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Auto kollidiert mit Traktor

Am heutigen Donnerstag, den 14. Oktober 2021, kam es gegen 07.15 Uhr zu einem Unfall auf der L1045 zwischen Niedernhall und Criesbach. Laut Daniel Fessler von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn war ein Pkw aus noch bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen. Im Anschluss stieß der Wagen zuerst gegen einen entgegenkommenden Traktor und ein weiteres Auto.

Bei dem Unfall verletzten sich zwei Personen leicht. Die Fahrbahn musste zwischenzeitlich voll gesperrt werden, ist aber laut Polizei Künzelsau inzwischen für den Verkehr wieder freigegeben.




Nicht irritieren lassen von kleinem Feuer in Niedernhall

 

 

Quelle: facebook/Jugendfeuerwehr Niedernhall




Brand einer Photovoltaikanlage in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide

Freitagabend, den 03. September 2021: Großbrand in der Abt-Knittel-Straße auf der Niedernhaller Giebelheide. Die Feuerwehren von Niederhall, Weißbach und Künzelsau sind laut Leserberichten wohl vor Ort im Einsatz, ebenso wie der Rettungsdienst, die Polizei und weitere Helfer sind vor Ort.

Eine Photovoltaikanlage hat laut Zeugen vor Ort gebrannt.

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat

Brand in der Abt-Knittel-Straße auf der Giebelheide. Foto: privat




In der Sackgasse

Der Streit zwischen einer Niedernhaller Familie und der Stadtverwaltung zieht sich bereits seit 2018 (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2021/02/23/wir-wurden-enteignet-und-entmuendigt/). Wie berichtet, hatte der 78-jährige Mann (sein Name ist der Redaktion bekannt, er möchte aber nicht genannt werden) Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Achim Beck eingereicht. Diese wurde nun vom Landratsamt Hohenlohekreis abgewiesen, weil es „im Vorgehen der Stadt beziehungsweise des Bürgermeisters keine Veranlassung zur Ergreifung aufsichtsrechtlicher Maßnahmen“ sieht. Das Schreiben des Landratsamtes an den Grundstückseigentümer liegt in der Redaktion vor.

Wem gehört der Damm?

An dem Damm und wem er gehört, scheiden sich nach wie vor die Geister: Das Landratsamt schreibt, dass bei dem Tauschgeschäft, mit dem die Familie 1985 in den Besitz des fraglichen Grundstücks gekommen ist, der Damm bereits seit 25 Jahren Bestandteil des Grundstücks gewesen sei. Und die damalige Grundstücksbesitzerin – Mutter und Schwiegermutter der heutigen Besitzer – das Grundstück mitsamt Damm übernommen habe. „Warum damals keine notarielle Eintragung für den Damm erfolgt ist, kann leider nicht mehr nachvollzogen werden“, bedauert das Landratsamt. Allerdings: Die Familie hatte bei diesem Tauschgeschäft ein unbelastetes Grundstück abgegeben und wusste nichts davon, dass ihr der Damm gehören sollte.

Laut RP nicht im Privatbesitz

Das Regierungspräsidium dagegen hatte den heutigen Besitzern bereits in einem früheren Schreiben mitgeteilt, dass der Damm dem Land gehöre und folglich nicht in Privatbesitz sei. Zwischenzeitlich hat die Familie einen Auszug aus dem Grundbuch vom Grundbuchamt Heilbronn bekommen. „Dort steht auch nicht, dass der Damm der Stadt Niedernhall gehört“, sagt der Mann. Mittlerweile sei aber auch nicht mehr nachweisbar, was bei dem ursprünglichen Tauschgeschäft wirklich geschehen ist. Sitzungsprotokolle und weitere Unterlagen seitens der Stadt sind nicht mehr vorhanden.

