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Landrat Neth: „Die Mehrheit hat nicht automatisch recht, die Minderheit aber auch nicht“

Rund 200 Menschen fanden sich am Samstag, den 19. Februar 2022, auf dem Marktplatz in Öhringen für eine Kundgebung ein, welche der Arbeitskreis „Für Demokratie – gegen Faschismus“ unter der Federführung von dem Lokalpolitiker Hans-Jürgen Saknus (SPD) organisiert hat (wir berichteten). Die Kundgebung sollte ein Zeichen gegen die Montagsspaziergänge sein, die derzeit überall, auch im Hohenlohekreis stattfinden, und unter anderem die Coronaverordnungen und die Politik im Allgemeinen kritisieren (wir berichteten).

Catherine Kern: „Die damalige Ausnahmesituation wurde von Rechtsextremisten ausgebeutet“

Unter anderem sprach die Grünen-Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises, Catherine Kern, Landrat Dr. Matthias Neth, die Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Hohenlohe Valentin Abel (FDP) und Kevin Leiser (SPD), sowie der Landtagsabgeordnete Freiherr Arnulf von Eyb (CDU).

„Nur gemeinsam kommen wir aus dieser Pandemie raus“

Catherine Kern bedankte sich zunächst bei „allen Menschen, die mit Geduld, Nachsicht und Solidarität durch diese Pandemie gehen, um nicht nur sich zu schützen, sondern auch die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Unsere Demokratie ist in Gefahr und nicht erst jetzt“, betonte Kern. Diese gelte es zu schützen. Kern erinnerte an die Flüchtlingskrise 2016, als es ebenfalls Proteste gegen die Einwanderungspolitik Angela Merkels gab. „Teile der Bevölkerung haben diese Flüchtlinge abgelehnt. Sie hatten Angst. Die damalige Ausnahmesituation wurde von Rechtsextremisten ausgebeutet.“ Dabei verweist die Grünen-Abgeordnete auf die Demos von „Hohenlohe wacht auf“ im Hohenlohekreis. Und wie eine „extrem rechte Partei“ daraus versucht habe, Kapital zu schlagen. Heute nach zwei Jahren Pandeme gäbe es wieder einen Teil der Gesellschaft, der „vieles in Frage stellt“, von der Pandemie „hart betroffen sind“ und sich von „Fake News im Internet beeinflussen lassen“ und „wieder nutzen Rechtsextremisten die Gunst der Stunde. Bei den Spaziergängen laufen wieder solche Gruppierungen mit“, sagt Kern. „Nur gemeinsam kommen wir aus dieser Pandemie raus.“ Sie bittet die Bevölkerung daher, „Geduld zu haben“.

Arnulf von Eyb: „Die Pandemie macht uns allen zu schaffen“

Arnulf von Eyb betont: „Wir wollen mit dieser Aktion Frieden stiften in der Gesellschaft.“ Die Pandemie mache „uns allen zu schaffen“ und jeder wünsche sich, so von Eyb, „wieder zurück in den alten Modus zu kommen“. Wir können nicht zulassen, dass eine kleine Gruppe denkt, wir werfen alles über den Haufen, was mühsam in einer  Gesellschaft entwickelt wurde. Man müsse nur einen Blick zurück in die Geschichte werden, um zu wissen, wie es sei, nicht in einer Demokratie, sondern in einer Diktatur zu leben. „Wir müssen an unseren demokratischen Regeln festhalten“, betonte der Dörzbacher zum Schluss seiner Rede.

Landrat Neth: „Ich gebe zu, wir waren alle nicht vorbereitet und wussten alle nicht, was auf uns zukommt“

Landrat Dr. Matthias Neth betonte gleich zu Beginn, dass er keine Rede gegen die Montagsspaziergänger halten wolle. Stattdessen sei es  „wichtig, Raum für eine breite Meinung und Vielfalt zu bieten. Wir wollen heute ein gemeinsames Signal setzen. Unser Kreis stand vor fünf Jahren für Toleranz und Mitmenschlichkeit [zu Zeiten der Flüchtlingskrise, Anm. d. Red.] und dafür steht er aus meiner Sicht auch heute noch.“ Er betonte aber auch: „Ich gebe zu, wir waren alle nicht vorbereitet und wussten alle nicht, was auf uns zukommt. Ich musste als Landrat viele Fragen beantworten und viele Entscheidungen treffen.“ Es sei nicht leicht gewesen, über Kontakt- und Ausgangssperren zu entscheiden. „Das sind harte Greundrechtseinschnitte, die ich mir vor der Pandemie niemals habe vorstellen können.“ Aber die Ursache dafür komme nicht von Staats wegen, sondern wegen eines Virus‘. Er wisse, dass er den Bürger:innen „viel abverlangt“ habe.

„Auch ich fühle mich als Landrat, als Familienvater, nach zwei Jahren Pandemie stark belastet“

Die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten, sei mittlerweile, so empfindet es Neth, „stark gesunken“. Auch er fühle sich als Landrat, als Familienvater, nach zwei Jahren Pandemie „stark belastet. Wir sind alle müde von der Situation. Momentan sehen wir auch nicht mehr die Solidarität der ersten Welle. Was soll denn ein Polizist oder eine Krankenschwester denken, wenn er sieht, wer montags demonstriert und wenn er sieht, was er an Aufgaben hat?“, fragt er an die Zuhörerin Öhringen gerichtet, um dann fortzufahren mit den Worten: „In eienr Demokratie gehört Meinungsfreiheit dazu, aber die Unversöhnlichkeit ist das, was uns gerade umtreibt. Es kommt zu unglaublichen Konflikten im familien Kreis, im Freundeskreis.“

Landrat Neth: „Die Mehrheit hat nicht automatisch recht, die Minderheit aber auch nicht.“

Die Mehrheit habe nicht automatisch recht, die Minderheit aber auch nicht, betont Neth. „Niemand ist im Besitz der einzig richtigen Lösung. Jeder hat in einer Demoktarie das Recht zu demonstrieren und seine Meinung zu äussern. Wir brauchen aber den Austausch miteinander. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten aufeinander zugehen und in viele schwierige Diskussionen einsteigen und überzeugen müssen.“ Aber Hass und Hetze müsse man nicht ertragen. Er verweist auf Ärzt:innen im Hohenlohekreis, die Drohbriefe erhalten hätten, Er dankt allen, die „Teil der Lösung sind, an alle, die sich ausserordentlich engagieren, um anderen zu helfen, insbesondere den Ärzt:innen und Pflegekräften, aber auch der jungen Generation. Das Kindergartenkind, das dreimal wöchentlich einen Nasenabstrich über sich ergehen lässt, schützt den 80-Jährigen. Danke, an alle, die sich an die Regeln halten und friedlich Meinungen austauschen.“

Für Euch an der Kundgebung vor Ort waren Cora-Lee Pusker und Matthias Lauterer

 

Dr. Matthias Neth. Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Arnulf von Eyb. Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kevin Leiser SPD). Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Zuhörer:innen. Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februarr 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Auch vereinzelt Gegendemonstranten gab es an Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Valentin Abel (FDP). Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Der Strich ist weg

NDR Extra 3 lacht sich in einem Video-Satirebeitrag schlapp über das neu gestaltete Logo der Stadt Öhringen, das fast so ausschaut wie das alte.

Seit 25 jahren die Stadt Öhringen dasselbe Logo: links ein roter Schlüssel, rechts der Schriftzug der stadt Öhringen, dazwischen ein Trennstrich. Nachdem ein Arbeitskreis das Logo moderner machen wollte, gibt es nun tatsächlich ein neues Logo, das allerdings fast so ausschaut wie das alte, nur der Trennstrich fehlt und der Schriftzug ist mittiger und luftiger geworden.

„Man muss auch mit der Zeit gehen, um an die Bürger ranzukommen in moderner Form. Da steckt viel Arbeit drin“, erklärt Michael Walter von der Stadt Öhringen das neue Logo.

„Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“

Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“, witzeln die NDR-Zuschauer in dem Satirevideo über den hierfür gegründeten Arbeitskreis mit, so der NDR, „Vertretern aus allem Ämtern der Stadtverwaltung Öhringen. Gesamtkosten unter Einbindung eines Grafikbüros: 9.000 Euro laut Michael Walter. Die NDR-Zuschauer erinnern noch an die Folgekosten, etwa, beim Austausch des Briefpapieres. Denn das Logo ist auf jedem Amtsschreiben zu sehen.




Lunchpapekte zum Neujahrsempfang der Stadt Öhringen

Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler wird am Sonntag, den 09. Januar 2022, um 11 Uhr im Blauen Saal des Rathauses seinen traditionellen Bürgerempfang als Livestream durchführen. Um Appetit auf das Einschalten zu bekommen, bietet die Stadt Öhringen kleine Lunchpakete für Kinder und Erwachsene an, teilt die Stadtverwaltung mit. Diese können vom 26. November bis 24. Dezember über die städtische Homepage digital bestellt werden. Die Lunchpakete enthalten Gebäck sowie Wein für Erwachsene oder Saft für Kinder. Bei der Bestellung sollte man im Feld „Name“ angeben, ob ein Erwachsenen- oder Kinderpaket gewünscht ist. Die vorbestellten Pakete können am Tag vor dem Livestream – also am Samstag, den 08. Januar 2022 – von 10 bis 12.30 Uhr im Schlosshof abgeholt werden.

Aufgrund der weiterhin andauernden Corona-Pandemie wird der jährliche Bürgerempfang erneut über den städtischen You-Tube-Kanal live übertragen und steht danach online als Video zur Verfügung. Der OB wird Erreichtes vorstellen sowie über zukünftige Vorhaben für Öhringen sprechen. Die Jugendmusikschule rahmt die Veranstaltung musikalisch ein. Der Link zum Livestream ist über die städtische Homepage zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen




Weihnachtsmarkt mit Impfaktion

„In den letzten Tagen gab es beim Thema Weihnachtsmarkt viel Bewegung. Fest steht für uns, der Weihnachtsmarkt in Öhringen kommt. Sicherheit geht allerdings vor. Deshalb halten wir uns an die Vorgaben des Landes. Eine Einzäunung oder Zugangskontrollen sind in unserem Hygienekonzept nicht vorgesehen“, sagt der städtische Kultur- und Veranstaltungsleiter David König in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. „Ich hoffe sehr, dass wir für die Menschen, die es sich wünschen, die Sehnsucht nach schöner Weihnachtsstimmung stillen können. Wir denken auch an die Gastronomen und Marktbeschicker, die eine schwere Zeit hinter sich haben. Das Thema Impfen unterstützen wir mit einem Impfwochenende am 4. Advent durch das mobile Impfteam in der KULTURa“, ergänzt OB Thilo Michler.

Maskenpflicht in den Gassen

Der Weihnachtsmarkt findet an allen vier Adventswochenenden freitags bis sonntags statt. Es gilt Maskenpflicht auf dem Marktplatz, im Schlosshof sowie in den Wartebereichen bei den To-go Angeboten. Das Dampfbähnle wird mit 2G-Kontrolle fahren. Die Eisenbahnausstellung im Blauen Saal des Rathauses und der Schlosskeller als Veranstaltungsort entfallen. Kurzfristige Änderungen sind vorbehalten.

Programm und Übersichtsflyer

Es wird einen zentralen Warenverkauf mit Ständen auf dem Marktplatz und Schlosshof sowie vier Erlebniswege geben, die zum Schlendern – mit dem nötigen Abstand – einladen: Glitzerweg, Krippenweg, Märchenweg und der neue Schlemmerweg. Auf dem Letzteren bieten sowohl die örtliche Gastronomie als auch mobile Marktstände süße und herzhafte Leckereien an. Ein Informationsflyer fasst die Angebote auf dem Schlemmerweg sowie die Verläufe der anderen drei Wege übersichtlich zusammen. Er ist rechtzeitig zum Weihnachtsmarktbeginn beispielsweise an der Rathauszentrale erhältlich.

Weihnachtsglanz in allen Gassen

Für staunende Gesichter sorgen an allen vier Adventssamstagen funkelnde Walk-Acts. Wie jedes Jahr wird ein besonderes Augenmerk auf die strahlende Beleuchtung der Innenstadt durch den städtischen Bauhof gelegt. Ein 18 Meter hoher Weihnachtsbaum mit der stimmungsvollen Krippe, fein dekorierte Hütten, prächtige Motivstrahler an den Häuserfassaden und viele Kilometer glitzernder Lichterketten sorgen für weihnachtlichen Glanz. Die Marktstraße säumen 15 Tannenbäume, die von den Öhringer Kindergartenkindern liebevoll geschmückt werden. Historische Krippen laden in den Schaufenstern zur besinnlichen Betrachtung ein. Und die beliebten Märchenkisten mit den beweglichen Spielfiguren lassen die Fantasie aufleben.

Rahmenprogramm

Der Jugendpavillon veranstaltet am Freitag, den 10. Dezember 2021, von 16 bis 21 Uhr seinen Weihnachtsmarkt mit einem bunten Kinderprogramm. Der HGV veranstaltet wie jedes Jahr seine beliebte Glücksscheinaktion. Hauptgewinn ist dieses Jahr wieder ein Auto. Der Öhringer Wochenmarkt wird aufgrund des Weihnachtsmarktes mittwochs und samstags ab dem 24. November bis 18. Dezember in die Poststraße verlegt.

Impfaktion am 4. Adventswochenende

Am 4. Adventswochenende – Samstag, den 18. Dezember, und Sonntag, den 19. Dezember, wird das mobile Impfzentrum der SLK-Kliniken im Foyer der KULTURa jeweils von 11 bis 18 Uhr Impfungen ohne Termin durchführen. Die Zahl der Impfdosen ist auf 100 begrenzt. Booster-Impfungen sind nur möglich, wenn die letzte Zweitimpfung bereits sechs Monate her ist.

Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt hat freitags von 14 bis 21 Uhr, samstags von 12 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

Die Vorbereitungen für den Öhringer Weihnachtsmarkt laufen: Die Beleuchtung ist installiert und der Weihnachtsbaum aufgestellt. Foto: Stadt Öhringen




„Toleranz, Akzeptanz und Solidarität sind Voraussetzung dafür, damit Integration und Teilhabe in Zukunft gelingen können“

„Gemeinschaft leben, gemeinsam kochen, den Tag verbringen und eine gewisse Struktur in den Tagesablauf bringen – das hat vielen unserer Seniorinnen und Senioren bisher gefehlt“, stellt Sven Schäfter, Regionalleiter des Hilfsangebots der Stiftung Lichtenstern klar. Am vergangenen Freitag, bei der feierlichen Eröffnung des neuen Tagesangebots für Senior:innen mit Handicap, stellen Mitarbeitende der Stiftung die Räumlichkeiten in der Öhringer Schillerstraße und das Konzept des Tagesangebotes vor.

Bei der freundlichen Begrüßung durch Sophie Likinich (links) und Elena Grimm fühlt man sich in der großen Küche des Tagesangebotes gleich willkommen. Foto: GSCHWÄTZ

„Das Angebot war ein großer Gewinn“

„Das Tagesangebot ging schon im Januar an den Start“, erklärt Schäfter weiter. „Aufgrund der momentanen Situation haben wir bloß die offizielle Eröffnungsfeier verschoben. Man kann auf jeden Fall schon resümieren, dass das Angebot ein großer Gewinn war. Viele unserer Klienten haben regelrecht auf die Eröffnung gewartet. Davor haben die Seniorinnen und Senioren die meiste Zeit Zuhause ohne feste Tagesstruktur verbracht. Wir sind wirklich froh, dass das Angebot so gut angenommen wird.“

„Wir haben sehr viel Spaß miteinander“

Zum Angebot in der Einrichtung gehören neben der festen Tagesstruktur und dem gemeinsamen Einkaufen, Kochen und Essen ein Musik-, Bastel- und Werkraum, ein Gymnastikraum, eine Bibliothek und ein Ruheraum, in dem eine Rückzugsmöglichkeit besteht. Außerdem besteht die Möglichkeit des freien und begleiteten Spiels und des gemeinsamen Austausches. Mitarbeiterin Edith Schmidgall fasst zusammen: „Wir lachen auch viel, das muss man auch sagen. Wir haben sehr viel Spaß miteinander.“

Küche und Gemeinschaftsraum des Tagesangebotes – hier wird gekocht, gegessen, gespielt und gelacht. Foto: GSCHWÄTZ

„Zu uns kommen Senior:innen aus dem ganzen Hohenlohekreis“

„Das Konzept des Tagesangebotes ist in dieser Art und Weise einmalig im Hohenlohekreis. Das gab es in dieser Art und Weise auch noch nicht so für Senior:innen mit Handicap. Zu uns kommen Senior:innen aus dem ganzen Hohenlohekreis. Wir haben 15 freie Plätze. Neun davon sind im Moment belegt“, erzählt Helmut Pietsch, Leiter des Tagesangebots.

„Ein Treffpunkt an dem auch Zeit für Gespräche besteht“

Menschen mit einer geistigen Behinderung seien in unserer Gesellschaft leider immer noch nicht ausreichend vernetzt, erläutert Pietsch. „Deshalb ist es besonders wichtig, hier in der Stadt einen Treffpunkt zu haben, an dem auch Zeit für Gespräche und persönliche Ansprache und die Gelegenheit besteht, Integration und Teilhabe in einem städtischen Verbund, in einem Gemeindeverbund auszuleben.“ Der 57-Jährige kann aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Pietsch arbeitet schon seit fast 40 Jahren mit Menschen mit geistiger Behinderung zusammen und „würde diesen Schritt immer wieder gehen“. Auch wenn es nicht immer leicht ist. „Man ist in diesem Beruf mit vielen Schicksalen konfrontiert. Von Zeit zu Zeit passiert es auch, dass Klienten sterben. Als junger Mensch hat mich das sehr mitgenommen. Im Laufe der Jahre habe ich aber gelernt, damit umzugehen. Man wächst mit seinen Aufgaben und lernt so, schwierige Situationen besser zu meistern.“

Der Eingangsbereich des Tagesangebotes in der Schillerstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Essenzielle Grundwerte für eine plurale Gesellschaft

Auch wenn sich in den letzten 40 Jahren vieles gewandelt hat, so sind es doch immer noch ganz einfache, essenzielle Grundwerte, so Pietsch, die zum Ideal einer pluralen Gesellschaft beitragen: „Toleranz, Akzeptanz und Solidarität mit allen Menschen – egal welcher Herkunft oder Behinderung. Das ist eine ganz große Voraussetzung dafür, damit Integration und Teilhabe in Zukunft gelingen können.“

Text: Priscilla Dekorsi

Der Ruheraum dient den Klient:innen als Rückzugsort. Foto: GSCHWÄTZ

Die Bibliothek lädt zum Schmökern ein. Foto: GSCHWÄTZ

Im Kreativ-Raum können die Klient:innen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Foto: GSCHWÄTZ

Im Gymnastikraum können sich die Klient:innen auspowern. Foto: GSCHWÄTZ




27 neue Bauplätze in Öhringen für Einfamilienhäuser

Das Wohngebiet Limespark in Öhringen vergrößert sich um das neue Baugebiet Limespark D, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Erschließung der 27 Einfamilienhaus-Bauplätze sowie zehn weiterer Baufelder für Mehrfamilien-, Ketten-/Lean- und Reihenhäuser ist abgeschlossen. Am Montag, den 08. November 2021, erfolgte die Baufreigabe durch Oberbürgermeister Thilo Michler an der neu errichteten Ströllerbachbrücke. Erstmalig ist die Möglichkeit zum Anschluss an das Nahwärmenetz der in diesem Jahr gegründeten Stadtwerke Öhringen. Die Tiefbau-, Rohrleitungs- und Straßenbauarbeiten kosteten 4,7 Millionen Euro. Die neue Brücke 350.000 Euro.

Sozialer und geförderter Wohnraum entsteht

„Mehr Wohnraum ist neben Klimaschutz ein großes politisches Thema. Mit dem Limespark D schaffen wir den dringend benötigten Wohnraum mit einer guten Anbindung an Straße und Schiene. Die zentrale Versorgung mit Nahwärme ist effizient, kostensparend und schont das Klima. Der Abschluss der Erschließung ist eine Punktlandung. Vielen Dank an alle Beteiligten“, freut sich Oberbürgermeister Thilo Michler laut der Mitteilung. Er ergänzt: „Wir hatten das Baugebiet D vorgezogen, um den Familien die Förderung durch das Baukindergeld zu ermöglichen. Dessen Antragsfrist endete am 31. März 2021. Für die Stadt Öhringen ist es weiterhin wichtig, dass der Wohnungsmarkt für alle Menschen zugänglich ist. Deshalb entsteht auch hier sozialer und geförderter Wohnraum. Für das Grundstück können sich Interessenten noch bis 7. Januar 2022 durch Abgabe der erforderlichen Konzeptunterlagen bewerben.“

Vergabe nicht zum Höchstpreis sondern nach Konzeptqualität

Der Limespark D umfasst gut acht Hektar. Davon sind vier Hektar sind Nettobauland, 1,6 Hektar Grünflächen. Das Gebiet ist für rund 550 Einwohner ausgelegt. Der Gemeinderat hatte in der Sitzung vom 25. September 2018 den Aufstellungsbeschluss und am 06. März 2020 den Bebauungsplan zur Rechtskraft gebracht. Im Frühjahr 2020 wurden die Bauplätze für Einfamilienhäuser öffentlich ausgeschrieben und im Sommer 2020 an die Bewerber vergeben. Die Interessentenliste für Einfamilienhäuser mit Kaufkosten von 300 Euro für den Quadratmeter umfasste rund 250 Einträge. 38 Interessenten gab es für die Baufelder, deren Vergabe im Mai 2021 erstmalig als Konzeptvergabe stattfand. Hierbei werden kommunale Grundstücke nicht zum Höchstpreis, sondern im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens nach der Konzeptqualität des von dem Bewerber eingereichten Vorschlages vergeben. Auf einen offiziellen Spatenstich zum Erschließungsstart im April 2020 war aufgrund der Pandemie verzichtet worden. Die Baufreigabe erfolgte nun ebenfalls im kleinen Kreis mit der Firma Leonhard Weiss aus Bad Mergentheim und dem Planungsbüro ifk Ingenieure aus Mosbach.

Fünf Kilometer Glasfaser für schnelles Internet

Begonnen hatten die Arbeiten mit dem Abtragen des Mutterbodens, der auf Felder mit schlechterer Bodenqualität in der näheren Umgebung der Baustelle aufgebracht worden war. Anschließend wurden viele Kilometer an Kabeln und Leitungen verlegt – alleine knapp drei Kilometer für die Kanalisation und 1,7 Kilometer für die Wasserleitungen. Dazu kamen vier Kilometer für die Straßenbeleuchtung und fünfeinhalb Kilometer zusätzliche Stromleitungen. Für schnelles Internet liegen fünf Kilometer Glasfaser im Boden. 5,7 Kilometer Granitrandsteine schließen die Straßen und Gehwege ein. Neu war für alle Beteiligten der Einbau der Nahwärme. „Aber es hat alles bestens geklappt und wir sind mit der Bauzeit von 19 Monaten sehr zufrieden“, sagt Klaus Schalinski vom Stadtbauamt der Stadt Öhringen.

2024 wird das neue Baugebiet durch eine neue Grundschule ergänzt. Nordseitig baut die AWO einen neuen Kindergarten. Die Leitungen und Anschlüsse dafür sind bei den Erschließungsarbeiten ebenfalls schon verlegt worden.

Wenn Gott auf Göttin trifft

Wie im angrenzenden Limespark B wurden im neuen Baugebiet die Straßen nach römischen Göttinnen und Göttern benannt. So tragen die Stichstraßen nördlich des Ströllerbachs die Namen Aurorastraße (Göttin der Morgenröte), Lunastraße (Göttin des Mondes) und Janusstraße (Gott der Türen und Tore und aller Anfänge). Die ringförmige Wohnstraße heißt Eponastraße nach der römischen Göttin der Pferde und einzigen keltischen Göttin, die es in den römischen Götterhimmel geschafft hat. Der nördliche Kreisverkehr heißt Ströllerbach-Ring, der südliche, kleinere Kreisverkehr, Gladiatorenring. Die Mark-Aurel-Allee verbindet die beiden Kreisverkehre. Die neue Ströllerbachbrücke führt die Ströllerbachallee als Haupterschließungsstraße von der Friedrichsruher Straße über die Senke am Ströllerbach in das neue Baugebiet Limespark D und verbindet die wichtigen Anknüpfungsstellen Friedrichsruher Ring und Römerallee.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

 




„Laut unserer Information sind nicht nur zwei Lokationen betroffen, sondern weit aus mehr“

Der Hohenlohekreis ist wieder führend, was die Inzidenz betrifft. Das liegt laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises unter anderem an einer Bar in Öhringen. Auch der Name der Bar grassierte in der Presse. Daraufhin erntete der Barbetreiber einen Shitstorm.
Nun meldet er sich in den sozialen Medien zu Wort. Unter anderem wurde sein Beitrag in der Facebook-Gruppe „Du weisst, dass Du aus Öhringen kommst, wenn…“ veröffentlicht.
Anbei veröffentlichen wir seine Stellungnahme:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Öhringen und Hohenlohekreis,
aufgrund der aktuellen Beschuldigungen des Corona Ausbruchs in unserer Shishabar Metropol Öhringen möchten wir gerne eine Stellung dazu nehmen:

Mehrfach mussten wir in Zeitungsartikeln unseren Namen lesen, die in Bezug auf ein größeres Infektionsgeschehen im Hohenlohekreis verantwortlich sein soll. Laut unserer Information sind nicht nur zwei Lokationen betroffen, sondern weit aus mehr.
Nach der aktuellen Regelung war zu dieser Zeit keine Testpflicht für Gastronomiebesucher erforderlich! Die Kontaktdaten werden stets konsequent von unseren Mitarbeitern aufgenommen. Die Verantwortlichkeit über die Richtigkeit der Angaben zur Kontaktnachverfolgung liegt nicht bei uns, sondern bei den Gästen! Wir kommen unseren Pflichten kontinuierlich nach und haben alle notwendigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus umgesetzt! Das mit unter, in unserer Lokation das Infektionsgeschehen stattgefunden haben soll, bedauern wir sehr.

