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Öhringen: Schüler mit Waffe bedrohte laut Polizei niemanden

Am Dienstag, den 04. Dezember 2018, kam es in einer Berufsschule in der Straße Am Maßholderbach in Öhringen zu einem Einsatz der Polizei. Die Meldung lautete, dass in der Schule ein 17-jähriger Schüler mit einer Schusswaffe bewaffnet damit drohte „alle umzulegen“.

Als Ergebnis der weiteren Sachverhaltsabklärung ergab sich, dass es entgegen der ersten Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn zu keinerlei Bedrohungen durch den Schüler kam.

Nach bisherigem Erkenntnisstand soll der 17-Jährige seinen Mitschülern die zuvor besorgte Schreckschusswaffe gezeigt und mit dieser geprahlt haben. Die Mitschüler meldeten dies umgehend dem Schulleiter, der seinerseits die Polizei verständigte. Die Polizeibeamten trafen den 17-jährigen Schüler in der Schule an und konnten ihn widerstandslos festnehmen.

Der Schüler befindet sich mittlerweile in stationärer ärztlicher Behandlung.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 05. Dezember 2018

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Öhringen Innenstadt




Öhringen: Schüler droht, alle umzubringen

Am Dienstag, den 04. Dezember 2018, kam es zu einem Einsatz der Polizei an der Richard-von-Weizsäcker-Berufsschule in Öhringen. Die Polizei wurde verständigt, nachdem ein 17-jähriger Schüler mutmaßlich damit gedroht hatte mit einer Schusswaffe „alle umzulegen“. Um zirca 14 Uhr konnte der 17-Jährige durch Polizeibeamte im Schulgebäude angetroffen werden. Eine Schusswaffe konnte bei ihm aufgefunden werden. Diese stellte sich als Soft-Air Pistole heraus. Ermittlungen zu den Hintergründen und zu dem Motiv des Schülers dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Öhringen Innenstadt




Bewaffneter Betrunkener: Geiselnahme in Post Öhringen

Zu einem Einsatz zahlreicher Polizeikräfte kam es am Mittwochabend, den 28. November 2018, gegen 19.15 Uhr in der Öhringer Bahnhofstraße. Ein bewaffneter Mann betrat gegen 19.10 Uhr das dortige Briefverteilungszentrum. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch zwei Briefzustellerinnen an ihrer Arbeitsstelle. Den beiden gegenüber gab er an, dass er nicht mehr könne und alles beenden wolle. Zudem zeigte der Tatverdächtige eine Pistole vor. Einer der beiden Mitarbeiterinnen gelang über eine Seitentür die Flucht, sie konnte umgehend die Polizei verständigen.

Währenddessen hatte der stark alkoholisierte 46-Jährige, der bis vor wenigen Wochen als Briefzusteller tätig gewesen war, die andere Angestellte in seiner Gewalt. Er verlangte, einen Mitarbeiter der Postverwaltung zu sprechen und dass die Polizei verständigt wird. Zwischenzeitlich hatten Kräfte des Polizeireviers Öhringen das Gebäude umstellt. Der Tatverdächtige trat wenige Minuten später mit erhobenen Händen vor das Gebäude und forderte die Polizisten auf, ihn zu erschießen. Nachdem er aufgefordert wurde, sich niederzuknien und dem auch nachkam, griff er zu seiner Pistole, konnte jedoch durch umgehendes und beherztes Eingreifen der Einsatzkräfte unverletzt festgenommen werden. Hierbei ergab sich auch, dass es sich bei der Waffe um eine Soft-Air-Pistole handelte. Derzeit dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat an. Der 46-Jährige wird im Laufe des heutigen Tages einem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 29. November 2018

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Öhringen Innenstadt




Exhibitionist in Öhringen

Am vergangenen Sonntagmittag, den 28. Oktober 2018, trat in der Zeit zwischen 12 und 12.30 Uhr ein unbekannter Exhibitionist in Öhringen am Radweg zwischen dem Einkaufszentrum und der Büttelbronner Höhe auf.
Der Mann zeigte sich im dortigen Bereich unter der Autobahnbrücke. Er wird auf etwa 30 bis 33 Jahre geschätzt, war etwa 170 bis 175 cm groß und wirkte korpulent. Er hatte eine Glatze mit seitlich wenig Haaren. Außerdem trug er einen kleinen dünnen Oberlippenbart. Bekleidet war er mit einer dunkelblauen Jeans, schwarzen Schuhen und einem dunklen, vermutlich schwarzen, etwa knielangen Mantel mit großen Plastikknöpfen. Er sprach deutsch mit tiefer Stimme.
Die Kriminalpolizei Künzelsau sucht Zeugen. Wer eine solche Person gesehen hat oder ebenfalls belästigt wurde, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 bei der Polizei Künzelsau zu melden.
Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn



Neues Wahrzeichen in Öhringen: ein Hochregallager?

Am Ende der Berliner Straße in Öhringen kann man noch in weite Ferne blicken, aber genau dort ist der umstrittene Bau eines 30 Meter hohen Hochregallagers geplant (zum Vergleich: Der steinerne Umgang des Turms evangelische Stiftskirche St. Peter und Paul in Öhringen ist 32 Meter hoch).

Laut dem Planungsentwurf des Architekturbüros Schimmel soll neben das bestehende Staplerlager des Unternehmens Schäfer+Peters ein 16 Meter hohes Zwischengebäude und ein 30 Meter hohes Hochregallager gebaut werden. Auch ein dreigeschossiges Parkdeck soll geplant sein. Dieser Bau bewegt Öhringen nun schon seit Monaten und an ihm scheiden sich die Geister. GSCHWÄTZ-Redakteurin Nadja Fischer war in Öhringen und traf sich mit Bastian Falk und Dr. Wolfgang Kammerer vom Öhringer Verein PrimaKlimaWest, der gegen den Bau auf die Barrikaden geht.

In unmittelbarer Reichweite des Gewerbegebietes ist ein Wohngebiet. Anwohner befürchten Nachteile für Ihren Wohnstandort.
Foto: GSCHWÄTZ/Kristina Dorn

GSCHWÄTZ: Was hat man zu befürchten?

Falk: Die Öhringer haben das Landschaftsbild zu befürchten. Es geht insbesondere um die Anwohner der Berliner Straße. Gerade im Winter ist die Sonne durch den Bau verdeckt. Im Sommer wird die Abkühlung nicht mehr so gegeben sein. Es wird deutlich weniger Wind in die Siedlung und die Stadt vordringen.

 

„Mancher Gemeinderat ist sogar davon überzeugt, dass man hier die Chance auf ein neues Wahrzeichen von Öhringen hat.“

 

GSCHWÄTZ: Was sagen Bürgermeister Thilo Michler und der Gemeinderat dazu?

Dr. Kammerer: Wir haben das Gutachten von 2013, das die Stadt Öhringen im Zuge des Flächennutzungsplanes hat erstellen lassen, als Hauptargument benutzt. Damals kam der Gutachter zu dem Ergebnis, dass hier nicht gebaut werden sollte. Die Stadt hat immer wieder neue Gutachten machen lassen. Sie versuchen, die Auswirkungen herunterzurechnen. Gerade bei der letzten Gemeinderatsitzung, als die zweite Runde für den Bebauungsplan eingeleitet worden ist, war von den meisten Fraktionen zu hören: Ja, es wäre ein Eingriff, aber kein dramatischer. Da die Firma Schäfer+Peters der größte Gewerbesteuerzahler ist, sind die Einnahmen wichtiger.

Falk: Mancher Gemeinderat ist sogar davon überzeugt, dass man hier die Chance auf ein neues Wahrzeichen von Öhringen hat. Da stellt sich die Frage, ob man lieber die Kirche und das Schloss oder einen riesen Monsterbau als Wahrzeichen möchte.

 

GSCHWÄTZ: Es wird gemunkelt, dass Sie von PrimaKlimaWest eine Normenkontrollklage in Erwägung ziehen.

Dr. Kammerer: Das tun wir tatsächlich. Ich habe frühzeitig Informationen eingeholt und mich mit Rechtsanwälten getroffen. Der nächste Schritt wird sein, dass ein Anwalt meine Einwendungen und die Gutachten prüfen wird. Wenn der Anwalt zu dem Schluss kommt, dass wir dieses Verfahren gewinnen können, dann werden wir das versuchen.

 

„Deshalb habe ich gesagt, dass die Stadt uns verkauft und dazu stehe ich.“

 

GSCHWÄTZ: Das Rathaus hat uns gegenüber geäußert, dass Sie in einem Artikel im Öhringer falsche Tatsachen genannt hätten und beleidigend geworden wären.

Falk: Wir haben ein Gutachten mit dem anderen Gutachten verglichen und in diesem Beitrag nur auf die Differenzen hingewiesen. Wir haben dem Gemeinderat damals nur vorgeworfen, dass ihm das Geld wichtiger sei als alles anderer. Das sehe ich aber nicht als Beleidigung. Man hat uns in den vergangenen Monaten immer nur als Lügner betitelt, aber man hat uns nie aufgewiesen, wo wir denn gelogen haben sollen. Man kam weder von der Stadt noch vom Gemeinderat auf uns zu und hat das Gespräch gesucht.

Dr. Kammerer: Ich habe mit einigen Gemeinderäten persönlich gesprochen und die geben ganz klar zu, dass es eigentlich nur ums Geld geht. Der Gemeinderat sagt, dass sie an die ganze Stadt Öhringen denken müssen. Ein großer Teil der Stadt Öhringen wird, mit Ausnahme des Landschaftsbildes, nicht stark betroffen sein. Wir, aus dem Wohngebiet der Berliner Straße, werden aber stark betroffen sein. Deshalb habe ich gesagt, dass die Stadt uns verkauft und dazu stehe ich. Uns wurde auch nie gesagt, was in dem Artikel im Öhringer falsch sein soll.

 

GSCHWÄTZ: Bürgermeister Michler soll auch im Zusammenhang mit der Debatte um das Hochregallager einen Drohbrief erhalten haben. Wissen Sie mehr darüber?

Falk: Wir wissen nur das, was in der Zeitung stand. Den Drohbrief gab es. Als wir es erfahren haben, haben wir uns auf unserer Prima-Klima-West-Facebook-Seite davon distanziert.

 

„Wir lassen prüfen, ob wir ein Normenkontrollverfahren anstreben können“

 

GSCHWÄTZ: Wie geht es die nächsten Wochen weiter?

Falk: Wir haben wieder eine Vereinssitzung, um die weiteren Schritte zu besprechen. Wir lassen prüfen, ob wir ein Normenkontrollverfahren anstreben können. Letzte Woche ist die Abgabefrist der zweiten Einwendungen abgelaufen und wir warten jetzt auf die neuen Antworten, die darauf folgen.

Dr. Kammerer: Wir hoffen, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung im November den Bau durch unsere Beiträge ablehnt. Bei der ersten Gemeinderatsitzung im Dezember 2017 soll es zwei Stimmen gegen und 22 Stimmen für den Bau gegeben haben. Jetzt im Juli waren es sieben Stimmen dagegen und 15 dafür. Es hat sich schon etwas bewegt.

Auf diese grüne Wiese soll der Neubau kommen, sagt Bastian Falk vom Verein PrimaKlimaWest.
Foto: GSCHWÄTZ/Kristina Dorn

 

 

WAS SPRICHT LAUT DEM VEREIN GEGEN DEN BAU?

  1. Der Kaltluftstrom wäre reduziert, das heißt, die unmittelbaren Anwohner wären direkt betroffen
  2. Grundwasserspiegel: Durch den Bau wäre ein Verlust der Grundwasserneubildung zu erwarten.
  3. Naturschutz: Das Planungsgebiet liegt in einem Biotopverbund.
  4. Lärm: Es wird mit 50 bis 70 Lastwagen am Tag zu rechnen sein.
  5. Das Landschaftsbild wäre stark verändert.
  6. Sonnenlicht: Das geplante Gebäude würde zu mehr Schatten für die Anwohner führen.

Die Stadt Öhringen nimmt Stellung.
Foto: Burgen und Schlösser

Größter Steuerzahler bevorzugt? Die Stadt Öhringen nimmt Stellung zu den Vorwürfen

Die Stadt Öhringen hat innerhalb eines Tages Stellung zu den Aussagen des Vereins genommen. Anbei die Antwort der Stadt:

 

GSCHWÄTZ: Was sagen sie zu den Einwänden des Vereins gegen einen solchen Bau?

Stadt Öhringen: Die Einflüsse auf Natur und Landschaft der angedachten baurechtlichen Festlegungen und eines darauf aufbauenden möglichen Bauvorhabens wurden und werden sorgfältig bewertet. Die Einflüsse liegen in Bereichen, die den gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen entsprechen. Die Anlieferung sowie der Versand von Waren erfolgt bisher im Betriebsalltag und auch künftig im Falle einer Betriebserweiterung ausschließlich über die Grundstückszufahrt am Zeilbaumweg. Nach Fertigstellung der Betriebserweiterung gelten die astronomischen Zusammenhänge im Hinblick auf Sonnenauf- und Sonnenuntergang generell unverändert. Ihre Frage zielt vermutlich auf Betrachter, die sich zum Zeitpunkt des Sonnenunterganges östlich des Firmengeländes aufhalten. Steht der Betrachter bei Sonnenuntergang im beschriebenen Bereich, rückt die Sonne im Falle eines Erweiterungsbaus natürlich sehr abhängig vom Betrachtungsort während des Sonnenuntergangs kurze Zeit früher aus dem Blickfeld, ehe sie ohnehin im üblichen Tageslauf hinter dem Horizont abtaucht.

 

GSCHWÄTZ: Laut PrimaKlimaWest soll Schäfer+Peters der größte Gewerbesteuerzahler in Öhringen sein.

Stadt Öhringen: Steuerliche Aussagen unterliegen dem Datenschutz. Generell steht die Stadt Öhringen Erweiterungswünschen örtlicher Unternehmen im Zuge der städtischen Wirtschaftsförderung völlig unabhängig von steuerlichen Effekten offen gegenüber. Die Auswirkungen betrieblicher Erweiterungen werden in den gängigen Verfahren stets sorgfältig geprüft und im Rahmen der (bau-)rechtlichen Vorgaben abgewogen.

 

GSCHWÄTZ: Es wurde uns gegenüber erwähnt, dass mancher Gemeinderat und vielleicht auch Sie mit dem Bau des Hochregallagers eine Chance auf ein neues Wahrzeichen in Öhringen sehen. Stimmt das?

Stadt Öhringen: Die Aufgabe der kommunalen Stadtplanung, der Kommunalpolitik und auch die Bemühungen der städtischen Wirtschaftsförderung beinhalten nicht die Schaffung von Wahrzeichen im Stadtgebiet. Auch private Investitionen orientieren sich generell und primär an betriebswirtschaftlichen Kriterien und zielen ebenfalls nicht auf den Bau von Landmarken oder die Errichtung städtischer Wahrzeichen.

 

GSCHWÄTZ: Ist der geplante Bau beschlossene Sache oder könnte es passieren, dass der Bau nicht umgesetzt wird?

Stadt Öhringen: Ein Bauvorhaben kann zu diesem Zeitpunkt keine „beschlossene Sache“ sein. Zunächst muss der (bau-)rechtliche Rahmen für Bauvorhaben geschaffen werden. Ebenso müssen die Investoren betriebsintern für sich entscheiden, ob ein Bauantrag erstellt und eingereicht wird. Dieser müsste dann geprüft und könnte bei Einhaltung der rechtlichen Vorgaben erst am Ende des erforderlichen Verfahrens genehmigt werden.

 

GSCHWÄTZ: Würde es einen alternativen Standort für das Hochregallager geben?

Stadt Öhringen: Alternative Standorte für die weitere Unternehmensentwicklung wurden in den vergangenen Jahren sehr intensiv, jedoch ohne Erfolg gesucht. Der Unternehmenssitz am Zeilbaumweg bildet daher die einzige Option, die vom Unternehmen angestrebte Betriebserweiterung zu verwirklichen.

 

 

 




Hebammenmangel – Landratsamt bietet Kurs für Schwangere an

Vertreterinnen des Arbeitskreises Frühe Hilfen im Landratsamt Hohenlohekreis haben ein neues Kurskonzept „Rund um die Geburt“ entwickelt, das am Dienstag, den 12. Juni 2018, von 17.30 bis 19.30 Uhr, in der Poststraße 60 in Öhringen startet. Der Kurs soll schwangere Frauen in sechs Einheiten begleiten und wichtige Informationen vermittelt, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.

Da viele schwangere Frauen keine Hebammen für die Schwangerenvorsorge, für die Geburt und für die Wochenbettbetreuung, aufgrund des Hebammenmangels, finden können, soll es in dem Kurs um die Geburtsvorbereitung, Ernährung und Stillen bis hin zu rechtlichen Fragen und pädagogischen Aspekten wie Bindung gehen.

Geleitet wird der Kurs „Rund um die Geburt“ von der Familienbegleiterin Susanne Barth, zusammen mit Hebamme Rita Müller und Vertretern aus der Zahngesundheit, dem Landwirtschaftsamt und der Schwangerenberatung.

Der Kurs ist kostenlos, aber eine Anmeldung zum Kurs ist bis Montag, den 11. Juni 2018, bei Susanne Barth unter 0170 6359417 oder per Mail an familienbegleitung.oehr@jhfh.friedenshort.de erforderlich.

Bei hoher Nachfrage wird der Kurs im Herbst erneut angeboten, so dass werdende Mütter mit Entbindungstermin Anfang 2019 das Angebot auch wahrnehmen können.

 

In der Juni-Ausgabe 2017 hat unsere GSCHWÄTZ-Journalistin Isabell Kähny über das Thema Hebammenmangel geschrieben.

Aus unserem Archiv: Hebamme – Traumberuf oder teures Hobby

// Fotos: GSCHWÄTZ/Archiv




„Es wurden Fehler gemacht“

// Video-Interview mit Hans-Jürgen Saknus in Künzelsau und im Hotel-Restaurant Nicklass in Ingelfingen.

So rund ging es innerhalb der SPD schon lange nicht mehr – betrachtet man die vergangenen Monate, in der es die SPD in einer Achterbahnfahrt in die Regierung geschafft hat. Wir wollten vom stellvertretenden SPD-Kreisverbandsvorsitzenden des Hohenlohekreises, Hans-Jürgen Saknus, wissen: Wie sehr hat es wirklich innerhalb der Partei gekracht, über Fehler bei der Integration im Ländle, die fragwürdige Bildungs- und Gesundheitspolitik der Landesregierung. Weitere Themen: Warum Trump seiner Meinung nach ein Trampel ist, Jennifer Aniston besser als Angelina Jolie und warum Stefan Neumann Thilo Michler schlägt.

 

GSCHWÄTZ: Sie sind ja schon lange in der Politik tätig. Warum haben Sie sich für die SPD entschieden?

Saknus: Als ich Konfirmand war, hat mir unser Pfarrer gesagt, dass er SPD wählt. Das hat mich stutzig gemacht, weil ich gedacht habe, der müsste doch CDU wählen, wegen dem christlich im Namen. Aber er erklärte mir, dass es auch um Solidarität geht. Das hat sich in der kirchlichen Jugendarbeit fortgesetzt. Hier sind sehr viele mit der SPD verbandelt.

