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Positive Corona-Tests bei zwei Kindern nach Zeltlager in Krautheim-Oberginsbach

Im Hohenlohekreis sind zwei Kinder positiv auf das Corona-Virus getestet worden, die sich zuvor in einem Zeltlager in Krautheim-Oberginsbach aufgehalten hatten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat daher alle Teilnehmer des Zeltlagers sowie die Betreuer – insgesamt 41 Personen, darunter 30 Kinder – als direkte Kontaktpersonen eingestuft und eine zweiwöchige Quarantäne verhängt. Alle Kontaktpersonen wurden innerhalb weniger Stunden telefonisch erreicht, dazu wurden die Gesundheitsämter der umliegenden Landkreise miteinbezogen, da nicht alle Kontaktpersonen im Hohenlohekreis wohnen oder sich derzeit dort aufhalten.

Allen Betroffenen wurde ein Test empfohlen.

Kostenlose Tests für Lehrer und Erzieher

Seit 17. August haben Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, Kindertagesstätten und der Kindertagespflege die Möglichkeit, sich auch symptomfrei auf das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen zu lassen.

Terminvereinbarung

„Mit einer Terminvereinbarung sollten die Personen aber nicht bis zur letzten Sommerferienwoche warten, da man sonst mit Wartezeiten für einen Abstrichtermin rechnen muss und das Testergebnis womöglich nicht bis Schulbeginn vorliegt“ appelliert Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Soziales, sich rechtzeitig mit dem Hausarzt oder einer der 17 Corona-Schwerpunktpraxen für einen Abstrich in Verbindung zu setzen. „Auch die Laborkapazitäten kommen so an ihre Grenzen.“ Noch bis 30. September kann man sich maximal zweimal testen lassen, ein dafür notwendiges Formular hat jeder Beschäftigte einer Schule oder Kindertageseinrichtung erhalten bzw. erhält dieses über den Träger. „Die Tests sind freiwillig. Wir als Schulträger unserer Kreisschulen haben bereits unser Personal auf die Möglichkeit der Testung aufmerksam gemacht. Klar ist aber – die Ergebnisse stellen nur eine Momentaufnahme dar – Abstands- und Hygienemaßnahmen sind auch nach den Sommerferien unerlässlich“.

Hausärzte, Kinderärzte und Schwerpunktpraxen übernehmen die Testungen

Die Abstriche im Hohenlohekreis übernehmen die Hausärzte, ein Kinder- oder Jugendarzt bzw. die Schwerpunktpraxen. „Wir sind seit Pandemiebeginn in sehr gutem Austausch mit den niedergelassenen Ärzten. So haben wir auch gemeinsam die Ausrichtung für die derzeit anstehenden Tests, wie auch eine mögliche zweite Welle besprochen,“ ist Annemarie Flicker-Klein, stellvertretende Amtsleiterin des Gesundheitsamtes Hohenlohekreis, dankbar über die gute Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft. Die gemeinsame Abstrichstelle in Belzhag kann jederzeit kurzfristig in Betrieb genommen werden, wenn es die Lageentwicklung erfordert.

Neth: „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung der niedergelassenen Ärzte“

„Hohenlohe steht zusammen und ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Unterstützung und Ihre tägliche Arbeit in den Praxen, für Ihren Dienst an unseren Bürgerinnen und Bürger,“ richtet auch Landrat Dr. Matthias Neth seine Dankbarkeit an die niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis.

„Bitte kommen Sie nicht einfach in eine Praxis, wenn Sie einen Termin für einen Abstrich möchten, sondern vereinbaren Sie diesen unbedingt telefonisch. Dies gilt insbesondere, wenn Sie typische COVID-19-Symptome entwickelt haben, wie Fieber, Husten oder Geruchs- und Geschmacksverlust,“ erinnert Susanne Bublitz, Sprecherin der Kreisärzteschaft Öhringen an die Verhaltensregeln und die telefonische Terminvereinbarung.

Eine Übersicht der ambulanten Corona Versorgungs- und Testeinrichtungen in ganz Baden-Württemberg ist unterhttp://coronakarte.kvbawue.de/ zu finden.

 

Hintergrund: Corona-Schwerpunktpraxis

Eine Corona-Schwerpunktpraxis ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. Besteht ein Coronaverdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Kann beispielsweise eine Hausarztpraxis die Betreuung des Patienten bei Atemwegsinfektionen nicht gewährleisten, weil der Arzt selbst zur Risikogruppe gehört, übernimmt die Schwerpunktpraxis die weitere Untersuchung und Behandlung von Verdachtsfällen auf Corona.

 

 




Zeltlager in Oberginsbach

Die BdJK Ferienwelt / Diözese Rottenburg-Stuttgart bietet in diesem Jahr wieder ein Zeltlager in Oberginsbach an. Drei Zeltlager stehen zur Auswahl: Sommerzeltlager Oberginsbach 1 (27. Juli bis 05. August 2018); für 13- bis 15-Jährige), Sommerzeltlager Oberginsbach 2 (08. bis 17. August 2018; für Neun- bis 13-Jährige) und ein Tageszeltlager (20. bis 24. August 2018 sowie am 27. bis 31. August 2018 für Sechs- bis Zwölfjährige).

Aktivitäten uznter anderem: Kanu fahren auf dem angrenzenden See, schwimmen, Luftmatratzenkino, Fotosessions, Lagerfeuer, Bauprojekte

Anmeldungen unter: http://www.zeltlager-oberginsbach.de




Oberginsbach gewinnt Goldmedaille

Oberginsbach – Am heutigen Freitag, den 15. Juni 2018, besuchte eine 13 Personen starke Landeskommission des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ um 8 Uhr das Dörfchen Oberginsbach. Um 14 Uhr hat die Kommission entschieden und Oberginsbach erhält die Goldmedaille.

In dem Wettbewerb geht es darum, dass die Dorfbewohner zeigen, welche Themen sie vor Ort bewegen und was die Entwicklung und das Zusammenleben in ihrem Dorf auszeichnet.

Führend in Baden-Württemberg

Oberginsbach, des 300 Einwohner kleine Dorf, hat es vom Bezirksentscheid 2017, mit 28 konkurrierenden Gemeinden, bis zum Landesentscheid in diesem Jahr geschafft und ist somit unter die besten neun Ortschaften in Baden-Württemberg gewählt worden. Vier davon haben nun eine Goldmedaille erhalten.

Von 28 teilnehmenden Ortschaften unter die besten neun geschafft

Die acht Konkurrenten von Oberginsbach waren Gaggenau-Sulzbach, Forbach-Langenbrand, Renchen-Ulm, Fröhnd, Radolfzell-Möggingen, Hechingen-Bechtoldsweiler, Ehingen-Dächingen und Dürnau.

Kurzinterview mit Martin Schmitt darüber, welche Handstände Oberginsbach machen musste, um an dem Wettbewerb teilzunehmen:

„Früher gab es den Dorf-Depp, heute eine Dorf-App“

Die Kommission wurde von den Oberginsbachern um 8 Uhr am Roten Platz direkt an der Kirche empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung gab es einen Rundgang durch Oberginsbach. Martin Schmidt, Ortsvorsteher, betonte, dass alle Renovierungen und Restaurationen im Dorf größtenteils von den Vereinen finanziert werde. Der Oberginsbacher Marco Wolpert: „Wir haben nicht nur eine Facebook-Seite, sondern auch eine Dorf-App. Früher gab es den Dorf-Depp, heute ist es die Dorf-App. Wir möchten diese Dorf-App so umbauen, dass man sich auf dem Mitfahrbänkle ankündigen kann und das Mitfahren besser geplant werden kann.“ Dr. Konrad Rühl, Leiter der Kommission, erklärt: „Mit in die Bewertungen fließt die Wirtschaft, Soziales und Kulturelles, die Baugestaltung sowie die Grüngestaltung.“

Der Rundgang durch Oberginsbach startet mit der Besichtigung des Bürgerhauses, des Kulturkellers und der Kirche. „Es wird eine schwere Entscheidung“, betont Ingrid Bisinger, Kommissionsmitglied.

Die Feuerwehr stellt sich vor

Die Feuerwehr Oberginsbach stellt sich vor:

Da die Oberginsbacher der Kommission viel zeigen wollen, aber zeitlich begrenzt sind, wartet ein Traktor mit Anhänger auf alle. Das Neubaugebiet, die Aussiedlerhöfe, die Flüchtlingsunterkunft und der Spielplatz sowie der See werden abgefahren und vorgestellt. Die Frauengruppe aus Oberginsbach wartet schon mit Getränken, selbst gemachten Pralinen und Broten auf die Kommission.

Die Kommission bekam eine Rundfahrt durch Oberginsbach.
Foto: GSCHWÄTZ

Nur zweieinhalb Stunden Zeit, um die Kommission zu überzeugen

„Die Kommission ist nur zweieinhalb Stunden da und wir sind deshalb unter Zeitdruck, weil wir ihnen so viel wie möglich von Oberginsbach zeigen möchten“, erklärt Marco Wolpert, während die Beteiligten auf die noch fehlenden Mitglieder der Kommission warten,  die sich länger als geplant bei der Frauengruppe aufhalten. Dr. Konrad Rühl schmunzelt und sagt: „Die Kommission hört nicht. Aber die Frauengruppe hat sich so viel Mühe gegeben, da will ich ihnen die Zeit geben, um das Gespräch zu nutzen.“

Ortsvorsteher Martin Schmitt richtet ein paar Worte an den Leiter der Kommission:

Wieder beim Roten Platz angekommen endet der Rundgang. In der Zwischenzeit haben die Oberginsbacher den Roten Platz zu einem kleinen Festplatz umfunktioniert und die Sangesfreunde Oberginsbach empfangen die Kommission mit dem Oberginsbachlied. „Man weiß nie genau, was bewertet wird und natürlich ist man nervös und hofft. Aber es hat alles super geklappt“, so Oberginsbacher Norman Wolpert erleichtert.

Die Oberginsbacher nutzen dieses Event, um ihren neu gestalteten Roten Platz vor der Kirche einzuweihen. Landrat Dr. Matthias Neth ist auch anwesend und erklärt: „Das es Oberginsbach in diesem Wettbewerb soweit geschafft hat, überrascht mich nicht. Die Oberginsbacher haben einen außergewöhnlichen Zusammenhalt von Jung und Alt und auch das sieht die Kommission.“

Landrat Dr. Matthias Neth und AfD-Abgeordneter Anton Baron in Oberginsbach.
Foto: GSCHWÄTZ

Video der Weihung des Roten Platzes in Oberginsbach: