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Das merkwürdige Verhalten lokaler Bürgermeister vor den Wahlen

De Faschingsbütt von de alte Fraa von drobbe de Hütt´

2018 war a zünftigs Jahr.
2019 wird noch besser sogar.
Vieles steht zur Wahl, ob Kreistag, oder kommunal.

Und wo de Bürger da sei Kreuz soll mache,
des isch gar nimme so einfach in solche Sache.

Wenn I die Politik verfolg, da hab i ja des Gefühl
Als ob i die Rot-Grün-Blindheit hätt.
I erkenn koin Unterschied mehr zwische dene einzelne Farbe.
Da sitze se alle, die Hans-Duck-Dichs und spiele Wackel-Dackel vor ihre Herrn,
wenn se ihn – de Landrat oder de Bürgermeischter – spreche hörn.

Aber die Politiker ham scho Recht:
Deutschland muss de Gürtel enger schnelle,
noch mehr Sektkorke könne mer nimmer lasse knalle.
Für die Politiker sollt de Schampus schließlich noch ne Weile lange,
de große Rescht steht zwische hoffe und bange,
und muss widder des oifache Lebe lerne kenne.

Wie damals in de Ritterzeit:
mit minimalem Wasserverbrauch für jede Leit.
mit Pferdekärren, um die Luft widder besser zu machen,
während nebedrou die Nebelschwade vorüberziehe von de Induschtrie,
die sich lacht oins wie noch nie.

Unser Minischter fürs Ländle, Peter Hauck, mahnt, mehr Holzhäuser zu bauen,
das soll besser für die Umwelt sein.
Da sag ich: des leuchtet mir ein.
Immer mehr Bäume auf der Welt zu ham, braucht schließlich kein Schwein.
Zumal durch die Dürre die Bäume sowieso aussehen wie ein Geischterwald,
da könne mer die a glei nutze für neie Wänd sou bald.

Unsere Bildungsministerin Eisenmann is a sou ä Käpsele.
Sagt die doch in Kiau, wie beeindruckt sie isch von unserer Bildungslandschaft hier.
Hä? Hat die trunke ghat zu viel Bier?
Ja, des isch scho toll, wie hier Ehrenamtliche und Rentner den Unterricht ufrechterhalte,
wie Grundschullehrer sich jedes Jahr mit komplett neie Bildunspläne herumärgern dürfe,
und Eltern als Hiwis funktioniere, da weiß mer net: Leidet die Frau Eisenmann an Realitätsverluscht oder
odder hat die oifach ä paar Fürschtefässle zu viel getrunke aus lauter Fruscht?
Die hiesige Poliitiker klatsche zu solche minischteriale Aussage a noch Applaus und bitte
die Minister im nächsten Jahr wieder in ihr Haus.

Und dann immer diese Geheimniskrämerei. En Spezialist isch ja da de Achim Beck,
der hat ja sei Rathaus-Ritterburg in Niedernhall ganz verbarrikadiert gege Angriffe von ausse.
Do darfsch net widerspreche oder dich getraue, kritisch nachzufrage,
sonscht guckt der dich fei ganz bös ou,
geschweige denn, dass du bekommsch noch a gscheite Antwort von dem Mou.

Dabei is des ja noch en halber Bub.
Der wächst bestimmt noch mit seine Aufgabe und bekommt noch einen Schub.
Aber hoffentlich im positive Sinne.

De Politiker müsset oifach widder wisse, vor allem im lokale Bereich: Sie san oifach net King Käs.
Des isch abber jetzt net nur nach Niedernhall gerichtet,
Öhringens Bürgermeischter Thilo Michler hat wohl die Wörter Freundlichkeit und Bürgernähe
ebefalls ganz unte in seiner Agenda gewichtet.
Dem Faß den Boden ausgeschlagen hat aber Ingelfingens Chef Bürgermeister Michae Bauer,
als er unlängst lag als Dorfsheriff auf der Lauer.
Eine Anzeige wegen Nötigung und Beleidigung hat er dafür kassiert,
er hat sich aber leider net wirklich dafür geniert.

Liebe Politiker: Krone, Federn und ein Königsgewand san hier in euren Ämtern wirklich fehl am Platz.
Das Wohl des Volkes steht an erster Stelle, sei hier genannt,
und net irgendein Machtgehabe oder gar ein Neubau, – gell, Herr Neth –
von einem neuen Landratsamt-Palast.

Häuptling Achim Beck ist gegen jeden Angriff gewappnet. Karikatur: Natalis Lorenz

 




Rathausgeflüster: Ein Externer hilft beim Rechnen

von de alte Fraa von drobbe de Höh‘

 

Die Musikschule steht net sou gut da,

wie mehr des gern hätt ghat.

Abber wie krieg mer die widder in a besseres Futter,

damit es in Zukunft klappt

mit de schwarze Zahle satt?

 

Des hat dich die Stadt Kiau gfragt und hat sich Rat gholt bei einem, der sich auskennt mit Zahlen.

Abber des macht der halt au net für lau.

Der is ja schlau.

 

Sonscht hätt‘ ihn die Stadt Kiau ja a net gholt.

Denn offesichtlich gibt es ja keinen im Rathaus,

dem mer zugetraut hätt‘,

ähnliche Berechnunge zur Musikschul‘ zu machen.

Des muss mer verstehn.

Die müsset ja a alle pünktlich in de Feierabend gehn.

 

Jetzt hat der gerechnet und getüftelt und gemacht

und schlussendlich hat dem sei ganze Arbeit ja au einiges zu Tage gebracht:

Macht die Musikschule ä bissle teurer,

dann habt ihr ä kloi bissle Einnahme mehr

und sou tiefrote Zahle nimme ganz so sehr.

 

Ei der Bimbam. Des muss schon ein ganz kluger Kerle gwe sei, der des auf höchscht kompliziert teure Weise ausgerechnet hat und damit zu dieser Erkenntnis gekomme is sou ganz nebenbei.

Des kann net jeder. Zumindest koiner von de Stadtverwaltung.

Mit Vollgas soll es vorangehen.
Karikatur: Natalis Lorenz

 




Rathausgeflüster: Öhringens Bürgermeister Thilo Michler hält Informationen zurück

Es gibt sie noch. Die wirklichen Vaterlandstäter, die nicht blindlings

tätig sind, sondern wohlüberlegt sind und bestimmt.

 

Öhringens Bürgermeister Thilo Michler ist so einer, einer wie

keiner, der überlegt sehr genau und wie ä Füchsle so schlau:

Soll ich‘s machen oder lieber bleiben lassen? Ist es gefährlich

für die Stadt, den Staat oder das Vaterland? Dann lass ich‘s bleiben allesamt.

 

Wir wollten von ihm Informationen haben, einfach so, aber da

hat er nicht mitgespielt, uns den Riegel vorgeschoben und uns

klar vor Augen geführt: Hier ist die Grenze nun erreicht,

das, was ihr wissen wollt‘, geht zu weit.

 

Da erst wurde uns bewusst, wie sehr wir uns haben über den

Tellerrand gebeugt, wollten Informationen haben, die keinen

etwas angehen, deshalb wurden wir so kritisch beäugt.

 

Diese Informationen sind sozialer Natur. Es sind Informationen,

die die Masse betreffen in Öhringen nur. Vielleicht auch welche

anderswo, aber das können wir jetzt nicht mehr testen im Westen.

Das ist leider so.

 

Wir hatten die Stadt Öhringen nämlich gefragt, ob sie uns – Achtung,

jetzt kommt‘s – ihren Veranstaltungskalender schicken

könnten, dann könnten wir die besten Sachen verwenden und

ankündigen in unserem Magazin und auch online senden.

 

Ungläubigkeit war die Antwort schlechthin. Wer sind sie? Was

wollen Sie damit bezwecken? Welche Pläne haben sie mit dieser

Stadt? Wir müssen uns beraten, um eine Entscheidung zu fällen,

wie wir mit ihrer Anfrage umgehen, vielleicht müssen wir hierzu

noch ein Beratungsgremium aufstellen.

Nein, da könnte ja jeder kommen. So etwas geht nicht so einfach,

Werbung für ihre Sachen machen sie nie kostenfrei, da zahlen sie

lieber `ne Menge, sie haben doch schließlich noch so viele Steuergelder

frei.

 

Also gut, nun haben wir es verstanden. Das nächste Mal fragen

wir nicht nett und lieblich: Dürfen wir ihre Veranstaltungen kostenfrei

bei uns ankündigen? Da lautet unser straffer Ton: 1.000

Euro kostet die Veröffentlichung. Wer nicht will, der hat schon.

Dann kommt die Antwort bestimmt fluchs anbei: Aber natürlich

machen wir den Weg hierfür frei. Teure Werbung für unsere Veranstaltungen

ist uns schließlich nicht einerlei.




Video // Rathausgeflüster: Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer

// Ingelfingerns Bürgermeister ist kein Fan von allem

Unsere alt Fraa ist der Meinung, dass es dem Ingelfingenr Bürgermeister nicht schaden könnte, ein bisschen mehr Mister Charming zu sein.

Zur diesjährigen Prunksitzung in Ingelfingen ist der Bürgermeister Michael Bauer nicht aufgetaucht und auch ansonsten zeigt er wenig Gesprächsbereitschaft. Na, dann hoffen wir, dass die Ingelfinger künftig ein unterhaltsames Programm bieten, damit der Bürgermeister auch Spaß hat.

 

 

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