 

GSCHWÄTZ: Die SPD hat sich ja in den vergangenen Monaten bei den zähen Regierungsverhandlungen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Wo ist eigentlich Martin Schulz abgeblieben?

Saknus: Es sind Fehler gemacht worden und die Fehler hat er auch eingestanden. Er hat zu vehement eine Nein-Politik verfolgt. Er tritt nicht in die Regierung ein. Die SPD geht sofort in die Opposition – was ja auch gut ankam, denn man war auch regierungsmüde. Aber wenn der Bundespräsident sagt, ihr müsst in Koalitionsgespräche gehen und man sich im politischen Wettbewerb aufstellt, dann kann man sich nicht verweigern.

 

GSCHWÄTZ: Also hat sich Ihrer Meinung die richtige Seite durchgesetzt – die alte Garde, die gedrängt hat, in die Regierung zu gehen, gegen die Jusos, die für eine starke Opposition geworben haben?

Saknus: Ich habe absoluten Respekt vor dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert. Er hat das toll gemacht und hat auch viele von den älteren mitgenommen, die gesagt haben: So können wir nicht weitermachen. Ein Weiter-so kann es auch für mich nicht geben, auch nicht in einer Neuauflage einer Großen Koalition – wobei beide Parteien so viel Punkte verloren haben, dass man nicht mehr von einer Großen Koalition sprechen kann.

 

GSCHWÄTZ: Eigentlich ist die SPD keine Volkspartei mehr, oder?

Saknus: Das ist die Problematik. Wir müssen uns als SPD wirklich überlegen, für wen wir stehen und für welche Ziele wir eintreten. Wir brauchen wieder eine Vision für die Zukunft und nicht das Klein-Klein im politischen Betrieb.

 

GSCHWÄTZ: Wie kann diese Vision aussehen?

Saknus: Die SPD muss deutlich Position beziehen, dass wir wieder eine Umverteilung von oben nach unten brauchen. Wir müssen einstehen für Geringverdiener, für die, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, für Familien, für Alleinerziehende. Viele leben am Existenzminimum. Diese Dinge gilt es zu ändern. Der Mindestlohn war ein erster Schritt.

 

// Haben wir ein Integrationsproblem? //

 

GSCHWÄTZ: Vor kurzem hat ein junger Asylbewerber die Scheiben des Jobcenters in Künzelsau eingeschlagen. Haben wir ein Integrationsproblem?

Saknus: Der junge Mann hat sicher ein Problem gehabt, sonst hätte er die Scheiben nicht eingeschlagen. Das ist nicht zu rechtfertigen oder kleinzureden. Aber ich vermute großen Frust dahinter. Asylverfahren dauern bei uns einfach viel zu lange, bis da die entsprechenden Entscheidungen getroffen sind. Wir sind hier ebenso unterbesetzt wie im Bereich Justiz, bei der Polizei und bei der Bundespolizei. Hinzu kommt, dass die jungen Menschen oft aus Ländern kommen, die diese Menschen nicht problemlos wieder zurücknehmen. Verhandeln Sie mal mit Libyen.

 

// Unterbesetzt bei der Polizei und in der Justiz //

 

GSCHWÄTZ: Wie schwer ist es für Neuankömmlinge, Arbeit zu finden?

Saknus: Arbeit zu finden ist nicht schwer, wenn der entsprechende Rechtsstatus geklärt ist. Wir haben aktuell in Öhringen 154 Menschen, die einen Rechtsstatus als Flüchtling oder Asylant haben. Sie haben eine Arbeitserlaubnis. Wir konnten hier auch schon gute Erfolge vorweisen. Über ein Drittel von ihnen hat Arbeit gefunden beziehungsweise ist in einer Ausbildung. Ein Drittel befindet sich in Schulungsmaßnahmen. Und der Rest teilt sich auf. Ich habe nur einen Menschen, der in einer Maßnahme beim Jobcenter ist.
Wie lange dauert es, bis entschieden wird, ob ein Flüchtling bleiben darf?
Saknus: Das Bundesamt für Migration (BAMF) möchte, dass innerhalb eines halben Jahres die Entscheidung darüber fällt – am besten noch schneller. Aber wir haben Asylbewerber, die sind schon über drei Jahre hier und wissen nicht, wie es mit ihnen weitergeht. Ich kann nachvollziehen, wenn diese Menschen Frust schieben. 18 Prozent aller Fälle bundesweit sind unbearbeitet und damit völlig offen in ihrem Ausgang.

 

// Hohenlohes Gesundheitspolitik: „Man darf die Augen nicht vor der Realität verschließen“ //

 

GSCHWÄTZ: Die BBT-Gruppe hat die Mehrheitsanteile des Hohenloher Krankenhauses (HK) bekommen. War die Entscheidung des Kreistages richtig?

Saknus: Wenn ich es richtig sehe, war es die einzige Entscheidung, die möglich war, denn es gab nur einen Anbieter. Ich finde es gut, dass es ein Träger ist, der gemeinnützig aufgestellt ist und dass sie nach Tarif zahlen wollen. Das ist auch eine unserer Forderungen. Und sie haben viel Erfahrung im Seniorenbetreuungsbereich.

 

GSCHWÄTZ: Kann es passieren, dass es dem Neubau in Öhringen wie Künzelsau ergeht und geschlossen wird, wenn er es nicht in die schwarzen Zahlen schafft?

Saknus: Durch die Schließung des Künzelsauer Standortes wird es ja künftig weniger Betten geben. Da ist man an einer kritischen Grenze, ein Krankenhaus zu führen.Man wird sehen, ob sich das Krankenhaus am Markt beweisen wird. Man darf die Augen nicht vor der Realität verschließen und muss hier schon genau hinschauen.

 

GSCHWÄTZ: Was bleibt in Künzelsau übrig von der Gesundheitsversorgung?

Saknus: Wenn ich Strukturveränderungen mache und kleine Krankenhäuser schließe – unsere Landesregierung praktiziert das ja – muss sie auch bereit sein, in neue Modelle zu investieren, etwa in ein medizinisches Versorgungszentrum, das ambulante wie auch teilstationäre Lösungen anbietet.

 

GSCHWÄTZ: Ihr Herzensanliegen auf bundespolitischer Ebene war ja eine Bürgerversicherung – eine Versicherung sowohl für private als auch gesetzlich Versicherte. Kommt die Versicherung nun?

Saknus: Das ist ein längerer Prozess. Aber wir brauchen einen Topf, denn wir können es uns nicht leisten, zwei parallele Systeme zu fahren. Wir sind das einzige Land in Europa, dass das noch so macht.

 

// Lehrermangel im Ländle //

 

GSCHWÄTZ: Immer mehr Schulen auch bei uns im Ländle verzeichnen einen Lehrermangel. Ist der Beruf zu unattraktiv geworden?

Saknus: Nein. Wir haben vielmehr ein Problem mit der Landesregierung, die nicht klar sagt, ob sie Lehrerplätze abbauen oder neue Lehrer einstellen möchte. Wir haben zu wenig Studienplätze und gleichzeitig viele Lehrer, die in Ruhestand gehen.

 

GSCHWÄTZ: Baden-Württemberg war ja mal Musterländle, was Pisa-Tests betrifft. Mittlerweile sind wir auf die vorletzten Plätze abgerutscht. Woran liegt das?

Saknus: Wir haben einen Reformstau. Vor allem die Gemeinschaftsschulen, die es seit ein paar Jahren in Baden-Württemberg gibt, werden nicht richtig unterstützt.

 

GSCHWÄTZ: Manche Schulleiter hier bei uns haben genug von den vielen Reformen in den vergangenen Jahren.
Saknus: Mit Reformen meine ich nicht, dass von oben etwas herunterverordnet wird, sondern im Gegenteil: dass die Schulen wieder mehr Freiheiten bekommen. Schulleiter bräuchten Unterstützung, es müsste mehr Sozialarbeiter an Schulen geben, aber das ist alles wieder zusammengestrichen worden.

 

Im Hotel-Restaurant Nicklass in Ingelfingen haben wir Herrn Saknus jeweils zwei Bilder vorgelegt, zwischen denen er sich entscheiden sollte.

 

GSCHWÄTZ: Fußball: VfB Stuttgart oder FC Bayern München?
Saknus: Bayern München ist ein toller Verein beziehungsweise eine tolle Mannschaft mit tollen Erfolgen, aber das Herz schlägt ganz klar im Schwabenland für den VfB. Aber ich muss gestehen, ich bin auch ein Franken-Fan. Ich bin gern beim FC Nürnberg.

GSCHWÄTZ: Haben Sie Fußball gespielt?
Saknus: Ja, in der Jugend habe ich viel gespielt und ich war auch 13 Jahre lang beim SSV Gaisbach
Jugendtrainer.

GSCHWÄTZ: Jennifer Aniston oder Angelina Jolie?
Saknus: Ich finde beide Frauen total bezaubernd. Aber vom Typ her würde ich eher Jennifer Aniston wählen.

GSCHWÄTZ: Hillary Clinton oder Angela Merkel?
Saknus: Auch wenn Hillary Clinton einer demokratischen Partei angehört, würde ich mich für Angela Merkel entscheiden. Sie ist ja eine Person, die viele SPD-Positionen gerne übernimmt (lacht).

GSCHWÄTZ: Donald Trump oder Wladimir Putin?
Saknus: Ich finde, Donald Trump ist ein Trampel. Er regiert über Twitter. Das geht gar nicht. Alles zweifelt am Bündnis mit den USA. Von daher muss ich mich für Putin entscheiden. Der macht das feiner. Wir müssen auch Lösungen finden mit Russland, mit dem Osten.

GSCHWÄTZ: Öhringens Bürgermeister Thilo Michler oder Künzelsaus‘ Bürgermeister Stefan Neumann?
Saknus: Jetzt bringen Sie mich aber in einen echten Konflikt. Thilo Michler ist mein Chef in Öhringen. Ich wohne aber in Künzelsau und bin dort auch Gemeinderat (überlegt). Da ich Jugendreferent bin, entscheide ich mich für die Jugend und nehme Stefan Neumann. Er ist ein bisschen jünger als Thilo Michler. Aber ich kann mit beiden gut.

 

// Hans-Jürgen Saknus //

Hans-Jürgen Saknus (59) ist stellvertretender SPD-Kreisverbandsvorsitzender des Hohenlohekreises. Der Wahlkünzelsauer wurde am 07. November 1956 geboren, hat nach der Realschule und einer Schreinerlehre Religions- und Gemeindepädagogik studiert, ist verheiratet und hat drei mittlerweile erwachsene Kinder. Saknus arbeitet bei der Stadt Öhringen als Jugendreferent und Integrationsbeauftragter. Während unserer Interviews präsentierte sich Saknus offen, kritisch und als jemand, der sozial Benachteiligten helfen möchte.
Video-Interview in Künzelsau und Ingelfingen Das Video-Interview mit Hans-Jürgen Saknus wurde in Künzelsau und Ingelfingen gedreht.

 

Das Interview führte Dr. Sandra Hartmann; Dreh und Schnitt: Dr. Felix Kribus;




Wackelt auch Öhringen?

Ein Kommentar von Matthias Lauterer.

Am Mittwoch, den 21. März 2018, (frühzeitige Platzbelegung könnte angeraten sein, denn der Verein Mehr Demokratie e.V. hat sich zu dem Thema Volksantrag angesagt) wird also angeblich über die Zukunft der medizinischen Versorgung des Hohenlohekreises entschieden. Eine wirkliche Entscheidung ist es wohl nicht, denn es gibt nur einen einzigen Anbieter, der noch in der Lostrommel steckt.

Und eine Abstimmung über die Zukunft der medizinischen Versorgung ist es auch nicht: Es ist genaugenommen nur eine Entscheidung über den zukünftigen Betreiber des Krankenhauses. Über das „Drumherum“ wird gar nicht entschieden, dafür bestünden immerhin „Modelle“ oder „Varianten“, die aber noch „zu konkretisieren“ seien und über ein „Konzept“ müsse noch entschieden werden.

Nichtsdestotrotz ist jetzt schon klar, daß es eine riesige Mehrheit geben wird, denn die Entscheidung ist ja ganz offensichtlich „alternativlos“. Wir und der Kandidat müssen uns da keine Sorgen machen: Am Ende wird die BBT als alleiniger Bieter den Zuschlag erhalten – wahrscheinlich zu sehr vorteilhaften Bedingungen, da  Landrat Matthias Neth den vorgeblichen Verlustbringer Krankenhaus gewißlich wenigstens für die nächste Zeit erstmal vom Hals haben will.

Und man wird wohl in einer Pressemitteilung noch betonen, wie toll es doch sei, daß man einen „lokal engagierten“ Partner „gewonnen“ habe, mit dem „die Zukunft der Medizinversorgung im Hohenlohekreis gesichert“ ist.

Es bleibt die Frage offen, warum von den vielen Anbietern auf dem „Gesundheitsmarkt“ – eine „eine zweistellige Zahl an Interessenten“ folgte schließlich „der Aufforderung zur Abgabe einer Interessenbekundung“ – überhaupt nur einer übriggeblieben ist – und vor allem, warum ein zweiter Anbieter ganz kurz vor dem Ende des Verfahrens sich überraschend entschlossen hat, doch kein Gebot abzugeben.

Nun, laut Sitzungsvorlage liegen den Absagen vieler Bieter „negative Bewertungen bzgl. der Zukunftsaussichten des Standorts Öhringen“ zugrunde …
Nur gut, daß diese Haupthäuser durch die stündliche Buslinie nach Mergentheim … ach, nein, über den Stundentakt wird ja auch schon wieder nachgedacht …

Und warum erfährt man wieder nichts, was über das eigentliche Krankenhaus hinausgeht? Die Vernetzung der Fachärzte mit den stationären und ambulanten Strukturen, die heutzutage von den beiden Krankenhäusern im Hohenlohekreis in guter Qualität angeboten werden? Die notwendige Verstärkung der Rettungsdienste und Transportdienste? Dazu heißt es nur:
„Dieses Nachnutzungskonzept der BBT-Gruppe für Künzelsau zeigt fünf verschiedene Modelle oder Varianten auf, die von BBT nach Übernahme der Geschäftsanteile an HK innerhalb definierter Fristen noch weiter zu konkretisieren sind. Ein Nachnutzungskonzept für Künzelsau ist einzig kommunal zu finanzieren. Über ein entsprechendes Konzept muss der Kreistag im Laufe des Jahres 2018 entscheiden.“

Ich gehe selbstverständlich zuversichtlich davon aus, daß unser Landrat bereits für ganz kurz nach dem 21.3. eine große Informationsveranstaltung für die Bürger geplant hat, um die fünf Modelle vorzustellen und die Meinung und den konstruktiven Input der Bürger abzuholen.

Leider sind weiterhin nur inhaltsleere Worthülsen im Umlauf – jetzt ist plötzlich nicht mehr das vom Landrat so bezeichnete Medizinische Versorgungs Zentrum MVZ aktuell sondern jetzt bereichert der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann seinen Wahlkampf und unseren Wortschatz in einem Statement fürs Gschwaetz durch das wohlklingende Wort Gesundheitscampus (ich sehe gerade: das Wort ist noch so frisch, das steht noch gar nicht auf meinem Bingo-Kärtchen), ohne allerdings zu sagen, was das überhaupt sein soll und wie sich dieser von einem ebenso undefinierten MVZ unterscheiden soll.

Stefan Neumann befindet sich schon im Wahlkampfmodus – aber mit inhaltsleeren Worthülsen ist niemandem gedient und das Thema ist zu wichtig, als daß es durch noch so toll klingende Wortschöpfungen zu erschlagen wäre.

Nein – es müssen endlich Konzepte und Zahlen öffentlich kommuniziert werden und es braucht eine konstruktive Beteiligung der Betroffenen: der Bürger und vor auch von denjenigen, die heute und in Zukunft die medizinische Versorgung der Bürger gewährleisten! Ob ich das dem  Bürgermeister oder dem Landrat sage oder an eine  Parkuhr predige … wir werden irgendwann überrascht mit einer Versorgung, die „nachhaltig und für die Zukunft tragfähig“ ist.

Den kompletten Kommentar gibt es auf:

https://matthiasausk.blogspot.de/2018/03/wahlkampf-und-worthulsenalarm-rund-um.html

 




Experiment: Mit Burka durch Öhringen

Wir wollten mit unserem Experiment herausfinden: Wie gestaltet sich der Alltag mit einer Burka auf dem Land. GSCHWÄTZ-Redakteurin läuft mit Vollverschleierung durch die Kleinstadt Öhringen.

Folgende Sprüche bekam Nadja Fischer dabei unter anderem zu hören:

„Wenn so etwas frei herumlaufen würde, würde ich das nicht akzeptieren.“

„Das arme Mädchen.“

„Das habe ich in Öhringen noch nie gesehen. Aber sie ist auch bloß ein Mensch.“

„Jetzt guck dir des amole ou.“

„Ich finde das unmöglich.“

„Die sollen heimgehen.“

„Schau an. Ein Smartphone hat sie.“

„Darum haben wir AfD gewählt.“

„Vorsicht, schau mal was da kommt.“

„Schämst du dich nicht?“

„Man muss die hässlich sein.“

Da uns eine Passantin bedrängte, haben wir uns dazu entschlossenen das Experiment vorzeitig abzubrechen.  Alle Daten und Fakten zu der Flüchtlingssituation im Hohenlohekreis finden Sie in unserer aktuellen GSCHWÄTZ-Ausgabe die es noch bis Ende Dezember an allen unseren Vertriebsstellen zu kaufen gibt.

 




Intensivstation Öhringen erfüllt Standards nicht

// Kritik an Plänen, aus Einbett- Zweibettzimmer zu machen

Nachdem die Schlaganfalleinheit nahezu sang- und klanglos am 04. Juli 2017 von Künzelsau nach Öhringen verlegt wurde (die Mitarbeiter wurden erst am Tag des Umzugs in einem offiziellen Schreiben informiert), gibt es wohl schon seit Monaten Überlegungen, die Intensivstation in Öhringen zu verändern – aus Einbettzimmern sollen Zweibettzimmer gemacht werden. In einem internen Protokoll wurden diese Pläne kritisiert: „Aus Sicht von Dr. Maria Martin ist eine Umnutzung der Ein- zu Zwei-Bettzimmer auf der Intensivstation aus hygienischer Sicht nicht zu vertreten.“ Es gelte, die Mindestabstände sowie eine Mindestgröße zu beachten. Weiter heißt es sogar: „Die bisher als Einzelzimmer genutzten Zimmer erfüllen bereits die Empfehlungen zur Nutzung als Einzelzimmer nicht.“

Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH, äusserte sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wie folgt: „Bauliche Veränderungen oder Änderungen in der Nutzung unserer Intensivstation am Krankenhaus Öhringen sind derzeit nicht geplant.“

Mehr dazu in unserer aktuellen Ausgabe von GSCHWÄTZ // jetzt überall im Zeitschriftenhandel

// Foto 2: Krankenhaus Öhringen

// Foto 3: aktuelle Ausgabe von GSCHWÄTZ

11. August 2017