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Zu viele ohne Anmeldung

Für Impfungen an den Impfstationen im Hohenlohekreis in der Nobelgusch Pfedelbach sowie in der Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau ist eine vorherige Terminbuchung zwingend erforderlich. Darauf weist die Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg für den Hohenlohekreis, Dr. Susanne Bublitz, hin. Sie organisiert die Angebote mit Unterstützung verschiedener Hausärzte aus dem Kreis sowie des Landratsamtes. Das geht aus einer aktuellen Meldung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

„Je mehr Bürger:innen aber ohne Termin kommen, desto mehr müssen wir leider wieder wegschicken“

„Es gibt nur eine gewisse Anzahl von Impfdosen pro Tag. Alle, die sich registrieren, erhalten von uns eine Einladung. Der Zeitpunkt der Einladung richtet sich nach dem Alter, nach dem Zeitpunkt der Zweitimpfung oder danach, ob es eine Erstimpfung ist. Mit dieser Einladung kann man sich dann einen Termin buchen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger aber ohne Termin kommen, desto mehr müssen wir leider wieder wegschicken, da wir gegen Ende nur die übriggebliebenen Dosen verimpfen können“, erklärt Dr. Susanne Bublitz.

Impfstofflieferungen begrenzt

Die Planungen können nur wochenweise erfolgen, da auch die Impfstofflieferungen wöchentlich erfolgen und begrenzt sind. Zur besseren Planung wird gebeten, dass Impflinge, die in der Zwischenzeit woanders eine Impfung erhalten haben, sich wieder abmelden. In der abgelaufenen Woche wurden in den beiden Impfstationen rund 2000 Impfungen durchgeführt.

Derzeit wird Moderna verimpft

Zudem weist Dr. Bublitz darauf hin, dass ab dem 29. November 2021 Personen über 30 Jahren im Regelfall mit dem Impfstoff „Spikevax“ von Moderna geimpft werden. „Spikevax ist wie Comirnaty von BioNTech ein mRNA-Impfstoff, der den Vorteil bietet, dass er bei Boosterimpfungen nur in halber Dosierung angewendet wird und dadurch individuell weniger Nebenwirkungen verursachen kann“, erklärt die Pandemiebeauftragte. „Zudem scheint er eine bessere Wirksamkeit gegen die Deltavirus-Variante zu haben, was sich positiv auf die Zahl der Impfdurchbrüche bemerkbar machen kann. Für Patienten unter 30 Jahren ist Comirnaty von Biontech besser geeignet, deshalb werden wir den begrenzten Impfstoff von Biontech für Personen unter 30 Jahren reservieren.“

Registrierung

Die Registrierung ist unter www.impfterminmanagement.de/praxis/prx60994bfc19101/registrieren möglich. Die Adresse ist auch auf den Internetseiten www.gemeinschaftspraxis-pfedelbach.de, www.hohenlohekreis.de und www.corona-im-hok.de verlinkt.




Letzte Abfuhr von Leichtverpackungen in grüner Tonne

Die Abfallwirtschaft Hohenlohe informiert:

Bis Mittwoch, 30.12.20, finden die letzten Abfuhren von Leichtverpackungen in den Bezirken Bretzfeld, Ingelfingen, Künzelsau, Mulfingen und Pfedelbach Bezirk 1 über die grüne Tonne statt. Bitte befüllen Sie danach nur noch Gelbe Säcke und stellen diese zur Abfuhr bereit. Die Abfuhrtermine für den Gelben Sack stehen in der Abfall-App „Abfallinfo HOK“ und im neuen Abfallkalender. Die ersten Abfuhren von Leichtverpackungen über den Gelben Sack finden in den genannten Bezirken zwischen 05.01. und 15.01.21 statt. Bis 31.12.20 haben Sie die Möglichkeit, Leichtverpackungen auch auf dem Recyclinghof abzugeben.

Weitere Informationen unter www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de/neu-ab-2021

Die Abfall-App „Abfallinfo HOK“ erinnert an alle Abfuhrtermine. Sie steht in den gängigen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung.

Kunststoffmüll Symbolfoto. Quelle: adobe stock




„Da kann man wirklich wieder nur applaudieren für diese Organisation“

„Das ärgert mich wirklich“, sagt eine Anwohnerin aus Pfedelbach, die anonym bleiben möchte, am 04. November 2020 gegenüber GSCHWÄTZ. Das war der Tag, an dem die Abfallwirtschaft das letzte Mal die Leichtverpackungen in den grünen Tonnen abgeholt hat. Fortan wird dieser Müll nicht mehr in den Tonnen gesammelt und abgeholt, sondern wie früher, in Gelbe Säcke verpackt und abgeholt. Das sei günstiger, daher hat sich der Hohenlohekreis dazu entschieden, hieß es vonseiten des Kreistages (wir berichteten).

Sie sind wieder da: Gelbe Säcke wider jeder Umweltpolitik

Inwieweit diese Gelben Säcke widersprüchlich zu einer effektiven Umweltpolitik stehen, die sich der Kreis gerne auf die Fahnen schreibt, sei erstmal dahingestellt. Denn die Anwohner in Pfedelbach haben ein ganz anderes, praktisches Problem: Sie haben keine Gelben Säcke. Eigentlich, so die Anwohnerin, wollte die Stadtverwaltung die Säcke im November 2020 verteilen, doch sie und viele andere Anwohner hätten keine bekommen. Das Rathaus verwies die Anwohner Anfang Dezember 2020 darauf, dass man die Gelben Säcke im Rathaus abholen könnte.

„Und das auch noch über die Weihnachtsfeiertage

Ein weiteres Ärgernis: Am 13. Januar 2021 werden diese Gelben Säcke das erste Mal von der Abfallwirtschaft abgeholt. Aber wo soll man den ganzen Müll über sechs Wochen sammeln, fragen sich die Anwohner. „Und das über die Weihnachtsfeiertage, an denen sowieso jeder mehr Müll hat als sonst“, so die Anwohnerin. „Da kann man wirklich wieder nur applaudieren, für die Organisation.“

„Wohnen hier nur Umweltsünder?“

Auch der Comic, den die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreis zum Thema Wiedereinführung des Gelben Sacks an alle Haushalte verschickt hat, sorgt für Unmut, insbesondere die Sprechblase: „Meinst Du, es gibt überhaupt Menschen im Hohenlohekreis, denen Mülltrennung wichtig ist?“ Da könnte man meinen, dass hier nur Umweltsünder leben würden, sagt die Anwohnerin.

 

Comic der Abfallwirtschaft, der für Unmut bei manch einem Anwohner führte.

GSCHWÄTZ hat bei der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises nachgefragt, wo die Menschen die Leichtverpackungen über sechs Wochen lagern können, warum die nächste Abholung teilweise erst sechs Wochen später erfolgt und wo die Säcke alternativ hingebracht werden können. Nadine Würth von der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises verwies darauf, dass für die Sammlung und Abfuhr die Firma „Veolia Umweltservice Süd GmbH“ in Bretzfeld vom Hohenlohekreis beauftragt wurde. „Laut Verpackungsgesetz sind wir als Abfallwirtschaft lediglich für die Information an die Bürger:innen zuständig.“

14-tägige Einsammlung der Gelben Säcke

Nadine Schaer von Veolia wiederum verwies in ihrer Antwort gegenüber GSCHWÄTZ auf die häufigere Abholung der Leichtverpackungen mit der Wiedereinführung des Gelben Sackes: „Für die Sammlung von Leichtverpackungsabfällen haben die Bewohner des Hohenlohekreises bisher die grüne Tonne genutzt, die vierwöchentlich von Veolia geleert wurde. Ab dem 01.01.2021 erfolgt die Entsorgung für die Bürger:innen über die Gelben Säcke, die im neuen Jahr 14-tägig eingesammelt werden.“

So lange keine Abholung ist eine Ausnahme, betont Veolia

Die sechswöchige Lücke in manchen Städten und Gemeinden komme wegen der Umstellungsphase zustande: „Durch die notwendigen Anpassungen der Abfuhrtouren kann es in der Umstellungsphase von Dezember 2020 bis Januar 2021 dazu kommen, dass der übliche Zeitraum zwischen zwei Leerungen bei vereinzelten Haushalten überschritten wird. Dies ist jedoch ausschließlich durch die Umstellung des Abfuhrplans bedingt und somit eine Ausnahme.“

Lagerung im Keller, der Garage, der bisherigen Grünen Tonne oder zum Recyclinghof bringen

Nadine Schaer empfiehlt: „Bürger:innen, bei denen die Abfälle mehrere Wochen nicht eingesammelt werden können, sollten ihre Abfälle in Gelbe Säcke verpackt im Keller, der Garage oder in der bisherigen grünen Tonne zwischenlagern, die weiterhin bei den Haushalten verbleibt. Sollte dies nicht möglich sein, können Verpackungsabfälle bis zum 31.12.2020, wie gewohnt, bei den Recyclinghöfen im Hohenlohekreis abgeben werden.“

Enorme Reklamation von Bürgern, die keine Gelben Säcke erhalten haben

Auch beim Landratsamt des Hohenlohekreis reklamierten zahlreiche Bürger:innen, dass sie noch keine Gelben Säcke für die Systemumstellung bekommen haben: „Aufgrund des Lockdowns kommt es zu erheblichen Problemen bei der regulären Erstverteilung der Gelben Säcke. Es konnte bisher noch nicht in allen Gemeinden die Verteilung der Gelben Säcke abgeschlossen werden. Aufgrund der enormen Reklamationen von Bürgern die keine Gelben Säcke erhalten haben, hat sich die Abfallwirtschaft mit dem von den dualen Systemen beauftragten Unternehmen Veolia Süd GmbH auf eine pragmatische Lösung im Sinne der Bürger:innen verständigt: Es können neben Gelben Säcken auch alle herkömmlichen Müllsäcke in allen Farben und Größen ab sofort mit Leichtverpackungen befüllt und im Januar zur Abfuhr bereitgestellt werden. Mit dieser vorübergehenden Lösung wird für alle Bürger:innen die Abfuhr von Leichtverpackungen sichergestellt.“

Bitte nicht zum Rathaus gehen

Weiterhin bittet Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft: „Wir bitten die Bürger:innen, nicht extra wegen des Gelben Sacks zum Rathaus zu gehen. Wenn Sie noch keinen Gelben Sack haben, nehmen Sie einen herkömmlichen Müllsack und stellen diesen zur Abfuhr im Januar bereit.“ Die Nachverteilung der Gelben Säcke läuft weiter. Die Bürger:innen sollen nach wie vor über http://www.gelbersack-hohenlohe.deund über die Hotline 0931 3227880 ihre Adresse angeben, wenn sie noch keine Gelben Säcke erhalten haben.“

Öffnungszeiten Recyclinghöfe

Laut der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises bleiben die Recyclinghöfe im gesamten Kreisgebiet bleiben zu den regulären Zeiten geöffnet und sind nur am 24. Dezember 2020 und 31. Dezember 2020 geschlossen. Die bereits terminierten Abfuhrtermine für Sperrmüll finden wie geplant statt. Entrümpelungen sollen dennoch vermieden werden um das Abfuhrunternehmen und die Abgabestelle in Stäffelesrain nicht zusätzlich zu belasten. „Es soll jeder Einzelne überprüfen, ob eine Entsorgung von Sperrmüll in den kommenden Wochen unbedingt nötig ist“, bittet Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft.

Die Grüngutplätze im Hohenlohekreis haben bis einschließlich Samstag, 19. Dezember 20 geöffnet und sind dann bis 6. Januar 2021 geschlossen. In dieser Zeit ist auch auf den Recyclinghöfen die Grüngutabgabe aufgrund einer Organisationsänderung nicht möglich. Die Grüngutannahme auf dem Gelände von Hauke Erden in Öhringen ist ab sofort bis 10.01.21 für private Anlieferer geschlossen.

Es gelten bestimmte Regeln

Bei der Anlieferung auf den Recyclinghöfen sind bestimmte Regeln zu beachten, die vor Ort ausgehängt sind. An erster Stelle steht der Schutz der Mitarbeiter und der Anlieferer, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Materialien müssen zu Hause vorsortiert werden, damit das Entladen zügig erfolgen kann.  Es werden nur Anlieferungen mit haushaltsüblichen Mengen angenommen, um allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit der Entsorgung bieten zu können.  Die Anlieferer müssen in ihren Fahrzeugen sitzen bleiben bis sie auf den Hof fahren dürfen. Nach dem Einlass ist es einer Person gestattet, die mitgebrachten Materialien zu entsorgen. Auf dem gesamten Gelände gilt Maskenpflicht. Mitfahrer bleiben über diese Zeit im Fahrzeug sitzen. Der Sicherheitsabstand zum Personal und den anderen Anlieferern ist stets einzuhalten. Es dürfen sich maximal vier Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Schwerpunkthof-Gelände befinden. „Wir bitten die Anlieferer sich an diese Regeln zu halten, um sich und andere zu schützen“, betont Joachim Bahr, Bereichsleiter Entsorgungsanlagen.

Mitarbeiter:innen sollen geschützt werden

Die Abfallwirtschaft trifft diese Maßnahmen, um die Mitarbeiter:innen zu schützen und die Verbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen.  Die aktuellen Öffnungszeiten aller Entsorgungsanlagen stehen in der Abfall-App „Abfallinfo HOK“. Sie ist stets aktuell und informiert über alle anstehenden Veränderungen rund um das Thema Abfall. Sie steht in den gängigen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen auf der Homepage der Abfallwirtschaft www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de. Gerne berät das Team der Service-Hotline telefonisch unter 07940 18-555.

Joachim Bahr weist auf die Anlieferregeln auf den Recyclinghöfen hin. Quelle: Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises

Text: Dr. Sandra Hartmann

 

„Lockdown-Lösung Gelber Sack“. Flyer: Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




„Wir sind im Kriegszustand“

„Daraus müssen wir lernen“, sagt ein Kupferzeller Einwohner*, der der Gemeindeverwaltung vorwirft, zu Beginn der Corona-Krise, als Kupferzell zum Hotspot im Hohenlohekreis wurde, nicht transparent genug vorgegangen zu sein. „Eine Informationspolitik war gar nicht gewollt“, glaubt er und: Auch das Landratsamt hätte viel früher reagieren können. „Das Rathaus in Kupferzell hätte viel früher sensibilisieren können, aber nichts ist passiert“, kritisiert er. Dabei hätte man doch alles bereits gewusst. In Norditalien sei es schon rundgegangen und auch Heinsberg sei in den Medien gewesen, als in Kupferzell am 01. März 2020 das verhängnisvolle Kirchenkonzert stattfand, bei dem sich dann so viele Bewohner infizierten.

„Man hat die Menschen sich selbst überlassen“

Bereits am 05. und 06. März 2020 hätte es erste Krankheitsfälle im Ort gegeben, „da hätte man schon reagieren können“. Am 06. März 2020 gab es den ersten Fall in einer Schule, aber niemand sei informiert worden. Die Gemeindeverwaltung habe viel zu langsam agiert, findet er und veranschaulicht das an einem weiteren, ganz praktischen Beispiel: Die Verwaltung habe die Infektionszahlen an das Robert Koch-Institut und das Gesundheitsamt per Fax verschickt, statt auf schnelle Datenübertragung zu setzen. „Das Landratsamt hat komplett versagt“, beklagt er. „Nach zwei Wochen wussten die immer noch nicht, wer alles auf dem Kirchenkonzert war.“ Stattdessen habe man die Menschen sich selbst überlassen. Und dann habe Corona eine Spur der Verwüstung durch den Ort gezogen.

„Es wurde sofort mit entsprechenden Maßnahmen begonnen“

Auf die Vorwürfe des Kupferzellers hin hat GSCHWÄTZ bei Christoph Spieles, Bürgermeister der Gemeinde, nachgehakt und um eine Stellungnahme gebeten. Die Gemeindeverwaltung habe am Sonntag, den 08. März 2020, vom ersten Corona-Fall in Kupferzell erfahren. „Mit Beginn dieser Woche und dem Auftreten des Virus in Kupferzell wurde sofort mit entsprechenden Maßnahmen begonnen“, schreibt der Rathaus-Chef in seiner Antwort-Mail. Das weitere Vorgehen sei besprochen worden und es habe auch einen Krisenstab gegeben.

„Der Krisenstab kam in der Anfangszeit täglich zusammen“

Genau wie Kupferzell war auch Pfedelbach ein Corona-Hotspot im Frühjahr 2020. „Der erste Coronafall wurde der Gemeinde am 08. März 2020 mitgeteilt“, schreibt der Bürgermeister der Gemeinde, Torsten Kunkel, den GSCHWÄTZ ebenfalls nach seinen Erfahrungen befragte. „Die Bevölkerung wurde über die Hohenloher Zeitung informiert.“ Es wurden verschiedene Maßnahmen in die Wege geleitet und ein Krisenstab eingerichtet, der in der Anfangszeit der Pandemie täglich zusammenkam.“ In der momentanen Situation sei das je nach Bedarf der Fall. Auch seien zurzeit in Pfedelbach keine konkreten Maßnahmen geplant. „Diese werden je nach Situation angeordnet und umgesetzt“, so der Rathaus-Chef. „Hygienekonzepte für die verschiedenen öffentlichen Einrichtungen existieren und werden auch angewandt.“

„Man sollte zumindest daraus lernen“

„Zehn bis 15 Skifahrer haben das Virus aus Kühtai mit nach Kupferzell gebracht“, fährt der Kupferzeller fort. „Das kann ja passieren, aber man sollte zumindest daraus lernen.“ Er glaubt, dass diese Personen gutsituiert seien und teilweise in der Öffentlichkeit stehen sowie in allen Gremien sitzen würden. „Deshalb ist das Amtsmissbrauch und diese Leute befangen“, sagt er. Er aber fordere von ihnen Verantwortungsbewusstsein. „Darüber wird aber auch nicht geredet“, beklagt der Familienvater, der im Nachhinein auch von der Aufforderung gehört haben will, „dass niemand mit der Presse reden darf“. Erst nach und nach hätten die Leute im Ort mitbekommen, dass „dieser oder jener erkrankt sei“. Doch offizielle Informationen hätte es nicht gegeben. Er findet, Kupferzell hätte eine Blaupause sein können für Deutschland und die Entscheidungen der Bundesregierung, wenn man nur transparenter vorgegangen wäre.

„Ohne Ärzte standen wir schlecht da“

Ein weiterer seiner Kritikpunkte: Irgendwann seien die Kupferzeller ohne Arzt dagestanden. „Der Arzt in Kupferzell hatte Corona, drei Ärzte in Untermünkheim sowie Neuenstein auch“, erzählt er. „Ohne Ärzte aber standen wir schlecht da.“ Das sei einzigartig gewesen und so etwas wolle er auch nicht mehr erleben. Nur eine Praxis in Braunsbach hätte durchgehalten, aber die hätte sich auch frühzeitig auf alles vorbereitet. „Wir hätten für Kupferzell extra einen Arzt gebraucht“, findet der Mann. Denn die Leute hätten sich zu der Zeit reihenweise angesteckt. „Die Busse, die das RKI nachher für seine Testung mitgebracht hat, hätten wir zu Beginn der Krise als Praxis gebrauchen können“, sagt er. Außerdem hätte man die Ortschaft abriegeln, das THW die Versorgung der Menschen übernehmen müssen. „Aber man wollte ja nicht, dass das rauskommt“, so der Kupferzeller. Außerdem hätte die Gemeindeverwaltung viele Maßnahmen abgelehnt. Eine Quarantänestation sei zum Beispiel nicht gewollt gewesen. „Wir hatten nicht mal einen Krisenstab“, sagt er. Erst am 20. März hätte es eine offizielle Mitteilung gegeben, nachdem es andere Orte bereits vorgemacht hatten. „Aber eine öffentliche Bekanntmachung mit dem Feuerwehrauto im Ort wurde abgelehnt“, erinnert er sich.

„Diese Aussage ist kompletter Unfug“

„Diese Aussage ist kompletter Unfug“, schreibt Christoph Spieles dazu. „Die Gemeindeverwaltung hat keine Quarantänestation abgelehnt. Dies wurde mit dem Landratsamt vorangetrieben und in der Akademie eingerichtet.“ Auch sei die Bevölkerung umgehend und in voller Breite über die Homepage der Gemeinde sowie das Mitteilungsblatt informiert worden. In der ersten möglichen Woche (also ab dem 20. März) sei das Mitteilungsblatt an alle Haushalte kostenlos verteilt worden. Darin hätte es zusätzliche Informationen rund um das Coronavirus, das persönliche Verhalten und Erreichbarkeiten gegeben.

„So viele Todesfälle hätten nicht sein müssen“

Überdies, kritisiert der Kupferzeller Einwohner weiter, seien zu Beginn der Krise seien in Kupferzell nicht gleich ganze Klassen in Quarantäne geschickt worden, sondern nur Infizierte und die jeweiligen Nebensitzer. „In China dagegen hat man ganze Städte abgeriegelt“, vergleicht er. „So viele Todesfälle hätten nicht sein müssen.“ Persönlich kennt er Einige, die an einer Corona-Infektion gestorben sind. Und jetzt gebe es schon wieder Corona-Fälle im Ort. „Aber wir sind hier doch für uns verantwortlich“, findet er. Zurzeit würden ja auch viele junge Menschen ohne Vorerkrankungen sterben. „Es wäre doch interessant zu wissen, wer stirbt“, denkt er. So würden vielleicht auch die Jungen vorsichtiger werden.

„Das hätte noch viel schlimmer sein können“

Dabei hätten die Kupferzeller noch Glück im Unglück gehabt. „Das hätte noch viel schlimmer sein können“, glaubt er. Doch es seien Fehler und Versäumnisse passiert. „Dass man das so einfach im Sande verlaufen lässt“, macht ihn fassungslos. Denn viele Hohenloher hätten darunter gelitten und gerade deshalb und damit sich das nicht wiederholt, sollte alles aufgearbeitet werden, fordert er, vielleicht sogar mithilfe eines Mediators. „Die Armen, Schwachen und Älteren sind gestorben“, sagt er. „Die Verantwortlichen laufen heute wieder rum, als wenn nichts war.“ Doch sonst würden die doch auch immer sagen, was man tun darf.

„Ich gehe keine Kompromisse ein“

Selbst hat der Mann schon früh Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, als er im Januar auf einer Messe vermehrt Asiaten mit Masken gesehen hatte. Ab März sei er besonders vorsichtig geworden bei allen Kontakten. Er und seine Familie hätten auch zu Hause darauf geachtet, Abstand zueinander einzuhalten, und die 78-jährige Oma drei Monate lang nicht mehr besucht. Die Kinder dürften seit Beginn der Krise nicht mehr mit dem Schulbus fahren. Der Mann steht auch voll hinter den Maßnahmen der Bundesregierung und trägt im Freien grundsätzlich eine Maske. „Wir sind in einem Kriegszustand ohne Waffen“, findet. Seit dem Zweiten Weltkrieg hätte es so was nicht mehr gegeben. „Ich gehe hier keine Kompromisse ein, denn ich habe alles miterlebt“, sagt er. „Wir haben keine andere Chancen.“ Er findet, dass man Diskussionen und Lockerungen jetzt nicht zulassen dürfe und auch Demos gegen die Corona-Maßnahmen sind in seinen Augen nicht diskussionswürdig. „Im Krieg sind die Grundrechte auch eingeschränkt worden“, sagt er, weiß aber, dass das in einer Demokratie schwierig ist.

„Das bewusst zu verschleppen ist sträflich“

„Ich habe Angst, dass wir wieder nicht informiert werden“, befürchtet er. Das „bewusst zu verschleppen ist sträflich“. Gerade die älteren Menschen ohne Social Media würden doch nichts mitbekommen. Er glaube, „dass es schon wieder schlimmer ist, als uns gesagt wird“. Seine Zukunftsaussicht ist eher düster: „Es kann noch viel schlimmer kommen mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen“. Auch wenn er nicht damit rechnet, dass so etwas im Ort direkt noch einmal passieren wird – mittlerweile hätten ja zahlreiche Einwohner Antikörper gebildet – so wünscht er sich doch, „dass das alles nicht einfach so vergessen wird“.

„Die Aufarbeitung ist ein laufender Prozess“

Sollte Kupferzell dennoch von einer zweiten Welle getroffen werden, so habe sich die Gemeindeverwaltung laut Bürgermeister Spieles darauf vorbereitet: „Wir haben uns intern besprochen und entsprechende Maßnahmen – je nach Auftreten und Heftigkeit – vorbereitet. Diese werden dann umgesetzt“. Zudem schreibt er: „Die Aufarbeitung ist ein laufender Prozess und hat bereits im März begonnen. Die jeweiligen Erfahrungen fließen dauernd bei Entscheidungen mit ein.“

„Das RKI hat die Kontaktpersonennachverfolgung durch das Landratsamt als gut bewertet“

„Das Landratsamt Hohenlohekreis hat frühzeitig einen Koordinierungsstab Corona, bestehend aus verschiedenen Ämtern und Institutionen, gegründet. Das erste gemeinsame Treffen fand am 26. Februar diesen Jahres statt“, schreibt Matthea Weinstock von der Pressestelle des Landratsamtes Hohenlohekreis auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. „In den Sitzungen des Koordinierungsstabs wurden verschiedene Maßnahmen diskutiert und umgesetzt.“ Bei Empfehlungen hätte sich das Gesundheitsamt des Landratsamtes Hohenlohekreis stets an den Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI) orientiert. So sei beispielsweise bei der Frage nach der Durchführung von Veranstaltungen die vom RKI am 28.02.2020 veröffentlichte Handlungsempfehlung einbezogen worden. „Bitte beachten Sie, dass das Infektionsgeschehen immer erst nach mehreren Tagen bewertet werden kann, da die Betroffenen sich in der Regel bereits Tage vor Erkennen der Erkrankung infiziert haben und ansteckend gewesen sind“, schreibt die Landratsamtsmitarbeiterin weiter. „Das RKI hat im Rahmen der Studie in Kupferzell insbesondere die Kontaktpersonennachverfolgung der ersten Fälle durch das Landratsamt als gut bewertet.“ Für den Fall von erneut steigenden Infektionszahlen hat das Landratsamt Hohenlohekreis verschiedene Vorbereitungen getroffen – beispielsweise die Neuaufstellung des Gesundheitsamts und der Standby-Betrieb der Abstrichstelle sowie der Isolierstation.

Text: Sonja Bossert

 

  • Der Mann ist der Redaktion namentlich bekannt, möchte aber anonym bleiben.

Christoph Spieles, Bürgermeister von Kuperzell. Foto: GSCHWÄTZ ARCHIV

Thorsten Kunkel (links), Bürgermeister von Pfedelbach. Foto // GSCHWÄTZ/Archiv




3 Schulklassen, 1 Kindergarten, 2 Fußballmannschaften sowie Teilnehmer einer privaten Feier in Quarantäne

Wegen eines Corona-Falles innerhalb der Lehrerschaft sind drei Grundschul-Klassen der Pestalozzi-Schule Pfedelbach als Kontaktpersonen erster Kategorie eingeordnet worden und müssen deshalb für 14 Tage in Quarantäne. Außerdem betroffen sind zwei Mannschaften des TSV Pfedelbach sowie die Teilnehmer einer privaten Feier. Ein zweiter Fall betrifft einen Kindergarten in Öhringen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Lehrer hat Corona

Das Landratsamt Hohenlohekreis ermittelt derzeit alle Kontaktpersonen und hat aufgrund der größeren Menge ein zweites Fallermittler-Team aktiviert. Insgesamt sind mehr als 150 Personen von der Quarantäne betroffen.

„Es zeigt sich, dass immer wieder Fälle auftreten – zwar nicht gehäuft, aber doch recht regelmäßig“, erklärt Torsten Kunkel, Bürgermeister der Gemeinde Pfedelbach. „Daher kann man gar nicht oft genug betonen, dass es wichtig ist, die bekannten Hygieneregeln einzuhalten.“

„Wir dürfen nicht leichtsinnig werden“

Auch Landrat Dr. Matthias Neth appelliert an die Bürger im Kreis, vorsichtig zu sein: „Wir dürfen nicht leichtsinnig werden, sondern müssen gerade jetzt, wenn es in Richtung Herbst und Winter geht, darauf achten, alles zu tun, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“




22-Jährige will ausziehen, 24-Jähriger Freund fügt ihr daraufhin mehrere Messerstiche zu

Am Samstagmorgen, den 19. September 2020, gegen 09 Uhr kam es in Pfedelbach zu einem Streit zwischen einem Mann und seiner bisherigen Lebensgefährtin, der in der Folge eskalierte. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten, hatte sich die 22-jährige Frau wegen anhaltender Streitigkeiten und häuslicher Gewalt, die teilweise bereits ein polizeiliches Eingreifen erforderlich machten, von ihrem Lebenspartner getrennt. Nunmehr beschloss sie aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen und brachte zur Bewältigung dieses Vorhabens ihre Eltern und weitere Umzugshelfer mit.

Der 24-jährige Ex-Partner wollte während der Umzugstätigkeit eine Aussprache mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin, dies konnte von den anwesenden Eltern und Helfern zunächst jedoch unterbunden werden. Dessen ungeachtet ergab sich im weiteren Verlauf eine Situation, bei der der 24-jährige mit der Geschädigten kurz in der Küche alleine war. Diese Gelegenheit nutzte der Beschuldigte, um unvermittelt mit einem längeren Küchenmesser auf die Geschädigte einzustechen. Durch mehrere hinzueilende Helfer und Familienangehörige konnte der Täter schließlich überwältigt und auch entwaffnet werden, er wurde bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die 22-jährige erlitt mehrere Stich- und Schnittwunden. Sie wurde umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und musste dort notoperiert werden.

Ihr Zustand kann im Moment als stabil bezeichnet werden. Täter sitzt in U-Haft Gegen den Messerstecher ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft in Heilbronn wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Der Täter wurde nach Vorführung und Erlass eines Haftbefehles beim Amtsgericht Schwäbisch Hall in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.




„Außerhalb von Öhringen ist es gerade sehr dunkel“

Die FDP Hohenlohe hat zur Nominierungsveranstaltung des Wahlkreiskandidaten nach Pfedelbach-Windischenbach eingeladen und einige Dutzend potenzielle Wähler sind ihr gefolgt. Die Kreisvorstände der Kreisverbände Schwäbisch Hall und Hohenlohe haben sich jeweils einstimmig für die Nominierung des Jagsttälers Valentin Christian Abel ausgesprochen. „Valentin Abel ist ein junger, dynamischer Mensch, der sich hier sehr stark engagiert“, sagte der Hohenloher Kreisvorsitzende Michael Schenk gegenüber GSCHWÄTZ.

Befürworter der Energiewende

Abel hatte bereits 2017 für den Bundestag kandidiert. 2021 will es der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg nochmals wissen und den Sprung von der Lokalpolitik in die Bundespolitik schaffen.“Wenn Sie frischen Wind nach Hohenlohe bringen wollen, dann bin ich Ihr Kandidat“, zeigte sich Abel im Gespräch mit GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus überzeugt. Er halte die Energiewende für „eine gute Idee, die aber erstaunlich schlecht umgesetzt wird“. Ein Grund dafür sei, dass „man sich viel zu lange über die Erzeugung unterhalten hat“.

Mehr Ärzte für das Ländle

Für Hohenlohe will er den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen, denn „außerhalb von Öhringen ist es da gerade sehr dunkel“. Im Bereich der Gesundheitspolitik setzt Abel auf Ehrlichkeit und plädiert für eine starke medizinische Versorgung vor Ort. Wege und Zeit sollen kürzer werden. Er möchte sicher stellen, dass die Versorgung mit Landärzten besser wird und stellt grundsätzlich die Budgetierung im Gesundheitswesen in Frage.

Die Bundestagswahlen sind 2021.

FDP-Bundestagskandidat Valentin Christian Abel will frischen Wind nach Berlin bringen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




„Olaf, bitte komm schnell mal. Mir wird ganz schwummrig“

Das Tragen von Masken über Mund und Nase soll helfen, das Coronavirus einzudämmen. Schutzmasken sind seit Montag, den 27. April 2020, in Baden-Württemberg im Einzelhandel sowie im öffentlichen Personennahverkehr Pflicht.

Wir waren heute Vormittag in Pfedelbach unterwegs, eine der so genannten Hot-Spot-Gemeinden der Coronapandemie in Deutschland. Vor einem Supermarkt haben wir Kunden angesprochen, was sie von der Maskenpflicht halten und ob sie sich durch das Tragen einer Schutzmaske beim Einkaufen besser geschützt fühlen.

„Mir wird schwindelig unter der Maske“

Evelyne Mitar aus Pfedelbach empfindet es als sehr unangenehm. „Gerade jetzt, wenn es wieder wärmer wird, bekommt man kaum Luft und mir wird schwindelig unter der Maske.“ Sie hofft daher, dass diese Regelung nicht lang bleibt. Ihr Sicherheitsgefühl habe sich dadurch auch nicht verbessert. Wir haben vor Ort auch gefragt, ob man sich durch Landrat Dr. M. Neth gut durch die Corona-Krise geführt fühle. Evelyne Mitar sagt dazu: „Nein, viele Maßnahmen sind viel zu spät getroffen worden, nicht umsonst waren wir eine der Hot-Spot-Gemeinden“.

Nicht alle Kunde,  die wir angesprochen haben, möchten ihren Namen preisgeben. Zu Kontrovers werden derzeit viele Themen rund um Corona diskutiert.

Besser, wenn man den Mindestabstand einhält

Eine weitere Kundin ist Arzthelferin, sie wohnt in Öhringen.  Sie sagt: „Das Tagen der Schutzmasken bringt null, vor allem da die meisten einen Mundschutz benutzen, der dafür nicht geeignet ist. Besser sei es den Mindestabstand einzuhalten, sich häufig die Hände zu waschen und vor allem nicht ins Gesicht fassen“. Über meine eigene Stoffmaske, die ich bei der Befragung trage, muss sie schmunzeln.

Auf die Frage, ob sie sich durch Landrat Dr. Neth gut durch die Corona-Krise geführt fühle, antwortet sie: „Absolut nicht, mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen“.

Aber es gibt auch andere Einschätzungen. Eine junge Frau, Rana Mohamed Ali aus Öhringen, sagt, dass sie dass Tragen der Schutzmasken gut findet, allerdings kommt diese Entscheidung für sie etwas spät. Sie findet die Arbeit von Kreis und Landrat in der Coronapandemie gut, auch wie immer wieder eingegriffen wurde, um neue Maßnahmen durchzusetzen.

Im Supermarkt selbst tragen alle Kunden wie vorgeschrieben eine Schutzmaske. Nur selten sieht man jedoch medizinische Schutzmasken. Die überwiegende Zahl sind Stoffmasken.Ein älteres Ehepaar steht vor dem Kühlregal, beide mit Stoffschutzmasken versehen, auf einmal ruft die ältere Dame ihrem Mann zu: „Olaf, bitte komm schnell mal. Mir wird ganz schwummrig.“

Die Kassiererin findet die neue Regelung gut. Ihr gibt es ein besseres Gefühl, wenn auch die Kunden eine Schutzmaske tragen. 

Text: Carla Mosel

Evelyne Mitar beim Einkaufen am Montag, den 27. April 2020, mit Schutzmaske in einem Pfedelbacher Supermarkt. Foto: GSCHWÄTZ

 




Pfedelbacher dürfen Wohnungen nicht mehr verlassen

Am Samstag, den 21. März 2020, 18.50 Uhr macht die Feuerwehr in Pfedelbach-Oberhöfen eine Lautsprecherdurchsage an alle Einwohner. Unter anderem dürfen die Einwohner ihr Haus beziehungsweise ihre Wohnung nur noch in dringenden Fällen verlassen, etwa zum Einkaufen oder Arbeiten gehen, Versammlungen von mehr als drei Menschen, die nicht zur Familie gehören, sind untersagt. Die Feuerwehr wiederholte diese Durchsagen auch in den anderen Ortsteilen und in Pfedelbach selbst.

Die Feuerwehr Pfedelbach macht eine Lautsprecherdurchsage. Foto: GSCHWÄTZ




Pfedelbach: Mit 3,06 Promille am Steuer

Einen Wert von über drei Promille zeigte ein Alkoholtest bei einem 61-Jährigen am Samstagnachmittag, den 14. März 2020, in Pfedelbach. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor. Der Mann war am Samstag gegen 14 Uhr mit seinem Roller zwischen Pfedelbach und dem Friedhof im Dörrenklingenweg unterwegs, als er von einer Streife kontrolliert wurde. Nach einem Alkoholtest stellte sich heraus, dass der Promillewert des Rollerfahrers sehr deutlich über dem erlaubten Wert lag. Zudem hat er keine Fahrerlaubnis mehr. Seinen Roller musste er natürlich auf dem Friedhofsparklatz stehen lassen und nun muss er mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Fahren ohne Fahrerlaunis rechnen.

Einen Wert von über drei Promille zeigte ein Alkoholtest bei einem 61-Jährigen am Samstagnachmittag in Pfedelbach. Der Mann war am Samstag gegen 14 Uhr mit seinem Roller zwischen Pfedelbach und dem Friedhof im Dörrenklingenweg unterwegs, als er von einer Streife kontrolliert wurde. Nach einem Alkoholtest stellte sich heraus, dass der Promillewert des Rollerfahrers sehr deutlich über dem erlaubten Wert lag. Zudem hat er keine Fahrerlaubnis mehr. Seinen Roller musste er natürlich auf dem Friedhofsparklatz stehen lassen und nun muss er mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Fahren ohne Fahrerlaunis rechnen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn