen, dem 17. Mai 2020, 07 Uhr, Opfer einer rechtsradikal motivierten Tat geworden. Die Schaufenster der Redaktion in der Gaisbacher Straße 6 om Oberen Bach in Künzelsau wurden mit Aufklebern mit rechtsradikalem Inhalt beschmiert.

Unter anderem steht dort zu lesen: „Wir waren schon rechts, bevor es cool wurde“ oder „Make Germany white again“. Die Aufkleber weisen auf unterschiedliche Organisationen und Internetseiten hin, unter anderem auf wie „Junge Revolution“. the-revolution.de. druck18.de und junge-nationalisten.de

Die Inhalte der Aufkleber seien eindeutig, so die Polizei. Dadurch dass es sich laut der Polizei Künzelsau um eine „politisch motivierte Straftat“ und nicht nur eine reine Sachbeschädigung handele, sei die Sache direkt an den Staatsschutz abgegeben worden. Die Ermittlungen laufen.

Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ setzen uns auch weiterhin ein für freiheitlich-demokratische Werte, für ein soziales Miteinander, für Gerechtigkeit und Frieden. Wir verurteilen die Diskriminierung von Menschen – aufgrund von Herkunft, Religion, Hautfarbe oder anderen Gründen – aufs Schärfste.

Text: Dr. Sandra Hartmann

Die Polizei Künzelsau hat Fotos von den Aufklebern gemacht. Foto: GSCHWÄTZ

Die Schaufenster der GSCHWÄTZ-Redaktionsräume wurden mit rechtsrakdikalen Aufklebern beschmiert. Foto: GSCHWÄTZ

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Die Aufkleber weisen auf verschiedene Internetseiten mit rechtsradikalem Inhalt hin. Foto: GSCHWÄTZ

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Übersäht mit Aufklebern mit rechtsradikalem Inhalt: Die GSCHWÄTZ-Eingangstür. Foto: GSCHWÄTZ

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„Macht Deutschland wieder weiß“ – lautetet die Forderung auf einem der Aufkleber. Foto: GSCHWÄTZ

„Time to fight“ – Aufruf an an die Europäer, zu kämpfen. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

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