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„Zu empfehlen sind zwei Maß- das erste und das letzte“

„15 Minuten nach Fassanstich sind alle auf den Bänken“, verspricht Renate Kilb von der Stadtverwaltung Künzelsau und Organisatorin der Wert Wies’n.

Von Donnerstag, den  06.10.22, bis Sonntag, den 9. Oktober 2022, herrscht auf dem Gelände der fünften Künzelsauer Wert Wies’n Festbetrieb. Besucher mit und ohne Tracht vergnügen sich an den Buden und Fahrgeschäften oder genießen Bands und selbstgemachtes Essen im Festzelt. Das erste Mal dauert das Fest anstatt zwei ganze vier Tage  und hat mit dem kleinen Vergnügungspark Volksfestcharakter.

Bis der Geldbeutel leer oder der Krankenwagen voll ist

Bevor man der Maß- Konsumempfehlung von Julian und Rony aus Künzelsau und Nikita aus Öhringen folgt und „genug“ trinkt, bis entweder der Geldbeutel leer oder der Krankenwagen voll ist, ist eine Stärkung wertvoll. Diese können die Besucher im Festzelt zu sich nehmen, wo sie sich zwischen Pommes mit Bratwurst über handgemachten Kartoffelsalat bis hin zu ½ Hähnchen entscheiden können. Laut Renate Kilb handelt es sich um regionale Produkte.

1.200 Besucher:innen im Festzelt

Sie freut sich besonders über den grandiosen Vorverkauf der Karten. Während das Zelt am Freitag zu ¾ voll ist, rechnet sie ab Samstagabend mit voller Besetzung von etwa 1200 Leuten.

Als Festwirt ist Roland Rachinger für alles zuständig. „Dass bis zum letzten Nagel alles ordentlich auf- und abgebaut wird“. Und doch würden auch seine Leute rasch an ihre Grenzen stoßen, wäre das Team nicht ein so gutes.

Gute Stimmung- Endlich wieder gemeinsam

Shierim Kasbar, Tochter Engy und die Freundinnen Lana, Rama und Donja sind das erste Mal auf den Wert Wies’n. Wenn sie sich ein Lied wünschen dürften, wäre es eines von der Sängerin Alvia. Müssten sie sich auch noch entscheiden, nur noch eines der typischen Oktoberfestfahrgeschäfte zu fahren, wären es ganz sicher die Boxautos.

Auch Gabriele Terkowski, Hannelore und Wilfred haben einen klaren Liedwunsch: Für sie darf „Layla“ an diesem Abend auf keinen Fall fehlen. Sie genießen es, endlich wieder gemeinsam feiern zu können, wenn jung und alt bei Livemusik mitsingen und gemeinsam lachen.

Wenn es ans trinken geht, empfehlen sie genau zwei Maß. Und zwar „das erste und das letzte“.

Auch Uwe Kauffmann, der mit seinen Bunden und dem Kinderkarussell bei den Wert Wies’n die Stellung hält, findet, man sähe den Leuten an, wie sie sich nach der langen Corona-Zeit über solche Veranstaltungen freuen. „Dieses Jahr ist es hier sehr friedlich. Die Leute wollen einfach Spaß haben“.

Security mit an Bord

Nicht nur bei der Organisation ist entspannte gemeinsame Arbeit unerlässlich, so auch bei den Sicherheitskräften wie Security und die Sanitäter:Innen des roten Kreuzes. Sie sind nicht nur an den Eingängen, sondern patrouillieren regelmäßig durch die Bänke. Obwohl eine tanzende Masse von Leuten am späteren Abend das Zelt füllt und man sich einen Weg durch das Gedränge erst bahnen muss, ist immer wieder Security zu sehen. So wirken die Männer in ihrer schwarzen, mit Taschen bestückten Kleidung etwas einschüchternd, doch sorgen für entspannte Ausgelassenheit.

Beste Voraussichten für Stefan Neumanns Wunsch, auf den er beim Fassanstich anstößt: Eine friedliche Wert Wies’n!

Schnapsleichen

Das rote Kreuz rechnet vor allem am Samstag mit einigen „Schnapsleichen“ und sieht ihnen doch entspannt entgegen. Die Rettungssanitäter zucken mit den Schultern. „So ist das nun mal. Und die Stimmung ist ja gut.“

Das finden auch Yannik Müller, Niko Chartomatsidis, Daniel Franz, Lukas Fiala, Theresa Bürkert, Thilo Kempf, Marcel Fahrbach, Fabian und Toni Kühlerwei, Marc Zeller, Klaus Zwei und Jürgen Lorenz. Die Arbeitskollegen sind gemeinsam aus Forchtenberg auf die Wert Wies’n gekommen und sind derart angetan von der ausgelassenen Stimmung, dass sie das Interview selbst in die Hand nehmen und Stichpunkte aufschreiben. Für sie sind „aus Kollegen Freunde geworden“.

Besucher:innen steigen auf die Tische

Alice und Katja sind als Andreas Gabalier Fans zufrieden mit dem Musikmix am Freitagabend. Sie geben dem Abend den Titel „Girlsnight“.

Mit den beiden Partybands „zruck zu dir“ und „Störzelbacher“ steigen in Künzelsau die Besucher auf die Tische.

Weil nur bis 24 Uhr Zeit ist, will Chris, der Sänger der Störzelbacher 3. Generation, jede Minute auf der Bühne ausnutzen. Es macht ihm Freude, auch am Wochenende unterwegs zu sein, denn damit ist die Musik gleichzeitig Beruf und Leidenschaft für ihn. Ihm ist bewusst, dass es viel Leid in der Welt gibt, darum lädt er die Besucher ein, diese Schwere zumindest für einige Stunden bei Musik und Tanz zu vergessen.

Ob Renate Kilb recht hatte mit ihrer Schätzung von 15 Minuten, bis der Bierbanktanz losgeht?

Nun, die ersten stehen schon, als Bürgermeister Neumann den Fassanstich vornimmt, bereit, endlich wieder anzustoßen.

Text: Fotos & Video: Anna-Lena Eißler




Künzelsauer Wert-Wies’n: „Absolut geile Veranstaltung“

Die Wert-Wies’n, die Künzelsauer Antwort auf das Oktoberfest – das ließen sich am vergangenen Wochenende ganze Hundertschaften von Hohenlohern nicht entgehen. Dirndl, Lederhosen, Maß Bier und Gegeles. Bürgermeister Stefan Neumann setzte routiniert beim traditionellen Anstich den Hahn ans Fass. Er war sichtlich begeistert von dem gelungenen Abend: „Die Stimmung ist gut und zwar von Anfang an.“ Neumann freute sich bereits auf den zweiten Abend der Wert-Wies’n, „auf der es nochmal richtig voll“ werden sollte. Zufrieden war auch Zeltbetreiber Roland Rachinger angesichts von über 250 verkauften Hähnchen und bis zu 1800 Liter Bier.

Musikalisch so richtig krachen ließen es die Störzelbacher mit Ohrwürmern wie Cordula Grün oder Evergreens wie Summer of ’69. Künzelsau stand Kopf beziehungsweise auf den Bierbänken. „Die Mädels sind schön, die Männer sind schön, es ist eine absolut geile Veranstaltung“, meinte Eddi aus Künzelsau, der bereits zum dritten Mal auf der Wert-Wies’n war. Mit einer Mädels-Gruppe war Renate aus Künzelsau da: „Supergut wie jedes Jahr mit einer tollen Band“, fand sie und stieß mit ihren Mädels mit einem Radler an: „Also fast Alkoholfrei, denn zum Feiern brauchen wir keinen Alkohol“. Angesichts der feierwütigen Meute kamen die Bedienungen ganz schön in Schwitzen. Hanna aus Spalt hatte bereits rund 150 Biere, aber auch Weinschorle und andere Getränke an die Tische gebracht. Ein ordentliches Trinkgeld war Lohn ihres Einsatzes: „Meine Gäste sind absolut lieb und spendabel.“ Unser betagter Gschwätz-Videoreporter Dr. Felix Kribus drängte sich, ausgerüstet mit Kopfhörer und Ohrenstöpsel, durch die Menschenmassen. Garantierter Schalldruckpegel vor der Bühne: so laut wie eine startende Boeing. Deshalb sind einige Passagen im Video aus Verständlichkeitsgründen untertitelt.

Die Störzelbacher heizten den Leuten mit Ohrwürmern wie Cordula Grün und Evergreens ein. Foto: Dr. Felix Kribus

 

Es wurde lautstark mitgesungen und auf als auch neben den Bänken getanzt. Foto: Dr. Felix Kribus

Ganze Hundertschaften von Hohenlohern tanzten bei den Wert-Wies’n in Künzelsau auf den Tischen. Foto: Dr. Felix Kribus

 




Oktoberfestgaudi auf den Künzelsauer Wertwies’n

Es ist wieder Volksfestzeit und auch in Künzelsau gehen die Wert-Wies’n in ihre vierte Runde. Grandiose Partymusik und ausgelassene Volksfestimmung erwartet die Besucher am Freitag und Samstag, den 04. und 5. Oktober 2019, im Bierzelt auf den Wertwiesen. Los geht’s am Freitag mit dem Fassanstich um 19 Uhr durch Bürgermeister Stefan Neumann. Direkt danach wird das Festzelt zur Partymeile: Die Band „Die Störzelbacher“ sorgt ab 19.30 Uhr mit Rockklassikern von AC/DC bis Queen, Partysongs aus 40 Jahren Musikgeschichte und aktuellen Hits für ausgelassene Stimmung. Am Samstag, 5. Oktober beginnt der Abend um 19 Uhr mit der Oktoberfestband „The Mercuries“. Auf einer beeindruckenden Bühne präsentieren die sechs süddeutschen Vollblutmusiker die größten Mitsing-Hits von gestern und heute und lassen mit einer Mischung aus Mark Foster, Tina Turner, DJ Ötzi, ABBA, Queen, AC/DC und vielen anderen Künstlern das Stimmungsbarometer bis ans Limit steigen.

Einlass an beiden Tagen ist jeweils um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro pro Person inklusive ein Maß Bier. Tische für bis zu acht Personen und einzelne Plätze können für beide Abendveranstaltungen vorab reserviert werden. Reservierungen nimmt Marco Klappenecker von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon: 07940/129 120 oder per E-Mail: marco.klappenecker@kuenzelsau.de entgegen.

www.kuenzelsau.de/wertwiesn