1

Eine Stunde für mehr Sicherheit

Den bundesweiten Tag des Einbruchschutzes am Sonntag, den 25. Oktober 2020, nutzt das Polizeipräsidium Heilbronn um den Bürgern seine vier sicherungstechnischen Beratungsstellen virtuell zu öffnen und via telefonischer Hotline alle Fragen rund um das Thema Einbruchschutz zu beantworten.

Immer am letzten Oktober-Sonntag

Der Tag des Einbruchschutzes ist eine gemeinsame Initiative von Polizei und Wirtschaft und wurde ins Leben gerufen, um die Bürger zum Thema Einbruchschutz zu informieren und zu sensibilisieren. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet dieser immer am letzten Sonntag im Oktober statt, dem Tag an dem die Uhren eine Stunde auf die Winterzeit zurückgestellt werden. Nähere Informationen zum bundesweiten Tag des Einbruchschutzes findet man im Internet unter http://www.k-einbruch.de.

Kostenlose telefonische Beratung

Ein erfahrener sicherungstechnischer Berater des Polizeipräsidiums Heilbronn informiert umfassend und kostenlos am Telefon, wie die Bürger ihr Eigentum durch technische Sicherungen und auch einfach nur durch richtiges Verhalten vor Einbruch und Diebstahl schützen können. Das Spektrum dieser telefonischen Sicherheitsberatung wird ganz individuell auf die Bedürfnisse  jedes Anrufers abgestellt. Die Beratung umfasst solide mechanische Sicherheitstechnik für Fenster und Türen sowie als elektronische Ergänzung Einbruchmeldetechnik oder ein Videoüberwachungssystem. Beraten lassen kann sich jeder, egal ob Mieter oder Besitzer eines Eigenheims.

Für den Stadt- und Landkreis Heilbronn, den Hohenlohekreis, den Neckar-Odenwald-Kreis und für den Main-Tauber-Kreis, steht die sicherungstechnische Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Heilbronn von 11 bis 17.00 Uhr unter Telefon 07131/104 1042 zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Wir haben die Schnauze voll“

„Mit zunehmender Dauer der Maskenpflicht ist die Akzeptanz dafür in der Bevölkerung im Rückgang“, erzählt Daniel Fessler, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Heilbronn. „Das Einhalten der Abstände und das Tragen der Masken wird oft sehr nachlässig behandelt. Außerdem haben wir festgestellt, dass es der Bevölkerung größtenteils noch gar nicht bewusst ist, dass man nicht nur im Personennahverkehr, sondern auch auf den Bussteigen eine Maske tragen muss. Auch deshalb sind wir heute hier, um Aufklärungsarbeit zu leisten.“

„Ein bisschen überrascht war ich schon.“

Die Aufklärungsarbeit sieht am vergangenen Mittwoch, den 30. September 2020, zwischen 12 und 13 Uhr folgendermaßen aus: Ein Team aus Künzelsauer Polizeibeamten, verstärkt von Öhringer Kollegen, positioniert sich am Busbahnhof und geht aktiv auf Menschen zu, die ihre Maske auf dem Gelände des Busbahnhofs nicht oder nicht ordnungsgemäß tragen. Ein Beamter spricht Luan Bundschuh an, weil er keine Maske trägt. Der 15-Jährige verrät nach der Kontrolle: „Ein bisschen überrascht war ich schon, aber ich habe mein Attest immer dabei. Die Polizei tritt heute eher autoritär auf. Ich finde aber, dass sich das auch so gehört. Würde die Polizei kumpelhaft auftreten, hätte man automatisch weniger Respekt.“

„Für mich war es ein Schock.“

Ein lauter, nachdrücklicher Ruf: „Hallo!“  Ein Griff des Polizisten an seine eigene Maske, der dem Angesprochen ein eindeutiges Zeichen gibt. Robert Wolak und den Beamten trennen zirka 50 Meter, doch Wolak reagiert sofort. „Für mich war es ein Schock, von dem Polizisten auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht zu werden, denn ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass das auch auf dem Gelände Pflicht ist“, erklärt Wolak. Svea Kövilein hat Verständnis für die Kontrollen. Doch die 14-Jährige stellt auch klar: „Für die Personen, die Asthma haben, wie ich auch, ist es schwer, mit der Maske zu atmen.“

Das Thema polarisiert

Obwohl der Einsatz absolut friedlich und freundlich verläuft und die Stimmung am Busbahnhof im Großen und Ganzen positiv ist, ist doch präsent, wie sehr das Thema polarisiert. Während Edmond Xhani plädiert: „Die Polizei könnte so etwas ruhig öfter machen“, sagt Mustafa Brkic ganz klar: „Wir sind Krankenpfleger und wir haben die Schnauze voll von den Maßnahmen!“

„Das ist vergleichbar mit den Gurten im Auto.“

Die Polizeibeamten haben heute wieder einmal bewiesen, dass weniger oft mehr und Präsenz die beste Prävention ist. „Meistens reicht es auch einfach schon, dass die Menschen uns sehen und schon ziehen sie ihre Masken auf. Das ist vergleichbar mit den Gurten im Auto oder dem Handy im Straßenverkehr“, merkt Fessler an. So ist auch am vergangenen Mittwoch alles ruhig verlaufen – bis auf ein paar Tränchen, die verdrückt werden mussten.

„Wir mussten heute kein einziges Bußgeld verhängen.“

Doch fertig ist die Polizei an diesem Tag noch lange nicht, die nächsten Stationen sind das Ganerben-Gymnasium und ein hoch frequentierter Kreuzungspunkt in Forchtenberg. „Hier sind dann tatsächlich auch verdeckt Kollegen positioniert, die in die Busse hineinschauen und kontrollieren, ob dort die Masken getragen werden“, kündigt Fessler an. Und obwohl der Großeinsatz im Hohenlohekreis noch nicht vorbei ist, schließt der 28-Jährige die Künzelsauer Kontrolle schon einmal mit einer positiven Bilanz ab: „Wir mussten heute kein einziges Bußgeld verhängen.“

Text: Priscilla Dekorsi

Die Bilanz der Polizei fiel an diesem Tag positiv aus. Foto: GSCHWÄTZ

Bußgelder mussten nicht verhängt werden. Foto: GSCHWÄTZ




Hund mit Pfefferspray abgewehrt – 4 Polizisten verletzt

Eigentlich sollte die Polizei am Montag, den 30. Juni 2020, das Veterinäramt in Kupferzell-Bauersbach bloß bei einer Kontrolle unterstützen. Zwei Streifen begleiteten am Abend die Amtstierärztinnen auf ein landwirtschaftliches Gehöft, um dort die Tierhaltung eines 59-Jährigen zu überprüfen. Der Mann und ein 43-Jähriger, der sich ebenfalls auf dem Hof befand, waren mit den Maßnahmen jedoch nicht einverstanden und zeigten sich von Beginn an aggressiv, störten die Kontrolle und verwehrten den Zutritt zu den Stallungen. Außerdem filmte der Ältere die Beamten.

Als er dies auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht unterließ, wurde sein Handy beschlagnahmt. Der Jüngere schnappte sich daraufhin das Mobiltelefon und versuchte damit zu flüchten. Ihm wurden Handschellen angelegt und der Gewahrsam erklärt. Der 59-Jährige holte daraufhin seinen Hund aus dem Haus und wollte diesen loslassen. Da die Androhung, den Hund im Zweifelsfall mit Pfefferspray abwehren zu müssen, nicht fruchtete, wurde das Abwehrspray gegen das Tier eingesetzt. Bei dem Einsatz wurden vier Polizisten verletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Unwetter sorgt für nasse Füße

Zu zahlreichen Einsätzen der Polizei und der Feuerwehren kam es am Mittwoch, den 17. Juni 2020, von nachmittags bis in den frühen Abend im gesamten Stadt- und Landkreis Heilbronn. Trotz der Vielzahl der Einsätze gab es keine nennenswerten Personenschäden. Besonders betroffen war der Bereich um Untergruppenbach. Hier liefen zahlreiche Keller voll, Straßenabschnitte wurden überspült, bei denen teilweise Fahrzeuge stecken blieben. Auch waren zum Teil Streckenabschnitte durch abgebrochene Äste betroffen.

Die Ortsdurchfahrt Oberheinriet musste für Reinigungsarbeiten von angeschwemmtem Schlamm und Wasser zeitweise voll gesperrt werden. Durch überflutete Fahrbahnen kam es auf der B39 zwischen Heilbronn-Kirchhausen und -Frankenbach und der Kreisstraße im Bereich der Motocrossstrecke in Frankenbach zu Verkehrsbehinderungen. Die B293 zwischen Leingarten und Böckingen musste zeitweise voll gesperrt werden. Auch die Neue Straße in Böckingen war überflutet, was zahlreiche Verkehrsteilnehmer nicht an der Durchfahrt hinderte, mit der Folge, dass nach Rückgang des Wassers mehrere vordere Fahrzeugkennzeichen aufgefunden wurden. Weiterhin gab es viele Einsätze wegen durch das Wasser ausgehobene Gullydeckel.

Auf der Bundesautobahn A81 zwischen den Anschlussstellen Ilsfeld und Untergruppenbach wurde die Fahrbahn durch den Regen unterspült. Zeitweise mussten zwei der drei Fahrstreifen gesperrt werden. Die Autobahnmeisterei konnte den Schaden jedoch beheben, sodass die Fahrbahnen um 20.45 Uhr wieder frei gegeben werden konnten. Auch kam es während des Unwetters zu zahlreichen Verkehrsunfällen infolge Aquaplaning auf den Autobahnen rund ums Weinsberger Kreuz. Hierbei wurde lediglich eine Person leicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens kann bislang nicht abgeschätzt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Polizei in Hohenlohe: Über 700 zusätzliche Stunden wegen Corona

Seit Montag, den 11. Mai 2020, wurden die Corona-Verordnungen in Baden-Württemberg weiter gelockert. Nun dürfen beispielsweise auch Personen aus zwei verschiedenen Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum unterwegs sein. Dennoch gelten weiterhin Hygiene- und Schutzvorschriften, deren Einhaltung von der Polizei auch kontrolliert wird.

Über 700 zusätzliche Stunden

GSCHWÄTZ fragte bei der Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn nach, ob die Polizei aktiv kontrolliert oder ob das nur nach Meldungen aus der Bevölkerung geschieht. Yannick Zimmermann von der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit schreibt dazu in einer Antwort-Mail: „Die Polizei überwacht die Einhaltung der Corona-Verordnung im Rahmen der Streife. Hinweise auf Straftaten und Ordnungswidrigkeiten durch die Bevölkerung werden überprüft. Dies umfasst auch Hinweise auf Verstöße gegen die Corona-Verordnung“. Mit Stand 11. Mai 2020 seien allein im Hohenlohekreis über 700 zusätzliche Stunden an Präsenzmaßnahmen durchgeführt und dabei 100 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt worden.

„Kontrollen sind immer dynamisch.“

„Kontrollen sind immer dynamisch und der Verlauf hängt von vielen Faktoren ab“, schreibt der Polizeisprecher weiter. Deshalb sei ein Standardablauf schwer darzustellen. „Es kommt wirklich auf den Einzelfall an. Der Kollege schreibt dann gegebenenfalls eine Anzeige und schickt diese an die Bußgeldstelle.“ Über die Verhängung eines Bußgeldes und dessen Höhe entscheide dann die jeweils zuständige Bußgeldstelle – in diesem Fall das Landratsamt des Hohenlohekreises.

„Grundsätzlich widerspricht das Tragen eines Mundschutzes nicht der StVo.“

Mit der Corona-Verordnung vom 9. Mai dürfen nun auch wieder Personen aus zwei verschiedenen Haushalten gemeinsam im Auto unterwegs sein. Dabei empfiehlt die Landesregierung allen Insassen, eine Maske zu tragen, „da sie lange auf engen Raum zusammen sind und so ein besonderes Infektionsrisiko besteht“. Doch ist das überhaupt zulässig, schließlich muss der Fahrer identifizierbar sein, wenn der Wagen beispielsweise geblitzt wird. Dazu schreibt Yannick Zimmermann: „Grundsätzlich widerspricht  das Tragen eines Mundschutzes nicht der StVO“. Jedoch sei darauf hinzuweisen, „dass das Tragen von weiteren Accessoires, wie zum Beispiel einer Mütze oder einer Sonnenbrille in Kombination mit einem Mundschutz gegen die StVO verstoßen können“. Hier sei allerdings eine Einzelfallprüfung erforderlich.

