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Grün, grüner Künzelsau

Am Donnerstag, den 20. Mai 2021, hat Kerstin Schlange von der Planbar Güthler GmbH einen interessanten Vortrag zum Thema „Biologische Vielfalt in Künzelsau und im eigenen Garten“ gehalten. Der digitale Vortrag aus dem Künzelsauer Rathaus kann unter www.youtube.com/stadtkuenzelsau nachgeschaut werden. N

un haben Interessierte die Möglichkeit, mit Sebastian Frey die geschaffenen „Natur nah dran“-Flächen in einem Spaziergang zu entdecken. Der Diplom Landschaftsökologe aus Neckarsulm unterstützt den Künzelsauer Bauhof bei der Umsetzung dieser Flächen. Sebastian Frey freut sich auf die Spaziergänge: „Ich möchte Ihnen vor Ort zeigen, welche Pflanzen wir gemeinsam mit dem Künzelsauer Bauhof mit welchen Techniken angelegt haben. Außerdem gebe ich Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie das in Ihrem eigenen Garten am besten umsetzen können.“ Die Spaziergänge finden am Samstag, 5. Juni 2021 und 10. Juli 2021 um jeweils 14 Uhr statt. Treffpunkt ist in den Wertwiesen unterhalb des Schlosses Bartenau. Nach der Besichtigung der „Natur nah dran“-Fläche in den Wertwiesen geht es auf der anderen Kocherseite am Frankenweg weiter.

Anmeldung und Hygieneauflagen

Aufgrund der aktuellen Corona-Vorschriften werden maximal 30 Personen zu den Spaziergängen zugelassen. Eine Voranmeldung für den Spaziergang am Samstag, 5. Juni 2021 um 14 Uhr ist bis zum 4. Juni 2021 um 12 Uhr bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Helen Bühler, Telefon 07940 129-120 oder E-Mail helen.buehler@kuenzelsau.de mit Angabe der Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefon oder E-Mail) erforderlich. Außerdem müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort einen tagesaktuellen Coronatest in Form eines Bürgertests, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorzeigen. Während der Spaziergänge ist ein Mund-Nasen-Schutz (FFP2-Maske oder medizinische Maske) zu tragen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hintergrund zum Strategiethema „Zukunft Wohnen“

„Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau!“ Mit diesem Ziel hat der Gemeinderat mit der Stadtverwaltung Künzelsau die „Strategie 2030“ ins Leben gerufen. Jedes Jahr steht ein anderes Thema im Mittelpunkt – im Jahr 2021 das Thema „Zukunft Wohnen“. „In einem interessanten Begleitprogramm möchten wir zeigen, was in Künzelsau alles entsteht und wie lebenswert die Stadt ist“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Themen wie Neubau oder Sanierung, Künzelsauer Baugebiete oder die biologische Vielfalt stehen im Fokus und werden in Vorträgen, bei Spaziergängen oder Baubegehungen nähergebracht. Biologische Vielfalt wird in Künzelsau großgeschrieben: Mit „Natur nah dran“-Flächen und Aktionen soll die Erhaltung der Vielzahl von Lebewesen und die Vielfalt von Lebensräumen gefördert werden. Künzelsau ist eine von 15 Städten und Gemeinden, die sich erfolgreich um eine Teilnahme am landesweiten Projekt „Natur nah dran“ für 2020 beworben hatte und eine Förderung erhält. Bei der Planung und Umsetzung dieser Flächen wird die Stadtverwaltung Künzelsau von der Planbar Güthler GmbH aus Ludwigsburg und von Sebastian Frey, Diplom Landschaftsökologe aus Neckarsulm, unterstützt. Weitere Informationen unter www.kuenzelsau.de/wohnen2021

Hinweis zu Fotoaufnahmen

Im Rahmen von städtischen Veranstaltungen werden Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Veröffentlichung der Aufnahmen, auf denen auch sie eventuell abgebildet sind, für unsere Kommunikationszwecke und die Kommunikationszwecke des NABUs einverstanden. Wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer das nicht möchten, sollen die Fotografen oder Mitarbeiter vor Ort angesprochen werden.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Künzelsau

 

 

Innerhalb eines Jahres ist die Fläche unterhalb des Schlosses Bartenau entstanden und hat sich laut der Stadtverwaltung gut entwickelt. Foto Stadtverwaltung Künzelsau und Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

Bei einer gemeinsamen Begehung im Mai 2020 an den Wertwiesen in Künzelsau wurden die Planungen für „Natur nah dran“ konkretisiert. Fotos Stadtverwaltung Künzelsau und Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Kleine Biotope sollen in Künzelsau entstehen

Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, den 05. Mai 2020, nahmen rund 50 Vertreter der für 2020 ausgewählten „Natur nah dran“-Kommunen an einer Online-Schulung im Rahmen des NABU-Projektes teil. NABU steht für Naturschutzbund Deutschland – Landesverband Baden-Württemberg e. V.. Die Teilnehmer erhielten bei der Veranstaltung Anregungen und Tipps, wie im Siedlungsraum artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Distelfinken und Schwalbenschwänze geschaffen werden können.

Grünflächen werden in Biotope umgewandelt

Bei einer gemeinsamen Begehung am Donnerstag, den 07. Mai 2020, an den Künzelsauer Wertwiesen erkundeten Marina Schukowski-Hust (Stadtbauamt Künzelsau), Jochen Lutz und Sascha Krämer (beide Bauhof Künzelsau), Brigitte Vogel und Heike Kutzner vom NABU, Kerstin Schlange (Planbar Güthler) und Sebastian Frey (Naturgartenplaner), wie sich die Maßnahmen vor Ort umsetzen lassen. Dabei nahmen sie Grünflächen in Augenschein, die in Künzelsau im Laufe des Projekts in kleine Biotope umgewandelt werden sollen. Die Fachleute begutachteten neben den Wertwiesen auch einen Standort in Gaisbach an der Waldenburger Straße und einen Standort am Goldberg und gaben erste Empfehlungen für die passenden Maßnahmen. Beispielsweise, ob eine Fläche grundlegend umgestaltet werden sollte, um einen dauerhaften Erfolg zu ermöglichen.

„Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld.“

Die Begehung der Flächen bildet gemeinsam mit der Schulung die Grundlage für den nächsten Schritt: die Detailplanung für die ausgewählten Flächen. Anschließend geht es dann an die Umsetzung. „Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld“, betonte NABU-Projektleiter Martin Klatt. Das bestätigten die Erfahrungen aus Kommunen, die bereits länger ihre Flächen umgestalten, so Klatt weiter: „Dabei kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz. Auf manchen Flächen funktioniert das oft auf Anhieb gut, andere brauchen vielleicht etwas länger.“

„Auf den Flächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen.“

Warum sich das für die Natur und die teilnehmenden Kommunen lohnt, erläuterte Martin Klatt in der Online-Schulung: „Auf den Projektflächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickeln werden. Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter“. Bei der Anlage naturnaher Flächen gebe es aber einiges zu beachten. Zwar würden einjährige Blühmischungen im ersten Jahr toll aussehen, müssten aber jährlich neu eingesät werden und verursachen daher in der folgenden Zeit mehr Arbeit. Die Teilnehmer verschafften sich bei der Online-Schulung einen ersten Eindruck, wie dauerhafte und dem Standort angepasste mehrjährige Blumenwiesen und Wildstaudenbeete angelegt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau