Putsch in Zimbabwe: Wie steht es um das dortige Kindergartenprojekt von Christa Zeller aus Ingelfingen?
„Liebe Zimbabwe Freunde,von vielen bekomme ich besorgte Mails – Was ist denn in Zimbabwe los? Hat das Auswirkungen auf das Projekt?“ So beginnt Christa Zellers E-Mail, die sie unlängst an Unterstützer ihres sozialen Projekts in Zimbabwe verschickt hat. Ein Putsch des Militärs hat den Präsidenten Robert Mugabe ins Wanken gebracht, aber er ist bislang noch nicht auf Rücktrittsforderungen des Militärs eingegangen. Christa Zeller aus Ingelfingen verfolgt vermutlich angespannter als kaum ein anderer Ingelfinger Bürger die Geschehennisse in Afrika, denn viel Herzblut hat sie in den Kontinent beziehungsweise in ein Herzensprojekt gesteckt. Mit Spendengeldern steht sie kurz vor der Eröffnung eines Kindergartens, der auch sozial benachteiligten Kindern dort einen Raum zur Entfaltung bieten möchte. Nun das politische Erdbeben. „Welche Auswirkungen dies auf unser Projekt haben wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Mutare, die Stadt in der der Kindergarten eingerichtet wird, ist über 200 Kilometer von Harare entfernt und dort spürt man im Moment noch nichts. Ich habe gleich am nächsten Tag eine Skype Kontakt gehabt. Unsere Projektpartner vor Ort meinen nicht, dass es größere Auswirkungen haben wird. Hoffen wir das Beste.“
Der Kindergarten soll am 15. Januar 2018 eröffnet werden. „Die Kinder stehen schon Schlange. Es ist ein langer Weg, aber wir freuen uns alle auf die Eröffnung. Ich selbst werde im Frühjahr wieder nach Zimbabwe fliegen um dann vor Ort das Projekt begleiten zu können.“
Seit über 30 Jahren engagiert sich die gelernte Erzieherin und jetzige Betriebswirtin in der Hochschulkommunikation der Hochschule Heilbronn in Zimbabwe. Angefangen hat alles 1985. Als ihr Mann Roland Zeller als Lehrer in Deutschland keine Anstellung fand (zu dieser Zeit wurden keine Lehrer eingestellt) bewirbt sich Familie Zeller für das Projekt „Lehrer für Zimbabwe“ zwischen Deutschland und dem damals noch jungen Staat Zimbabwe. Die Verbindung zu Zimbabwe haben sie trotz späterer Rückkehr nach Deutschland nie verloren.
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PATENSCHAFTEN GESUCHT
Es werden noch dringend Paten für die Kindergartenkinder in Zimbabwe gesucht. 30 Euro kostet der reine Kindergartenbeitrag. 40 Euro zusätzlich für Frühstück, Mittagessen und Transport und Schuluniform. Diese ist laut Christa Zeller in Zimbabwe verpflichtend. Das Einzugsgebiet ist groß und oft können laut Christa Zeller die Eltern auch den Bus nicht bezahlen.
Mehr Informationen über Christa Zeller und ihr Kindergartenprojekt unter www.bongai-shamwari.org
Aktuelle Informationen zur politischen Lage in Zimbabwe gibt es auf www.kasa.de/