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Schnelltests: Erste Corona-Symptome, aber erst Tage später positives Ergebnis

Während die baden-württembergische Landesregierung schon wieder die ersten Öffnungsschritte mit dem Wegfall der 3G-Pflicht im Einzelhandel einleitet, häufen sich die Coronafälle im Hohenlohekreis immer mehr – oft jedoch glücklicherweise mit einem milden grippeähnlichen Verlauf.

Schnelltests liefern erstmal beharrlich ein negatives Ergebnis

Doch die Virusvariante Omikron scheint förmlich wie ein Wirbelwind alle zu erfassen, die in der Nähe einer/s Betroffenen sind. Die Verbreitung läuft rasanter als bei seinem Vorgänger, vor allem innerhalb von Familien. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Schnelltests oftmals trotz ersten Anzeichen wir Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen weiterhin beharrlich ein negatives Ergebnis liefern und erst nach Tagen bei einem weiteren Schnelltest auf einmal ein positives angezeigt wird.

Ansteckender als Delta

Dadurch haben Betroffene weiterhin Kontakt mit Angehörigen und Kollegen und stecken dadurch weiter Menschen im näheren Umfeld an, bis sie in Quarantäne sind. Hinzu kommt, dass die Omikronvariante an sich schon ansteckender ist als Delta, weil sich die Viren in den oberen Atemwegen befindeen und nicht wie bei Delta, in den unteren. Dafür – dass sei zum Trost hier nochmal gesagt – beschert Omikron den Betroffenen häufiger einen milderen Verlauf als Delta.




RKI: Schwindelerregende Coronazahlen bei den geimpften und nicht geimpften 12- bis 17-Jährigen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Zahlen bezüglich geimpfter und nicht geimpfter Coronainfizierten veröffentlicht. Wir wirkt sich eine Impfung bei einer Infektion aus? Wer ist besonders betroffen? Auffallend noch war die Zahl der von Symptomen oder Hospitalisierung betroffener bei den 12- bis 17-Jährigen.

Eine Impfung schützt nicht immer vor einer Erkrankung, das Jahr 2022 zeigt dies deutlich

In der Einleitung heißt es: „Zur Darstellung des Effekts der Impfung auf die COVID-19-Krankheitslast in der Bevölkerung wurde die Inzidenz sowohl der symptomatischen als auch der hospitalisierten COVID-19-Fälle unter vollständig Geimpften und Ungeimpften ab Kalenderwoche 28 getrennt berechnet.

Anbei veröffentlichen wir die Inzidenzzahlen:

Impfstatus und Inzidenz. Veröffentlichte Zahlen des Robert-Koch-Institutes. Stand: 09.02.2022 Quelle: rki

Auffallend in allen drei Altersgruppen (12 bis 17, 18 bis 59 und 60 aufwärts) ist, dass Geimpfte noch 2021 viel seltener Symptome zeigten oder ins Krankenhaus mussten, als Ungeimpfte. Bei den jugendlichen Ungeimpften war das Risiko teilweise siebenmal höher als bei Geimpften. Auffallend ist auch, dass diese Quote zugunsten einer Impfung immer mehr abnahm und sich die Inzidenzwerte 2022 immer mehr annäherten. Das heißt: Die Inzidenz der geimpften Jugendlichen stieg beträchtlich an. Also auch immer mehr geimpfte Jugendliche entwickelten Symptome und / oder mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Immer mehr Geimpfte entwickeln Symptome oder landen im Krankenhaus

Ähnlich sieht es bei der mittleren Altersgruppe aus. Waren geimpfte Bürger:innen 2021 noch rund dreimal besser geschützt als ungeimpfte, so glichen sich 2022 die Inzidenzwerte nahezu an. Nicht ganz soo stark, aber doch auffallend ist der Wert auch bei der ältesten Bevölkerungsgruppe.

Heißt das nun, dass eine Impfung nicht oder nur bedingt schützt vor Symptomen und /oder Krankenhausaufenthalten?

Heißt das nun, dass eine Impfung nicht oder nur bedingt schützt vor Symptomen und /oder Krankenhausaufenthalten? Betrachtet man den dritten erhobenen Wert, die so genannte Booster-Impfung, zeigt dies, dass Auffrischungsimpfungen stark vor einer symptomatischen und / oder Krankenhausaufenthalten schützen.

Impfung schützt nur bedingt vor der neueren Omikronvariante

Da sich 2022 auffallend viele bereits geimpfte Menschen angesteckt, Symptome entwickelt haben und teilweise auch im Krankenhaus behandelt werden mussten, spricht das zusätzlich für die bereits im Raum stehende These, dass die Impfung nur bedingt vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante schützt.

Interessant wäre überdies zu wissen, wie viele Antikörper die Betroffenen nach einer Impfung und nach einer Ansteckung haben und wie viele Antikörper es benötigt, um sich ausreichend vor Covid-19 zu schützen.

Aktuelle Lage


Gestern wurden 247.862 neue Fälle und 238 neue Todesfälle übermittelt. Die Inzidenz der letzten 7 Tage liegt
deutschlandweit bei 1.465,4 Fällen pro 100.000 Einwohner (EW). Die Werte für die 7-Tage-Inzidenz in den Bundesländern
liegen zwischen 1.817,5 pro 100.000 EW in Bayern und 863,1 pro 100.000 EW in Schleswig-Holstein.

Es wurden 1.675 Hospitalisierungen in Bezug auf COVID-19 übermittelt, die 7-Tage-Inzidenz der hospitalisierten Fälle liegt bei
6,23 Fällen pro 100.000 EW.

Am 09.02.2022 (12:15 Uhr) befanden sich 2.398 COVID-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung (+8 zum Vortag). Der
Anteil der COVID-19-Belegung durch Erwachsene an allen betreibbaren Intensivbetten für Erwachsene liegt bei 10,6 %.

Seit dem 26.12.2020 wurden insgesamt 167.416.348 Impfungen verabreicht. Insgesamt haben 76,0 % der Bevölkerung
mindestens eine Impfung gegen COVID-19 bekommen.5 74,6 % wurden bereits vollständig gegen COVID-19 geimpft.6 55,0 %
haben eine Auffrischimpfung erhalten.

Zahlen: Robert-Koch-Institut

 

 

 




Wirklich wegen Omikron?

Da man noch nicht wisse, wie sich die steigende Zahl an Omikron-Erkrankten auf den gesamten Coronaverlauf auswirke, möchte das regierunsgpräsidium Stuttgart erst einmal nicht von der Alarmstufe II runter – obwohl die Zahlen sinken und Alarmstufe I nun greifen würde. das berichten mehrere Nachrichtenmedien übereinstimmend, unter anderem der SWR.

Bei mehr als 50 Prozent aller Sars-CoV-2-Diagnosen werde laut dem SWR in Laboren Omikron nachgewiesen. Da trotz – oder vielleicht auch wegen – steigender Omikronfälle weniger Corona-Patienten auf den Intensivstationen liegen, zeigt dies eigentlich, dass mit Omikron die Intensivbettenbelegung steigt – das Gegenteil ist der Fall, wenn man die Zahlen betrachtet.

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Covid-19-Intensivpatientinnen und -patienten erstmals seit einer langen unter die Marke von 450 gesunken. Damit lag sie erstmals seit Langem wieder unter dem Grenzwert, der für die derzeit geltende „Alarmstufe II“ mit verschärften Schutzmaßnahmen ausschlaggebend ist. Das Land will die Regeln laut dem SWR wohl dennoch beibehalten und keine Lockerungen ermöglichen.

Alarmstufe II bedeutet unter anderem, dass auch Geimpfte etwa beim Besuch von Veranstaltungen zusätzlich einen Schnelltest brauchen (2G+). Alle Bestimmungen lesen Sie hier: Alarmstufe II

 




„Wenn führende Politiker und weite der Teil der Medien sich verächtlich und gerade hasserfüllt über friedliche Demonstranten äußern“

Der Vorstand AfD Kreisverband Hohenlohe – Schwäbisch Hall kritisiert die Allgemeinverfügung der Stadt Schwäbisch „die Spaziergänge auf dem Gebiet der Stadt Schwäbisch Hall“ verbietet. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 30. Dezember 2021 hervor.

Laut der AfD verliefen die Versammlungen bislang polizeibestätigt friedlich. Dadurch erachtet die AfD die Allgemeinverfügung „als überzogen und unverhältnismäßig“. Mit Verweis auf den Artikel 8 des Grundgesetzes sagt die AfD: „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“ Ohne Anmeldung, wohlgemerkt. Offenbar ist es notwendig, an diese Worte immer wieder zu erinnern – in einer Zeit, in der die Regierenden dieses Grundrecht auf Versammlungsfreiheit offenbar vergessen haben.“

Weiter kritisiert die AfD führende Politiker und „weite der Teil der Medien, diesich verächtlich und gerade hasserfüllt über friedliche Demonstranten äußern, wenn sie sich durch Spaziergänge stärker bedroht zu fühlen scheinen als durch organisierte Kriminalität und illegale Einwanderung“.

Örtliche Tageszeitungen werden aufgefordert, Bevölkerung nicht gegeneinander aufzuhetzen“

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Die örtlichen Tageszeitungen werden aufgefordert mit der teilweise erkennbar tendenziösen Berichterstattung die Bevölkerung nicht weiter gegeneinander aufzuhetzen. Es muss weiterhin möglich sein, friedlich gegen überzogenen Corona-Maßnahmen und eine verfehlte Politik Gesicht zu zeigen, egal ob in Demonstrationen oder Versammlungen. Selbstverständlich unter Einhaltung der üblichen Abstands-und Hygieneregeln.“

„Es muss weiterhin möglich sein, friedlich gegen überzogenen Corona-Maßnahmen und eine verfehlte Politik Gesicht zu zeigen“

Einen „besonderen Dank“ richtet die AfD an die örtliche Polizei mit ihrem „sehr sensiblen und maßvollen Verhalten“.

Landrat Dr. Neth: Versammlungsverbot auch im Hohenlohekreis möglich

Auch Landrat Dr. Neth zieht für den Hohenlohekreis ein Versammlungsverbot als letztes Mittel in Erwägung. In einer Pressemitteilung vom 30. Dezember 2022 (wir berichteten) heißt es: „Im Hinblick auf diese Entwicklungen kritisiert Landrat Dr. Matthias Neth die sogenannten Montagsspaziergänge: „Wer in dieser Lage gegen die Corona Regeln demonstrieren geht, muss sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und die Vorgaben der Corona-Verordnung einhalten, also insbesondere Maske tragen und Abstand halten. Deshalb appelliere ich an alle Teilnehmer der Proteste: Seien Sie rücksichtsvoll und beachten Sie zu Ihrem eigenen Schutz, aber auch zum Schutz Ihrer Mitmenschen die geltenden Regelungen. Ich halte die Versammlungsfreiheit für eines der wichtigsten Grundrechte unserer Demokratie überhaupt. Allerdings hat die Versammlungsfreiheit dort ihre Grenzen, wo von der Versammlung eine Gefährdung für die Öffentlichkeit ausgeht. Eben diese Gefährdung besteht, wenn viele Menschen ohne Maske und Abstand zusammenkommen und dabei die durch Omikron gestiegene Ansteckungsgefahr ignorieren. Sollte es in Zukunft vermehrt zu solchen Verstößen gegen die Corona-Verordnung kommen, wird ein Versammlungsverbot als letztes Mittel erteilt werden müssen.“