„Das bedauern wir sehr“
Es ist in unserem Interesse, die Infektionszahlen so gering wie möglich zu halten, um unsere Existenzgrundlage weiter betreiben zu können!
Information an alle Laien, die sich mit den täglich ändernden Vorschriften vom Staat / Land BW nicht auskennen:
Bitte unterlasst sinnlose Kommentare und Beschimpfungen und tragt lieber zu einer Solidarität bei!
Man kann die Verantwortlichkeit nicht auf die Lokalbetreiber herunterbrechen, die seit Anbeginn der Pandemie stark darunter leiden.
Wir wünschen allen positiv getesteten Personen – schnelle Genesung! Bleibt stark!
TEAM METROPOL“



Geplante Verschiebung der Straßen um 6 von 8 Meter zum neuen Krankenhaus in Öhringen

Bei der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses im Hohenlohekreis am 28. Juni 2021 um 14 Uhr in der Stadthalle in Niedernhall soll der Verkehrsausschuss eine Linksabbiegespur zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Krankenhauses in Öhringen genehmigen.

Dabei soll der Verkehrsausschuss laut der Vorlage des Verkehrsausschusses eine überplanmäßige Auszahlung von 80.000 Euro genehmigen.

Hintergrund: Im Zusammenhang mit dem Neubau des Krankenhauses in Öhringen sollen die Kastellstraße und der Einmündungsbereich in die Kreisstraße 2332 (Hindenburgstraße) umgestaltet werden. „Die Straßenbauverwaltung und die Stadt Öhringen kommen überein, dass in der Kreisstraße 2332 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine Linksabbiegespur sinnvoll ist“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Baumaßnahme umfasst neben der Anlage einer Linksabbiegespur in der K 2332 auch die Verlegung der Kastellstraße um zirka 6 bis 8 m in westliche Richtung sowie die erforderliche verkehrsbedingte Ausstattung. Sie beinhaltet zudem alle notwendigen Veränderungen an den Geh- und Radwegen entlang der K 2332, welche im Zuge der Verbreiterung der Kreisstraße erforderlich werden, den barrierefreien Umbau von zwei Bushaltepunkten sowie den Bau einer Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer. Der Anteil des Hohenlohekreises bezieht sich auf den Bau der Linksabbiegespur, welcher in der Anlage 3 der Vereinbarung dargestellt ist.Es ist vorgesehen, die Arbeiten als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Landkreis und der Stadt Öhringen im 2. Halbjahr 2021 durchzuführen, wobei die Stadt Öhringen die Projektleitung übernimmt.

Auswirkungen / Kosten / Alternativen

Die Gesamtkosten der Maßnahme inklusive Sanierung der Kastellstraße betragen 2,893 Mio. Euro. Der Anteil des Hohenlohekreises an den vorläufig geschätzten Baukosten für die Linksabbiegespur beträgt zirka 380.000 Euro. Die Abrechnung erfolgt anhand der tatsächlichen Baukosten. Für diese Maßnahme wurden 300.000 Euro in den Haushalt investiv eingestellt. Somit sind noch weitere Mittel in Höhe von 80.000 Euro erforderlich und als überplanmäßige Auszahlungen zu genehmigen. Gemäß § 3 Abs.3 der Hauptsatzung des Hohenlohekreises ist der Kreistag für die Genehmigung von überplanmäßigen Auszahlungen über 50.000 € zuständig.
Die Deckung erfolgt, so die Vorlage des Verkehrsausschusses, „über nicht benötigte Mittel aus der Straßenbaumaßnahme K 2342“.

 




Kind von Auto erfasst

Am Donnerstag, den 03. Juni 2021, wurde in Öhringen ein Kind von einem Auto angefahren und verletzt. Gegen 13.30 Uhr fuhr ein 59-Jähriger mit seinem Auto auf der Rendelstraße. Er fuhr an einem parkenden Auto vorbei, hinter dem die Neunjährige die Fahrbahn überquerte.

Der Autofahrer konnte nicht rechtzeitig abbremsen und erfasste das Mädchen. Die Neunjährige wurde leichtverletzt mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Öhringen soll auch nach der Pandemie lebendig bleiben“

Alle kennen ihn: den Öhringer Geschenkgutschein – erfolgreiche Umsätze seit seiner Einführung in 2006 sprechen für die Beliebtheit des bekannten Papiergutscheins. Dieses Erfolgsprodukt will der Handels- und Gewerbeverein nun gemeinsam mit der Stadt Öhringen fit machen für die Zukunft, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Der etablierte Gutschein – der nun Gutscheinliebe.Öhringen heißt – bekommt ein neues Gesicht und wird zum Verkaufsstart mit einer Rabattaktion der Stadt gefördert.

Einstimmiger Beschluss

In der Sitzung am 23. März 2021 hat der Öhringer Gemeinderat einstimmig eine Gutschein-Rabattaktion zur Stärkung des lokalen Einzelhandels beschlossen. Die Idee dazu hatte Leona Ledwig, Marketingleitung der Stadt Öhringen: „Die kritische Situation unserer Händler, Dienstleister und Gastronomen durch die Corona-Pandemie macht uns große Sorgen. Viele kämpfen um ihre Existenz. Das fehlende Weihnachtsgeschäft hat viele zusätzlich geschwächt. Öhringen soll auch nach der Pandemie lebendig bleiben. Deshalb soll der beliebte Öhringer Gutschein rabattiert angeboten werden, um Umsätze direkt in die Kassen zu bringen. Gleichzeitig wollen wir mit der Aktion einen langfristigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Einkaufs- und Erlebnisstandorts leisten und daher den ‚alten Gutschein‘ durch ein neues System fit machen für die Zukunft“, so Ledwig.

„Eine enorme Erleichterung“

Das neue System setzt auf wiederaufladbare Gutscheinkarten statt Einweg-Papier und bietet zusätzlich die Möglichkeit, print@home-Gutscheine für Last-Minute-Geschenke im Onlineshop zu beziehen. Künftig wird das System auch für steuerfreie Sachbezüge für Arbeitgeber – die sogenannten 44-EUR-Gutscheine – nutzbar sein. Anders als beim bisherigen System können beliebige Werte aufgeladen und eingelöst werden, bereits ausgegebene Karten können bequem online wieder aufgeladen und weiterverschenkt werden. „Eine enorme Erleichterung für mich als Händler bietet das automatische Abrechnungssystem. Ich muss keine Papiergutscheine mehr beim HGV einreichen, sondern warte einfach auf meine vollautomatische Abrechnung. Auch das Aufladen und Einlösen per QR-Code oder im Browser funktioniert total einfach“, freut sich HGV-Mitglied Martin Gseller auf die Einführung des neuen Systems.

 45 statt 50 – die Rabattaktion

Zum Verkaufsstart werden die neuen Gutscheine zu einem Aktionspreis angeboten: Wer einen Gutschein für 50 Euro kauft, erhält fünf Euro Förderung von der Stadt – bezahlt werden müssen also nur 45 Euro. „Diese Aktion spült zehnfachen Umsatz direkt in die Kassen. Maximal kann zum Beispiel mit 10.000 Gutscheinen á 50 Euro ein Gesamtumsatz von 500.000 Euro generiert werden“, sagt Detlef Burgemeister, Vorstandsmitglied des HGV. Um zu gewährleisten, dass die Umsätze zügig in die Kassen der Geschäfte wandern, werden die geschenkten fünf euro mit einer Gültigkeit bis 31. Juli 2021 versehen. Der Verkaufsstart der Aktionsgutscheine ist für Mai geplant – im Falle eines anhaltenden oder erneuten Lockdowns wird flexibel reagiert. „Die Aktion vereint viele Vorteile. Sie unterstützt von der Corona-Krise betroffene Branchen, schafft ein Bewusstsein dafür, dass Umsätze vor Ort Existenzen retten, zeigt Solidarität und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Standort-Digitalisierung. Außerdem ist sie ein weiteres Beispiel dafür, was durch die geplanten neuen Stadtmarketingstrukturen in Zusammenarbeit des HGV und der Stadt möglich ist“, freut sich Leona Ledwig.

Anmeldungen für Teilnehmer ab sofort möglich

Rund 60 Stellen akzeptieren aktuell den alten Öhringer Gutschein, diese können sich nun für das neue System anmelden. Es können sich aber auch neue Annahmestellen registrieren, die sich nicht rein auf den Einzelhandel beschränken. Für alle interessierten Teilnehmer wird es Anleitungen und kostenlose Webinare geben. Anmeldungen sind ab sofort bei Leona Ledwig unter leona.ledwig@oehringen.de möglich.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen