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Nach Explosionen von Postsendungen an Lidl und andere Unternehmen

Nach den Explosionen von bei der Firma Wild in Eppelheim am 16. Februar 2021 und bei der Firma Lidl in Heilbronn-Neckarsulm am 17. Februar 2021 eingegangenen Postsendungen hatten eine Sonderkommission unter Leitung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Heidelberg die Ermittlungen übernommen.

66-Jähriger wird vorläufig festgenommen

Noch in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar konnte ein weiteres Sprengstoffpaket in einem Paketzentrum am Flughafen München lokalisiert und durch das Bayerische Landeskriminalamt unschädlich gemacht werden. Insbesondere die Ermittlungen zum Versandweg und zur Art der Sprengstoffpakete führten die Sonderkommission im Verlauf des 19. Februar 2021 auf die Spur eines Tatverdächtigen aus dem Raum Ulm. Noch am selben Abend ordnete die Staatsanwaltschaft Heidelberg die vorläufige Festnahme des 66-jährigen Mannes an und holte eine Durchsuchungsanordnung des Amtsgerichts Heidelberg für seine Wohnräume ein.

Das Motiv ist noch unklar

Der Mann konnte durch Spezialkräfte der Polizei an seinem Wohnsitz widerstandslos festgenommen werden. Er steht im Verdacht, der Absender der Postsendungen zu sein. Bei den Explosionen waren insgesamt vier Personen verletzt worden. Der Rentner, der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, macht derzeit keine Angaben zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.

Die Untersuchung der bei der Durchsuchung aufgefundenen Beweismittel dauert an. Das Amtsgericht Heidelberg hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen und in Vollzug gesetzt. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Die Ermittler erachten es derzeit als wenig wahrscheinlich, dass der Beschuldigte noch weitere sprengstoffverdächtige Postsendungen versandt hat.




Paketzusteller beim Beladen ausgeraubt – Person trug angeblich Skimaske

Noch völlig unklar sind die Hintergründe eines Überfalls auf einen Paketzusteller am frühen Freitagmorgen, den 05. Juni 2020, in Langenbrettach-Brettach. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Der 39-Jährige belud gegen 4.30 Uhr an einer Beladestation in der Ilgenstraße sein Lieferfahrzeug mit Paketen. Eine vermutlich mit einer Skimaske vermummte Person griff den Kurierfahrer von hinten an, als dieser sich im Lagerraum der Paketstation befand. Während der Auseinandersetzung versuchte der Täter den Mann im Laderaum einzuschließen. Als dies scheiterte, floh der Angreifer zu Fuß in eine unbekannte Richtung und im Anschluss vermutlich mit einem Fahrzeug vom Tatort. Bei dem Überfall erbeutete der Räuber vier Transportboxen mit Paketen.

Eine Fahndung mit starken Kräften und einem Polizeihubschrauber verlief bislang ergebnislos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die im Bereich um die Ilgenstraße ein verdächtiges Fahrzeug gesehen oder andere verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 07131/1044444 zu melden.