1

Erster Preis für Künzelsaus Fair-Trade-Aktivitäten

Zehn baden-württembergische Kommunen wurden im Rahmen der landesweiten Initiative Meine. Deine. Eine Welt. für ihr besonderes Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet, darunter auch Künzelsau. Die Kommunen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern haben bewiesen, dass jede und jeder etwas für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt tun kann.

Besonderes Engagement für eine gerechtere Welt

Mannheim, Heidelberg, Freiburg, Fellbach, Konstanz, Lahr, Künzelsau, Engen, Landkreis Reutlingen und der Landkreis Enzkreis: Das sind die zehn baden-württembergischen Kommunen und Landkreise, die bei der neunten Runde der Initiative Meine. Deine. Eine Welt. für ihr besonderes Engagement für eine gerechtere Welt ausgezeichnet wurden und Preisgelder in Höhe von insgesamt 35.000 Euro als Anerkennung erhielten. Mit ihren Aktionen und Veranstaltungen während der landesweiten Eine-Welt-Tage im September und Oktober machten sie auf ihre entwicklungspolitischen Initiativen aufmerksam und motivierten Andere, sich dem Netzwerk der Engagierten anzuschließen. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) lädt alle zwei Jahre Kommunen zu diesem Projekt ein. Das Projekt wurde zum wiederholten Mal durch die Unterstützung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global mit den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht.

Jury aus entwicklungspolitischen Expertinnen und Experten

Trotz der Pandemie hatten bei der kommunalen landesweiten Initiative Meine. Deine. Eine Welt. 2021 16 Kommunen aus Baden-Württemberg mit 165 Veranstaltungen teilgenommen. Eine aus entwicklungspolitischen Expertinnen und Experten zusammengesetzte Jury hat nun die preistragenden Kommunen des Wettbewerbs von Meine. Deine. Eine Welt. 2021 ausgewählt.

5.000 Euro Preisgeld soll für Fairtrade-Aktionen verwendet werden

Künzelsau belegte in der Kategorie „Kleine Kommunen“ den ersten Preis und erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Dieses Preisgeld soll im Jahr 2022 nun für Fairtrade-Aktionen in der Stadt Verwendung finden.

Unterstützung von Wirtschaft und Organisationen

Künzelsau nahm mit dem Programm „Zukunft fair gestalten in Künzelsau“ teil und realisierte für Interessierte ein niedrigschwelliges interaktives Angebot, das zur Beschäftigung mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen im Alltag einlud. So gab es in Künzelsau eine Stadtrallye unter Beteiligung zahlreicher Geschäfte und Institutionen mit Mitmach-Aktionen wie Rätseln, Quizfragen und Schaufenstern rund um Nachhaltigkeit und Fairen Handel. Organisiert wurde die Aktion in Kooperation mit der Stadt Künzelsau von Stefanie Lotter und Angela von Reventlow, den beiden Geschäftsführerinnen der Übungsfirma Fabiro GmbH in der Kaufmännischen Schule Künzelsau. Folgende Geschäfte und Institutionen haben sich beteiligt: Stadtbücherei, Weltladen, Kaufmännische Schule Künzelsau, St. Paulus Kirche, Buchhandlung Lindenmaier & Harsch,, Brüder-Grimm-Schule, Second&More, Tafel Künzelsau, Klimabeirat, Vesperstube und Volkshochschule.

Kurzfilme auf youtube

Bei der Kaufmännischen Schule konnten die Teilnehmenden zwei Kurzfilme über QR-Codes zum Thema Nachhaltigkeit und Fairtrade ansehen (https://www.youtube.com/watch?v=VP41Guc7_s4 sowie https://www.youtube.com/watch?v=JDzUh7WpGmY), Anregungen aus dem Klima-Sparbüchle entnehmen und Vorschläge auf Kärtchen notieren, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN in den Alltag integriert werden können. Eine große Plakatwand an der Fensterfront neben dem Haupteingang der Kaufmännischen Schule entstand so im Laufe einer Woche mit den Zielen und den Handlungsvorschlägen unter dem Motto „Tu du’s – Jede Tat zählt“. Passend zum Thema Nachhaltigkeit nahmen die Mitarbeiter*innen der Fabiro GmbH in der Woche zudem an einem Workshop zum Thema „Plastikfrei – sei dabei“ teil, das von GEPA digital angeboten wurde.

Stefan Neumann dankt den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Lehrerinnen für ihr Engagement. Foto: Stadt Künzelsau

Die Jury lobte besonders, dass ein Brief mit konkreten Empfehlungen an den Bürgermeister und den Gemeinderat geschickt wurde, der ausführlich beantwortet wurde. So möchte die Stadtverwaltung unter anderem bei der Anschaffung von neuen Mülleimern auf die Größe und eine Ablagefläche für Pfandflaschen achten oder bei der Vergabe von Reinigungsleistungen an städtischen Einrichtungen möglichst eigenes Personal einstellen und faire Arbeitsbedingungen bieten.

„Ich bin stolz auf das großartige Engagement für den fairen Handel in Künzelsau und freue mich besonders über den Einsatz der der Kaufmännischen Schule, die eine klasse Aktion auf die Beine gestellt hat. Und es zeigt sich immer wieder: Engagement zahlt sich aus“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Feierliche Preisverleihung pandemiebedingt ausgefallen

Da die feierliche Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart in diesem Jahr pandemiebedingt leider ausfallen musste, wurden die Preise schriftlich übermittelt. „Wir bedanken uns herzlich für das Engagement aller Kommunen, die 2021 an Meine. Deine. Eine. Welt. teilgenommen haben. Durch ihren Einsatz haben sie Menschen in Baden-Württemberg gezeigt, dass globale Verantwortung und Nachhaltigkeit vor der eigenen Haustür beginnen müssen“, so Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der SEZ.

Hintergrund

Die alle zwei Jahre stattfindende Initiative Meine. Deine. Eine Welt. wird von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) organisiert und findet statt in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global mit den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Meine. Deine. Eine Welt. leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele in den Kommunen, indem vorhandene Potenziale für mehr globale Verantwortung in den Kommunen Baden-Württembergs entfaltet, gestärkt und weiterentwickelt werden. Kommunen mit ihren Städten, Schulen, Volkshochschulen, Vereinen und Weltläden sind zentrale Orte menschlicher Begegnungen, wo es jeden Tag aufs Neue möglich wird, das Bewusstsein für globale Themen zu schärfen und partnerschaftliche Netzwerke zu stärken.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 

 




Auszubildende von ebm-papst erhalten Artur Fischer Erfinderpreis

Am Montag, den 28. Juni 2021, fand die Verleihung des Artur Fischer Erfinderpreises bei der Fischer Unternehmensgruppe in Tumlingen statt, schreibt ebm-pabst in einer Pressemitteilung. Damit ehrt der Spezialist von Dübeln und Konstruktionsbaukästen Erfindungen privater Erfinder und im Rahmen eines Schülerwettbewerbs die Erfindungen von Schulklassen, Schüler AGs und einzelnen Schüler:innen, die besonders innovativ und von großem gesellschaftlichen Nutzen sind.

In die Endrunde mit einem Reinigungsroboter

Zwei Auszubildende von ebm-papst, Henning Abel und Timo Reimer, hatten sich mit ihrem Reinigungsroboter ChimneyBot unter mehr als 100 eingereichten Projekten durchgesetzt und die Endrunde erreicht. Dort konnten sie gleich zwei Preise entgegennehmen: den dritten Platz des Wettbewerbs, dotiert mit einem Preisgeld von 1.000 Euro, und zusätzlich den Zuschauerpreis. Beim ChimneyBot handelt es sich um einen Roboter, welcher das Reinigen und Inspizieren senkrechter Kaminrohre übernimmt und dabei neben der Reinigungsfunktion den Fokus auf Sicherheit, Ergonomie und Verbesserung von Arbeitsabläufen setzt.

„Die Nominierung ist ein sehr großer Erfolg“

„Die Nominierung für die Endrunde der letzten drei Plätze ist angesichts des immer sehr starken Teilnehmerfeldes bei dieser einmaligen und namhaften Veranstaltung ein sehr großer Erfolg. Ich hoffe, dass sich weitere Auszubildende davon begeistern lassen und mit neuen Ideen und Engagement in die Fußstapfen von Henning und Timo treten“, sagte Sven Schmieg, Ausbildungsmeister der technischen Aus- und Weiterbildung bei ebm-papst Mulfingen, laut der Mitteilung. Die beiden angehenden Studenten waren bereits beim Wettbewerb „Jugend forscht“ mit ihrer Erfindung erfolgreich und erreichten in diesem Jahr den ersten Platz beim Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken.

Der Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg wird alle zwei Jahre mit Preisen im Gesamtwert von 36.000 Euro verliehen.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-pabst

Der ChimneyBot soll beim Reinigen von senkrechten Rohren helfen. Foto: ebm-pabst