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Rattenplage im Belsenberger Kindergarten

Im Juni 2021 wurde im Kindergarten Belsenberg Rattenkot entdeckt, manche sprechen gar von einer Rattenplage, weshalb das Gebäude vorübergehend nicht für die Kinderbetreuung genutzt werden konnte. Die Kinder sind daraufhin als Notgruppe im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht worden.

Das ganze Gebäude aufgeben?

„Die nachhaltige Sanierung des bestehenden Kindergartens zeigt ein hohes Maß an Umfang“, erläutert Marion Hannig-Dümmler in der Sitzungsunterlage die Situation für die Gemeinderäte und schlägt vor: „Daher wäre aus wirtschaftlicher Sicht eine Aufgabe des Gebäudes zu empfehlen.“, da bereits eine Begehung durch die Unfalkasse im März 2021 mehrere Mängel ergab.

Alternativen

Für einen Neubau wäre etwa eine Million Euro anzusetzen, selbst eine Generalsanierung auf heutige Standards wird auch 700.000 Euro veranschlagt. Eine Lösung mit Modulcontainern wäre möglich und würde 500.000 Euro kosten. Würde man nur die Mängel beseitigen, ohne eine weitgehende Sanierung vorzunehmen, wäre man mit 200.000 dabei, ob eine dauerhafte Betriebserlaubnis erteilt werden könnte, ist fraglich. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Waldkindergarten schlägt die Verwaltung daher vor, zwei weitere „Naturwägen“ zu beschaffen, um so den Kindergartenstandort Belsenberg zu erhalten. Diese Wägen werden rund 175.000 Euro kosten. Carmen Class beruhigt die Ängste der Eltern, dass Naturwägen der Einstieg in den Ausstieg aus dem Standort Belsenberg sein könnte: „Der Standort ist so ideal, dass man darauf nicht verzichten will“. Bürgermeister Neumann betont, dass der Kindergarten als Provisorium wiedereröffnet wurde.

Jäger: will den Kindergarten unbedingt erhalten, für ihn waren die Wägen die vernünftigste Lösung, die recht einhellige Ablehnung durch die Eltern hat ihn verblüfft.

Kubat spricht davon, dass das Gebäude von den Belsenberger Bürgern erbaut wurde und seit der Übernahme durch die Stadt Künzelsau im Jahr 1973 kaum saniert wurde. Auch er spricht von einem geradezu idealen Gelände für einen Kindergarten. Er schlägt eine kurzfristige Sanierung und in einigen Jahren einen Neubau vor, nicht zuletzt, weil das Dorfgemeinschaftshaus derzeit für die Einwohner nicht nutzbar ist.

Bürkert will ein Konzept, das den Kindergarten, die Feuerwehr und den Kindergarten umfaßt. Aber auch er empfindet die Wägen als vernünftige Lösung und schlägt vor, den Eltern die Wägen erst einmal im Detail vorzustellen.

Neumann sieht keinen lokalen Bedarf für mehr als einen einzügigen Kindergarten in Belsenberg.

Süßmann möchte, „dass man auf dem Ensemble was vernünftiges baut“. Löhlein-Ehrler findet Waldkindergarten auch für Kinder in Amrichshausen oder Garnberg attraktiv, da die Kinder ja später dort auch in die Schule gehen.