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„Du stehst vor einem Berg, den du nicht allein bezwingen kannst“

„Du stehst vor einem Berg, den du nicht allein bezwingen kannst.“ So beschreibt Damir Klisan seine Gefühle, als er den Kostenvoranschlag für die Therapie in Amerika bekommen hat, die seinem Sohn, der lebensbedrohlich erkrankt ist, das Leben retten kann.

Marcel mit seinem Vater Damir Klisan und seiner Mutter Manuela. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 250.000 Euro Erstbehandlung

Rund 250.000 Euro kostet die vielversprechende Erstbehandlung, die bereits vielen Kindern mit einem ähnlichen Krankheit geholfen hat.

Der Schock in der Familie war zunächst groß, der Wille, diese Therapie für ihren Sohn Marcel zu ermöglichen, war größer.

Seit Dienstag, den 20. Dezember 2022, läuft nun eine Spendenaktion für den Niedernhaller auf der bekannten und renommierten Plattform betterplace.org: In nicht mal einer Woche kamen bereits an die 35.000 Euro zusammen, unter anderem von Bekannten, Firmen in der Nähe, Arbeitskollegen der Firma Continental in Weißbach, wo die Eltern arbeiten und unlängst auch Marcel seine Ausbildung abgeschlossen hat.

Mit einem halben Herzen auf die Welt gekommen

Marcel ist quasi mit einem halben Herzen, dem so genannten hypoplastischen Linksherz-Syndrom zur Welt gekommen, einem, so die Familie, der schwersten Herzfehler überhaupt. Die linke Herzkammer fehlt. Der 20-Jährige kann in seinen jungen Jahren bereits auf drei schwere Herz-OPs zurückblicken. Das Ziel dabei war, die rechte Herzkammer, die bis dato die doppelte Arbeit gemacht hat, zu entlasten und künstlich einen neuen Kreislauf zu schaffen. Doch die Rettungsaktion für die verbleibende Herzkammer löst nicht selten eine bestimmte Nebenwirkung bei den Betroffenen, häufig Kinder und Jugendliche, aus: Seit dem vergangenem Jahr hat sich in seinem Körper ein Eiweißverlustsyndrom (PLE) entwickelt. Das heißt, in Marcels Lymphen und im Darm entstehen so genannte Löcher, durch die das Eiweiß entweicht, was lebensbedrohlich ist. Eiweiß braucht der Körper allerdings, unter anderem, um Wasser im Körper zu binden. Wenn das Wasser nicht gebunden und über den Körper ausgeschieden werden kann, lagert es sich etwa im Bauchraum ab. Vor zwei bis drei Wochen war Marcel deswegen zum wiederholten Mal im Krankenhaus zum Punktieren. In der Uniklinik in Tübingen wurden ihm dabei rund acht Liter Wasser aus seinem Bauchraum geholt. Von einem Tag auf den anderen kann sich so viel Wasser ablagern, dass er schnell mal drei Kilo mehr auf die Waage bringt.

„Marcels PLE schlägt gnadenlos zu“

Bei der Therapie in den Vereinigten Staaten werden die „Löcher“, durch die das Eiweiß abhanden kommt, geschlossen. Die Therapie wird wegen des Know-Hows und der speziellen Technik und Geräte, die es dafür benötigt, in Deutschland und Europa derzeit noch nicht angewendet. Ein Problem sieht Marcels Mutter auch darin, dass früher die Kinder mit einem solch schweren Herzfehler bereits relativ früh gestorben sind. Nun werden die Betroffenen dank neuer Behandlungsmethoden immer älter. Aber bislang wurde noch zu wenig geforscht, wie man die OP-Folgen, wie etwas das PLE, behandeln kann.

Dem Verein „Fontanherzen e.V.“ zufolge leben in Deutschland zirka 5.000 Fontan-Patienten. Davon sind ungefähr vier bis fünf Prozent von dem Eiweißverlust betroffen, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich deutlich höher liegt.

„Marcels PLE schlägt gnadenlos zu“, steht als Überschrift über dem Spendenaufruf, den der Verein Lächelwerk initiiert hat, unter anderem über die Spendenplattform betterplace, aber man kann auch direkt an Lächelwerk für Marcel spenden (siehe unten). Das Geld fließt zu 100 Prozent in die Behandlung von Marcel. Rund 80.000 Euro kostet die Eiweißtherapie unter Professor Ittken, 170.000 US-Dollar kostet allein das Öffnen einer wichtigen Vene, die bei Marcel „zu“ ist. Die Eiweißbehandlung muss zudem vermutlich ein oder zwei Jahre später nochmal wiederholt werden, wenn sich neue „Löcher“ aufgetan haben. Es war Marcels Mutter, die nach einer langen Recherche die lebensrettende Therapie und den Verein Lächelwerk, der sie nun so tatkrätig unterstützt, gefunden hat.

„Notfalls verkaufen wir unser Haus“

Derzeit hat die Familie und vor allem Marcel keinen normalen Alltag mehr. Zwischen wiegen, Tabletteneinnahme (unter anderem Cortison), Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten, Infusionen und unangenehmen Lungen- und Bauchdrainagen, die auch schon mal eine Sepsis bei Marcel ausgelöst haben, bleibt nicht viel. Im November 2022 hat Marcels Kardiologe Vorhofflimmern bei seinem jungen Patienten festgestellt. Marcel hat eigentlich nur einen schlichten Wunsch: „Wenn mal für ein Jahr Ruhe einkehren würde“, das wäre schön.

Lebensrettende Therapie

Was tut die Familie, sollte, das Geld nicht zusammenkommen? „Notfalls verkaufen wir unser Haus. Dann wohnen wir eben in Miete“, antwortet Vater Damir sofort. Aber die Hilfsbereitschaft ist bereits jetzt enorm. Allein die Firma Müller-Coax aus Forchtenberg spendete sofort 5.000 Euro, als sie von Marcels Schicksal erfuhr. Dem 20-Jährigen ist das sichtlich unangenehm. Er möchte weder Mitleid, noch im Mittelpunkt mit seinem Herzfehler stehen. Und doch: Die Spenden sind seine einzige Chance, PLE den Kampf anzusagen mit einer lebensrettenden Therapie. Als die ersten Spenden eingegangen sind, „habe ich wieder Hoffnung gespürt, dass wir das schaffen können“, so Vater Damir.

Spenden sind über folgende Wege möglich:

Marcels PLE schlägt gnadenlos zu! Bitte helft! – Lächelwerk e.V. – betterplace.org

paypal: info@laechelwerk.de

Überweisung: Lächelwerk e.V.

Volksbank Bigge-Lenne

Iban: DE 42 4606 2817 0016 5294 00

BIC: GENODEM1SMA

Verwendungszweck: Herz

Die Spende wird laut Lächelwerk verwendet für:

  • die Finanzierung von Marcels Behandlung
  • wenn Marcel gerettet ist, für weitere Kinder mit Herzfehler

Text: Dr. Sandra Hartmann




Bürgerworkshop zur Sanierung des Niedernhaller Solebades

Bürger-Workshop Sanierung des Solebads

Datum: 10.11.2022
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Veranstalter: Stadt Niedernhall
AdresseHauptstraße 30
74676 Niedernhall

Gestaltung, Anforderung und Ausrichtung des zukünftigen Solebades

Die Stadtverwaltung Niedernhall lädt am Donnerstag, den 10. November 2022, zu einem Bürgerworkshop im Rathaus (Rathaushalle) in Niedernhall ein Los geht es um 17 Uhr.

Im Zuge der Sanierungsplanung für das Solebad Niedernhall lädt die Stadt Niedernhall alle interessierten Bürger:innen und Bürger sowie alle Badegäste des Solebads zum Workshop ein. Im Workshop soll mit den Teilnehmenden über die Gestaltung und Anforderung sowie die Ausrichtung des sanierten Solebads diskutiert werden.

Dauer: zirka 2,5 bis 3 Stunden. Für Getränke und ein kleines Vesper ist gesorgt.

Zur besseren Planung bittet die Verwaltung um Anmeldung im Rathaus Niedernhall, Frau Sabine Herz, 07940/9125-321, s.herz(@)niedernhall.de oder direkt im Solebad Niedernhall an der Kasse.




Morstein-Apotheke in Niedernhall schließt

Sabine Lechler ist der Schritt nicht leicht gefallen. Und doch gab es am Ende keine Alternative. In einem kleinen Statement im Amtsblatt Niedernhall erklärt die Apothekerin den Schritt, die Apotheke, die ihr Vater 1974 eröffnete, nun zu schließen:

„Es fällt mir nicht leicht, Ihnen mitzuteilen, dass die Morstein-Apotheke zum 31.01.2023 schließen wird. Nachdem ich seit der Übernahme der Apotheke von meinen Eltern 2017 auf der Suche nach qualifiziertem Personal erfolglos blieb, hatte ich mich zuletzt dazu entschlossen, die Apotheke zu verkaufen. Aber auch hier waren die Gespräche ohne Ergebnis.“

Bezogen auf ihren Vater und seiner Arbeit als Pharmazeut in Niedernhall sagt sie: „Er war immer sehr gerne Ihr Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen und hat sich in Niedernhall sehr wohl gefühlt. Umso schwerer fällt es mir, nun diesen Schritt gehen zu müssen.“

Die Apotheke in Ingelfingen betreibt die Familie Lechler weiterhin. Den Botendienst unter anderem für die Niedernhaller möchte sie beibehalten beziehungsweise ausbauen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.




40-Jähriger Mercedes-Fahrer mit 2,8 Promille in Niedernhall erwischt

Über 2,8 Promille zeigte der Alkoholtest bei einem 40Jährigen an, der in der Nacht auf Samstag, den 18. Juni 2022, in Niedernhall von der Polizei kontrolliert wurde.

Wie die Polizei mitteilt, war der Mann am Steuer seines Daimlers gegen 01 Uhr in de Salzstraße von einer Streife angehalten worden. Hier stellten die Polizisten Anzeichen auf Alkoholeinfluss fest.

Der Verdacht wurde durch den Alkoholtest bestätigt, weshalb der Daimlerfahrer die Beamten in ein Krankenhaus begleiten und eine Blutprobe abgeben musste.

Seinen Führerschein konnte der Mann nicht abgeben, weil er keinen besaß. Der 40-Jährige muss mit einer Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer und Fahrens ohne Führerschein rechnen.




PV-Anlage: Vermeintlicher Dachstuhlbrand in Niedernhall

Am Freitag, den 10. Juni 2022, hatte die Feuerwehr Künzelsau gleich 2 Einsätze direkt nacheinander.

Bei einem Verkehrsunfall am Freitagnachmittag wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie die Polizei mitteilt, war die 18-Jährige gegen 14 Uhr mit ihrem VW Touran auf der Kreisstraße 2011 von Langenbeutingen kommend in Richtung der Landesstraße 1088 unterwegs.

Sie missachtete die Vorfahrt eines von Neuenstadt kommenden Lkw. Es kam zum Zusammenst0ß. Dabei wurde der VW rund 20 Meter nach rechts geschoben. Die junge Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus ihrem Auto gerettet werden. der 52-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Nach Angaben der Polizei wird der Sachschaden auf rund 35.000 Euro geschätzt. Die beiden Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Noch auf der Rückfahrt des Einsatzes wurde der Löschzug Künzelsau zu einem Folgeeinsatz nach Niedernhall gerufen. Gemeldet war ein Dachstuhlbrand. Nach Erkundung mit der Drehleiter stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um einen Brand, sondern um einen Defekt an der Solaranlage des Hauses handelte. Dabei trat heißes Wasser aus der Anlage. Die Feuerwehr Künzelsau löste sich daraufhin aus dem Einsatz heraus.

Quelle: Feuerwehr Künzelsau




Diese Leichenschau ist nichts für schwache Nerven

Die Ausstellung „Echte Körper – Von den Toten lernen“ ist vom 04. Juni bis 05. Juni 2022 in der Stadthalle in Niedernhall, Brückenwiesenweg 2, zu sehen. Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Veranstalters:

Früher Vorrecht von Medizinern

Bis vor wenigen Jahren war der Blick auf tote Körper und das Erforschen der anatomischen
Beschaffenheit ausschließlich das Vorrecht von Medizinern in den Sektionssälen der
Universitäten.

Rund 200 anatomische Exponate

Die Erfindung der Plastination und Präsentation der Exponate in öffentlichen Ausstellungen
ermöglicht es nun der Allgemeinheit Einblicke in den menschlichen Körper zu bekommen.
Die Ausstellung Echte Körper- VON DEN TOTEN LERNEN
vermittelt anhand einer umfangreichen wissenschaftlichen Sammlung von ca. 200 didaktisch
wertvollen anatomischen Exponaten, bestehend aus konservierten menschlichen Körpern,
Skeletten, Gliedmaßen, Organen, Organblöcken, Funktionssimulatoren, Tastmodellen und
Moulagen medizinisches Wissen an interessierte Besucher.

Ausführliche Erklärungen, Multimediavorführungen und Lehrtafeln zu allgemeinen und
spezifischen Themen des menschlichen Körpers dienen neben den Exponaten der
Wissensvermittlung.

Die Ausstellung bietet Schülern und Lehrern ein umfangreiches Bildungsangebot und
befasst sich mit sämtlichen lehrplanrelevanten Themen der Klassenstufen 6 – 12.
Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterbildung in medizinischen Berufen.

Themenschwerpunkte sind:

– Skelett Bewegungsapparat
– Gehirn und Nervensystem Geschlechtsorgane
– Herz und Blutkreislauf Nieren und Harnwege
– Verdauungssystem Sinnesorgane
– Atemwege und Lunge
Darüber hinaus wird die Gelegenheit geboten, sich ausführlich mit den Themen
Organspende, Krebs, Aids, Alkohol und Nikotin auseinander zu setzen.

Öffnungszeiten
Samstag 12:00-18:00 Uhr

Sonntag  11:00-18:00 Uhr
Es werden keine Führungen angeboten.
Eintrittspreise / Tickets nur an der Ausstellungskasse vor Ort erhältlich

Schüler* 10,00 Euro

Auszubildende* 10,00 Euro

Studenten* 10,00 Euro

Erwachsene* 15,00 Euro

Kinder bis 6 Jahre * 5,00 Euro

https://echtekoerperausstellung.de/

Email: mobile-ausstellung@gmx.de
Mobil. Info 0173/6126553

 




Kelterflohmarkt in Niedernhall

Niedernhall lädt zum traditionellen Kelterflohmarkt im Kelterhof ein. Hier finden Besucher:innen gut erhaltene gebrauchte Waren, Raritäten und auch Kaffee und Kuchen sowie Vesper gibt es.

Anmeldung für den Verkauf von Waren (Achtung: Teilnehmerzahl begrenzt): 07940/51350 (Dorothea Mäder). Der laufende Meter kostet 5 Euro.




Bürgerin kritisiert: „Auto ist mehr wert als Schulkinder“

„Ein Auto ist wohl mehr wert als Schulkinder.“ So steht es in einem Facebook-Post in der Gruppe „Du weißt, dass Du aus Niedernhall kommst, wenn …“.

Die Verfasserin beklagt sich darüber, dass am Jugendhaus auf der Giebelheide ein Carport errichtet wurde, aber es für die Kinder an der dortigen Bushaltestelle kein überdachtes Wartehäuschen gibt, obwohl Bürger:innen sich bereits bei der Stadtverwaltung dafür eingesetzt hättem.

Seniorenmobil der Stadt

Alfons Rüdenauer vom Haupt- und Ordnungsamt der Stadt Niedernhall kennt die Problematik: „Das Fahrzeug, das dort steht, ist das Seniorenmobil der Stadt. Es wird von ehrenamtlichen Helfern genutzt“, erklärt er. Das Fahrzeug stehe sozusagen am höchsten Punkt der Giebelheide und soll durch das Carport vor Wind und Wetter einigermaßen geschützt werden.

Auch die Kinder sind Wind und Wetter ausgesetzt

Dass die Kinder beim Warten auf den Bus ebenfalls Wind und Wetter ausgesetzt sind, ist ihm bewußt. „Das wurde im Gemeinderat schon mehrfach besprochen“, berichtet er. Allerdings sei das Grundstück auf der rechten Straßenseite, wenn der Bus von Neufels kommt, nicht im Eigentum der Stadt. „Auf der anderen Seite könnte man problemlos überdachen, das ist ein städtisches Grundstück“, weiß er auf Anhieb Bescheid. Aber dann müßten die Kinder zum Einsteigen die Straße überqueren – das sei in den Diskussionen im Gemeinderat bisher als zu gefährlich eingeschätzt worden.

Text: Matthias Lauterer




Niedernhaller Kelterzauber unter Ausschluss von Nicht-Geimpften

Der Niedernhaller Weihnachtsmarkt, genannt Kelterzauber, wird dieses Jahr unter der G2-Regel ausgetragen. Das heißt, das Erwachsene, die nicht geimpft der genesen sind, nicht daran teilnehmen dürfen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung hervor.

Der Kelterzauber beginnt am Freitag, den 04. Dezember 2021, um 16 Uhr, und endet am Sonntag, den 05. Dezember 2021 (11 bis 18 Uhr). Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre dürfen am de Kelterzauber auch ungeimpft teilnehmen.

Die Stadtverwaltung begründet ihren Schritt damit, dass bei einer Durchführung unter der 3G-Regel (geimpfte, genesene und getestete) auf dem gesamten Veranstaltungsgelände eine Maskenpflicht gegolten hätte – ausser, wenn Besucher:innen gegessen und getrunken hätten. „Die Stadtverwaltung hält diese Regelung für nicht praktikabel und dies wäre zudem nur mit einem erhöhten Aufwand verbunden gewesen.“

 

 




Neuer Schmuck für das alte „Brünnele“

Wer in Niedernhall die Weinsteige zum Weingut Keck hochwandert, kommt bald an einer liebevoll geschmückten Mauer vorbei. Pflanzen, von Hand bemalte Schilder, beschriftete Steine, kleine Keramikfiguren, eine Vogeltränke und viele weitere Dinge haben hier eine neue Heimat gefunden. Sogar ein kleines von seinem ursprünglichen Besitzer vergessenes Spielzeugauto befindet sich unter den Gegenständen. „Meine entfernte Verwandte Margret Queisser hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Platz zu schmücken“, erzählt Susanne Seyboth, die die GSCHWÄTZ-Redaktion auf das Engagement der Niedernhallerin aufmerksam machte. Mit ihrer Anregung möchte sie das Engagement ihrer Bekannten, die noch nichts davon weiß, würdigen und diese überraschen.

Da fließt kein Wasser mehr

„Margret will damit auch die Menschen erfreuen, die hier vorbeikommen.“ Früher sei ein kleines Rinnsal den Berg heruntergekommen und in dem kleinen Wasserbecken neben der Mauer aufgefangen worden. „Aber das ist schon lange stillgelegt“, so Seyboth weiter. Heute stehen in dem Becken Geranien, Zierkürbisse und kleine Quitten.

Demnächst ist der Weihnachtsschmuck dran

Die 70-jährige Margret Queisser spaziere jeden Tag die Weinberge hinauf. „Wenn sie sieht, dass es wieder Platz gibt, bringt sie gleich etwas Neues vorbei.“ Natürlich immer der Jahreszeit entsprechend. „Demnächst stellt Margret wieder Kerzen und Weihnachtsschmuck auf“, freut sich die Ingelfingerin Seyboth.

Text: Sonja Bossert

Über die ganze Mauer hat Margret Queisser die Deko verteilt. Foto: GSCHWÄTZ

Wo früher ein Wasser war, steht heute eine Geranie. Foto: GSCHWÄTZ

Ein kleines Spielzeugauto mitten in der Deko. Foto: GSCHWÄTZ

Mutmachspruch für alle Pandemie-Geplagte. Foto: GSCHWÄTZ