Text: Sonja Bossert

 




Polizeistaffel im Einsatz

Die Suche nach einer 81-jährigen Frau endete am späten Samstagabend, den 09. Mai 2020, mit dem gesunden Auffinden der Seniorin. Nachdem diese von einem Spaziergang am Nachmittag am Ortsrand von Möckmühl nicht mehr nach Hause zurückgekehrt war, verständigte der Ehemann die Polizei. Mit einem Großaufgebot begann dann gegen19 Uhr die Suche.

Neben den Streifen und einem Hubschrauber der Polizei waren die Rettungshundestaffel Heilbronn sowie die örtliche Freiwillige Feuerwehr an der Suche beteiligt. Parallel wurde von der Polizei auch ein Aufruf in den sozialen Medien veranlasst. Hier gingen dann mehrere Hinweise von Personen ein, die die Frau im Laufe des Nachmittags im Bereich Möckmühl gesehen hatten.

Letztendlich konnte die Frau gegen 23.12 Uhr in einem Waldgebiet in der Nähe der Tennisanlagen Möckmühl von den Kräften der Feuerwehr wohlbehalten gefunden und wieder zu ihrer Familie gebracht werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Öhringen: Nacht in Zelle verbracht

Die Polizei in Öhringen bekam in der Nacht auf Donnerstag, den 07. Mai 2020, ungeplanten Übernachtungsbesuch. Ein 20-Jähriger hatte am Mittwochabend im Parkhaus eines Supermarktes im Haagweg seinen 21-jährigen Mitbewohner geschlagen und dessen Mobiltelefon an sich genommen. Die Polizei überraschte den jungen Mann daraufhin in seiner Wohnung, um nach dem gestohlenen Handy zu suchen. Der Tatverdächtige war damit gar nicht einverstanden, brüllte herum und weigerte sich, den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten. Nachdem er sich nicht beruhigte, wurden ihm Handschließen angelegt. Als auch diese Maßnahme nicht zu dem gewünschten Ergebnis führte, musste der 20-Jährige mit aufs Polizeirevier Öhringen kommen und die Nacht in einer Zelle verbringen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 07.05.2020

 




Hohenlohekreis: Polizei am Osterwochenende weiterhin stark präsent

In Erwartung von tollem Frühlingswetter am gesamten Osterwochenende, sind die Beamten des Polizeipräsidium Heilbronn weiterhin stark präsent, um die Einhaltung der Coronaverordnung zu überwachen. Insbesondere Badeseen und Naherholungsgebiete, stehen im Mittelpunkt der Überwachungen. Aber auch Wohngebiete und sonstige, auch kleinere Parkanlagen werden bestreift.

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage ist die Polizei guter Hoffnung, dass der größte Teil der Bevölkerung weiterhin diszipliniert und verantwortungsbewusst handelt. Wer gegen die Verordnung verstößt muss jedoch mit der konsequenten Ahndung und einem unter Umständen empfindlichen Bußgeld rechnen. „Der aktuell geringe Verkehr verleitet leider den ein oder anderen aktuell es mit der Einhaltung der Geschwindigkeit nicht ganz so genau zu nehmen. Um hier entsprechend schweren Unfällen vorzubeugen werden wir einschlägige Strecken in den nächsten Tagen gezielt überwachen und die Verstöße ahnden“, so der Präsident des Polizeipräsidiums Heilbronn, Hans Becker.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Hohenlohe: Geschwindigkeit Ursache Nummer 1 bei Verkehrstoten

Das Polizeipräsidium Heilbronn hat die Verkehrsunfallstatistik in seinem Zuständigkeitsbereich für das Jahr 2019 veröffentlicht. „Erfreulicherweise ist es uns letztes Jahr gelungen, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn zu senken. Die Gesamtanzahl der Unfälle mit Leichtverletzten ist leider jedoch wieder gestiegen“, stellte der Leiter des Polizeipräsidiums Heilbronn, Hans Becker, in einer Pressemitteilung fest. „Unsere Maßnahmen zielen weiter darauf ab, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden zu reduzieren. Es gibt Situationen im Straßenverkehr, die weder durch Prävention noch durch Kontrollen beeinflusst werden können. Dort aber, wo wir auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer durch verkehrspolizeiliche Maßnahmen, beispielsweise Prävention oder Kontrollen, einwirken können, werden wir auch weiterhin alles tun, damit Verkehrsunfälle vermieden werden. Wir sehen die Verkehrsunfallstatistik nicht nur als eine Bestandsaufnahme und reines Zahlenwerk, sondern erhalten und erwarten uns hierdurch auch Aufschluss darüber, wo gegebenenfalls bauliche Veränderungen vorgenommen werden, wo wir mehr kontrollieren und an welchen Stellen die Präventionsmaßnahmen angepasst werden müssen“, so Polizeipräsident Becker weiter.

Anzahl der verunglückten Personen ist deutlich angestiegen

Unfälle mit Personenschaden sind 2019 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen, ebenso die Anzahl  der verunglückten Personen (+ 3,6 Prozent) und davon der leicht Verletzten (+6,6 Prozent). Die Anzahl der Schwerverletzten fiel dafür stärker ab (- 7,4 Prozent). Hier ist 2019 mit 680 Schwerverletzten ein Zehnjahrestief zu verzeichnen. Ebenfalls gefallen ist die Anzahl der Verkehrstoten um 6,1 Prozent auf 46 Personen.

Verkehrsunfälle haben zugenommen

Das PP Heilbronn registrierte 2019 ein Gesamtaufkommen von 26.604 Verkehrsunfällen. Hiervon waren 15.720 sogenannte Kleinstunfälle, die aufgrund ihrer geringfügigen Bedeutung in der Unfallanalyse und statistischen Betrachtung nicht weiter berücksichtigt werden. Die Zunahme im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn aller Unfälle lag bei fast 3,5 Prozent, wobei sich  die Veränderungen in den einzelnen Kreisen und auf der Autobahn unterschiedlich darstellen.

46 Verkehrstote

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn stieg im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent. Bei diesen Unfällen wurden 46 Menschen getötet, 680 schwer und 3.052 leicht verletzt. Von den 46 Getöteten waren zwölf Pkw-Fahrer, vier Mitfahrer, drei Lkw-Fahrer, 14 Motorradfahrer, eine Sozia, drei Leichtkraftradfahrer, zwei Kleinkraftradfahrer, drei Fahrradfahrer, zwei Pedelec-Fahrer, ein Fußgänger sowie der Führer eines Krankenfahrstuhls. Bei 17 getöteten gurtpflichtigen Personen hatten acht keinen Sicherheitsgurt angelegt. Ferner hatten drei der fünf getöteten Rad- oder Pedelecfahrer keinen Fahrradhelm getragen. Knapp die Hälfte der Unfälle mit Personenschaden ereignete sich außerorts, wobei die Unfallfolgen hier aufgrund der höheren gefahrenen Geschwindigkeiten meist drastischer sind. Es verunglückten 35 der 46 Getöteten und 429 der 680 Schwerverletzten außerorts.

Häufige Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren

Die meisten Unfälle mit Sachschäden sind auf Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, gefolgt von Abstandsverstößen und Vorfahrtsverletzungen zurückzuführen. Bei Unfällen mit Personenschaden verändert sich das Bild. Hier liegt an erster Stelle bei 22,8 Prozent der Unfälle als Unfallursache ein Geschwindigkeitsverstoß vor, gefolgt von Abstands- und Vorfahrtsmissachtungen. Je höher die Geschwindigkeit bei einem Unfall ist, umso schwerer sind die Unfallfolgen. Jeder vierte Verkehrsunfall mit schwerem Personenschaden geht auf das Konto Geschwindigkeit. Sie ist hier die Ursache Nummer eins.

Knapp 101.000 Geschwindigkeitsverstöße

Bei ihren Verkehrskontrollen registrierte die Polizei 2019 insgesamt knapp 101.000 Geschwindigkeitsverstöße, was zu 1.724 Fahrverboten führte. Außerdem deckten die Beamten bei ihren schwerpunktmäßig durchgeführten Kontrollen 12.673 Gurt – und 7.313 Handyverstöße auf. Im Bereich der Verkehrstüchtigkeit waren bei 446 Unfällen berauschende Mittel wie Alkohol und Drogen die Unfallursache. Allein dabei wurden 54 Menschen schwer und 151 leicht verletzt. Verstärkte Kontrollmaßnahmen, unter anderem auf den Tank- und Rastanlagen an den Autobahnen, haben hier im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang von 9,1 Prozent geführt. Im Rahmen der polizeilichen Verkehrsüberwachung wurden im vergangenen Jahr 1.190 Fahrzeugführer wegen Fahrens unter Alkoholeinwirkung und 983 Fahrer wegen Fahrens unter Drogeneinwirkung zur Anzeige gebracht.

Anzahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern gesunken

Im Jahr 2019 ist die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern um 1,6 Prozent zurückgegangen. Jedoch wurden drei Radfahrer getötet. Die Anzahl der Unfälle mit Pedelecfahrern stieg in den vergangenen Jahren weiter an um 0,2 Prozent auf 115. Bei Unfällen mit Pedelecs wurden zwei Fahrer getötet. Der Anteil der Pedelecs an den Fahrradunfällen beträgt derzeit 23 Prozent. Die Hauptunfallursachen bei den Rad- und Pedelecfahrern liegen vor allem im Bereich der Geschwindigkeit, der Verkehrstüchtigkeit sowie der Vorfahrtsverletzung. Bei 246 Unfällen mit Fußgängern im Jahr 2019 wurde eine Person getötet, 65 schwer und 164 leicht verletzt. 61 der Unfälle wurden von Fußgängern selbst verursacht.

Rückgang bei verunglückten Zweiradfahrern

Bei 539 Zweiradunfällen wurden im vergangenen Jahr 451 Personen verletzt. 20 motorisierte Zweiradfahrer wurden getötet, 139 Fahrer und Mitfahrende schwer verletzt sowie 312 Fahrer und Mitfahrende leicht verletzt. 54 Prozent der Unfälle ereigneten sich außerorts, wobei auf sie ein höherer Anteil an den schwer Verunglückten, nämlich 78 Prozent der Getöteten und 66 Prozent der schwer Verletzten entfällt. Insgesamt ist jedoch ein Rückgang bei der Zahl der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern und Anzahl verletzter Personen zu erkennen. Ganz vorn bei den häufigsten Unfallursachen bei Nutzern von motorisierten Zweirädern waren 2019 Geschwindigkeits- (124) und Abstandsverstöße (35), gefolgt von Fehlern beim Überholen (25) und Missachtung der Vorfahrt (12) sowie beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (10).

Präventionsveranstaltung 

Das PP Heilbronn bereitet 2020 wieder eine Motorradkonzeption zur Bekämpfung von Motorradunfällen vor und wird diese im Frühjahr umsetzen. Auch wird es dieses Jahr wieder die Präventionsveranstaltung „Platte IX.“, organisiert und durchgeführt vom Polizeipräsidium Heilbronn, auf der B 39 in den Löwensteiner Bergen geben.

LKW-Unfälle wegen zu geringem Abstand

Fast die Hälfte aller 1505 Lkw-Unfälle sind auf ungenügenden Sicherheitsabstand, Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren zurückzuführen. Danach folgen Überhol-, Vorfahrts- und Geschwindigkeitsverstöße. Bei der Verkehrstüchtigkeit waren 16 alkoholbedingt unfallursächlich.

Ein totes Kind

Kinder waren 2019 im Präsidiumsbereich an 108 Unfällen beteiligt. Hierbei wurde ein Kind getötet, 15 Kinder schwer und 87 leicht verletzt. In 47 Fällen waren Kinder die Verursacher der Unfälle. Als Mitfahrer verunglückten 132 Kinder. Damit ist die Mitfahrt im Pkw immer noch ein hohes Unfallrisiko für sie. Junge Erwachsene haben einen Anteil von 8,1 Prozent an der Gesamtbevölkerung, sind aber mit 21,4 Prozent an nahezu jedem vierten Unfall beteiligt. In diesen Fällen sind sie zu 56 Prozent Unfallverursacher. Ältere Menschen haben einen Anteil von 19,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung und sind mit 18,3 Prozent an etwa jedem sechsten Unfall beteiligt. In diesen Fällen sind sie zu 63,4 Prozent Unfallverursacher.

Unfallfluchten

Die Beamten des Polizeipräsidiums Heilbronn nahmen im Jahr 2019 insgesamt 5.493 Unfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort auf. Unfallfluchten sind damit gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent gestiegen. Bei jedem fünften Unfall, den die Polizei aufnimmt, flüchtete der Unfallverursacher. 34 Prozent der Unfallflüchtigen konnten aber ermittelt werden.

Unfallentwicklung auf der Autobahn

Das Polizeipräsidium Heilbronn betreut polizeilich insgesamt 164 Autobahn-Kilometer. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Kupferzell und Sinsheim-Steinfurt und auf der A81 von der Anschlussstelle Mundelsheim bis zur Landesgrenze bei Gerchsheim, sowie auf ein rund sieben Kilometer langes Teilstück der A3. Die derzeit höchste tägliche Verkehrsstärke auf der A6 im Bereich Neckarsulm beträgt rund 100.000 gemessene Fahrzeuge, darunter fast 19.000 Schwerverkehrs-Lkw. Die A6 ist weiterhin die am stärksten unfallbelastete Strecke. Das PP Heilbronn registrierte 2019 ein Gesamtaufkommen, inklusiv sogenannter Kleinstunfälle, von 2.624 Verkehrsunfällen, was einem starken Wiederanstieg von 6,5 Prozent entspricht.
Bei den Unfällen mit Personenschaden kann eine Minderung um 7,3 Prozent festgestellt werden. Die Zahl der dabei schwer Verletzten sank um 36,7 Prozent, ebenso gab es eine Minderung um fünf Getötete auf neun Personen. An 518 der insgesamt 1046 Verkehrsunfälle mit bedeutendem Sachschaden und Personenschaden waren Lkw beteiligt, was einem Anteil von 49,5 Prozent entspricht. In 285 Fällen (55 Prozent) haben sie diese Unfälle verursacht.

Überhöhte Geschwindigkeit auf der Autobahn

Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit (339 Unfälle) sowie mangelnder Abstand (243 Unfälle) sind auf den Autobahnen des PP Heilbronn die häufigsten Hauptunfallursachen. Bei den Unfällen mit Personenschaden liegen Abstandsverstöße mit 112 Unfällen noch vor Geschwindigkeitsverstößen (87) an erster Stelle. Gegenüber dem Vorjahr haben Fehler beim Überholen um 36 Prozent zugenommen. Im Bereich der Verkehrstüchtigkeit war 27-mal Übermüdung die Unfallursache, in 13 Fällen lag die Ursache im vorangegangenen Alkoholgenuss. Acht Verkehrsteilnehmer
standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und fünf Fahrer nahmen mit sonstigen körperlichen Mängeln am Verkehr teil.

Starke Verkehrsauslastung auf der Autobahn

Wegen der hohen Verkehrsauslastung beziehungsweise Verkehrsdichte wirken sich Verkehrsunfälle auf Autobahnen in der Regel erheblich auf den Verkehrsfluss und auf eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern und deren Fortkommen aus. „Unser Fokus liegt daher weiter auf der Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, falsches Überholen in unfallträchtigen Abschnitten sowie der Unterschreitung des Mindestabstands insbesondere durch Lkw-Fahrer. Letzte ist immer wieder Ursache für schwere Unfallfolgen und kilometerlange Staus auf unseren Autobahnen. Darüber hinaus werden wir weiterhin einen Schwerpunkt auf die Überwachung der Gurtpflicht und der Ablenkung durch die Handynutzung am Steuer legen“, sagt Polizeidirektor Thomas Lüdecke, der Leiter der Schutzpolizeidirektion, deren Organisationseinheiten auch für die Unfallaufnahme zuständig sind. „Dass weiterer Handlungsbedarf besteht, zeigen die Ergebnisse der letztjährigen Verkehrsüberwachung auf den Bundesautobahnen“, so Lüdecke weiter. „Es ist weiterhin unser Bestreben, durch eine zielgerichtete Verkehrsüberwachung im Zusammenwirken mit gezielten Präventionsmaßnahmen die schweren Unfallfolgen zu senken“, so Polizeipräsident Hans Becker. Er betont: „Wir werden dieses Jahr in unserem Präsidiumsbereich, insbesondere auf den Autobahnen, ein verstärktes Augenmerk auf die Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen legen. Speziell die Verkehrspolizei wird dabei flächendeckende Messungen durchführen. Jeder Toter ist einer zu viel!“.

Zahlreiche Veranstaltungen

Das Polizeipräsidium Heilbronn veranstaltete 2019 auch eine Vielzahl an verkehrspräventiven Maßnahmen. So konnten bei 1.748 Veranstaltungen, die im Bereich der Radfahrausbildung abgehalten wurden, fast 8.000 Schüler erreicht werden. Verschiedene Verkehrstrainings in Kindergärten und Grundschulen (443 Veranstaltungen), Vorträge an Schulen (261), Auftritte der Präventionspuppenbühne (173), Infostände auf Messen und Veranstaltungen sowie Vorträge runden diese präventiven Maßnahmen ab.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Öhringen: Festnahmen nach Raubüberfall auf Tankstelle

Unter dem Vorhalt einer Schusswaffe erzwangen zwei zunächst unbekannte Männer am frühen Morgen des 22. September 2019 von zwei weiblichen Angestellten einer Tankstelle in der Siemensstraße in Öhringen die Herausgabe von Bargeld und Zigaretten. Das Raubgut hatte einen Gesamtwert von knapp über 600 Euro. Schnell konnte ermittelt werden, dass die beiden Personen zu Fuß zu der Tankstelle gekommen waren und auch zu Fuß geflüchtet sind. Ein aufmerksamer Zeuge fand noch am Tattag Kleidung, Maskierung sowie die während des Überfalls genutzte Schreckschusspistole in der Ohrn, welche sich rund 600 Meter östlich der Tankstelle befindet. Anschließend begann die akribische Arbeit der Kriminaltechniker. Diese konnten an den aufgefundenen Gegenständen Fingerabdruckspuren sichern. Die Fingerabdrücke konnten zweifelsfrei einem 41-jährigen jordanischen Staatsangehörigen zugeordnet werden. Der Tatverdächtige wurde am Anfang der Woche von Beamten des Kriminalkommissariats Künzelsau festgenommen. Bei der Festnahme war der Mann in Begleitung eines 31-jährigen Marokkaners, der ebenfalls vorläufig festgenommen wurde. Da sich der Verdacht gegen den Jüngeren zunächst nicht erhärtete, wurde dieser wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 41-Jährige wurde indes auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Dienstag, den 14. Januar 2020, einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Im Rahmen dieser Vorführung äußerte sich der Tatverdächtige zu dem Raubüberfall Ende September. Während der Vernehmung gab er zu, die Tat gemeinsam mit dem 31-Jährigen begangen zu haben. Der Haftbefehl gegen den 41-Jährigen wurde in Vollzug gesetzt und der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Direkt im Anschluss wurde sein Komplize in seiner Wohnung festgenommen. Am Mittwoch, den 15. Januar 2020, wurde auch er dem Haftrichter vorgeführt und auch der Haftbefehl des Amtsgerichts Öhringen gegen ihn wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn in Vollzug gesetzt. Der 31-Jährige wurde ebenfalls in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

 

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn