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Klopapier neben Kleidung

Ein ungewöhnliches Bild bietet sich derzeit Kunden in dem ein oder anderen Einzelhandelsgeschäft, das eigentlich geschlossen sein müsste angesichts steigender Coronazahlen. Im Traditions-Modehaus Kuhn in Bad Mergentheim etwa stapelt sich Toilettenpapier neben Blusen, Hosen und Unterwäsche. Auch das können hier Kunden seit kurzem kaufen.

Auf einmal systemrelevant

Der Grund: Toilettenpapier und Lebensmitteln gehören zu systemrelevanter Ware. Wer mehr als 60 Prozent dieser Ware verkauft, darf auch im Lockdown geöffnet bleiben – wie Supermärkte und Drogerien.

Irgendwie offen bleiben

Gegenüber dem SWR äußerte sich Johannes Kuhn hierzu wie folgt: „Wir haben uns relativ spontan entschlossen, dass wir unser Modehaus im Sortiment erweitern. Dass wir den Schwerpunkt (…) auf Drogerieartikel legen: (…) Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Lebensmittel. Um den Bürgern hier vor Ort (…) Bedarfsartikel zur Verfügung stellen zu können und um unserem Modehaus eine Möglichkeit zu geben, zu öffnen.“

Einzelhändler verzweifelt angesichts ihrer Situation

So gibt es neben Toilettenpapier auch Nudeln zu kaufen, Küchenpapier und Mehl. Man sehe durch derartige Umgestaltungen auch, wie verzweifelt die Einzelhandelsbranche ist angesichts ihrer Situation, erklärt Johannes Kuhn. Neben dem Modehaus Kuhn gibt es noch weitere Einzelhandelsgeschäfte in der Region, die ähnliche kreative Ideen haben, um einer Schließung zu entgehen.