„Kein coronabedingter Stellenabbau bei Berner“
„Im Verlauf der Pandemie ist es zu keinem coronabedingten Stellenabbau bei der Berner Group oder bei Berner Deutschland gekommen“, schreibt Lydia-Kathrin Hilpert von der Pressestelle des Unternehmens auf GSCHWÄTZ-Anfrage. „Wir befinden uns im letzten Quartal unseres Geschäftsjahrs und kommen bisher sehr gut durch die Corona-Krise.“ Das Unternehmen habe auch haben keinen Zweifel daran, die Aufholjagd zum vergangenen Geschäftsjahr weiter erfolgreich fortzusetzen.
„In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger“
„Die Mitarbeiterzahl von Berner Deutschland schwankte in den vergangenen Jahren im unteren einstelligen Prozentbereich“, so die Hilpert weiter. „In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger.“ Das habe auch etwas mit der Digitalisierung zu tun – diese Entwicklung werde Berner und viele andere Unternehmen auch zukünftig begleiten. Als ein Unternehmensziel von Berner nannte die Pressesprecherin langfristig Wachstum, wofür eher mehr als weniger Personal benötigt werde: „Im Januar und Februar 2021 wurden knapp 30 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt.“ Wie viel Mitarbeiter Berner im vergangenen Jahr entlassen hat, dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.
Pandemie-Lücke fast vollständig wieder aufgefüllt
Laut Presseveröffentlichung auf der Unternehmenshomepage, auf die die Pressesprecherin verweist, habe die Berner Group im September 2021 mit mehr als 105 Millionen Euro den höchsten Monatsumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Im April und Mai vergangenen Jahres seien die Umsätze wegen der Corona-Pandemie um annähernd 30 Prozent eingebrochen. Diese Lücke konnte die Gruppe innerhalb von vier Monaten jedoch fast vollständig wieder auffüllen. So habe sich bei der Caramba Gruppe die frühzeitige Produktionsumstellung auf Desinfektionsmittel bezahlt gemacht – der Unternehmenszweig erreichte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von rund 15 Prozent (76 Mio. EUR) ab. Mit rund 517 Millionen Euro Umsatz liege Berner jetzt nur noch etwa zwei Prozent hinter den Vergleichswerten auf dem Vorjahres-Halbjahr. Der Online-Umsatz sei sogar um 21 Prozent gewachsen.