„Wir haben nichts gemacht“

Der Damm, um den der Streit sich nun dreht, wurde 1998 erhöht. Doch die Schwiegermutter sei damals schon nicht mehr geschäftsfähig gewesen, die Tochter habe sich um alles gekümmert. „Doch wir haben nichts gemacht“, sagen die heutigen Besitzer. Alles, was die Tochter damals für die Mutter veranlasst habe, sei schriftlich erfasst worden. Und in diesen Unterlagen sei nun nichts zu finden, was darauf schließen lasse, dass sie von der Erhöhung und den unklaren Besitzverhältnissen gewusst hätten.

Warum kein Tausch?

„Warum gibt uns die Stadtverwaltung nicht einfach das vordere Ende des Grundstücks im Tausch?“, fragen sich die Besitzer, die sowieso von Anfang an ein Tauschgeschäft wollten. Dort, direkt an einem Feldweg, gehören der Stadt Niedernhall noch Flächen auf einer Breite von rund 15 Metern. „Das hat die Stadt damals behalten, denn es gab Pläne der Firma Würth, in Richtung Criesbach ein Hotel zu bauen.“ Dann hätte der Zufahrtsweg über die freien Flächen geführt. Das Hotel ist mittlerweile Makulatur, die Flächen immer noch frei. Doch hat der Rathauschef in Gesprächen mit der Familie auch gleich gesagt, dass die Stadtverwaltung nichts verkauft oder tauscht. „Aber mit so einer Einstellung braucht man doch gar nicht zu verhandeln“, regt sich der Grundstücksbesitzer auf. „Zudem hat es früher immer geheißen hatte, dass die Stadt nur tauschen würde.“ Außerdem der Preis: „Zu D-Mark-Zeiten hat man noch rund 17 Mark je Quadratmeter bezahlt, heute liegt der Preis bei 2,50 Euro.“

„Das steht doch in keinem Verhältnis“

Vorerst rechnet die Familie nicht damit, dass es in der Sache weitergeht. Das Landratsamt weist in seinem Schreiben ausdrücklich darauf hin, dass die Besitzer „etwaige Verletzungen ihrer Eigentumsrechte auf zivilrechtlichem Weg klären“ lassen können. Doch dazu müssten sie einen spezialisierten Rechtsanwalt aus Stuttgart engagieren. „Und der kostet mich schon 400 Euro“, beklagt der Mann. „Das steht doch in keinem Verhältnis.“ Dann könnten sie das Grundstück auch gleich verschenken. Zu Wut und Enttäuschung kommt so noch das Gefühl der Hilflosigkeit. „Das macht der Bürgermeister nur mit älteren Leuten“, ist das Ehepaar überzeugt. Sie erinnern sich noch gut an ihre Goldene Hochzeit, als Achim Beck zum Gratulieren gekommen sei: „Da war er so nett und menschlich.“ Mittlerweile aber sind die Fronten verhärtet.

Text: Sonja Bossert

 




Brennende Hecke

Eine brennende Hecke ließ am Montagspätnachmittag, den 14. Juni 2021, die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen nach Niedernhall auf die Giebelheide 2 ausrücken.

Der Brand konnte allerdings schnelle gelöscht werden. Die Polizei war ebenfalls vor Ort.

Feuerwehreinsatz in Niedernhall wegen einer brennenden Hecke am 14, Juni 2021. Foto: privat

Feuerwehreinsatz in Niedernhall wegen einer brennenden Hecke am 14, Juni 2021. Foto: privat

Feuerwehreinsatz in Niedernhall wegen einer brennenden Hecke am 14, Juni 2021. Foto: privat




Neues Testzentrum in der Stadthalle Niedernhall

Seit Freitag, den 23. April 2021, gibt es auch in Niedernhall die Möglichkeit, sich auf eine Corona-Infektion testen zu lassen. In der Stadthalle betreibt die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem TSV Niedernhall ein kommunales Testzentrum, das montags bis freitags von 18 bis 19 Uhr geöffnet ist. Dafür haben sich rund 60 TSV-Mitglieder als ehrenamtliche Helfer gemeldet, die die örtliche Allgemeinarztpraxis Dr. Jens Ehrmann zur Durchführung der Tests geschult hat. Eine nicht geschulte Person darf keine Tests an Dritten vornehmen.

Öffnungszeiten erweiterbar

Die Öffnungszeiten des Testzentrums sind erweiterbar. Falls notwendig, können auch an Wochenenden Tests abgenommen werden, wenn beispielsweise das Vereinsleben, kulturelle Leben oder auch die Außengastronomie wieder öffnet. Ab Ende dieser Woche soll es ein Online-Reservierungssystem geben. Bis dahin gibt es keine Terminreservierung und es kann zu Wartezeiten von bis zu 15 Minuten kommen, bis das Nachweisattest ausgestellt werden kann.

Einmal wöchentlich kostenlos

Die Tests sind einmal wöchentlich kostenlos und erfolgen per Rachentest. Sie werden in einem gesonderten Bereich vorgenommen, der mit Plexiglasscheiben und Sichtschutz vom Wartebereich abgesondert ist. Während des Betriebs des Testzentrums ist die Lüftungsanlage dauerhaft in Betrieb, sodass ein ausreichender Luftaustausch erfolgt. Bei negativem Testergebnis wird ein Nachweis ausgestellt, der für 24 Stunden gültig ist.

Zutritt nur mit FFP2-Maske

Beim Besuch des Testzentrums gelten die üblichen Hygieneregeln. Besucher müssen während der gesamten Wartezeit eine FFP2-Maske tragen. Diese darf nur auf Anweisung des Personals zur Durchführung der Testung abgenommen werden. Im Eingangsbereich gibt es für alle Besucher eine Hand-Desinfektionsstation, an der jeder die Hände desinfizieren muss. Außerdem soll das Personal regelmäßig die Flächen am Arbeitsplatz desinfizieren. Um außerdem Menschenansammlungen zu vermeiden, ist insbesondere in den Wartebereichen ein Abstand von 1,5 Meter einzuhalten.

Einschränkung

Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person haben oder hatten, die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus – Fieber, trockener Husten, Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns –  haben oder die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, dürfen das Testzentrum nicht betreten.

Quelle: Homepage der Stadt Niedernhall

 




„Der Zeitpunkt der Öffnung ist noch nicht abschätzbar“

Im Mai startet wieder die Freibad-Saison – vielerorts laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Nachdem das Freibad in Niedernhall im vergangenen Jahr seine Tore nicht geöffnet hatte, fragte GSCHWÄTZ bei Bürgermeister Achim Beck nach, ob in dieser Saison mit Badefreuden zu rechnen sei. Gründe für die letztjährige Betriebsruhe: die umfangreichen Corona-Auflagen für Freibäder (https://www.gschwaetz.de/2020/08/14/das-wasser-verfaerbt-sich-auf-natuerliche-art-und-weise/).

Zeitpunkt nicht abschätzbar

Jetzt versichert der Rathauschef: „Sofern die Corona-Pandemie und die geltende Corona-Verordnung es zulässt, wird das Freibad in Niedernhall eröffnet.“ Allerdings sei der Zeitpunkt der Öffnung wegen des momentanen Lockdowns noch nicht abschätzbar. Das Freibad sei trotz der letztjährigen Schließung „im gewöhnlichen Zustand, wie nach jedem Winter“. Er geht deshalb auch nicht von zusätzlichen Kosten aus, die bei einer Öffnung anfallen könnten.

Bedingungen und Tests

Achim Beck rechnet damit, dass „die Bedingungen für die Freibad-Öffnung sicherlich denen des Vorjahres – beispielsweise Abstand, Badegästebegrenzung, Vorgabe Zeiteinheiten, Online-Ticketing – entsprechen“ werden. Er persönlich vermute auch, dass darüber hinaus eine Nachweispflicht verlangt wird, also ob der Badegast bereits eine Corona-Infektion hatte oder geimpft ist. Oder er muss einen negativen Test vorlegen.

 




„Meine Kinder werden nicht von irgendwem getestet“

Ab Freitag, den 09. April 2021, sollen in den Kindertagesstätten von Niedernhall die Kinder zweimal wöchentlich – voraussichtlich montags und donnerstags – mittels eines Schnelltests auf Corona getestet werden. Dies geht aus einem Schreiben von Bürgermeister Achim Beck an die betroffenen Eltern hervor, das unserer Redaktion vorliegt und das auf den 07. April 2021 datiert ist. Der Rathauschef hält die Tests für eine gute Sache. Auf GSCHWÄTZ-Anfrage schreibt er: „Ich persönlich halte das Testen für eine gute Kombination zu allen anderen Maßnahmen. Mein persönlicher Wunsch ist, dass wir schnellstmöglich die pandemische Lage in den Griff bekommen, um zügig zu unserem gewohnten Leben zurückzukommen. Wenn das Testen dazu führt, Infektionsgeschehen rechtzeitig zu erkennen und damit einzelne Einrichtungen vor einer Schließung zu bewahren, dann ist das im Sinne aller Beteiligten, ganz besonders für die Eltern.“
Vorerst Tests bis Pfingsten geplant
Grundsätzlich sollen die Tests freiwillig sein. Die Eltern müssen dazu eine Einverständniserklärung abgeben, weigern sie sich, dürfen ihre Kinder trotzdem in die Kita. Bürgermeister Beck zur geplanten Dauer der Testungen: „Derzeit haben wir eine Testreserve bis zu Beginn der Pfingstferien beschafft. Ob darüber hinaus weitere Testungen stattfinden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.“ Bezahlt werden die Tests zunächst von der Stadtverwaltung. „Bislang ist die Stadt Niedernhall hier in Vorleistung gegangen. Selbstverständlich hoffe ich auf eine Erstattung durch das Land“, schreibt dazu der Rathauschef.
Erzieherinnen weigern sich laut Elternaussagen teilweise
Bei den Tests handelt es sich um den „Hotgen – Coronavirus Antigentest/Schnelltest“, die die Stadtverwaltung von der örtlichen Morstein-Apotheke bezogen hat. Mit diesen soll ein Abstrich im vorderen Nasenbereich vorgenommen werden. Das Kita-Personal soll vorher durch die örtliche Allgemeinarztpraxis Dr. Ehrmann in der Anwendung der Tests geschult werden, sodass diese die Testungen begleiten oder sogar an den Kindern vornehmen könnten. Wie ein betroffener Vater, dessen Kinder die Kita Giebelheide besuchen, uns im Gespräch mitteilte, sollen sich die Erzieherinnen teilweise weigern, die Kinder zu testen. „Die wussten bis zum Abend davor nichts davon und sie sagen, dass die Kita ein sicherer Platz für die Kinder sein soll.“ Er fragt sich nun, ob jetzt externe Tester in die Kita kommen werden.
Tests nur in der Kita
Die Tests sollen ausdrücklich in der jeweiligen Einrichtung erfolgen und nicht zu Hause angewendet werden. Dazu Bürgermeister Beck auf die GSCHWÄTZ-Anfrage: „Wir halten die Tests in der Einrichtung für zielführender. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko sehen wir hier nicht. Die Testung in den Einrichtungen ist so vorbereitet, dass die Eltern lediglich den Nasenabstrich vornehmen, das pädagogische Personal übernimmt dann die zeitaufwendige Auswertung. Daher müssen die Eltern nicht mit einem zeitraubenden Verfahren rechnen.“
Auswertung durch das Personal
Bürgermeister Beck schlägt in seinem Schreiben an die Eltern folgende Vorgehensweise vor: Die Eltern nehmen die Tests an ihren Kindern unter Begleitung des pädagogischen Personals vor, was nach seiner Einschätzung rund eine Minute dauern dürfte. Nach dem Test verlassen die Eltern die Einrichtung, die Auswertung übernimmt das pädagogische Personal. Sollte ein Kind positiv getestet worden sein, würden die Eltern rund 15 Minuten nach dem Test informiert werden. Sie müssten ihre Kinder wieder aus der Kita abholen.
Widerspruch schon zwei Wochen vorher
Das Vorgehen der Niedernhaller Stadtverwaltung wirft bei betroffenen Eltern Fragen auf. Nach Aussage des betroffenen Vaters wussten auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zunächst nichts vom Schreiben des Bürgermeisters, als er diesen kontaktieren wollte. Diese Familie hat, so sagt der Vater weiter, bereits zwei Wochen vor dem Bürgermeister-Brief gegen eventuelle Testungen ihrer Kinder widersprochen: „Unsere Kinder werden auf keinen Fall ohne unser Beisein getestet, das habe ich vor zwei Wochen bereits Herrn Beck geschrieben.“ Die Eltern hatten damals schon befürchtet, dass medizinisches Personal „in voller Montur (komplett vermummt) in die Kindergärten gehen und Tests machen. Da würden unsere Kinder von drei Jahren nie mehr schlafen und dann noch die Schmerzen“.
Zeit-Problem
Der Mann betont ausdrücklich, dass er nicht gegen die Tests sei, aber er möchte nicht, dass „die Kinder von irgendwem getestet werden“. Er wolle bei den Tests dabei sein, aber: „Wie stellt er [Bürgermeister Beck, Anmerk. der Redaktion] es sich so kurzfristig vor? Viele Eltern müssen arbeiten, sind alleinerziehend. Wie sollen zum Beispiel wir das machen? Meine Frau arbeitet ab 6.30 Uhr. Um 7 bringe ich die Kinder zum Kindergarten, meine Pflichtarbeitszeit ist ab 7.15, hab dann keine 20 Minuten, Zeit dort zu warten.“
„Aktuell ist uns nicht bekannt, ob Tests in Kitas durchgeführt werden sollen“
Der Widerspruch der Familie ging an Bürgermeister Beck, Landrat Dr. Neth sowie an das Gesundheitsamt. Aus dem Rathaus kam am 30. März 2021 die Bestätigung über den Eingang ihres Widerspruchs. In dem Antwortschreiben der Verwaltung steht: „Aktuell ist uns nicht bekannt, ob – und wenn ja – in welcher Form Tests in den Kindertageseinrichtungen durchgeführt werden sollen.“ Der Vater fragt sich nun: „Am 30.3. ist ihr nichts von Tests bekannt und zwei Tage nach Ostern hat Herr Beck Tests angeschafft und will zwei weitere Tage später testen und zum Widerspruch hat man nur einen Tag Zeit?“ Ob das wohl Absicht gewesen sei, überlegt er.
Impfzwang durch die Hintertür?
Die Gedanken des Vaters gehen aber noch viel weiter: „Bisher waren solche Tests für Hotspots vorgesehen wie in Teilen von Schwäbisch Hall. Niedernhall ist kein Hotspot. Wie viele Fälle gibt es aktuell in Niedernhall? Wie viele davon waren oder sind Kinder?“ Er fragt sich, ob so den Familien gesagt werden solle, dass doch die Kinder Pandemietreiber seien. Und ob den Eltern Angst gemacht werden soll und sie quasi über diesen Umweg zum Testen und zum Impfen gezwungen werden sollen wie später auch die Kinder.
„Dann kann man sich den Test auch sparen“
Auch das weitere Vorgehen nach den Tests sieht der Mann kritisch: Nach dem Test sollen „die Kinder alle zusammen im Gruppenraum warten“. Dann könne man sich nach seiner Ansicht „den Test sparen, wenn dann nämlich eines der Kinder positiv ist, wären alle Kinder K1 und da wäre es sehr spannend, wie lange die Arbeitgeber sowas mitmachen“. Sinnvoller würde er unter diesem Gesichtspunkt finden, „eigene Tests daheim durchzuführen, als alle Kinder zusammen warten zu lassen“. Denn auch: „Was macht man in der Zeit mit den Kindern, dürfen sie wie Kinder spielen oder müssen sie still sitzen und es wird über Corona und Tests erzählt?“ Er befürchtet, dass die Kleinen so nur verängstigt werden. „Von den psychischen Dingen ganz zu schweigen – privat keine Freunde und dann solche Erlebnisse in einem eigentlich sicheren Raum.“
Gespräch mit Bürgermeister Beck
Zwischenzeitlich hatte der Vater ein Gespräch mit Achim Beck, der bedauerte, „dass die Kommunikation in diesem Fall schlecht gelaufen ist“. Was den Vater dennoch verärgert: „Bürgermeister Beck hat mir gesagt, dass er der allgemeinen Gesellschaft unterstellen müsste, dass die Tests zu Hause nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden.“ Der Rathauschef soll in dem Gespräch mit dem Vater auch gesagt haben, „dass er sich erst am 31. März für die Tests entschieden habe, nachdem er mit seiner Frau darüber gesprochen hatte“. Und Beck hat sich wohl mit den Bürgermeistern von Forchtenberg und Weißbach abgesprochen. Seiner Aussage dem Vater gegenüber sollen demnächst dort die Kita-Kinder ebenfalls getestet werden.

Schreiben des Bürgermeisters Achim Beck an die Kita-Eltern (Seite 1). Quelle: privat

Schreiben des Bürgermeisters Achim Beck an die Kita-Eltern (Seite 2). Quelle: privat

 




Kinderschuhe auf den Stufen des Rathauses

Nicht nur in Künzelsau (wir berichteten), auch in Niedernhall wurden Kinderschuhe vor das Rathaus gelegt. Mit dieser Aktion, die es schon in einigen Städten in Deutschland gegeben hat, wollen Eltern darauf aufmerksam machen, wie Kinder teilweise unter den Coronamaßnahmen leiden.

 

Schuhaktion in Niedernhall. Screenshot: facebook/Du weißt, dass du aus Niedernhall kommst, wenn…

Schuhaktion in Niedernhall. Screenshot: facebook/Du weißt, dass du aus Niedernhall kommst, wenn…




„Ganz besonders möchte ich Sie deshalb in dieser Zeit um die Einhaltung der Coronaregeln bitten“

In einem Brief wandte sich Niedernhalls Bürgermeister Beck an die Einwohner des Baugebiets Bachäcker in Niedernhall. Der Anlass: „In den vergangenen Tagen wurde uns mitgeteilt, dass sich vermehrt Kinder im Alter bis einschließlich 14 Jahren gemeinsam zum Spielen im Baugebiet Bachäcker aufhalten.“ Beck verweist darauf, dass derzeit nur Zusammenkünfte von einem Haushalt und einer weiteren Person erlaubt sind. „Das Spielen von beispielsweise drei oder mehr Kindern aus verschiedenen Haushalten ist daher auch weiterhin im Freien nicht erlaubt. Zumal Spielen bei Kindern mit Abstandsregeln nahezu unmöglich ist.“

„Spielen mit Abstandsregeln nahezu unmöglich“

Weiter heißt es in dem Brief: „Aus der Bevölkerung wurde uns berichtet, dass diese Coronavorgabe unter anderem in Ihrem Wohnumfeld nicht eingehalten wird. Bevor dies nun tatsächlich und auch namentlich angezeigt wird, möchte ich mit diesem Schreiben nochmal ganz allgemein auf diese Vorgaben hinweisen.“

Achim Beck betont: „Auch wenn die Pandemie und die damit verbundenen Coronaverordnungen für unsere Kinder und Familien einen harte und unangenehme, sogar teils unerträgliche Zeit darstellen, sind es nun mal Vorgaben, die Sie als Bürger:innen einzuhalten und wir als Stadtverwaltung darauf achtzugeben haben.“

Ganz besonders möchte Beck deshalb um die Einhaltung der Coronavorgaben bitten. Denn eine Schließung von Kitas und Schulen in Niedernhall solle vermieden werden.

Brief von Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck an Teile seiner Bürger.

Polizeistreife in Niedernhall. Foto: privat

Polizeistreife in Niedernhall. Foto: privat