1

Weiter Blick ins Kochertal

„Der Weg am Südhang in Morsbach nördlich des Kochers ist seit vielen Jahren sehr beliebt“, so Ortsvorsteher Carsten Zeller. „Man trifft sich dort und mittlerweile auch immer mehr Ortsfremde.“ Die im Frühjahr angebrachten Schilder machen es nun auch auswärtigen Spaziergängern und Wanderern leicht, die ausgewählte und schönste Rundwanderroute gut zu erkennen.

Schilder entlang der Strecke weisen den Weg

Schon Anfang des Jahres haben sich die Mitglieder des Ortschaftsrates Morsbach zusammengetan und ihre Idee umgesetzt. Sie haben ein Logo für „ihren“ Wanderweg entworfen. Dann wurden gemeinsam mit dem Marketing-Team der Stadtverwaltung Künzelsau kleine Schilder kreiert. Mitte April haben die Morsbacher noch einmal eine Gemeinschaftsaktion gestartet und die Schilder entlang der Rundwanderstrecke angebracht.

Eine knappe Stunde Wandern

Der 3,2 Kilometer lange Weg ist komplett asphaltiert, eignet sich auch hervorragend für Kinderwagen und kann in beide Richtungen gegangen werden. Ungefähr 90 Höhenmeter bergauf und bergab sind zu bewältigen. 45 Minuten bis eine Stunde Wanderzeit sollten eingeplant werden.

Weite Ausblicke ins Kochertal

Besonderheiten des Weges sind die Ausblicke über die Ortschaft Morsbach und den Kocher-Verlauf Richtung Kocherstetten mit Schloss Stetten. Der Blick Kocher abwärts öffnet die Sicht bis nach Künzelsau mit dem Stadtteil Taläcker im Hintergrund. Seit kurzem gibt es direkt an dem Weg eine Alpaka-Farm mit vier wunderschönen Alpakas. Genügend Sitz- und Ruhebänke entlang des Weges laden außerdem zum Verweilen ein.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Streckenverlauf des Wanderwegs rund um Morsbach.

Schilder weisen jetzt den Wanderfreunden den Weg. Foto: Alexander Hofmann

 




Kühlschrank vom Himmel gefallen

Unbekannte entsorgten wahrscheinlich am vergangenen Wochenende einen Kühlschrank zwischen Kocherstetten und Morsbach. Am Montagmittag, den 31. August 2020, gegen 13 Uhr, entdeckten Mitarbeiter des Landratsamtes einen herrenlosen Kühlschrank neben der Landstraße 1045. Die Umweltsünder luden das Haushaltsgerät vermutlich ab, um die Entsorgungskosten nicht selbst tragen zu müssen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Angaben zu dem Kühlschrank oder den Tätern machen können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940 940 0, zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Vollsperrung der L 1045 zwischen Künzelsau und Morsbach ab heute bis 23. April

Die Landesstraße L 1045 muss von Dienstag, 14. April, bis voraussichtlich Donnerstag, 23. April 2020, zwischen Künzelsau-Hofratsmühle und dem Ortsausgang Morsbach für den Gesamtverkehr gesperrt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 14. April 2020 hervor. Im Bereich der Reinhold-Würth-Hochschule hat sich durch eine Unterspülung ein größerer Fahrbahnschaden ereignet, der kurzfristig saniert werden muss.

Die Zufahrt aus Richtung Künzelsau bis zur Einmündung Daimlerstraße bleibt frei, sodass der gesamte Bereich Hofratsmühle zugänglich bleibt. Ab Ortsende Morsbach in Richtung Künzelsau ist die Landesstraße bis zur Zufahrt Reinhold-Würth-Hochschule voll gesperrt.

Der überörtliche Verkehr wird von Morsbach über die K 2373 – Künsbach – Haag – Gaisbach – Künzelsau und umgekehrt umgeleitet.




1. Advent: Weihnachtsdorf in Morsbach

Am Sonntag, den 01. Dezember 2019, verwandelt sich Morsbach wieder in ein schnuckliges Weihnachtsdorf. Das Weinachtsdorf beginnt mit einer Andacht der evangelischen Kirchengemeinde um 10.30 Uhr in der Kelter (Lange Gasse ). Im Anschluss daran öffnet das Weihnachtsdorf von 11 bis 18 Uhr auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte und entlang der Langen Gasse. Das Video oben zeigt das Weihnachtsdorf 2018.

Morsbacher Weihnachtsdorf 2018.
Foto: GSCHWÄTZ




Sperrung zwischen Morsbach und Kocherstetten

Holzfällarbeiten vom 25. Februar bis 1. März 2019

Entlang der Landesstraße 1045 werden vom 25. Februar bis 1. März 2019 umfangreiche Gehölzpflege- und Baumfällarbeiten durchgeführt. Die Landesstraße muss dafür ab Ortsende Morsbach bis Kocherstetten für den Gesamtverkehr gesperrt werden.
Die geplante Vollsperrung kann nach vorheriger Rücksprache mit der Straßenmeisterei Künzelsau, Tel. 07940 9154 0, von angrenzenden Waldbesitzern für eigene Fällungen mit genutzt werden.

Der überörtliche Verkehr wird ab der Abzweigung Landesstraße 1045 Ortseingang Morsbach über die K 2373 – Künsbach – Haag – Kubach – Feßbach – Rüblingen – Döttingen – Kocherstetten umgeleitet. Der Verkehr aus Richtung Döttingen wird ab Kocherstetten über Vogelsberg – Amrichshausen – Künzelsau umgeleitet.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes von 14. Februar 2019.

 

F

 




Morsbacher Weihnachtsdorf

Die Morsbacher sind hart im Nehmen, denn Groß und Klein hatten sich am ersten Adventsonntag, den 02. Dezember 2018, bei strahlendem Nieselregen und zwölf Grad zum traditionellen Morsbacher Weihnachtsdorf eingefunden. Essen und Trinken gehen ja immer, besonders der über Morsbach hinaus bekannte Glühwein, der Eisbrecher – ein Garant für frühzeitige Weihnachtsgefühle. Was es sonst noch alles zu erleben, probieren und zu erzählen gab, Nikolaus inklusive – Videoreporter Felix Kribus hat es in anheimelnden Bewegtbildern unterm Regenschirm eingefangen – unermüdlich gehalten von Morsbacherin Ingeborg Zeller.

Frohe Weihnachten wünscht Gschwätz allen seinen Lesern und Zuschauern!

Morsbacher Weihnachtsdorf 2018.
Foto: GSCHWÄTZ




Morsbacher Weihnachtsdorf

Am ersten Adventssonntag, den 02. Dezember 2018, eröffnet um 10.30 Uhr das 21. Morsbacher Weihnachtsdorf mit einer Andacht der evangelischen Kirchengemeinde in der Kelter. Das Weihnachtsdorf findet in der Ortsmitte und auf dem Dorfplatz entlang der Langen Gasse in Morsbach statt. Verschiedene Stände sind auf der Straße und in den Höfen aufgebaut, Keller werden geöffnet und die Kelter ist eingebunden. Es werden verschiedene handwerkliche Arbeiten angeboten wie Holz-, Stoff- und Wollarbeiten. Auch die Kinder können sich die Zeit beim Basteln, Ponyreiten oder bei Stockbrot am Lagerfeuer vertreiben. Neben kulinarische Köstlichkeiten, darunter auch Spezialitäten, Liköre, Punsch, Glühwein und selbst kreierte Heißgetränke kommt auch der Nikolaus vorbei.

21. Morsbacher Weihnachtsdorf 2018 Flyer: Morsbacher Dorfgemeinschaft




Laufen Wölfe auch im Hohenlohekreis herum?

In der Facebook Gruppe: Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn …  sprach man in den vergangen Wochen von der Sichtung eines Wolfes zwischen Künsbach und Morsbach. GSCHWÄTZ wollte es genau wissen. Deshalb haben wir beim Landratsamt angefragt, ob es tatsächlich Wölfe im Hohenlohekreis gibt. Lisa-Marie Dörr vom Landratsamt des Hohenlohekreises hat uns auf unsere GSCHWÄTZ Nachfrage geantwortet.

GSCHWÄTZ: In der Facebook Gruppe: Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn … steht, dass scheinbar ein Wolf gesichtet wurde. Stimmt das?

Dörr: Im Hohenlohekreis gibt es bisher keine bestätigten Hinweise, dass sich im Kreisgebiet ein Wolf aufhält beziehungsweise gelegentlich durchzieht. In den Sozialen Medien wurde von der Sichtung eines wolfähnlichen Tieres zwischen Künsbach und Morsbach berichtet. Aufgrund fehlender Nachweise wie zum Beispiel Pfotenabdruck, Losung, Haare konnte die Echtheit der Sichtung nicht überprüft werden.

GSCHWÄTZ: Inwieweit ist der Wolf allgemein schon verbreitet? In welchen Gebieten kann er gefunden werden?

Dörr: Der Wolf ist in den Nachbarländern wie der Schweiz und in Frankreich verbreitet. Von dort aus wandern seit geraumer Zeit immer wieder einzelne männliche Jungtiere ab. Sie verlassen ihr Rudel, um ein Weibchen zu suchen. Dabei legen die jungen Rüden beträchtliche Strecken zurück und sind das ein oder andere Mal auch durch Baden-Württemberg gezogen. Dies ist für die Tiere gefahrenträchtig, da die Wölfe oft Bahnlinien und Autobahnen überqueren müssen und endet nicht selten mit dem Tod.

GSCHWÄTZ: Wie verhält man sich wenn man einem Wolf begegnet?

Dörr: Wölfe sind in der Regel scheu und meiden den Kontakt zu Menschen. Bei einer Sichtung wäre es hilfreich für den Nachweis ein Foto oder Video zu machen und an den Wildtierbeauftragten des Hohenlohekreises Johannes Jakob, johannes.jakob@hohenlohekreis.de zu melden.

// Foto: Nabu




Des Schäfers Stündchen

Eine Aussterbende Rasse direkt unter uns: Schäfer Kurt Ebert aus Morsbach hütet 350 Tiere

Es gibt sie noch, die waschechten Schäfer. Doch sie sind selten geworden. Einer von ihnen wohnt am Ortsrand von Morsbach. Sein Name ist Kurt Ebert. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Daniela und den drei Kindern bewohnt er den landwirtschaftlichen Hof. In der Buchenmühle zwischen Morsbach und Kocherstetten war in Eberts Kindheit ein Schäfer ansässig. Diesen besuchte er regelmäßig. Als kleiner Junge durfte er Zwillingslämmer mit dem Schoppen aufziehen. Später hatte Ebert selbst ein paar Schafe. Schnell stand für den Heranwachsenden fest, dass er in der Landwirtschaft seine Erfüllung finden würde. Nach seiner Ausbildung als Landwirt arbeitete er von Beginn an hauptberuflich in diesem Bereich. Schafe, Kühe und Rinder nannte er sein Eigen, ehe er 1990 den Entschluss fasste, sich voll und ganz der Aufzucht von Schafen zu widmen.

Schäfer Kurt Ebert aus Morsbach mit seiner Herde.
Foto: GSCHWÄTZ/Timo Herrmann

Das Besondere: Ausschließlich Muslime kaufen bei Ebert ein.

Rund 350 Mutterschafe beherbergt der urige Schäfer derzeit. Zwischen 250 und 350 Lämmer werden in den nächsten Wochen dazukommen. Die Lämmer werden gemästet, anschließend geschlachtet. Mit dem Verkauf von Lammfleisch verdient Ebert sein tägliches Brot. Die mittlerweile große Stammkundschaft weiß die familiäre Atmosphäre und die sehr gute Fleischqualität zu schätzen. Er vermarktet sich selbst, lebt von der Weiterempfehlung seiner Kunden. „Es wird Jahr für Jahr mehr“, sagt er. Das Besondere: Ausschließlich Muslime kaufen bei Ebert ein. Diese nehmen weite Wege auf sich, kommen beispielsweise aus Heidenheim oder aus Stuttgart. Bis zu zehn Lämmer nehmen sie mit – für den 56-jährigen Schäfer ein lohnenswertes Geschäft.

„Es gibt immer mehr Auflagen und alles wird teurer“

Reich aber wird er mit seiner Lammzucht nicht. Die Auslagen sind gravierend, oft sind die Ausgaben sogar höher als die Einnahmen „Es gibt immer mehr Auflagen und alles wird teurer“, bedauert die Ehefrau. Aufgrund der strengen Vorgaben musste auch der Schlachtraum für mehrere tausend Euro modernisiert werden. Ebert darf in seiner nach EU-Norm gefertigten Räumlichkeit momentan acht bis zehn Schlachtungen pro Woche vornehmen. Eine Ausnahmeregelung gilt an drei Tagen im Jahr – und zwar am Opferfest, dem höchsten islamischen Fest. Hier dürfen so viele Bestellungen, wie gewünscht, umgesetzt werden. Gläubige Muslime opfern an diesem Hochfest ein Tier, meist ein Lamm, und verteilen es an Arme und Hungrige. Viele wollen bei der Schlachtung selbst Hand anlegen. Erlaubt ist dies, wenn zuvor ein Betäubungs- und Blutschnitt-Lehrgang absolviert wurde. Manchmal müssen Sprachbarrieren überwunden werden. Dies gelingt dem eingesessenen Morsbacher allerdings spielerisch.

Von einer Polizeieskorte geleitet

Spannend wird es auch, wenn die alljährliche Stall-Heimführung der Schafherden ansteht. Von der Weide in Scheurachshof führt der Weg über die Künzelsauer Innenstadt. Von einer Polizeieskorte geleitet, geht es knapp eine Viertelstunde mitten durch die Stadt – immer sonntags und früh morgens bei Sonnenaufgang. Positiv und zugleich ein bisschen wehmütig blickt Ebert in die Zukunft. „Wenn es gesundheitlich geht, will ich noch zehn Jahre weitermachen“, verrät er.

Rund 350 Mutterschafe beherbergt der urige Schäfer derzeit.
Foto: GSCHWÄTZ / Timo Herrmann